Immobilienverwaltungs GmbH gründen für eine abbezahlte Wohnung?

7 Antworten

Das lohnt sich nicht.

Ob Du nun die Wohnung als GmbH oder als Privatmann vermietest, macht nicht so den grossen Unterschied. Möglicherweise bezahlst Du mit der GmbH-Lösung sogar mehr an Steuern, da die Summe aus Körperschaftsteuer und Kapitalertragsteuer möglicherweise höher ist als das, was Du als privater Vermieter versteuern müsstest. Das hängt auch von Deinen anderen Einkünften ab.

Der Firmenwagen wird Dir auch soviel nicht bringen, da Du die private Nutzung versteuern musst. Je nach Wert des Wagens und anfallenden Kosten kann das durchaus auch auf Null aufgehen. Zudem das Finanzamt auch die ganze Konstruktion kritisch prüfen wird.

Die ganzen anderen Aufwendungen, die Du im Rahmen einer GmbH geltend machen könntest, kannst Du als privater Vermieter auch geltend machen. Alles, was Dir an Aufwand für die Wohnung entsteht, kannst Du von der Steuer absetzen.

Zudem Du als GmbH einige Nachteile hättest. Du hättest zusätzliche Kosten für Gründung, Buchführung, Steuerberater etc und müsstest Dich möglicherweise mit Nachteilen im Mietrecht rumschlagen, da du als gewerblicher Vermieter u.U. höhere Auflagen bzw strengere Mietrechtsregeln befolgen musst.



Ist es effektiver, eine komplett abezahlte Wohnung einer Firma zu
überschreiben und den Gewinn mittels Firmenwagen usw. zu mindern, um
dadurch weniger steuern zu zahlen


Das sind alles ganz charmante Überlegungen...

Erstens wird die Steuersparwirkung von Firmenwagen deutlich überschätzt (der sog. geldwerte Vorteil ist ja auch wieder zu versteuern).

Zweitens wird das FA wohl kaum einen Firmenwagen und erhebliche Aufwendungen als betriebsnotwendig für die Verwaltung einer Wohnung akzeptieren.

Und drittens würde das Überschreiben an eine Firma auch bedeuten, dass der Wertzuwachs bei Veräußerung auch steuerlich als Ertrag gelten und belastet werden würde - das hast Du als privater Selbstnutzer nach ein paar Jahren Haltezeit ja nicht mehr.


Kleiner Nachtrag,  und somit viertens:

Auch der "Überschrieb" auf die Firma würde selbstverständlich erst mal die üblichen Notar- und Grundbuchkosten sowie die regionale Grunderwerbsteuer (von 3,5% bei den glücklichen Bayern und Sachsen bis rauf zu 6,5% im coolen Schleswig-Holstein) kosten...

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Nein das lohnt sich alles nicht.

Der Aufwand für die GmbH (Buchführung, Bilanz, etc.) ist viel zu groß. Einen Firmenwagen wird das Finanzamt nicht anerkennen.

Auch das Übertragen der Wohnung auf die GmbH löst Grunderwerbssteuer aus. Wenn du die GmbH mal auflöst, musst du die Wohnung zurück übertragen. Dann zahlt du wieder Grunderwerbssteuer, ... Kein vernünftiger Steuerberater würde dir das empfehlen.

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