Im Januar meinen Urlaubsantrag abgegeben und heute kommt mein Chef und verweigert meinen Urlaub, der nächste Woche starten soll, sonst droht Kündigung. Was tun?

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1 Antwort

Gibt es im Arbeits- / Tarifvertrag irgendwelche Regelungen bei Dir? Wenn nicht, gilt die Faustregel, daß ein Urlaubsantrag als bewilligt gilt, wenn der AG nicht innerhalb von 4 Wochen widerspricht.

Wenn der Urlaub genehmigt / gebilligt war und Du darauf hin Buchungen vorgenommen hast, muß Dein Chef für die Stornokosten aufkommen.

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Kommentar von Percydia
01.03.2017, 17:51

ich habe den Urlaub im Januar abgegeben, er wurde aber noch nicht genehmigt. der Urlaub würde nächste Woche starten und heute kommt mein Chef und sagt, er kann den nicht genehmigen.

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Kommentar von Familiengerd
01.03.2017, 17:52

die Faustregel, daß ein Urlaubsantrag als bewilligt gilt, wenn der AG nicht innerhalb von 4 Wochen widerspricht

Das ist schlicht und einfach falsch! Eine solche "Faustregel" gibt es nicht - es sei denn, es wurde betriebsüblich und mit Zustimmung des Arbeitgebers immer so gehandhabt.

Unabhängig davon, wie negativ man das Verhalten des Arbeitgebers beurteilen mag:

Der Fragesteller hätte sich rechtzeitig wieder an den Arbeitgeber wenden und eine Entscheidung zu seinem Urlaubsantrag fordern müssen, die der Arbeitnehmer - in sofern spielen die 4 Wochen ein Rolle - vom Arbeitgeber nach 1 Monat verlangen kann.

Es ist das Risiko des Arbeitnehmers, wenn er einen Urlaub bucht ohne ausdrückliche Genehmigung seines Urlaubsantrags.

Im Übrigen muss der Arbeitgeber den Urlaub genehmigen, wenn nicht dringend (!!!) betriebliche Gründe oder Urlaubswünsche sozial bevorrechtigter Arbeitnehmer dem entgegenstehen.

Das eigenmächtige Antreten des Urlaubs kann aber auch dann, wenn der Arbeitgeber ihn widerrechtlich verweigert oder eine Genehmigung verzögert, zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen bis zur Kündigung führen.

Wenn der Urlaub genehmigt / gebilligt war und Du darauf hin Buchungen vorgenommen hast, muß Dein Chef für die Stornokosten aufkommen.

Dann kann der Arbeitgeber die Urlaubsgenehmigung nicht widerrufen - es sei denn, durch den Urlaubsantritt würde die Existenz des Betriebs tatsächlich konkret gefährdet.

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