Im Wehrdienst als Offizier

8 Antworten

Als es die Wehrpflicht noch gab, wurden Wehrdienst leistende Ärzte tatsächlich im Range eines Stabsarztes verpflichtet, der dem des Hauptmannes gleichgestellt ist. Der Wehrsold war aber trotzdem kaum höher als der eines normalen Grundwehrdienstleistenden. Für andere Berufsgruppen, wie z.B. Ingenieure oder Apotheker galt eine ähnliche Regelung. Während des Studiums wurden Studenten übrigens nicht gegen ihren Willen eingezogen.

Seit dem 1. März 2011 werden Wehrpflichtige nicht mehr eingezogen. Wenn der Vater Deiner Freundin während des Studiums bei der Bundeswehr war, war er Zeitsoldat und kein Wehrpflichtiger, sondern sogenannter SanOA (Sanitätsoffiersanwärter). D.h. er hatte über die Bw sein Medizinstudium finanziert und absolviert. Mit erhalt der Approbation, wurde er Stabsarzt (Hauptmann) und hatte danach noch eine Restdienstzeit (incl. Studium 15 Jahre) als StArzt, (Hauptmann ( danach OStArzt (Major) und wenn er Glück hatte sogar OFArzt(Oberfeldarzt= Oberstleutnant).
Als SanOA - mit höchstem Dienstgrad als Student = Olt / Oberleutnant - verbringt man seine "Semesterferien" bei der Bw, meist in einem der Sanitäts-, Facharztzentren oder Bw-Krankenhäusern.
Hat er nicht über die Bw studiert und wurde nach Absolvierung seines Medizinstudiums noch eingezogen, wurde er direkt als StArzt (Hauptmann) eingruppiert. Seine Grundausbildung machte er im München in der SanAk (Sanitätsakademie), danach war er (sicherlich) in einem Sanitätszentrum tätig.

Ich zitiere auch noch einmal folgende Möglichkeit, weiter sollte berücksichtigt werden, dass der Inhalt der Frage eventuell nicht ganz korrekt wiedergegeben wird. So wäre statt "Wehrdienst" auch "Wehrübung" o.ä. möglich.

Reserveoffiziersanwärter

Rekruten, die in diese Laufbahn aufgenommen werden wollen, müssen sich – nachdem sie sich als tauglich erwiesen haben – als SaZ für zwei oder drei Jahre verpflichten; möglich ist auch die Einstellung als FWDL23 ROA oder FWDL15 ROA. Letztere wird aber nur in den wenigsten Fällen praktiziert. Sie durchlaufen während dieser Zeit die für die Beförderung zum Offizier notwendigen Offizierslehrgänge und Truppenpraktika. Bei erfolgreichem Ablegen der Offiziersprüfung (Erhalt des Offizierspatents) werden sie frühestens 36 Monate nach Dienstantritt (beim SAZ2 also ein Jahr nach dem Ausscheiden) zum Leutnant der Reserve ernannt. Für Mannschaften und Unteroffiziere der Reserve besteht auch die Möglichkeit, die Laufbahn der Offiziere der Reserve des Truppendienstes im Bereich der Heeresuniformträger/-innen, sowie im Bereich der Luftwaffenuniformträger/-innen außerhalb des Wehrdienstes (ROA a.d.W.) einzuschlagen. Die Marine bildet hingegen nur Reserveoffizier-Anwärter im Wehrdienst aus.

Daraus möglich:

Durch die Teilnahme an Reservistendienstleistungen (RDL) können Wehrtage gesammelt werden. Bei einer ausreichenden Anzahl und dem Vorhandensein einer entsprechenden Dienststelle, sowie bestimmten Mindestzeiten (seit dem Eintritt in die Bundeswehr. der Ernennung zum Reserveoffizier oder eines anderen Dienstgrades), können Reserveoffiziere den Dienstgrad eines Oberst der Reserve erreichen.

Quelle: Wikipedia

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