Im Altenheim leben warum aktzeptieren das manche nicht?

10 Antworten

Ich denke, dass es den meisten Menschen total schwer fällt ihre Selbstständigkeit und vor allem ihr Leben "aufzugeben", immerhin ist damit ein vermeintlicher Abschied vom vertrauten alten Heim und Leben verbunden. Noch dazu kommt, dass man sich in fremde Hände begibt, sicherlich auch kein positiver Faktor....

Vllt solltest du dich mal in die Lage eines älteren Menschen versetzen, der nun ins Heim muss, weil es alleine einfach nicht mehr geht. Du musst in ein Heim, weil du alleine nicht mehr kannst und weil sich auch kein anderer um dich kümmern kann oder will. Ich weiß es klingt hart und ich unterstelle dabei auch niemandem etwas böses, es ist in unserer Zeit nun einmal so, dass fast niemand die Zeit oder Geduld aufbringen kann um neben seinem normalen Berufsalltag auch noch Altenpfleger zu sein...traurig aber leider wahr.

Ich hoffe ich konnte etwas helfen. Liebe Grüße

Danke für die lieben worte!klar konnte ich mich hineinversetzten! Mir tat meine oma auch leid! Wir konnten sie leider nicht aufnehmen da wir wenig platz hatten! Sonst hätten wir sie aufgenommen!

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@Angels1983

Schade, wenn Menschen die eigentlich gerne helfen würden nicht können und die die können oftmals nicht wollen, verrückte Welt.

Man hört ja zudem auch oft, dass alte Menschen nach Schicksalsschlägen, Krankheiten oder eben solchen Situationen, wie den Umzug in ein Altersheim rapide Abbauen, leider da sie auch oftmals ihren Willen und ihre Lebenslust verlieren....man sollte sich meiner Meinung nach einfach viel intensiver damit beschäftigen was mit alten Menschen passiert und vor allem, wie sie sich in solchen Einrichtungen wie Alten- oder Pflegeheimen wohler fühlen können.

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Ja ein schicksalsschlag gab es bei uns letztes jahres ihr sohn ist gestorben und das hat meine oma nie verraftet! Sie regelrecht daran zerbrochen! Ihr anderer sohn mein onkel hat sie regelrecht ins altenheim geschoben gegen ihren willen! Als sie ins krankenhaus kam wegen dauernd hohen blutdruck und dem allen hatte der arzt gesagt das sie nicht mehr alleine wohnen konnte. Mein onkel hat dann die gesamte wohnung ausgeräumt ohne das sie davon wusste! Als sie dann vom krankenhaus kam und sie wieder zurück in ihrer wohnung wollte war sie total geschockt als sie ins altenheim musste! Plötzlich war alles fremd! Und sie baute richtig ab!sie ließ sich gehen sie lief sogar davon und sie tat dinge die sie vorher nie gemacht hätte! Sie verweigerte das essen und sie war dann ständig im krankenhaus!so hart das auchklingen mag ich bin froh das meine oma das alles nicht mehr mitmachen muss! Ich hasse meinen onkel für das was er meiner oma angetan hat!

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Relativ einfach erklärt:

Es sind Menschen, die den größten Teil ihres Lebens selbständig bewältigten. Leute, die ihr eigener Herr waren, selbst entschieden haben. Leute die sagen konnten "das hab ich selbst geschaffen, gebaut, dort hab ich meine Kinder aufgezogen).

Und dann kam der (schleichende) Schnitt. Sie konnten immer weniger und weniger, waren auf immer mehr Hilfe angewiesen. Bei manchen krankheitsbedingt (Demenz, Parkinson), bei anderen gesundheitsbedingt (Hüfte gebrochen, stetig voranschreitende Erblindung, etc).

Dies haut natürlich rein. Versuch dir mal vorzustellen du wärest in einer solchen Situation.

Bei Demenz ists noch einen Tacken heftiger. Wenn das Gedächnis nimmer richtig funktioniert, den Betroffenen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her katapultiert, und wenn dann mal ein klarer Moment ist ists wie ein Schlag in die Magengrube wenn man merkt das man tatsächlich richtig abbaut.

"Halbes Jahr" nach dem Start im Altenheim sterben? Das ist nicht die Regel, eher die Ausnahme. Ich vermute mal das da bei den Betroffenen wirklich mit dem Umzug gewartet wurde bis es echt nimmer alleine ging. Sonst hätten sie eine längere Zeit im Altenheim verbracht.

