Immobilien - Vertrag rückgängig - geht das?

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8 Antworten

Hallo!

Es ist erst rechtswirksam ein Kaufvertrag geschlossen, wenn beide Seiten beim Notar unterschrieben haben (notarieller Kaufvertrag)! Es wurde noch KEIN Vertrag geschlossen, deshalb kann auch kein Vertrag "rückgängig" gemacht werden.

Eine Email o.ä. mit der Kaufabsichtszusage ist eben noch keine rechtsverbindliche, abschließende Willenserklärung.

Natürlich entstehen Kosten bereits dann, wenn der Notar tätig wird.

Deshalb werden sicher auch Notarkosten für Sie anfallen, je nach Aufwand des Notares, da Sie ja dafür verantwortlich sind, dass der Kauf nicht zustande kommt. (Ansonsten zahlt der Käufer normalerweise)

Zwingen kann Sie niemand, Ihre Immobilie zu verkaufen!

Doch weshalb jetzt der Sinneswandel???

fragmalnach101 12.09.2014, 22:06

Vielen Dank für die vielen Kommentare. Gestern wurde der Notariatsvertrag unterschrieben, es ist also verkauft. Fällt einem halt doch schwer :(

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Die Notarkostgen zahlt der, der die Unterzeichnung des vereinbarten Vertrages unterläßt. Treten Sie von Ihrer Zusage zurück, dann trifft Sie die Kostenlast.

Ich habe in meiner Tätigkeit als Maklerin es einmal erleben müssen, dass die Verkäuferin im Termin aufgestanden ist und gesagt hat "Ich will meine Wohnung nicht mehr verkaufen." Packt ihre Tasche und geht. Da haben alle Beteiligten, auch der Notar, erst mal erstaunt geschaut. Aber es kann niemand zu einem Verkauf gezwungen werden. Zu den Notarkosten ist es grundsätzlich so, dass der bezahlt, der den Auftrag zur Erstellung der Urkunde gegeben hat. Wir haben uns damals geeinigt, dass Verkäufer und Käufer jeweils die entstandenen Kosten hälftig geteilt haben.

Es ist noch kein Vertrag zustande gekommen. Also brauch auch kein Vertrag zurück genommen werden.

Wenn nötig, zahle die Notarkosten und die Geschichte sollte erledigt sein. Der Gegenseite wird es zwar nicht gefallen, aber gezwunden werden darfst du nach Gesetz nicht, diesen Vertrag zu unterschreiben. Und wenn doch unter Zwang unterschrieben und du kannst es nachweisen, dann ist dieser Nichtig.

Kathi2041 31.08.2014, 21:12

Natürlich liegt hier bereits ein Vertragsverhältnis vor, mündliche Erklärung unter Zeugen reicht schon.

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HamaSmith 31.08.2014, 21:16
@Kathi2041

Richtig, aber eine Vertrag ohne Unterschrift ist nicht gültig. Eine Zusage per eMail oder Mündliche zusage ist schwebend.

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fragmalnach101 31.08.2014, 21:17
@Kathi2041

Unter Zeugen habe ich nichts erklärt, aber natürlich schon mit dem Grundbuchamt gesprochen und dem Notar. Also nach außen ganz eindeutig meine Verkaufsabsichten kundgetan. Trotzdem würde es mich interessieren, am liebsten einen Kommentar von einem Notar oder RA, wegen der Rechtssicherheit, vielen Dank

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Mismid 31.08.2014, 21:21
@Kathi2041

nein das reicht bei Immobilienkäufen nicht aus! Hier gilt alleine der notarielle Kaufvertrag! Alles andere ist hier nicht wirksam!

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Mismid 31.08.2014, 21:22
@HamaSmith

nichts davon! Bei Immobilienverkäufen gilt alleine der notarielle Kaufvertrag. Alles andere ist nicht gültig!

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HamaSmith 31.08.2014, 21:22
@Mismid

Solange der Kaufvertrag nicht notariell geschlossenn wurde, kann jede der Parteien - also auch der Verkäufer - zurücktreten. Der Makler wird leer ausgehen, da der Vertrag nicht zustande kam. (Ob er mit dem Verkäufer für diesen Fall eine Aufwandsentschädigung vereinbart hat, muss den Käufer nicht interessieren.)

