Im Testament ist festgelegt welche Immobilien jeder Erbe bekommt. Können die Erben diese untereinander tauschen?

4 Antworten

Ja, dabei handelt es sich um eine sogenannte Teilungsanordnung (anderes kann sich aus dem Testament ergeben). Diese begründet zwar jeweils eine Verbindlichkeit und gewährt einen Anspruch unter den Erben auf Übertragung der jeweiligen Immobilie bei der Auseinandersetzung, jedoch können sich die Erben einvernehmlich über diese Teilungsanordnung des Erblassers hinwegsetzen.

Es kommt darauf an, ob es sich um eine Auseinandersetzungsanordnung des Erblassers handelt oder ob er bestimmt hat, dass bestimmte Immobilien genau bezeichneten Personen als Vermächtnisse zugewendet sein sollen. Im ersteren Fall können die Erben, wenn sie alle einer Meinung sind, im Rahmen eines Auseinandersetzungsvertrags auch eine von der Anordnung abweichende Verteilung der Immobilien vornehmen. Daran wären sie nur gehindert, wenn der Erblasser einen Testamentsvollstrecker eingesetzt hätte, zu dessen Aufgaben es gehört, die Auseinandersetzung entsprechend der Anordnung des Erblassers durchzuführen. Sind die Immobilien als Vermächtnisse zugewendet, haben die Begünstigten nur Anspruch auf gerade diese ihnen zugewendete Immobilie und können keine andere verlangen. Aber auch in diesem Falle sind, wenn alle Beteiligten einer Meinung sind, abweichende Immobilienverteilungen grundsätzlich möglich.

Klar, jeder kann über sein Erbe bestimmen wie er will, wenn nicht irgendwelche Bedingungen daran geknüpft sind.

Wie ist dieses Testament zu deuten (Immobilie)?

Hallo,

mein Vater ist verstorben. Das notarlielle Testament ist für uns leider nicht ganz eindeutig.

Situation:

  • Familie: Vater, Mutter, Sohn, Tochter
  • Immobilie (Sohn besitzt 1/2, Vater und Mutter gemeinsam 1/2)
  • Vater verstorben
  • Beim erstellen des Testaments war das Ziel das nach dem Tod beider Eltern Sohn und Tochter jeweils die hälfte des Hauses besitzen

Im Testament finden sich 2 Abschnitte die sich uns nicht ganz erschließen, aber für die Abwicklung von Formalitäten (Grundbuch, Bank, etc.) wichtig sind.

Erbeinsetzungklausel:

Wir die Eheleute "Name", "Name" setzen uns hiermit gegenseitig zu alleinigen und ausschließlichen Vollerben ein. Eine Nacherbfolge findet nicht statt.

Teilungsanordnungsklausel:

Unsere Tochter, "Name", erhält nach dem Tode der erstversterbenden Person deren hälfttigen Miteigentumsanteil und nach dem Tode der zweitversterbenden Person deren hälftigen Miteigentumsanteil an der Wohnimmobilie "Immobilien Daten"

Gehört das viertel des Vaters jetzt der Mutter bis diese stirbt und die Tochter erbt nach ihrem Tod die gesamte hälfte? Oder erbt die Tochter jetzt schon das viertel des Vaters?

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Erbrecht wer zahlt Bererdigung und wie läuft das mit dem Pflichtteil?

Hallo

Jetzt hat sich die Situation bei mir komplett geändert. Der Lebensgefährte meiner Mutter ist gestorben und hinterlässt 3 Kinder.

Jetzt wurde das Testament gefunden wo er meine Mutter als Alleinerbe eingesetzt hat. 2 Kinder wollten das Erbe schon von Anfang an ausschlagen. Wenn diese beiden ausschlagen schlagen sie damit auch den Pflichtteil gleichzeitig aus?. Und wenn nicht muss der Pflichtteil beantragt werden oder geht das von alleine?

Die beiden wollen zwar alles ausschlagen wäre trotzdem hilfreich das zu wissen.

Das andere Kind ist behindert und hat ein Betreuer und die dürfen das Erbe wohl nicht ausschlagen. Jetzt ist auch die Frage wenn 2 Kinder ablehnen und der eine annimmt vergrößert sich dadurch sein Pflichtteil?

Jetzt wurde mir auch gesagt das er das Erbe annehmen muss, aber woher wollen die wissen das es keine Schulden sind die Sie erben? Das würde das betreuungsgericht wohl auch nicht gefallen?

Zu Beerdigung wenn der Staat diese übernimmt holt er sich das Geld von den Kindern oder von den die Erben?. Wir würden die Beerdigung gerne übernehmen, aber dann wollen alle ihren Pflichtteil und dann sind wir ja nur noch am bezahlen.

