Im Moment des Todes (Christentum)?

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9 Antworten

Hallo B0606,

über die Frage, was beim Tod geschieht, gibt es geteilte Ansichten. In vielen Religionen glaubt man an ein Weiterleben nach dem Tod, in welcher Form auch immer. Die beste Auskunftsquelle zu dieser Frage ist die Bibel, das geschriebene Wort Gottes. Wer könnte uns besser erklären, was beim Tod geschieht, als derjenige, von dem alles Leben stammt? Die Bibel gibt folgende Erklärung zum Zustand der Toten: "Sein Geist geht aus, er kehrt zurück zu seinem Erdboden; an jenem Tag vergehen seine Gedanken tatsächlich." (Psalm 146:4) An anderer Stelle steht, dass sich die Toten "nicht des geringsten bewusst" sind. (Prediger 9:5) In Übereinstimmung mit diesen deutlichen Aussagen wird in der Bibel der Tod auch mehrfach mit dem Schlaf verglichen, ebenfalls ein Zustand völliger Bewusstlosigkeit.

Vielen mag es schwerfallen, zu glauben, dass außer unseren sterblichen Überresten nichts mehr von uns da ist. Sie denken, etwas nicht Stoffliches in uns müsse doch weiterleben. Denke jedoch einmal an die Flamme einer Kerze. Wenn man sie ausbläst, geht sie einfach aus und brennt nicht irgendwo weiter. Unser Leben ist mit dieser Flamme vergleichbar. Wenn wir den letzten Atemzug tun, hauchen wir gleichsam das Leben aus und hören auf zu existieren.

Obwohl letztendlich dem Tod niemand entrinnen kann, ist er kein dauerhafter Zustand. Es wird eine Rückkehr zum Leben geben, und zwar durch die Auferstehung. Die Frage, die sich hier stellt, ist die, in welcher Form die Toten wiederkehren werden. Auch hierüber gibt die Bibel eine zufriedenstellende Antwort, denn sie zeigt, dass Gott die Verstorbenen mit einem neuen Körper auferwecken wird. Dies geht u. a. aus den folgenden Bibeltexten hervor: "Dennoch wird jemand sagen: „Wie werden die Toten auferweckt werden? Ja, mit was für einem Leib kommen sie?“ Gott aber gibt ihm einen Körper, so wie es ihm gefallen hat"(1. Korinther 15:35, 38). Nach diesem Text ist man nach der Auferstehung also nicht körperlos. Für diejenigen, die zu einem Leben hier auf der Erde auferweckt werden, bedeutet das, dass sie wieder einen Körper aus Fleisch und Blut haben werden, der dem gleicht, den sie vor ihrem Tod hatten. Nur so kann einer den anderen wiedererkennen. Die Auferweckten werden auch auch all die Erinnerungen aus ihrem früheren Leben wiedererlangen, ja ihre gesamte Identität.

Jesus sprach einmal davon, dass der Tag herbeikommen wird, an dem er die Gräber leeren wird. Er sagte: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine [Jesu] Stimme hören und herauskommen werden (Johannes 5:28, 29). Wenn also die Toten wieder zum Leben erweckt werden, ergibt sich die Frage, wo sie leben werden; im Himmel oder auf der Erde? Für die meisten wird es eine Auferstehung zu einem Leben hier auf der Erde werden, denn nur eine relativ geringe Zahl von Menschen wird zu himmlischem Leben auserwählt. Die Bibel spricht immer wieder von einem künftigen Leben hier auf Erden. Hier sind nur zwei biblische Aussagen dazu:
"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." (Psalm 37:29)

"Gott segnet die Freundlichen und Bescheidenen, denn ihnen wird die ganze Erde gehören." (Matthäus 5:5 Begegnung fürs Leben)


Du siehst also, dass es keinen Grund gibt, vor dem Tod oder der Zeit danach übermäßig Angst zu haben. Wenn die Auferstehung stattfindet, werden sich die Zustände auf der Erde grundlegend geändert haben und zwar nicht durch menschliches Bemühen, sondern durch ein Eingreifen Gottes. Er wird durch sein in der Bibel angekündigtes "Reich" dafür sorgen, dass es dann weder Hunger, noch Krankheit, noch Kriege noch sonst irgendwelche schlimme Dinge geben wird. Das Leben nach der Auferstehung wird dann so sein, wie es im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, beschrieben wird: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.  Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4). Sind das nicht herrliche Aussichten?

