Immobilien Provision?

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10 Antworten

Sie zahlen als Mietwohnungssuchender nur dann eine Provision an einen  Makler, wenn Sie diesen mit der Suche nach einer geeigneten Wohnung für Sie beauftragt haben.

Bei der Mietwohnungsvermittlung zahlt immer der die Provision, der dem Makler einen Auftag erteilt hat (Verursacherprinzip).

Bietet der Makler Ihnen eine Wohnung aus seinem Auftragsbestand an, ist der Vermieter Auftraggeber des Makler und insoweit auch zur Provisionszahlung  verpflichtet.

Im Übrigen ist es nicht dreist für eine Leistung, die in aller Regel nicht nur aus dem einmaligen auf- und zusperren einer Tür besteht,  ein vorher vereinbartes Honorar zu verlangen.

Preisen Sie sich glücklich, dass Sie kein Makler sind und nur dessen Leistung in Anspruch zu nehmen brauchen!

Ist es immer noch erlaubt, das Makler für Immobilien, also ich rede von Mietwohnung eine Provision verlangen können

 

Natürlich. Die Makler arbeiten ja nicht umsonst. Es stellt sich nur die Frage, wer den Makler bezahlt.

Laut Bestellerprinzip muss derjenige zahlen, der ihn beauftragt hat.

 Ich persönlich finde das etwas dreist dafür Geld zu nehmen, dass mir jemand die Tür aufschließt.

 

Bei allem Respekt, aber da gehört deutlich mehr dazu:

  • Annoncen/Anzeigen/Exposés erstellen
  • Termine vereinbaren
  • Absprachen mit Eigentümern
  • Unterlagen des Interessenten sammeln.
  • Mietverträge vorbereiten

Das Besichtigen der Wohnung ist nur ein sehr geringer Teil der Arbeit.

Golfspielerin 12.08.2017, 11:49

Ja, genau so ist es. 

Leider wollen sich die meisten Miet- / oder auch Kaufinteressenten jedoch gar keine Gedanken machen, was der Makler alles "im Hintergrund" tut. Das interessiert meistens gar nicht. Hauptsache der Makler kostet nichts und macht alles, was man möchte ... 

Bis eine Immobilie für Interessenten "sichtbar" ist bzw. ggf. es zu Besichtigungen kommt, hat der Makler oft bereits etliche 

  • Gespräche mit dem Anbieter geführt 
  • Vermarktungsstrategien entwickelt 
  • Unterlagen aufbereitet, 
  • Verbesserungsvorschläge entwickelt (z.B. einige Schönheitsreparaturen vorher ausführen lassen durch Anbieter)
  • und die o.g. Dinge erledigt 

Und letztendlich auf eigene Kosten z.B. auch Inserate in den Immobilienportalen geschaltet, ggf. Grundrisse "aufhübschen" lassen (kostet auch Geld), Fahrtkosten (Spritkosten) gehabt. 

UND wichtig: Anders als in jedem anderen Beruf: 

Nur bei Erfolg erhält der Makler seine Provision. Und falls der Makler z.B. keinen Alleinauftrag hat (ggf. der Verkäufer / Vermieter) selbst verkauft / vermietet, bleibt der Makler auf sämtliche Kosten sitzen! 

Komischerweise bezahlen fast alle Käufer anstandslos die Notarkosten = 1,5 % des Kaufpreises. Und der Notar erhält diese Summe (oder zumindest die bis dahin anfallenden Kosten) IMMER, wenn der Käufer bzw. Makler den Notar beauftragt! 

Und da macht der Notar auch noch einiges, was der Käufer i.d.R. nicht sieht, doch der hat sozusagen eine "Garantie" auf sein Geld. 

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Bei Mietwohnungen und -häusern gilt, dass derjenige den Makler zahlen muss, der ihn beauftragt hat. Und das ist in aller Regel der Vermieter. Du kannst dich bei der Besichtigung aber auch erst einmal darauf einlassen - wenn du die Wohnung dann hast, hat der Makler trotzdem keinen Anspruch auf die Provision von dir, da ein Vertrag darüber per Gesetz unwirksam wäre.

