Im ICD-Katalog der WHO war Homosexualität bis 1992 als Krankheit erfasst. Warum wurde es so lange als Krankheit geführt und dann plötzlich abgeschafft?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse waren nicht mehr länger zu leugnen (Es kommt als natürlicher Teil des verhaltens bei über 3000 anderen Tierarten außer dem Mensch auch vor, es ist nichts erlerntes, das man abtrainieren kann und nicht "heilbar") und die Kirchen und konservativen Lobbygruppen hatten nicht genug Einfluß nehme ich an.

Das hält natürlich bestimmte Gruppen nicht davon ab es entgegen der Fakten für eine Krankheit zu halten. Der Bund Katholischer Ärzte zum Beispiel sagt auf seiner Internetseite das es mit Homöopathie tolle Erfolge im Kampf gegen die Homosexualität erzielt...

Von der Blutspende wird ausgeschlossen, wer ein hohes Risiko mitbringt, das im Blut etwas ist, daß andere Menschen anstecken kann. Zum Beispiel Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern oder Leute die in Malaria Gebieten waren vor der Blutspende.

Gunnar0815 03.07.2017, 11:52

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse waren nicht mehr länger zu leugnen
(Es kommt als natürlicher Teil des verhaltens bei über 3000 anderen
Tierarten außer dem Mensch auch vor, es ist nichts erlerntes, das man
abtrainieren kann und nicht "heilbar") und die Kirchen und konservativen
Lobbygruppen hatten nicht genug Einfluß nehme ich an.

Nach dieser Argumentation könnte man auch Gewalttätigkeit, Kindsmord oder Wahnsinn, als unheilbar oder untherapierbar definieren.

Ich glaube schon, dass man Homosexualität abtrainieren oder heilen kann. Es gibt sogar ein Ministry, von Menschen, die aus diesem Irrweg herausgekmmen sind. Es nennt sich:Coming Out Ministries

1
matmatmat 03.07.2017, 12:32
@Gunnar0815

Ich verstehe nicht ganz, warum Du als Christ(?) ein Problem mit Kindsmord hast, schließlich ist Gott ziemlich wütend geworden, als bei einem von ihm angeordneten Völkermord die Kinder verschont wurden und es wird mehrfach zum töten von Frauen und Kindern aufgerufen oder so was gefeiert im Namen Gottes (1. Samuel 15,3; Jos 6,20-24; Jesaja 13,16; ...). Aber laß uns nicht zu weit vom Thema abkommen, ich finde es ja gut, daß Du sowas entgegen dem Willen Gottes nicht gut findest!

Interessant finde ich aber, daß für dich Homosexualität, also wenn zwei Menschen die das gleiche Geschlecht haben einander lieben genau so schlimm findest wie Mord???

Nach dieser Argumentation könnte man auch Gewalttätigkeit, Kindsmord oder Wahnsinn, als unheilbar oder untherapierbar definieren.

Das Argument, daß es auch bei Tieren vorkommt beugt dem häufig gebrachten Argument homosexualität sei unnatürlich vor. Das alleine ist natürlich keine Begründung. Wie Du daraus ableitest, alles was in der Natur vorkommt sei untherapierbar ist mir unverständlich.

Homosexualität ist nicht heilbar, die sogenannten "Therapeuten" die das im Namen ihrer wirren Hirtenmythenagenda versuchen fügen den Menschen mit denen sie das machen erhebliches Leid und Schaden zu und das nachweislich ohne lange anhaltenden Erfolg.

https://en.wikipedia.org/wiki/Conversion_therapy

http://www.hrc.org/resources/the-lies-and-dangers-of-reparative-therapy

Und die Menschen die andere Menschen so schlecht machen und so sehr angreifen, daß sie es für nötig halten sich in so eine Therapie zu begeben gehören meiner Meinung nach therapiert wegen ihres asozialen Verhaltens...

1

Gerade im Zusammenhang mit dem ideologisch aufgeladenen Thema Homosexualität geistert immer wieder die Vorstellung herum, beim ICD-Katalog würde es sich um eine Art "Offizielle Liste aller behandlungsbedürftigen Krankheiten" handeln. Das ist völliger Quatsch.

Der ICD wurde ursprünglich als statistisches Instrument eingeführt, um vergleichbare Daten von Todesursachen erfassen zu können, wenn es beispielsweise um Fragen geht, wie etwa, wieviel Menschen in einem bestimmten Land an Infektionskrankheiten sterben.

Erweitert wurde es dann später, auch um es in der ärztlichen Abrechnung einsetzen zu könne, um alle Umstände, die einen Arzt-Patienten-Kontakt begründen können, also auch unspezifische Symptome wie etwa Husten oder die Notwendigkeit der Impfung.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse gab es meines Wissens nicht. Die Ursachen für Homosexualutät  (Genetik, Hormone, Umwelteinflüsse) sind bis heute nicht geklärt.

Die Herausdefinition aus Krankheiten basierte wohl auf gesellschaftlichem Umdenken.

Das mit der Blutspende ist klar: Homosexuelle gehören zu den Aids-Risikogruppen.

Allerdings verstehe ich das trotzdem nicht: sollten nicht durch Erhitzen des Blutes die Aids-Erreger abgetötet werden? Das wird uns jedenfalls seit den "Blutskandalen" erzählt. Wenn  das nicht möglich ist, ist doch jede Blutspende mit einem nicht unbeträchtlichen Risiko verbunden, auch die von Heterosexuellen.

Wissenschaftliche Erkenntnis und überdenken der Wertung. Es war ja schon seit 1968 umstritten.

Blutspenden ist ein ganz anderes Thema und hat nicht damit zu tun, dass Homosexualität eine Krankheit sein könnte. Selbst wenn sie es wäre, sie ist nicht ansteckend.

Homosexuelle dürfen aufgrund ihres statistischen Sexualverhaltens kein Blut spenden. Und ganz richtig ist es auch nicht, wenn du keinen Sex hast und alle anderen Ausschlusskriterien negiert wurden, darfst du auch als Homosexueller Blut spenden. Du musst nämlich niemandem deine sexuelle Orientierung offenbaren.

Das war wohl eher umgekehrt. Ich schätze der Druck gewisser Länder hat dazu geführt, daß es erst 1992 von der Liste gestrichen wurde.

Prostituierte dürfen auch kein Blut spenden!

Wegen der erhöhten AIDS Gefahr vermutlich.

Was möchtest Du wissen?