Immer noch Trauer und Angst wegen meinem Vater?

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Das tut mir sehr leid, was du da alles schon durchgemacht hast, als junger Mensch. Die Eltern zu verlieren ist schon schlimm genug, aber ihn auch noch tot auffinden muss ja ein enormer Schock gewesen sein. Offenbar hat dein Vater alleine gelebt, kann es auch sein dass du der einzige warst, der Zugang hatte zu seiner Wohnung und auch so logischerweise der einzige sein konnte, der ihn findet? Jedenfalls brauchst du keine Schuldgefühle zu haben, die Eltern müssen für ihre Kinder da sein, nicht umgekehrt. Ich denke nicht, dass dein Vater wollte, dass du wie dein Bruder bist. Eltern die ihre Kinder verlieren, wissen, dass egal wie viele Kinder sie bekommen, das eine wird nie ersetzt werden können. Aber auf jeden Fall warst du erwünscht. Er wollte wieder ein Kind. Er wollte dich. Was für eine Persönlichkeit das Kind haben wird, weiß man nicht im Voraus, Eltern haben die Pflicht, ihr Kind so anzunehmen wie es ist und so gut wie möglich zu begleiten. Du hast deinen Vater geliebt und hast dir absolut nichts vorzuwerfen. Und wenn Eltern psychische Probleme haben, hat das am allerwenigsten mit ihren Kindern zu tun, da laufen sehr vielschichtige Dinge ab die Erwachsene verändern lässt. Ich finde es sogar sehr unfair, wenn Eltern ihre Wut an den Kindern auszulassen, wenn das leben nicht so läuft wie gewünscht. Kinder müssen viel zu oft als Blitzableiter herhalten. Alkohol kann einen an sich guten Menschen auch sehr negativ verändern. Es ist unfair, dass du als Kind unter den Problemen der Eltern leiden musstest. Ich glaube dass du schon sehr lange sehr viel Rücksicht auf alle nimmst, ich denke es ist an der Zeit wo du auch mal an dich denkst und dir etwas gutes tust. Ich finde gut, dass du eine Therapie machst, je offener und ehrlicher du dort alles erzählst was dich bedrückt, je mehr wirst du vorankommen. Wenn es dir schlecht geht, brauchst du dich sicher nicht zu verstellen, jeder kann sich denken, dass du eine schwere Zeit hast. Bleib im Gespräch mit deiner Mutter und rede viel und offen mit ihr, dass wird euch beiden bestimmt gut tun und näher zusammen bringen. Du brauchst nicht immer alles alleine zu tragen, lass dich unterstützen. Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem Weg.

Was du erleben musstest, war schrecklich. Mein Vater starb, als ich 12 war, zum Glück nicht durch Suizid, aber auch ohne das war es eine schwere Zeit. Ich brauchte etwa 3 Jahre, um wieder einigermaßen stabil zu sein. Manche Narben werde ich, nun über 50 Jahre später, nicht mehr verlieren.
Es gibt nur einen Weg: mit dem Rest an Kraft, den du noch irgendwo im Herzen und in der Seele hast, nach vorne durchbrechen! Ein Mann werden, stärker werden als das, was du erlebt hast. Durch Arbeit, durch das Gefühl der Verantwortung für dich und deine Mutter. Vielleicht auch durch Offenheit für einen Menschen, eine Frau, die in dein Leben treten kann und vor der du dich nicht verstecken musst.

Deine Mutter braucht dich jetzt mehr denn je. Das Vermächtnis deines Vaters erfüllst du, wenn du ihm nicht auf dem Weg in die Depression folgst. Er wollte das nicht. Dein Weg ist ein anderer, ein glücklicherer. Ich wünsche dir alles Gute!

 Ich habe nächste Woche meine 1. Therapiestunde

toll, dass du jetzt endlich in Therapie kommst!

am Anfang musst du dich erst dran gewöhnen, aber es wird gut für dich sein mit jemandem über all deine Sorgen reden zu können!

du bist ein netter, sensibler empathischer Mensch und machst dir deshalb viele Gedanken über dich selbst und andere

ich glaube ich bin ein schlechter Mensch, weil ich nicht traurig über meinen toten Bruder bin?

Hallo :)

Also mein Bruder ist leider schon mit 1 1/2 Jahren gestorben. Ich habe ihn nicht gekannt, ich war da noch nicht auf der Welt. Irgendwo liebe ich ihn und möchte ihn auch kennen, aber Trauer ist einfach nicht da.

Manchmal ist sogar ein gewisser Hass da, wofür ich mich selber hasse. Es war halt so, dass mein Vater den Tod nicht verkraften konnte und meinte mein Bruder wäre nie so "schlimm" geworden etc... er hat mich mit Jemanden verglichen, der gar nicht mehr lebt sozusagen.

Ich liebe und hasse meinen Bruder gleichzeitig. Ich möchte das aber nicht. Ich möchte ihn nur lieben...

Und wenn mich jemand nach Geschwister fragt, dann erwähne ich immer nur meine Schwester.

Vor allem tun mir meine Gedanken leid, wegen meiner Mutter. Sie merkt auch, dass ich da nicht viel empfinde. Ich habe deswegen ein schlechtes Gewissen. Ich weiß wie schlimm dieser Verlust für meine Eltern gewesen sein muss :(

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