Im Ausland ins Gefägnis?

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6 Antworten

Hallo,

Jährlich unternehmen rund 50 Millionen Bundesbürger eine Auslandsreise, die im statistischen Durchschnitt zu einem Aufenthalt von mehr als 10 Tagen außerhalb Deutschlands führt. Nicht wenige dieser Touristen geraten im Ausland unverschuldet in Notsituationen, in denen sie die Hilfe deutscher Auslandsvertretungen in Anspruch nehmen müssen.



Folgende Dinge kann eine Auslandsvertretung übernehmen:

  • Ihnen bei Passverlust einen Reiseausweis zur Rückkehr in das Bundesgebiet ausstellen
  • Ihnen bei Geldverlust Kontaktmöglichkeiten mit Verwandten oder Freunden zu Hause vermitteln,
  • Ihnen schnelle Überweisungswege aufzeigen (Blitzgiro, telegrafische Postüberweisung, Western Union Money Transfer) bzw. in Ländern, in denen diese Überweisungswege nicht vorhanden sind, auch eine Überweisung über die Auslandsvertretung ermöglichen,
  • Ihnen in besonders gelagerten Einzelfällen bis zum Eingang der Geldüberweisung aus der Heimat ein Überbrückungsgeld auszahlen, das selbstverständlich zurückzuzahlen ist,
  • wenn alle eigenen Hilfsmöglichkeiten erfolglos ausgeschöpft wurden, Ihnen eine zurückzuzahlende Hilfe zur Rückkehr nach Deutschland gewähren,
  • in Fällen, in denen Sie Probleme mit den Behörden des Urlaubslandes haben, für Sie vermittelnd tätig werden,
  • Ihnen bei Bedarf einen vertrauenswürdigen Anwalt, Arzt/Facharzt, Dolmetscher/Übersetzer vor Ort benennen,
  • im Falle einer Festnahme auf Wunsch die anwaltliche Vertretung sicherstellen und Ihre Angehörigen unterrichten,
  • beim Tod eines deutschen Staatsangehörigen die Benachrichtigung der Hinterbliebenen veranlassen und bei der Erledigung der Formalitäten vor Ort behilflich sein.




Folgende Dinge darf eine Auslandsvertretung nicht tun:

- Führerscheinersatzpapiere ausstellen,

- Ihre offenen Hotelschulden, Bußgelder, Krankenhauskosten bezahlen,

- Ihnen bei Geldverlust die Fortsetzung des Urlaubs finanzieren,

- in laufende Gerichtsverfahren für Sie eingreifen oder örtlichen Behörden Weisungen erteilen,

- für Sie anwaltliche Tätigkeiten wahrnehmen oder Sie vor Gerichten vertreten,

- als Filiale von Reisebüros, Krankenkassen oder Banken tätig werden,

- die extrem hohen Kosten einer Such- und Rettungsaktion übernehmen,

- Überführungskosten bei Todesfällen verauslagen.




Jeder muss sich an geltende Landesrechte halten. Das gilt auch für ausländische Touristen! Zu deinem Fall in Dubai:

Das Küssen (alles was den Begrüßungskuss auf die Wange überschreitet) und das Austauschen von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind in den VAE strafbar! Das Konkubinat ist ebenfalls verboten und wer unehelich schwanger wird, kann in keinem Krankenhaus der VAE gebären. Außereheliche Liebe ist strafbar unter dem emiratischen Gesetz und das selbe gilt auch für die gleichgeschlechtliche Liebe.


Liebe Grüße
Campus21

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Ja, es ist absurd, aber wer sich in solchen Ländern küsst, darf sich nicht wundern. Da gelten eben andere Gesetze. Viel schlimmer finde ich Folgendes.

Eine Österreicherin  war laut eigenen Angaben am 1. Dezember vergewaltigt worden. Nachdem sie den Vorfall angezeigt hatte, der mutmaßliche Täter die Vorwürfe aber bestritten hatte, leiteten die Behörden vor Ort ein
Untersuchungsverfahren wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs und
Alkoholkonsums ein. Die 29-Jährige verbrachte drei Tage im Gefängnis und
durfte auch nach ihrer Freilassung fast zwei Monate lang Dubai nicht
verlassen.

Ihr droht weiterhin ein Gerichtsverfahren und im Falle eines Schuldspruchs eine mehrjährige Haftstrafe – die sie aber, sollte es überhaupt dazu kommen,
vermutlich nicht mehr antreten müsste: Vergangenen Donnerstag gelang es
nämlich einem eigens für den Fall eingesetzten Krisenstab des
österreichischen Außenministeriums, die junge Frau nach Österreich
zurückzubringen.

Das finde ich wirklich schlimm. Bei so einer Rechtssprechung wird mir so schlecht, dass ich unter gar keinen Umständen als Tourist Geld in dieses verfluchte Dubai stecken würde. Niemals. Sollen die mit ihren vorsintflutlichen Gesetzen bleiben wo der Pfeffer wächst.

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Wenn ich mich in einem fremden Land aufhalte, unterliege ich selbstverständlich den dort geltenden Gesetzten. Ich muss mich halt im Vorfeld gründlich über die entsprechende Gesetzgebung informieren. Sollte diese nicht mit meinen Vorstellungen konform sein, darf ich halt nicht dort hinfahren. Was gäbe es für einen Aufschrei, wenn ein Ausländer hier in Deutschland nach unserem Recht eine Straftat begehen würde, und ihn seine Botschaft einfach mir nichts, dir nichts nach Hause holt, wo er eventuell nicht mal bestraft würde.

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1. Das ist nicht "absurd" sondern geltendes Recht, über das man sich vorher informieren kann.

2. Natürlich kann die Botschaft helfen, aber auch nur im Rahmen der bestehenden Gesetze und Übereinkommen zwischen den jeweiligen Staaten.

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Je nach Land gibt es andere Gesetze und die muss man einhalten. Also ist man in der Schweiz gelten die Gesetze von der Schweiz und so auch mit jedem anderen Land.

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Wenn man in ein anderes Land fährt, muss man die Gesetze noch mehr beachten, als in seinem eigenen Land, gerade in muslimischen Ländern. 

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