Immer mehr Krebserkrankungen - Spätfolgen von Tschernobyl?

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Wie wäre es mit einer viel einfacheren Erklärung: Die Leute werden immer älter bei uns und in Europa. Eines bleibt jedoch nicht aus, irgend wann muss man sterben. Das geschieht dann spätestens am Herzkreislauf-Versagen oder am Alters-Krebs oder deren Vorstufen.

Entscheidend ist das mittlere Lebensalter und die Krebsrate bei Menschen bis vielleicht 60 Jahre. Nach diesen 60 Jahren treten aufgrund des stark abnehmenden Stoffwechsel und der über die Jahre angesammelten DNS-Schäden verstärkt Herzkreislauf-Erkrankungen und Krebs in Form des Alters-Krebs (Alters-Leukämie, Prostata-Krebs,...) auf.

Weiter bedenke man, dass in der Nachkriegsgeneration starkes Rauchen keine Seltenheit war. Natürlich ist das Rauchen von vielleicht 2 – 3 Zigaretten pro Tag nicht relevant, jedoch das Rauchen von 1 bis 2 Schachteln siecht da schon ganz anders aus. Die Nachkriegsgeneration bildet gegenwärtig die Schicht der Älteren.

Ein weiter guter Indikator, ob wir stärkeren Krebs-Gefahren ausgesetzt sind, ist die Krebs-Rate bei Kindern. Kinder sind wegen ihrer viel höheren Zellteilung (DNS liegt über der Zeit daher viel öfter als RNS vor) auch viel anfälliger für DNS Schäden des Zellkerns oder der Mitochondrien. Natürlich ist bei Kindern auch die biologische Antwort, welche z.B. vom Immunsystem kommt, viel stärker als bei Erwachsenen oder älteren Menschen. Das bedeutet, dass bei Kindern viel mehr DNS-beschädigte Zellen oder freie Radikale neutralisiert werden.

Man kann nur eine objektive Aussage treffen, wenn man auch altersgerechte Vergleichswerte hat. Ich selbst habe auch schon einige Krebs-Fälle in meiner Familie gehabt, von denen etwa 50% tödlich waren, also innerhalb eines Jahr. Hier waren jedoch auch viele über 70'g Jährige dabei, welche früher z.B. auch Starkraucher/ Trinker waren.

Grundsätzlich ist mir keine Krebserhöhung, bezogen auf das Alter des Erkrankten (Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten), in den Lebensaltern unter 60 Jahre bekannt.

Weiter ist die gegenwärtige Aufklärung in Sachen Prävention wie: Radikalfängern wie Vitamin C (E300), Omega-3,6 – Fettsäuren, Radioprotektoren, dem Farbstoff Lycopin (E160d) und den Flavonoiden (Wiki Flavonoide, Lycopin, Radioprotektor) in Lebensmitteln, Sonnenschutz, gesunde Ernährung, Minimierung des Rauchen/ Trinken,... viel stärker als in der Nachkriegsgeneration. Daher ist eine reale Zuname bei den unter 60'ig-Jährigen, bezogen auf die „Gesunden“, nicht abzusehen. Im Gegenteil, angesichts des Einfließen des Wissens um freie Radikale in die normale Bevölkerung, ist davon auszugehen, dass die Relativ-Rate sinkt. Jedoch vergesse man nicht, dass die Absolut-Zahlen steigen werden, da der Altersschnitt unserer Gesellschaft steigt und somit auch immer mehr Alters-Krebs-Erkrankungen auftreten werden.

Schau mal hier http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Krebs gesamt/krebsgesamtnode.html. Diese Internetseite stellt sämtliche Krebs-Daten der BRD zur Verfügung.

Bezüglich Tschernobyl: Die Erhöhung unseres Strahlen-Hintergrundes durch Tschernobyl ist vernachlässigbar klein gewesen. Die ehemalige DDR ist eigentlich gut davon gekommen. Für Österreich, welches wohl von den westlichen Ländern (obwohl es östlicher als die DDR liegt) am stärksten betroffen war, gilt: „Die Strahlenbelastung ist innerhalb von 20 Jahren von anfangs etwa 0,7–0,4 mSv Erstjahresdosis auf 0,003 mSv pro Einwohner (2001) gesunken und liegt heute unter 1 ‰ der Gesamtstrahlenbelastung (ca. 4,3 mSv/a)[de.wikipedia.org/wiki/NuklearkatastrophevonTschernobyl#Österreich]

Ob ein mehr um „0,7–0,4 mSv Erstjahresdosis“ schlimm ist, wird sich gleich heraus stellen, wenn man sich mal den natürlichen Hintergrund weltweit anschaut, welchem die Menschen schon seit Anbeginn unserer Zeit ausgesetzt sind.

