Im Brückenjahr als Nachhilfelehrer arbeiten?

3 Antworten

Das könnte bei der Schülerhilfe schwierig werden, weil Du keinerlei pädagogische Qualifikation hast. Den Mittelstufenstoff in den gängigen Fächern werden die Dir als Abiturient schon noch zutrauen, aber den auch adäquat jedem Schüler zu vermitteln ist etwas ganz anderes.

Kommt also ganz drauf an, welche Fächer Du so anzubieten hast und wie bei denen grade so die Situation ist. Na, die werden schon vorsichtig sein, denn die haben schliesslich einen Ruf zu verlieren.

Im Lebenslauf machst sich das aber wohl immer gut, wenn die Dir ein ordentliches Zeugnis ausstellen, jedenfalls vermutlich besser, als z.B. in einem Fastfood-Restaurant ein Jahr lang den Dreck weg machen.

Mit "nur" Abitur wirst du von den Nachhilfeinstituten nicht genommen werden. Die müssen ihre recht hohen Preise ja gegenüber ihren Kunden, den Eltern der Kinder, rechtfertigen. Entsprechend hast du dort maximal als Student (und möglichst auch erst nach den ersten, erfolgreich absolvierten (Zwischen-)Prüfungen) eine Chance, besser noch mit einem bereits abgeschlossenen Studium.

Bliebe also, privat Nachhilfe zu geben. Das ist aber wiederum nichts, was dir ohne weiteres für dieses "Brückenjahr" die Krankenversicherung sichert - großer Knackpunkt. Die kostenlose Familienversicherung deiner Eltern greift ja nur, wenn du irgendwie weiterhin "in Ausbildung" bist. Zudem wird ein Jahr mit nur hier und da mal ein paar Nachhilfestunden sehr wahrscheinlich ganz schön lang - bzw. zurecht von Arbeitgebern als "Abhäng-Jahr" interpretiert...

Wenn die Alternative ein FSJ für dich sein könnte, würde ich dir also unbedingt dazu raten! Du kannst dafür ja nach Einsatzstellen schauen, die etwas in die pädagogische Richtung mit Kindern und Jugendlichen gehen und den Kids dort dann auch mal bei den Hausaufgaben helfen, wenn dich das so reizt :).

Die KV für das Brückenjahr sichert man sich, indem man sich auf einen Studienplatz in Medizin bewirbt und später seine Meinung ändert.

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@Daniela1965

Mit der Bewerbung hat man da doch nix gekonnt, wenn man die Absage in der Hand hat. Wenn man solche Konstrukte wählt, dann doch eher in Form der Einschreibung für irgendeinen zulassungsfreien Studiengang, durch den man dann den Studentenstatus für diese Zeit hat...

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@HappyMe1984

Wenn du die Absage hast, wartest du auf den Beginn der Ausbildung und bleibst daher bei den Eltern in der Krankenkasse und auf der Steuerkarte und sie.bekommen weiter Kindergeld.

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Privat also Selbstständig machst mehr Geld

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