Im Rollstuhl nach Schlaganfall, kann das noch besser werden?

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12 Antworten

Bei einem Schlaganfall ist irgendwo im Gehirn etwas beschädigt worden. Das Gehirn muss sich jetzt neu vernetzen, um das, was vorher die jetzt beschädigte Stelle koordiniert hat, durch andere Hirnzellen abzudecken. Wie gut das gelingt, hängt von ganz vielen Faktoren ab und muss die Zeit zeigen. Wichtig ist, dass dein Verwandter bei den Therapien gut mitmacht und die gezeigten Übungen auch für sich fleißig wiederholt, weil genau dadurch das Gehirn angeregt wird, eine neue Vernetzung zu bilden. (Ähnlich wie beim Autofahren lernen: In der ersten Fahrstunde ist man völlig überfordert, Lenkrad, Pedale, Schaltung, usw. zu koordinieren. Mit der Zeit wird es besser. Und irgendwann denkt man gar nicht mehr darüber nach, sondern fährt einfach.) Ein Monat ist eigentlich noch keine lange Zeit, daher würde ich sagen, da geht bestimmt noch was. Er darf nur nicht sich selbst aufgeben.

Wenn er aktiv bei der Physiotherapie, Ergotherapie u.s.w. mitmacht kann es sich so weit verbessern das er wieder gehen kann. Es dauert halt. Und er darf nicht aufgeben. Das ist ganz wichtig. Es kommt auch darauf an welche Regionen im Gehirn geschädigt wurden. Auch wie lange es dauerte bis er in ärztliche Betreuung kam. Es ist ganz wichtig das er in eine Reha-Anstalt kommt. Dort wird alles versucht um ihn so weit wie möglich in die Gesellschaft einzugliedern, das heißt das er alle Dinge des täglichen Lebens wieder alleine bewältigen kann. Ich wünsche ihm alles Gute.

martinapa 06.03.2014, 21:15

Er ist jetzt in der Reha. Ins Krankenhaus kam er wohl erst nach ein paar Stunden.

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Ich möchte dir jetzt keine Angst machen. Ich bin kein Arzt und auch erst 13. Ich weiß aber, dass damals meine Oma einen Schlaganfall hatte und im Rollstuhl saß. Sie war lang im Krankenhaus und dann ist sie gestorben. Aber das heißt ja auf keinen Fall dass es hier auch so ist. Da solltest du dich mit einem Arzt in verbindung setzen, denn nur der kennt sich damit aus und hier auf gutefrage.net wirst du wahrscheinlich auch keine richtige Antwort erhalten.

Viel Glück

Durch gezielte Krankengymnastik und Übungen kann sich das in den ersten sechs Monaten noch erheblich verbessern. Wie sehr, hängt vom Gesamtzustand des Genesenden ab. Das Gehirn ist erstaunlich erholungsfähig. Entscheidend für den Erfolg ist die eigene aktive Mitarbeit des Betroffenen. Wenn er die Notwendigkeit der Rehabilitationsmaßnahmen begreift, kann er Schritt für Schritt Fortschritte erzielen.

Ja, es kann besser werden. Vielleicht bleibt nur eine Taubheit oder Unsicherheit übrig. Aber das kann man vorher nicht sagen. Nur eins ist sicher: viel, viel Geduld haben, auch wenn die Prognose unklar ist. Das muss nach einem Schlaganfall fast immer sein, sogar nach Jahren kann es noch Besserungen geben.

So war es bei meiner Mutter. Sie konnte immer, immer besser laufen und sprechen (anfangs beides gar nicht). Sicher auch, weil sie nie aufgegeben und viel geübt hat.

Und regelmäßig die Übungen machen, die ihm sicherlich gezeigt worden sind. Wenn nicht, dann wäre das eine Nachfrage an den Arzt, ob es solche Übungen für ihn gibt und ob ihm Physiotherapie, Ergotherapie oder etwas Ähnliches verschrieben werden kann.

Ja - oft kann es besser werden - und so mancher ist schon wieder aus dem Rollstuhl raus gekommen !

Es kommt natürlich auf den Schweregrad der Schädigung an .

Allerdings auch auf die psychische Verfassung und den Willen, seine Situation zu verbessern.

Der Glaube an Heilung, an die Möglichkeit der Verbesserung und an sich selbst kann eine Menge bewirken.