Durchschnitts-Werte :

Es gilt 1 Sv sind 1000 mSv oder 1000 000 µSv, also 20 mSv = 0,02 Sv oder 20 000 µSv OK :-)

(Sv=Sievert) BRD, Österreich, Dänemark, Belgien um 2,5 m Sv pro Jahr; Finnland um 8 mSv pro Jahr; Frankreich, Griechenland, Spanien, Schweiz um 5 mSv pro Jahr; Schweden um 6 mSv pro Jahr. Eine Röntgen-CT des Bauches belastet den Menschen mit etwa 20 mSv. Röntgen-Durchleuchtung beim Setzen eines Herzkatheter um 300 mSv pro Untersuchung. Klassische Röntgenaufnahme um 0,1 mSv pro Aufnahme. Das Essen einer Banane entspricht 0,1 µSv.

In Nord-Spanien, Süd-Finland, Mittel-Frankreich, im Süden des Schwarzwaldes und in West-Österreich liegt die Belastung durch die natürliche Hintergrunstrahlung/Radioaktivität über 10 mSv pro Jahr [ww.world-nuclear.org/uploadedImages/org/info/NaturalbackgroundradiationEurope.gif]. In Guarapari-Brasilien um 175 mSv pro Jahr und in Ramsar-Iran um 262 mSv pro Jahr.

Rechnung für Fukushima : (siehe auch /jciv.iidj.net/map/) In der kontaminierten Zoon um das KKW Fukushima-Daiichi liegt die meiste Belastung unter 1000 nSv pro Stunde. 1000 nSv/h = 1 µSv/h =24 µSv/Tag (1 x 24) = 8760 µSv pro Jahr (24 Stunden x 365 Tage) =8,76 mSv pro Jahr. Also bekommen die Japaner dort jetzt hauptsächlich eine Belastung ab, welche z.B. auch die Finnen haben,. Vereinzelt (Hotspots) steigt jedoch die Belastung in der Zone um das KKW-Fukushima Daiichi bis auf 30 µSv/h (30 µ x 8760 = 262800 µ), was nach beschriebener Umrechnung 262,8 mSv pro Jahr sind, wie in Ramsar.

Quellen: en.wikipedia.org/wiki/Bananaequivalentdose , en.wikipedia.org/wiki/Background_radiation , ww.world-nuclear.org/info/inf30.html , de.wikipedia.org/wiki/Strahlenbelastung, ww.100-Gute-Antworten.de

[ww.kerngedanken.de/2013/03/die-welt-nach-fukushima-teil-1-gefaehrliche-orte/]Würde man dasselbe Dosimeter in der Stadt Guarapari in Brasilien aufstellen, würde er etwa 20 µSv/h anzeigen. Guarapari hat etwas über 100’000 Einwohner. Das sind etwa so viele wie aus der Region von Fukushima evakuiert wurden. Die Stadt erhielt diese hohe radioaktive Strahlung aber nicht durch einen katastrophalen Unfall, sondern durch natürliche Quellen.

Resultat : Ein Ansteigen der absoluten Zahlen bei den Krebserkrankungen kann man durch das Ansteigen des Durchschnittlichs-Lebensalter der Bevölkerung erklären. Die Einflüsse von Kernenergie-Unfällen fällt sind 1. geringer als der natürliche Strahlen-Hintergund mancher stark bevölkerter Gegenden (Bsp. Brasilien-Guarapari 173 mSv pro Jahr, Iran-Ramsar 262 mSv pro Jahr, BRD-Schwarzwald >10 mSv pro Jahr, …) und 2. geringer als chemische Karzinogene.

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@ocin1

@ daddel92: Vielen Dank für Deine Beurteilung :-)

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