Auch das ist mit Arbeit verbunden und kein Mensch arbeitet umsonst, und solche die dies direkt oder indirekt fordern sollten es vielleicht selbsr mal ein bis zwei Monate probieren.

Die Musik bezahlt wer sie bestellt.

Wo ist denn bitteschön der Unterschied zwischen einem Haus und einer Wohnung? Provisionen sind ja sowieso prozentual. Noch gerechter geht ja nun nicht mehr.

Und ja, natürlich werden Makler für ihre Arbeiten bezahlt. Würdest du umsonst arbeiten?

Sollte es dir dennoch zuviel sein, dann steht es dir ja frei, OHNE Makler eine Wohnung zu suchen.


anitari 11.08.2017, 12:15

Provisionen sind ja sowieso prozentual.

Nicht bei Vermittlung von Wohnraummietverträgen. Da sind es maximal das 2,38fache einer Kaltmiete.

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qugart 11.08.2017, 12:57
@anitari

Anteilig ist anteilig. Ob prozentual (238 Prozent) oder als Wert (2,38) ist unerheblich.

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Bei Vermittlung von Wohnraummietverträgen muß seit Juni 2015 der die Provision zahlen der den Makler beauftragt hat.

Bei Kauf einer Wohnimmobilie gilt nach wie vor das dies Verhandlungssache ist.

Und woher weißt du, dass da eine Wohnung zu mieten ist? Wer hat die z.B. ins Internet gestellt oder in die Zeitung? Wer zahlt das?

Wie war es dir möglich einen Besichtigungstermin auszumachen? Wer bezahlt den Telefon- und Internetanschluss?

Wie kommt der Makler zum Termin? zu Fuss? oder wovon soll er sein Auto bezahlen, du willst es ja nicht, aber wie dann?

Der Makler übergibt dir evtl. ein Expose´, sonstige Unterlagen. Aber wer bezahlt das Papier, die Farbe und den Drucker der dafür notwendig ist?

Der Makler schließt die Türe auf ... aber upps, wie kommt er eigentlich selbst an den Schlüssel? zugeflogen? Hmmm....da musste er wohl Zeit aufwenden um an Informationen zum Objekt und dann an den Schlüssel zu kommen. Aber wer bezahlt diese Zeit? sollte deiner Meinung nach wohl als Freizeit betrachtet werden.

Und die Zu- oder Absage zur Wohnung, wer nimmt die vor? E-Mail schreiben oder anrufen, wer bezahlt diese Zeit? Im Glücksfall für den Interessenten den Mietvertrag ausfüllen, zeitliches Geschenk für den neuen Mieter als Einzugsgeschenk?

Und....den Fehler in deiner Fragestellung erkannt?!

Warum sind Brötchen eigentlich nicht billiger? die Kosten der Bedienung könnte man wegrechnen, die schiebt die Brötchen doch auch nur über die Theke rüber!

ja sie dürfen, aber die Provision zahlt der Vermieter/Verkäufer und sie ist nicht auf einen bestimmten Prozentsatz festgelegt, man kann sie also verhandeln.

anitari 11.08.2017, 12:18

Die Provision für die Vermittlung eines Wohnraummietvertrages zahlt der Auftraggeber. Das kann auch der Mieter sein.

Hier ist die Provision auch nicht völlig frei verhandelbar. Der Makler darf maximal 2 Kaltmieten + Märchensteuer verlangen.  

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Wie kommt es denn dazu, dass dir überhaupt jemand die Tür aufschließen kann?

Du möchtest also, dass Makler umsonst arbeiten? Das wäre dann der 1. Berufsstand, der das tut. 

Und nein, Makler schließen nicht nur die Tür auf. 

Ganz schön weltfremd...


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