"im marxistischen Sinne" =?

4 Antworten

Diese Geschichte spielt ja in einer kapitalistischen Gesellschaft. Dieses System zwingt den Gedgebr/Bankier böse zu sein damit er von den Schuldnern sein Geld zurückriegt, da er sonst kaputt geht. Da aber so viele Schuldner kaputt gehen und der "Gute Mensch von Sezuan", eigentlich der "Gute Mensch im Kapitalismus" nicht die Existenz seiner Gläubiger vernichten will, muß als andere Person helfen.

Alternative wäre aber ein Land, eine Gesellschaft ohne Kapital (Sozialismus) oder soagar auch ohne Geld (Kommunismus) - das sind marxsche Vorstellungen und da wäre überleben als ausbeutender Bankier gar nicht mehr nötig - weil ja alle gleichberechtigt die gesellschaftiche Produktion organisieren, also die Wirtschaft nicht auf Ausbeutung und Kapitalverwertungsmechanismen basiert.

Lies Marx, dann wirst du das verstehen. Hier wird gemeint sein, dass eine Änderung des Menschen nur mit einer Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse, also im Marx´schen Sinne mit einer Revolution einhergehen kann.

Naja, wenn wir alle schön nach dem marxistischen System ohne Klassenunterschiede und Ausbeutung und ohne Leistungsdruck et cetera leben würden, dann könnten diese Menschen wohl dem Anspruch der Götter eher gerecht werden. Weil nach dem marxistischen System sind ja dann alle glückliche und gute Menschen. Allerdings finde ich es etwas merkwürdig, dafür eine Geschichte zu nehmen, in denen Götter vorkommen, da der Kommunismus Religion als "Opium fürs Volk" bezeichnet...

was meinst du mit "Opium fürs Volk" genau ?

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@imutep

imutep, die Frage kann Dir Sunny, wenn man seine/ihre Anmerkungen hier kritisch bewertet, nicht beantworten. Lass es mich versuchen. Zunächst mal hat diesen Spruch ("Opium für´s Volk") nicht Marx getan, obwohl das von vielen Quasi - Spezialisten immer wieder hier erklärt wird. Diese Formulierung stammt aus irgendeiner Schrift von Lenin. Marx hat in seinem "Vorwort zur Kritik an der Hegelschen Rechtsphilosophie" sinngemäß davon gesprochen, dass das Volk angesichts des sozialen Elends in dieser Zeit (Mitte des 19. Jhdt.) faktisch zu allem greift, was ihm irgendwie Erleichterung verschafft. Dazu gehörte eben auch die Religion, die er als "das Opium des Volkes" bezeichnete. "Opium für´s Volk" impliziert ein wenig, dass sie speziell für das Volk als Möglichkeit, sich zu bekiffen und von der Realität abzulenken, geschaffen wurde. So hat das Marx nie verstanden oder gar gemeint. Er war viel zu klug, die Funktion der Religion(en) nur auf eine derartig primitive zu begrenzen. Stöbere hier mal ein bisschen unter "Religion", es wurde dazu schon viel gesagt (Richtiges und totaler Quark!).

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