Im Fall eine zweite Person in die gleiche Wohnung kommt, hat der Vermieter das Recht die Miete zu erhöhen?

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6 Antworten

§ 553
Gestattung der Gebrauchsüberlassung an Dritte

(1) Entsteht für den Mieter nach Abschluss des Mietvertrags ein
berechtigtes Interesse, einen Teil des Wohnraums einem Dritten zum
Gebrauch zu überlassen, so kann er von dem Vermieter die Erlaubnis
hierzu verlangen. Dies gilt nicht, wenn in der Person des Dritten ein
wichtiger Grund vorliegt, der Wohnraum übermäßig belegt würde oder dem
Vermieter die Überlassung aus sonstigen Gründen nicht zugemutet werden
kann.

(2) Ist dem Vermieter die Überlassung nur bei einer angemessenen
Erhöhung der Miete zuzumuten, so kann er die Erlaubnis davon abhängig machen, dass der Mieter sich mit einer solchen Erhöhung einverstanden erklärt.

(3) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

premamotion 22.01.2017, 09:50

Herzlichen Dank!

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Da für den Zuzug die Erlaubnis des Vermieters vorliegen muss, darf er diese Erlaubnis anscheinend tatsächlich von einer Zustimmung des Mieters zu einer Mieterhöhung abhängig machen.

http://www.urteile-mietrecht.net/Miete53.html

Wird die Wohnung hierdurch nicht überbelegt und besteht "berechtigtes Interesse" (Lebenspartner, Familie) für den Zuzug einer weiteren Person, bestehen in der Regel keine Einwände. Die Kaltmiete erhöht sich dadurch nicht!

Lediglich die Nebenkostenvorauszahlungen sollten - schon im eigenen Interesse - zeitnah angepasst werden.

Wer wäre denn die zweite Person? Welchen Status hätte sie?

Es muss hier unterschieden werden, ob es ein Elternteil  bzw. Kind ist oder eine Untervermietung stattfinden soll.

Die Frage ist hier zu stellen, weshalb Du diese weitere Person nicht mit in den Mietvertrag (mit Einverständnis des Vermieters) aufnehmen willst? Machst Du dies, hast Du gute Chancen, dass der Vermieter auf einen Zuschlag verzichtet, denn er kann im bei Mietschwierigkeiten auf beide Vertragspartner zugreifen. Dies sollte ihm dies wert sein und ist ihm zu vermitteln. Ist auch für Dich besser, denn dann hast Du im Streitfall gegenüber deinem Mitbewohner im Innenverhältnis Ansprüche aus dem Mietverhältnis, die dir ansonsten nicht zustehen. 

Möchtest Du dies nicht, hat der Vermieter Nachteile. Wenn Du ausziehst, dein Mitbewohner ohne MV nicht, entsteht für den Vermieter ein Mehraufwand. Ferner bist Du weiterhin für die Wohnung voll haftbar. Das kann böse enden, denn dies kommt öfters vor, als Du dir dies vorstellen kannst.

Die Miete vielleicht nicht . Aber die Nebenkosten auf jeden Fall .

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