Doch Gott erwartet auch etwas von uns. Damit ein Leben in der gerade beschriebenen Weise auf Dauer möglich ist, müssen die dann lebenden Menschen bereit sein, sich nach Gottes Standards und Grundsätzen auszurichten. Das funktioniert jedoch nur dann, wenn man Gott und seine Mitmenschen vorn Herzen liebt (siehe erstes und zweites Gebot). Daher haben sich viele schon heute entschlossen, Gottes Wort, die Bibel, näher kennenzulernen und zu Gott ein enges persönliches Verhältnis aufzubauen. Dadurch haben sie die beste Grundlage für dauerhaftes Glück gefunden. Außerdem stehen ihnen all die hier beschriebenen herrlichen Dinge in Aussicht.

LG Philipp

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Damit das Christentum diesbezüglich überhaupt einen Sinn macht, erfordert es ein anderen Denken, als es im physikalischen Bereich notwendig ist.

Definiert man Seele als die Summe geistig-psychischer Eigenschaften (als die Persönlichkeit eines Menschen), dann steht diesem der physikalische Vergleich eines Gegenstandes und seiner Eigenschaften gegenüber. Daraus läßt sich herleiten, daß mit dem Zerbrechen einer Tasse auch die Eigenschaften nicht mehr vohanden sind, welche die Tasse ausgemacht haben.

Doch betrachtet man dasselbe aus dem religösen Bereich heraus unter Einbeziehung anderer Dinge, die man auch als rein materiell denkender Mensch kennt, z. B. Traumerlebnisse, dann kann man aus einem Traumerleben heraus aussagen, daß zwar die Art der Wahrnehmung der eigenen Person innerhalt des Traums verschwunden ist, sobald man erwacht, daß aber die Persönlichkeit dennoch vorhanden ist, eben nur in einem anderen Bewußtseinsbereich (dem Wachzustand).

Es ist möglich, diverse noch erheblich andere Definitionen zu finden, und wenn man es entsprechend geschickt anstellt, dann läßt sich so ziemlich alles über die Glaubenskraft zur Wahrheit erklären, jedoch ohne jegliche Gewißheit, ob es auch wahr ist.

Notgedrungen bekommen religiöse Überlegungen nur dann einen theoretischen Sinn, wenn die Aussagen, wo sie schon nicht beweisbar sind (weil es nichts zum Vorzeigen gibt), zumindest nicht zweifelsfrei widerlegbar sind.

Aus der psychologischen Betrachtung heraus ist "Persönlichkeit" eine Summe der für einen bestimmten Menschen definierbarer psychischer und geistiger Eigenschaften. Die Zuordnung zum eigenen Ich geschieht jedoch durch die Person, die diese entsprechende Persönlichkeit hat.

Bei genauerer Betrachtung sind solche Eigenschaften jedoch übertragbar. Wesentliche Werkzeuge, mit denen solche Übertragungen stattfinden, sind Liebe und Hochachtung. Kinder lieben ihre Eltern und nehmen sich einige Denkweisen und Überzeugungen der Eltern an, und auch Ehepaare, die sich lieben, nehmen sich Eigenschaften des jeweils anderen an.

So besehen wird "Seele" (wenn vielleicht auch verhackstückt) bereits zu Lebzeiten übertragen und übersteht den körperlichen Tod des "Spenders". Dieser Gedanke ist leider nicht hilfreich bei der weitergehenden Frage, was und wie das "Ich" das alles empfindet und wo sich das "Ich" nach dem körperlichen Tod befindet.

Die Lösung läge in einem anderen Weltbild, ggf. angelehnt an die Überlegung, daß man auch bei sehr interessanten Computerspielen als Spieler mit leidet (mit empfindet), wenn ein auf dem Bildschirm herumflitzendes Männchen in Not gerät, so daß man solche Form von Empathie auch anders betrachten könnte, nämlich daß sich das Ich immer dort befindet, wohin man es fokussiert.

Die Betrachtung "vom Christentum aus gesehen" halte ich für einen fatalen Irrweg. Einerseits gibt es "das Christentum" nicht wirklich, weil jeder "Christ" mehr oder weniger seine eigenen Ansichten zu allem hat, und weil die Bibel selbst diverse Widersprüche enthält und tatsächlich nur Menschenwerk ist, und weil die Kirchen und deren Abspaltungen über die Zeiten hinweg die Verwirrung perfektioniert haben. In einem Pfuhl der Irrtümer läßt sich schwerlich die Wahrheit finden.

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B0606, ich kopiere dir mal einiges aus dem nachfolgenden Link:https://www.jw.org/de/bibel-und-praxis/fragen/was-ist-die-seele/

Wo in manchen Bibelübersetzungen das Wort „Seele“ steht, findet man in der hebräischen Ursprache der Bibel das Wort néphesch und im Bibelgriechisch das Wort psychḗ. Das hebräische Wort bedeutet wörtlich „atmendes Geschöpf“ und das griechische „lebendes Wesen“.  Mit „Seele“ ist in der Bibel somit das gesamte lebende Geschöpf gemeint.


