Im Bewerbungsgespräch niedriges Gehalt angeben?

6 Antworten

Man sollte mit dem Gehaltswunsch nicht übertreiben aber niemand muss sich unter Wert "verkaufen".

Bei einem Berufsanfänger versteht man noch, wenn dieser bescheiden ist, da er sich ja i.d.R. nicht so gut auskennt. Wer aber von Vornherein tief stapelt, dem unterstellt man evtl., dass er von den eigenen Fähigkeiten selbst nicht überzeugt ist.

Man hört sich um, was in diesem Beruf durchschnittlich bezahlt wird (das ist ja auch z.B. vom Bundesland, der Branche, mit oder ohne Tarifvertrag....... unterschiedlich) und nennt eine realistische Summe. Ist diese dem AG zu hoch, wird er das sagen und man kann dann ja verhandeln

Eine "vernünftige" Gehaltseinschätzung gibt dem Personaler indirekt auch Aufschlüsse über Dein Realitätsempfinden und Deine Selbsteinschätzung .

So weit es in der Gesprächs- / und Bewerbungsvorbereitung möglich ist , sollte man sich daher vorab gründlich darüber informieren , was in der betreffenden Branche oder ggf. sogar konkret dem Betrieb als Einstiegsgehalt für die jeweilige Berufsgruppe grundlegend gezahlt wird , und was da je nach geforderten Zusatzskills und Berufserfahrung in der Stellenofferte genau über die Basics hinaus gefordert wird .

So etwas kann man z.B. gängigen Regions- / oder Flächentarifregistern über die Entgeltgruppen und deren Beschreibungen in Erfahrung bringen , wenn das Unternehmen im Optimalfall tarifgebunden ist .

Je näher Du dann "dran" liegst , umso positiver für Dich .

Wenn man zwei gleiche Bewerber mit gleicher Qualifikation hat, dann entscheidet man sich natürlich für den, der weniger Geld will.

Stimmt es, dass man mit niedrigeren Gehaltsvorstellungen höhere Chancen auf eine Stelle bekommt?

Nein.

Es suggeriert, dass der Bewerber den eigenen Wert nicht kennt, die Marktlage nicht kennt und "kriecherisch" auftritt. All das macht einen Bewerber unattraktiv.

Sowohl extremes unbegründetes Hoch- als auch Tiefstapeln bei Gehaltsvorstellungen sind KO-Kriterien

Woher ich das weiß:Beruf – langjährige anhaltende Tätigkeit im Personalmanagement

Du solltest schauen, was du vorher verdient hast und dann 300 € draufschlagen. Der Arbeitgeber kann dann runterhandeln. Dann verhandel so dass du nach der Probezeit die Differenz zu deiner Gehaltsvorstellung bekommst.

Bist du jetzt erst nach der Ausbildung und suchst eine Arbeit, schau was du für Kosten hast und schlag 200 bis 300 € drauf.

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