Immobilien Finanzierung - Angebotsvergleiche

9 Antworten

Das Angebot der Apo Bank entspricht einer Darlehen in Höhe von 280.000 €, wenn ihre Angaben stimmen. Sie haben aber geschrieben, dass es um 267.000 € geht. Dann wäre der Zins nicht 3,05 % sondern 3,442 effektiv, wenn ich bis zum Ende rechne. Wäre also zu überprüfen. Risiko hier ist die Zinsbindung von 15 Jahren. Gehe ich einfach mal von ihren Angaben aus, dann müssten sie bei 267.000 € nach 15 Jahren bei 3,05 % einen Rest in Höhe von 160.098 € haben. Den dann gültigen Zins kennen wir nicht. Gehen wir mal davon aus, dass die Rate gleich bleibt und sie nach weiteren 17 Jahren fertig sind, dann hätte die Bank hier einen Effektivzins von 4,789 % angenommen. Man wäre also da schon von einem höheren Zins ausgegangen. wissen tun wir das aber nicht. Alle geleisteten Zahlungen ergeben die Summe 437.760 €.

Nun zur Volksbank. Auch hier muss es ja dann laut ihrer Angaben um 267.000 € gehen. Hier wird ein Darlehen mit Tilgungsaussetzung angenommen. Sie zahlen die Zinsen auf 267.000 € für 13 Jahre. Das entspricht einer montlichen Zahlung in Höhe von 615,15 €. Parallel dazu besparen Sie einen Bausparer, der aber niemals die Höhe der gesamten benötigten Darlehenssumme haben kann. Hier geben sie insgesamt in den ersten 13 Jahren eine monatliche Rate von 1.100 € an. Hiervon ziehen Sie nun 615 € Zinszahlung monatlich auf 267.000 € ab und der Rest geht in den Bausparer. Also reden wir über 485 €. Der Ansparzins hier liegt maximal bei 1 %. Zudem muss ich jetzt noch annehmen, dass sie keinen Anspruch auf staatliche Zulagen und Förderungen haben und auch keine Bonuszahlungen erhalten. Nach 13 Jahren stehen hier also ca. 80.000 € Guthaben zu Buche. Selbst, wenn wir hier über eine Ansparung von 40 % reden, so stimmen die Zahlen aber nicht. Wurde hier eventuell KFW mit einbezogen und sie haben es nicht gemerkt? Ich würde jetzt mal behaupten, dass man hier schon Sondertilgungen mit einbezogen hat, von denen Sie heute noch nicht wissen, ob sie überhaupt möglich sind.

Sparkasse. Auch hier gehe ich von ihren 267.000 € aus. Die Zinsbindung für die 10 Jahre bedeutet, dass sie nach 10 Jahren auf dieses Darlehen noch einen Rest in Höhe von 186.573,17 € haben. Parallel sollen sie nun nicht 500 € sondern 616 € im Monat in einen Bausparer einzahlen. Das ergäbe auch im Ergbnis Sinn, denn hier stehen nach 10 Jahren dann 75.000 € zu Buche die ungefähr 40 % der noch ausstehenden 186.000 € entsprechen würden. Nun kommen wir hier auch so ca. mit der monatlichen Rate hin, denn Zins und Tilgung ergeben immer ungefähr 12 %. Hier zahlen Sie nochmals 12 Jahre die monatlichen Raten, die dann bei etwa 919 € liegen dürfte. Insgesamt hätte sie bei dieser Variante dann 350.000 € gezahlt.

So und nun mal ein paar andere Details. Sie können das Angebot der Apobank nicht mit dem der Sparkasse vergleichen. Das Eine ist annuitätisch und das Andere eben mit Bausparer. Das Bausparerangebot läuft ganze 10 Jahre weniger. Würden Sie das jetzt so von der Laufzeit her auf die Apobank übertragen, dann würde es ganz anders aussehen. Sie haben bei der Sparkasse in den ersten 10 Jahren eine extrem hohe Belastung. 7.400 € im Jahr mindestens in einen Bausparer bedeutet nicht 500 € im Monat, sondern 616 € im Monat, die zusätzlich zu ihrer Rate kämen. Wir reden dann über eine monatliche Belastung in Höhe von 1.810 €. Wollen Sie das?? Kürze ich nun das Apobankangebot auf 22 Jahre Laufzeit ab, dann reden wir über eine Rate in Höhe von 1.384 € im Monat. Dann hätten sie nur noch 365.376 € gezahlt. Hier haben sie aber ein gleichbleibende Belastung, die vielen Menschen wesentlich stärker entgegen kommt, als ein Bausparer.

Kleine Ergänzung oder auch Alternative zur Volksbank:

Darlehen mit Tilgungsaussetzung bei der Apo für 15 Jahre zu 3,05 %. Monatliche Rate knapp 670 €. Ich runde nun auf auf die von Ihnen maximal möglichen 1.200 € im Monat. Parallel Sparplan über 530 € über den gleichen Zeitraum, nur mit wesentlich besserer Verzinsung. Ergebnis nach 15 Jahren ca. 164.000 €. Das Ergebnis ist nicht schön gerechnet und niedriger, als es in Wirklichkeit in den letzten 13 Jahre lief, also zu ihrem Vorteil. Nun tilgen Sie mit diesen 164.000 €. Rest jetzt noch 103.000 €. Das nimmt ihnen auch die Angst vor eventuell höheren Zinsen in 15 Jahren. Nun finanzieren Sie weitere 15 Jahre. Wie nehmen mal an, dass der Zins ca. bei 4,5 % liegt. Monatliche Rate jetzt 784 € und sie sind dann fertig. Investitionssumme insgesamt liegt hier jetzt bei 357.000 €.