Als Gott den ersten Menschen erschuf, „wurde der Mensch eine lebende Seele“ (1. Mose 2:7, Elberfelder Bibel). Adam bekam also keine Seele, sondern wurde eine lebende Seele, das heißt eine lebende Person.Nach der Bibel kann die Seele arbeiten, Appetit haben, essen, Gesetzen gehorchen oder durch kühles Wasser erfrischt werden (Elberfelder Bibel: 3. Mose 7:20; 23:30; 5. Mose 12:20; Römer 13:1; Schlachter: Sprüche 25:25). Damit ist eindeutig der Mensch an sich gemeint. Ist jemand gestorben, spricht die Bibel dann in manchen Versen von einer „toten Seele“ (3. Mose 21:11; 4. Mose 6:6).

In einem Bibelkommentar liest man: „Das NT kennt keine ‚unsterbliche Seele‘, die abgesehen vom Leib denkbar wäre. ... Ohne dass es uns bewusst ist, haben wir ein altes griech.-philosophisches Verständnis von ‚Seele‘ übernommen, das im Laufe der Zeit die bibl. Aussagen verdrängt hat“ (Biblisches Wörterbuch).

Wenn es im AT heißt: „Die Seele, die sündigt, soll sterben!“ (Hesekiel 18:4, 20, Schlachter), sagt das NT in Rö. 6:7 "Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde." (Luther) Aber was nützt uns das, außer zu wissen, dass wir nicht in einer Hölle schmoren müssen? Deshalb Rö.6:23 "Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn." Und das dieses ewige Leben, B0606, wird nicht eine imaginäre,stofflose Hülle von uns im Himmel erleben, sondern wir werden nach unserem Tod im Königreich Gottes wieder eine lebende Seele! Siehe im Vater unser "Dein Königreich komme, dein Wille geschehe auf Erden!"


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Hallo 

Also ich bin Christin und ich kann dir diese Frage leider nicht beantworten. Und ich vermute dass sie dir auch kein anderer beantworten kann weil das bislang noch keiner von uns lebenden erlebt hat. Auch in der Bibel gibt es keine Erklärung diesbezüglich. 

Es gibt aber Nahtoderfahrungen von Menschen die alle so ziemlich das selbe erzählten (abgesehen von dem Gottesglauben) Alle berichteten davon dass sie sich selbst von oben sahen als sie ''starben'' oder besser egsagt nahe drann waren zu sterben.

Die Seele oder der Geist verliess also auf irgendeiner Weise den sterbenden Körper. 

Ich persönlich mache mir nicht wirklich Gedanken darüber wie es sein wird. Wichtig für mich ist, dass ich die Gewissheit habe nachhause zu gehen ;) 

LG

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Die Christen glauben, daß sich beim Tod eine sogenannte "Seele" vom Körper löst und in eine Jenseitswelt findet. Und dort würde sie entweder Fegefeuer oder Hölle oder Himmel als Vergeltung für das Erdenleben erhalten.

Aber woran Christen glauben ist völlig unmaßgelblich. Entscheidend ist die Realität und die heißt: Zerkrümeln und nichts bleibt erhalten.


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Kommentar von SunshineLilly
17.11.2016, 20:20

Naja nicht unbedingt. Diese Vorstellung ist von der katholischen Kirche des Mittelalters geprägt...

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Kommentar von KaeteK
17.11.2016, 21:10

beide keine Ahnung...beide falsch informiert...

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Wenn ein Mensch stirbt, stirbt auch seine "Seele", denn diese ist "das Leben im Blut" (1.Mose 2,7; 1.Kön.19,4; Hes.18,20 - Luther 1912 - Ü.).

In Gottes Reich wird jeder Mensch wieder zum Leben kommen (Offb.20,5).

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der Glaube ist die Macht ....und die Bibel hat doch recht. Wie soll einer das denn erklären besondes einem Atheisten, der nicht glauben will, da nutzen keine "Beweise" bzw. Diskussionen oder Überzeugungen.

Sorry :

Es bleibt der Glaube wenn Einer oder Eine denn glauben will.

Aber dieser Vergleich mit der Tasse zum Schmunzeln nur Philisophie wenn man so will , auch zum lächeln.
" Daraus läßt sich
herleiten, daß mit dem Zerbrechen einer Tasse auch die Eigenschaften
nicht mehr vohanden sind, welche die Tasse ausgemacht haben." Viel Arbeit hast du dir gemacht !

Ja ja die Wissenschaft .....auch diese kann den Glauben nur erahnen den ein Mensch hat, aber nicht erklären.

Ist hat Glaube ohne das Wissen...



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