Immer diese Angst, sie zu verlieren...

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3 Antworten

Dieses Loslassen kommt oft erst mit der Zeit, bei manchen aber auch gar nicht (bis sie irgendwann dazu gezwungen werden wie jeder Mensch). Loslassen, also nicht innerlich Festhalten an jemandem oder etwas, hat mit der Erkenntnis zu tun, dass uns eh nichts gehört. Weder ein Ding noch ein Mensch. Das heißt, dass man im Grunde gar nichts verlieren kann, weil es einem eh nie gehört hat. Auch nicht die Beziehung zu der Person oder Sache gehört einem. Die Beziehung ist vielmehr etwas, das sich ereignet und das immer nur im jetzigen Moment. Alles andere ist nur eine Projektion.

Das heißt wiederum nicht, dass man keine Beziehungen haben sollte oder könnte. Nur, sobald man sie als eine Art Geschenk ansieht, empfindet man sie mehr als Bereicherung im jetzigen und eilt nicht gleich voraus mit der Befürchtung, dass man sie auch wieder "verlieren" könnte.

Vielleicht klingt das jetzt etwas abstrakt für dich oder du kannst nichts damit anfangen, aber es fiel mir gerade zu dem Thema ein. Das Festhalten-Wollen und die Verlustangst hängen eng mit dem Bedürfnis zusammen, etwas Gutes immer wieder erleben zu wollen. Oft vermindert es sogar den Genuss an dem Moment, in dem es da ist - man hat ja gleichzeitig schon die Angst, es zu verlieren. Man kann das abbauen, indem man wirklich nur im Moment da ist und nicht gedanklich schon bei weiteren möglichen Ereignissen - die eh selten so eintreffen, wie gedacht ;-) Liebe Grüße!

Hauptsächlich solltest du dein Selbstbewusstsein stärken. Es ist wirklich immer schlecht, sein ganzes Glück an eine Person zu hängen, weil sich alles ständig verändert, Leute ziehen weg, man streitet sich, ein Baby kommt, jemand wird krank... sowas kann passieren, das weißt du ja auch.

Für dein ganzes weiteres Leben wäre es also sehr sehr wichtig, dass du auch alleine mit dir selber klar kommst. Dass du dich selbst gern hast, dir selber Gutes wünscht, optimistisch für die Zukunft bist, und fest daran glaubst, dass du immer wieder neue tolle Menschen kennenlernen wirst, die dir viel bedeuten.

Einfach auch, damit du nicht komplett zusammenbrichst, wenn eine wichtige Person einmal wegfällt, warum auch immer. Mach dich einfach stark, statt starr vor Angst nur an einer Person zu hängen.

Du kannst doch dieser Person einmal deine Ängste sagen. Vielleicht kann sie sie ja auch total entkräften! Und dann gehts dir auch schon besser.

Hm das klingt so, als ob du dich sehr auf eine einzige Person konzentrierst und ankerst. Du solltest vielleicht noch ein paar andere Freunde treffen und zu anderen Menschen engere Bindungen aufbauen. Auch solltest du versuchen dich selbst mehr zu mögen und mit dir selbst gut auszukommen. Sicher ist dir diese Person wichtig und das ist auch gut so aber du solltest dich nicht so abhängig machen. Das könnte dir dabei helfen, denke ich.

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