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Mismid 31.08.2014, 21:34
@HamaSmith

wenigstens eine Person die hier eine richtige Antwort gibt

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solange noch nichts beim Notar unterschrieben wurde ist auch noch kein Vertrag zu Stande gekommen! Natürlich kannst du noch zurücktreten, sogar noch beim Notar (wobei das sehr assozial wäre). Notarkosten fallen noch keine an, solange nichts verkauft wurde. Freunde machst du dir damit natürlich keine (weder beim Notar, Makler noch beim Käufer)

gansh 31.08.2014, 21:23

es fallen vertragsformulierungskosten an.

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Mismid 31.08.2014, 21:25
@gansh

Nein und wenn liegen die bei vielleicht 50 EURO

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Mismid 31.08.2014, 21:31
@gansh

Vorverträge sind selten indivuell und meist vorgefertigt und nur die Daten wie Personen, Objekt und Kaufpreis ergänzt. Dafür kann der Notar keine solch hohe Kosten veranschlagen. Außerdem nur dem Auftrageber, und das muß ja nicht der Eigentümer sein

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lesterb42 02.09.2014, 10:58
@Mismid

Die Kosten berechnen sich nicht nach dem Aufwand, sondern nach der Gebührenordnung bzw. nach dem Kaufpreis.

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AchIchBins 04.09.2014, 13:26
@Mismid

Sorry, aber Sie schreiben einen furchtbaren Quark. Entweder sagen Sie "Nein, keine Kosten", dann müsste es in Ihrem Beitrag nachstehend 0 Euro sein oder es kommen also doch Kosten auf und dann wären Ihre 50 Euro korrekt.....ja was denn nun?! Es muss doch jedem klar sein, wer einem Notar Arbeit macht, und sei es nur ein Entwurf, der bezahlt diesen im Normalfall auch! Bei einem Entwurf hat der Notar jedoch Spielraum, er kann....muss aber nichts verlangen, aber das liegt wirklich alleine im Ermessen des Notars und nicht weil es grundsätzlich kostenlos ist wie Sie hier mehrmalig behaupten.

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ja natürlich kannst du widerrufen. Aber die Kosten und die Schadensersatzforderung der Gegenseite werden dir zufallen. Zu Recht. Reuegeld nennt man das, glaube ich.

fragmalnach101 31.08.2014, 21:14

Wonach richtet sich die Höhe des Schadenersatzes?

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stern311 31.08.2014, 21:16
@fragmalnach101

Das kann sehr verschieden ausfallen, gerade was der Fast-Käufer damit vorhatte. Sprich am besten mal mit deinem Notar sofort hinsichtlich des Rücktritts, und ganz sicher kann er dir was zu den möglichen Folgen sagen, bitte.

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Mismid 31.08.2014, 21:23
@stern311

keine Folgen, es sei denn man hätte einen Vertrag gemacht in dem man eine Entschädigung vereinbart hätte!

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Mismid 31.08.2014, 21:45
@fragmalnach101

Schadensersatz kann es nur geben wenn du einen Notarvertrag unterschrieben hättest

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Du hast deinen Willen bereits erklärt, nämlich per mail. Ansonsten wirst du Schadenersatz leisten müssen wenn du deinen Pflichten nicht nachkommst.

Mismid 31.08.2014, 21:44

das ist vollkommen falsch. Welche Pflichten denn? Es gibt keine Pflicht einen Vertrag zu unterzeichnen!

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ich habe meine mündliche und per Mail schriftliche Zustimmung gegeben,

dann würdest du für die vertragskosten verantwortlich gemacht.

Mismid 31.08.2014, 21:19

nein! falsch! Wie kommst du darauf?

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gansh 01.09.2014, 11:29
@Mismid

nicht falsch,sondern richtig!! wer ein geschäft eingeht,bei dem kosten entstehen,muss auch dafür gerade stehen.

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