Immobilienmakler Provision fällig?

7 Antworten

Du muss auf jeden Fall die Provision bezahlen, so "billig" den Makler umgehen ist nicht. Das wäre dann Betrug.

Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) ist der nach § 652 Abs. 1 Satz 1 BGB für das Entstehen eines Provisionsanspruchs erforderliche Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages"(des sogenannten Hauptvertrages) erbracht, wenn aufgrund einer Mitteilung (wie z.B. durch ein Expose) des Maklers an seinen Kunden und Auftraggeber dieser in die Lage versetzt wird, in konkrete Verhandlungen mit einem potentiellen Vertragspartner über den von ihm angestrebten Hauptvertrag einzutreten.
Danach ist unverzichtbare, aber auch ausreichende Voraussetzung für einen Nachweis, dass der Makler dem Kunden einen Interessenten benennt und damit auf eine konkrete Vertragsgelegenheit hinweist (BGH, Urteil vom 04.06.2009, Az. : III ZR 82/08).
Der Anspruch des Maklers gilt grundsätzlich erst einmal auch verlängert (je nach Umstand und Gerichtsbarkeit von mehreren Monaten bis zu einem Jahr). Innerhalb dieses Zeitraumes greift die Vermutung der Kausalität. D.h., dass der Nachweis des Maklers für den Vertragsabschluss ursächlich ist.
Das heisst: Wenn wir eine Immobilie nachgewiesen haben und der Kunde kauf diese später bei einem anderen Makler bleibt unser Provisionsanspruch bestehen und ist zu bezahlen, da von einer Kausalität auszugehen ist.

Quelle:http://www.fairpreis-immobilien.de/provision-und-recht.html

ja, das ginge -- falls der Makler seine Provision einklagen möchte (die ihm ja zusteht), sehe ich da bei der familiären Beziehung schon gewisse Chancen für den Makler.

Komisch, dass jeder glaubt, die Dienste eines Maklers in Anspruch nehmen zu können, und dann beim Bezahlen feststellt, dass einem das ja zu teuer ist.

Maklerprovision zahlen trotz Kündigung

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Herzlichen Dank für die geschätzte Antwort!

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tyweb.

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