Aber ich würde es natürlich auch blöd finden wenn die die das Erbe ausschlagen die Beerdigung bezahlen müssten..

Am liebsten wäre es mir wenn der Sohn der das Erbe annimmt und wir das teilen würden. Aber der wird kein Cent bezahlen solange er nicht muss.

So viele Fragen:/

Liebe Grüße

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Vater verstorben, Mutter und vier Kinder sind Erben. Sollen die Kinder ihr Erbe ausschlagen?

Hallo! Unsere Eltern sind im frühen Rentenalter. Wir sind ihre vier erwachsenen Kinder. Jetzt ist unser Vater verstorben. Unsere Eltern besitzen ein eigenes, etwas älteres Einfamilienhaus und nur ein geringes Vermögen. Ein Testament des Vaters ist nicht vorhanden. Wie wird das Erbe aufgeteilt. Geht es automatisch nur an die Ehefrau oder erhalten wir, die vier Kinder auch einen gesetzlichen Teil? Wir wollen das Erbe aber jetzt nicht haben, denn unsere Mutter wohnt ja noch in dem Haus und auch das finanzielle Vermögen gehörte ja Beiden zusammen. Wenn es per Gesetz auch an die vier Kinder geht, sollten wir das Erbe besser ausschlagen? Wenn wir es ausschlagen, geht es dann per gesetzlicher Erbfolge an weitere Verwandte weiter? Wir möchten das Haus, welches auf den Namen unsere Eltern eingetragen ist, jetzt auf den Namen eines der Kinder umschreiben. Geht das, wenn man vorher das Erbe ausgeschlagen hat? Vielen Dank schon mal. MfG knusperstreusel

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Können Mörder vom Ermordeten erben oder was passiert mit dem Erbe des Ermordeten?

Wenn jemand getötet wurde, sei es Mord oder Totschlang, und dieser den Verursacher in einem lange vorauserstelltem Testament als Erbe bedacht, bekommt dieser das Erbe auch oder gibt es da eine Regelung das das Erbe dann jemand anderes zufliesst. Wenn der Mörder bzw. Totschläger das Erbe nicht bekommt, bekommt es dann der Staat oder wird es auf die anderen gesetzlichen oder testamentarischen Erben aufgeteilt? Und wie sieht es aus wenn, der Mörder bzw. Totschläger das Erbe bereits angetreten hat verwaltet gebraucht und zum Teil verbraucht hat, weil der Mörder bzw.Totschläger erst Jahre später ermittelt wurde und bis zur Verurteilung auch noch Jahre ins Land gehen.

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Vorzeitige Forderung: Höhe Pflichtteil Berliner Testament?

Hallo Community,

Frage zu einer verzwickten Konstellation:

Ehemann und Ehefrau haben ein Berliner Testament geschlossen, setzen sich somit gegenseitig als Erben ein. Erben des zuletzt Verstorbenen sollen deren vier Kinder sein

  • Person A (Kind Ehemann aus vorheriger Ehe)
  • Person B (Kind Ehemann aus vorheriger Ehe)
  • Person C (Kind Ehefrau aus vorheriger Beziehung)
  • Person D (Kind aus Affäre des Ehemanns).

Person A, B und C sollen je 7/24 des Vermögens erben, Person D nur den Pflichtteil i.H.v. 3/24. Es gibt eine Klausel, nach der jedes Kind dann nur den Pflichtteil erben würde, wenn es vorzeitig (zu Lebzeiten des Längstlebenden) sein Erbe fordern würde.

Nun die Fragen:

(1) Stirbt der Ehemann zuerst, hätte Person D dann überhaupt einen Nachteil SOFORT den Pflichtteil zu fordern, wenn die Ehefrau noch lebt? Also bilden sich die 3/24 zu jedem Zeitpunkt aus der gesamt verfügbaren Erbmasse beider oder wäre der Anspruch von Person D in dem Moment 1/16?

(2) Hätte Person D nach sofortiger Forderung des Pflichtteil aus (1) dennoch nach dem Tod der Ehefrau Anspruch auf einen Anteil der Erbmasse (da es nicht das leibliche Kind der Ehefrau ist)?

(3) Würde von der Ehefrau eine Aufstellung aller Vermögenswerte gefordert werden, müsste sie dann den gegenwärtigen Stand liefern oder den zum Todeszeitpunkt des Ehemannes?

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Testament Württemberger Modell

Hallo, weiß jemand, wie "das Testament Württemberger Modell" zu formulieren ist, um den Ehepartner bei Grundstückseigentum und Ersparnis abzusichern? Die Kinder sollen erst nach dem Ableben beider Elternteile erben! bzw. über das Erbe verfügen. Danke Effi

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