Wie wäre es, wenn ich mal annehme, dass es so laufen würde, wie es nun schon fast 13 Jahre läuft. Nach 15 Jahren kämen aus dem Sparplan nach Steuern 230.000 € raus. Sie hätten dann noch eine kleine Summe von 37.000 € übrig. Für die meisten Deutschen und vor allem Banker gibt es das nicht. Schuld daran ist der graue Kapitalmarkt, wo viele Menschen ihr Geld verbrannt haben und nur darüber wird berichtet, denn solche Schlagzeilen lassen sich doch viel besser verkaufen. Was aber ist mit den Kunden, die hiermit nichts zu tun hatten? Sollen wir denen jetzt erzählen, dass sie ihr Geld zurück geben müssen, weil es das nach Meinung so genannter Spezialisten, Bankberater und Verbraucherschützer angeblich nicht gibt? Reichen 20 Jahre erstklassiges Knowhow nicht aus um die Menschen davon zu überzeugen, dass die ganze Panikmacherei nur einem Zwecke dient, nämlich den Banken in die Karten zu spielen? Wer hat denn die Finanzkrise bitte zu verantworten? Wie, die seit Jahren anständig beraten oder die Bank, die sich nur in ihre eigene Tasche wirtschaftet?

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@Berater1966

hoewa14 hat ihnen hier mit dem Ausdruck eines Zins- und Tilgungspalnes einen wichtigen Tipp gegeben, den Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Ich habe Ihnen zwar ausgerechnet, wie ein Tilgungsplan regulär aussehen müsste und könnte, jedoch vertraue ich keiner Bausparkasse. In der Regel ist die Bausparkasse viel teurer als oftmals von den Mitarbeitern erzählt. Da alles immer nur über den PC läuft und gerechnet wird und die Herrschaften nur den Button drucken betätigen, sind sie zumeist nicht einmal in der Lage es selber nachzurechnen. Bitte stellen sie sich immer die Frage, ob sie jemandem ihre finanziellen Beange anvertrauen wollen, wenn er selber nicht mal rechnen kann. Das kann sie unter Umständen sehr schnell die Existenz kosten und das ist es aus mit dem Traum vom der eigenen Immobilie. Des Weiteren gehören in eine solche Planung noch ganz andere Sachen hinein. Wer behauptet, dass eine eigene Immobilie mietfreies Wohnen im Alter bedeutet, der behauptet auch, dass 2+2 gleich 3 sind. Es stimmt nicht und das kann man mathematisch nachweisen.

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Hallo hourriyah29,

pauschal ist die Frage nicht zu beantworten.

Es kommt immer darauf an was euch mehr zusagt. Ihr müsst selbst entscheiden was für euch an monatlicher Rate tragbar ist. Die Finanzierung sollte so ausgelegt sein dass Ihr euch die Rate auch leisten könnt und trotzdem noch leben könnt.

Ihr solltet euch hierzu auf jeden Fall nochmal Rat bei einem Fachmann einholen.

viele Grüße Kurt,

Interhyp AG

Das wäre die nächste Frage ;) Wo finde ich schnell einen neutralen Fachmann? Wir haben einen Beratungstermin bei der Verbraucherzentrale, aber auf den müssen wir lange warten.

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@hourriyah29

Hallo hourriyah29,

falls Ihr wirklich eine unabhängige Auskunft wollt, ist die Verbraucherschutzzentrale trotz langer Wartezeit zu empfehlen. Ansonsten wählt das Angebot das Euch mehr zusagt.

viele Grüße Kurt,

Interhyp AG

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@hourriyah29

naja die Verbraucherzentrale ist nicht wirklich qualifiziert. Dort arbeiten keine sehr guten Leute, sonst würden sie nicht dort arbeiten. Dort werden oftmals falsche Aussagen getroffen, magels Wissen an den jeweiligen Produkten und am Wissen allgemein. Du zahlst dort Geld für Infos die du entwder schon weißt oder nicht wirklich korrekt sind.

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@Interhyp

ich gebe Mismid absolut Recht. Die Verbraucherschutzzentralen sind nun alles andere als empfehlenswert. Sie haben keine richtige Ausbildung und müssen auch nicht haften, wenn sie Mist erzählen. Es ist mir schleierhaft, wie man da freiwillig hin gehen kann. Das hat mit Beratung absolut nichts zu tun.

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ehrlich gesagt mir egal! Ihr müßt doch wissen was für euch tragbar ist. Wichtig ist, wie hoch die Tilgung ist! Ohne das zu Wissen ist keinerlei Aussage möglich! Die Apobank ist normal nicht zu empfehlen. Übrigens könnt ihr wenn ihr bei so vielen Banken wart gleich nochmals neue Angebote einholen, da die Konditionen teilweise täglich sich ändern!

Warum ist die Apobank nicht empfehlenswert?

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