Denn vor allem der Wille und der Glaube können die Motivation unterstützen, mit genügend Energie gegen die eigene Trägheit anzugehen, um seine Situation zu verbessern.

Alles Gute !

Das kann nicht mal ein Arzt genau einschätzen. Es hängt davon ab, was und wie stark geschädigt ist und wie hart er trainiert, bzw. ob er überhaupt eine Chance hat. Das können wir hier im Forum alles nicht wissen. Alles Gute für deinen Verwandten.

Hallo,

als ich jung war hatte mein Großvater ebenfalls einen Schlaganfall und saß im Rollstuhl, er hat dann durch regelmäßige Übung auch wieder gelernt zu laufen (und auch Treppen zu steigen)

Also...

kann das noch besser werden?

Ja.

Und vorallem wielange und wieviel besser?

Das hängt vom Betroffenen ab, aber auch davon wie schnell der Schlaganfall "entdeckt" und die Ursache beseitigt wurde. Bei einem Schlaganfall sterben pro Minute ca. 1,9 Millionen Hirnzellen ab. Wenn der Betroffene sich nun reinhängt kann er wieder laufen lernen.

Ich habe einen Bekannten (männlich ca. 80 Jahre alt) der vor einigen Jahren einen Schlaganfall hatte, dieser läuft mittlerweile mehrere Kilometer mehrmals in der Woche und ist wieder sehr fit für sein Alter. Also alles ist möglich.

Ermutige deinen Verwandten, er soll nicht aufgeben, unterstütze ihn wo du kannst (besonders wenn es um das körperliche geht ist das Laufen lernen zu Beginn sehr schwer)

Viele Grüße

xD4v1dx3 08.03.2014, 15:04

Eine Kleinigkeit habe ich noch vergessen:

Erkundige dich doch mal im lokalen Buchladen über Trainingsbücher oder allgemeine Bücher zum Schlaganfall für die Patienten. Das kann sicher hilfreich sein um die geistige Leistung wieder herzustellen oder den Betroffenen zu ermutigen.

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Man kann es nicht an einem Rollstuhl festmachen....

Welche Regionen im Hirn sind betroffen, wie stark und wie schnell nach dem Appoplex wurde behandelt. Welche Reha-Massnahmen werden/wurden gemacht. Wie viel kann und will der Patient mitarbeiten.

Wie sind die Aussichten auf Erfolg vom Patienten. Will er? Welche Hilfen stehen zur Verfügung....

martinapa 06.03.2014, 21:09

Er ist jetzt in der Reha. Nach dem Schlaganfall vergingen wohl schon einige Stunden bis derjenige ins Krankenhaus kam.

Ob er genug aktiv mitarbeitet kann ich nicht genau sagen, aber ein Schlaganfall ist für denjenigen sehr einschneidend.

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ereste 06.03.2014, 21:17
@martinapa

Erzähl ihm positive Beispiele - das hilft ihm vielleicht, den anfänglichen Schock zu überwinden und dann nicht aufzugeben.

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Kolja1205 06.03.2014, 21:18
@martinapa

Ein Schlaganfall ist für jeden einschneidend....zeigt nämlich die Endlichkeit des Seins....

In der Reha wird ihm gezeigt, wie er seine Bewegungsabläufe koordinieren kann, wie er seine "Ausfälle" kompensieren kann und wie man sich bewegen muß, um Recourcen im eigenen Körper zu schonen. Wenn er gut mitmacht, wird er trotzdem Rückschläge hinnehmen müssen.

Psychologische Unterstützung wird er auch nach der Reha in Anspruch nehmen müssen. Meist wird das allerdings nicht gemacht....das verzögert alles.

Die Chance auf einen 2. Schlag sitzen einem auch immer im Nacken. Jedes Zipperlein wird dann sehr genau (zu Recht) beäugt. Das motiviert nicht immer...

Ausschlaggebend ist auch das Alter....

Gib so viele Komponenten, die dafür zuständig sind, damit der Körper wieder gesund wird. Die Seele bleibt allerdings verletzt.

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Klar kann das noch besser werden. Im einzelnen kann ihm sein Arzt Auskunft darüber erteilen.

unmöglich per Ferndiagnose, frag den Arzt

Das kann dir niemand beantworten. Mein Bekannter sitzt seit 4 Jahren drin:(

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