Immer wieder starke Kopfschmerzen und Erbrechen (Migräne), weiß jemand was man noch dagegen tun kann?

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6 Antworten

Hallo BlackRose10897,

Kopfschmerzen in Verbindung mit Übelkeit / Erbrechen und Lichtempfindlichkeit sind schon klare Hinweise auf Migräne. Bei Migräne ist ein Neurologe der zuständige Facharzt.

Die Ärzte, die bei diesen Symptomen „keine Ursache feststellen können“ und dem Patienten nur IBUs oder Novalgin verschreiben, waren sicherlich keine Fachärzte für Migräne. Auch die Aussage eines Arztes „nur Migräne“ zeigt, dass dieser Arzt offensichtlich sehr wenig Ahnung von Migräne hat.

Migräne ist eine eigenständige Krankheit, die anders behandelt wird, als alle anderen Arten von Kopfschmerz (wie z. B. ein Spannungskopfschmerz). Bei Migräne wirken andere Medikamente und Therapien, deshalb ist es wichtig bei Migräne zum Facharzt zu gehen. Migräne kann übrigens nicht jeder Mensch bekommen. Die Ursache der Migräne ist eine entsprechende Veranlagung, die geerbt wurde.

Es gibt spezielle Migräneschmerzmittel – Triptane (z. B. Sumatriptan) - die im Notfall zuverlässig gegen die Kopfschmerzen und die Begleitsymptome wie Übelkeit helfen. Die soll man aber (wie alle Schmerzmittel) höchstens an 10 Tagen im Monat einnehmen, da sonst ein medikamenten-abhängiger Kopfschmerz hinzukommen kann. Die Triptane, die am besten wirken, sind verschreibungspflichtig.

Mir hilft bei meiner Migräne die Vorbeugung gut, indem ich die möglichen Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten, Nüsse,…) können bei Menschen mit einer (zusätzlichen) Histaminintoleranz auch zu einem Migräneanfall führen.

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräneattacken.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, grelles oder flackerndes Licht.

Bei Verdacht auf Migräne sollte der erste Weg aber immer zum Neurologen sein - für die fachärztliche Diagnose und zur Verschreibung der speziellen Migräneschmerzmittel (Triptane). Auch Angestellte der Bundeswehr haben ein Recht auf die Betreuung durch einen spezialisierten Facharzt.

LG Emelina


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Kommentar von Emelina
06.12.2015, 00:50

Für den Fall, dass auch ein Neurologe deinem Mann nicht helfen kann, empfehle ich ihm eine Schmerzklinik aufzusuchen, z. B.

http://www.schmerzklinik.de/

Dort arbeiten alle relevanten Fachärzte gemeinsam am (und mit dem) Patienten.

Unter meinem eingefügten Link kannst du, in der Rubrik "Migräne-Wissen", auch noch weitere wichtige Infos zum Thema bekommen.

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Kommentar von Emelina
06.12.2015, 19:32

Danke für den Stern :-)

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Es sollte erstmal die Ursache geklärt  werden... Dazu gehören auch Augen, Ohren, Zähne, Halswirbel (Rücken allgemein). Außerdem kann es auch von Stress, falscher / unregelmäßiger / zu wenig Schlaf (auch falsches Kopfkissen!!), oder einfach zu viel Gedanken machen kommen. Es gibt Ärzte und Kliniken die auf Migräne spezialisiert sind. Die tun das auch nicht einfach ab nach dem Motto ist halt so....

Paracetamol sind für den Magen schonender. Bei mir hilft z.B. Wärme super, Wärmflasche in den Nacken oder Hinterkopf, oder eine möglichst heiße Dusche. Kann aber auch umgekehrt Kälte sein, z.B. ein Kältepad auf die Stirn legen. Muss er ausprobieren... 

Viel Glück!

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Kommentar von BlackRose10897
05.12.2015, 20:28

Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort.

Mein Mann wurde schon mehrfach untersucht u.a. auch im Bundeswehr Krankenhaus. Es gab zwar Verspannungen im Nacken, diese wurden aber behandelt und der Atlas wurde schon begradigt und die Kopfschmerzen blieben trotzdem. Laut Ärzte gibt es keine Ursachen. Er sollte auch ein Schmerz-Protokoll schreiben, aber auch daraus sind sie nicht schlau geworden. Ich hab schon mehrfach gesagt, dass er nachts mit den Zähnen kaut (nicht knirscht), das hat er auch ins Protokoll geschrieben. Aber laut denen, kann das auch nicht die Ursache sein.