Meine Oma ist nach dem Tod freiwillig ins Altersheim gegangen. Allerdings war sie da noch nicht pflegebedürftig. In dem Heim gab es extra Wohnungen für ältere Menschen, die sich noch selbst versorgen können, plus entsprechender Betreuung. Das Heim war in der gleichen Stadt, wie mein vater damals gewohnt hat. So haben wir Oma jeden Sonntag dort besucht. Es war eigentlich, als ob ma zu ihr nach Hause fährt.

Als Oma dann pflegebedürftig geworden ist, wurde sie im heim dann verlegt, für sie wr es aber nicht so schlimm, denn sie kannte ja mittlerweile alle Pfleger und auch die meisten Heimbewohner. Meine Oma hatte dort noch eine schöne Zeit. Allerdings ist das schon lange her, sie war nicht lange pflegebedürftig bevor sie starb.

Aber ich kann mir gut vorstellen, wie es anderen alten leuten geht. Das eigene haus verlassen, wöfür man sich jahrelang abgerackert hat, die gewohnte Umgebung hat man nicht mehr, keine lieben Nachbarn, die man schon seit Jahrzehnten kennt. Evtl. gab es Haustiere, die man verlassen muss. Dazu kommt das Personal, welches fremd ist. man muss vor Fremden Menschen alles offen legen, muss sich waschen lassen.

Ich finde es auf der einen Seite gut, dass es so etwas für alte Menschen gibt, aber nur als letzte Möglichkeit. Wenn es z.B. keine Verwandten mehr gibt, oder wenn die Pflege zu aufwändig wird.Bei Alzheimer zum Beispiel.

Ichh abe mit meiner Mutter keinen Kontakt mehr, aber meinen vater werde ich nicht in ein Heim steckn, außer er will es freiwillig. Ichh abe ein großes Haus, da ist bestimmt ein Zimmer für ihn frei.

Hallo Angels,
ich würde es auch nicht akzeptieren.
Stell Dir vor, Du hattest eine Wohnung und konntest tun und lassen was Du wolltest. Auf einmal kommst Du ins Heim. Bekommst ein Zimmer, aus dem Du nie wieder rauskommst, nur "mit den Füßen zuerst". Das alleine ist schon ein blödes Gefühl. Das hat etwas von "Endstation".
Außerdem wirst Du fremdbestimmt. Du mußt Dich den Heimgewohnheiten anpassen. 6 Uhr Aufstehen und 19 Uhr schlafen gehen, wer macht das schon zu Hause?
Wenn Du Hilfe beim an und ausziehen brauchst, geht das zack zack, ob die Ohren noch in der Bluse hängen, ist egal. Lange Haare werden auch nicht gerne gesehen, wenn man seinen "Dutt" nicht mehr selber machen kann. Also wird man so lange "bequatscht", bis man der pflegeleichten Kurzhaarfrisur zustimmt, (nach 80 Jahren Knoten im Nacken).
Du sitzt mit Leuten am Esstisch, die ihre Zähne neben den Teller legen oder Dir das Fleisch vom Teller mopsen. Klar, die machen das nicht mit Absicht, aber darum sieht es nicht schöner aus.
Du bekommst nachts eine "Windelhose" oder "Vorlage", nicht weil Du Deinen Urin nicht mehr halten kannst, sondern weil Du fallen könntest, wenn Du alleine aufstehst. Wenn Du dann trotzdem klingelst, bekommst Du zu hören:"Machen sie doch ins Bett, sie haben ja eine Windel um." Wie elend fühlt man sich da wohl?
Was ich leider auch sagen muß, ich glaube nicht, das sich die Um-oder Zustände in Altenheimen in nächster Zeit ändern werden. Nicht jeder kann pflegen, man braucht viel Idealismus und der wird einem durch die Umstände fix mal genommen. Aber auch Angehörige pflegen ist nicht jedermanns Sache.
Ich habe leider auch keine Alternativlösung. Am Besten ist, man stirbt einfach so, plötzlich im Schlaf, im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte. Ich wünsch es mir für mich. ((-:

Eine Mutter ist in der Lage einige Kinder großzuziehen. Aber die Kinder gemeinsam sind nicht in der Lage, ihrer alt gewordenen Mutter eine Heimat zu geben.

Es ist traurig, aber leider ist es oft so.

Wir haben es geschafft, dass von unseren alten Leuten, Großeltern und Tanten, noch keines in ein Heim musste. Alle wurden von uns im Wechsel daheim gepflegt.

Auch ich möchte nicht gerne in ein Heim, wenn ich mal alt bin.

Leider ist es heut zu Tage doch so, dass man seine Kinder großziehen lässt. keiner hat Zeit Familie zu sein. Jeder lebt prakisch in seiner eigenen Welt und hat seine eigen Pflichten...

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