Ich hab ihm jetzt heute nochmal ins Gewissen geredet, dass er darauf drängen soll, dass man ihn endlich zu Fachärzten hierfür überweisen soll und nicht immer ins BWK, wenn die doch auch nicht weiterhelfen können. Immerhin beeinflusst es auch seinen Dienst. Er lag schon mehrfach auf der Liege, weil er wieder während dem Dienst zusammenklappte und sich erbrach. Sein Hauptmann hat zwar Verständnis dafür, aber wer weiß, wie lange noch

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Kommentar von pingu72
05.12.2015, 20:58

Mmh.. Vielleicht nehmen die es nicht ernst genug... Er sollte unbedingt zu Fachärzten gehen! Auch noch zum Zahnarzt, denn es kann auch von einer Kieferfehlstellung oder Zahnproblemen kommen. Ist echt schwierig...

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Migräne ist eine fiese Sache. Auch Einflüsse wie Ernährung und Stress können da eine Rolle spielen.

Entspannungsübungen und Ausdauersport können die Anzahl und Schwere der Attacken verringern, auch wenn sie - leider - kein Allheilmittel darstellen. Alls Medikament bei akutem Bedarf habe ich Sumatriptan als hilfreich erlebt. Ich wünsche Deinem Mann eine gute Besserung!

Ich kenne auch eine Person, die berichtet, dass sie mit Biofeedback-Training ihre Migräne in den Griff bekommen hat. Soweit ich weiß, ist das jedoch keine Kassenleistung, und über die allgemeine Wirksamkeit kann ich außer diesem einen Bericht nichts sagen. Trotzdem möchte ich es nicht unerwähnt lassen. 

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Kommentar von BlackRose10897
05.12.2015, 14:08

Vielen Dank für Deinen Rat. Ich werde mich mal zu dem Biofeedback erkundigen.

Er treibt eigtl viel Sport (ist u.a. auch Sportleiter bei der Bundeswehr. Zusätzlich zum "normalen Sport" beim Bund ist er noch jede freie Minute zwischen dem Dienst oder auch mal nach dem Dienst beim Sport)

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Habt ihr die Ernährung schon mal umgestellt?
Bei mir haben damals Milchprodukte, wie Käse, Jogurt, Quark usw. und Wein die Migräneanfälle gefördert.
Zum glück waren sie nicht so häufig.
Ich wünsche deinem Mann gute Besserung.

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Kommentar von BlackRose10897
05.12.2015, 13:59

Nein, dass es mit der Ernährung zusammenhängen könnte, wussten wir gar nicht. Wir ernähren uns sehr ausgewogen und gesund. Allerdings ist mein Schatzi ein absoluter Milchjunkie und trinkt teilweise einen Liter pro Tag.

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Geht mal zu einem homöopathischen arzt. Glaub mir die haben mir bei schmerzen viel besser geholfen als der normale arzt und diese Art Medikamente von einem homöopathischen arzt haben auch so gut wie keine Nebenwirkungen. Vielleicht glaubst du nicht daran weil viele menschen denken dass es nicht hilft aber glaub mir meine mutter hat auch starke Migräne und es hat ihr geholfen! Sie macht gerade eine Therapie mit Akupunktur und es wird immer besser. Eine Sache noch: die meisten Krankenkassen bezahlen das nicht deswegen klärt das mit der krankenkasse ab aber ich denke das ist das Geld wert

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Kommentar von BlackRose10897
05.12.2015, 14:03

Ok danke für den Tipp. allerdings ist mein Mann bei der freien Heilfürsorge (Bundeswehr) wie es da mir Homöopathie und Kostenübernahme aussieht, müssen wir mal fragen.

Die Kosten sind für mich aber auch absolut zweitrangig im Moment Hauptsache es kann ihm geholfen  werden.

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Das alles klingt nach einer klassischen Migräne.

Da kann nur ein Schmerztherapeut helfen - Hilfe ist nicht immer möglich.

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Kommentar von BlackRose10897
05.12.2015, 13:57

Ok, danke.

Es tut mir einfach leid, ihn so zu sehen und nichts für ihn tun zu können :-(

Was macht solch ein Schnerztherapeut?

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