Illegalität des Streamens überhaupt sinnvoll?

9 Antworten

Was haltet Ihr von diesem Gesetz? Sinnvoll oder eher nicht?

Sinnvoll. Denn die Filme kosten in der Herstellung viel Geld und auch das ganze Drumherum kostet Geld. Auch die Kinos müssen Besucher haben damit es sie auch morgen noch gibt. 

Die Behauptung dass die Leute die sich einen Film illegal streamen dann vielleicht den Film später ordentlich kaufen ist Quatsch, wenn überhaupt dann sind das vielleicht ein paar Einzelne die das machen, die allermeisten aber nicht

durch das zunehmende Streaming in den letzten Jahren waren Filme die zwar beim Publikum vielleicht sehr beliebt waren im finanziellen Ergebnis aber weniger erfolgreich und in vielen Fällen wurden dadurch dann eigentlich geplante Fortsetzungen nicht mehr realisiert. 

Dies sind erwartungsgemäss vor allem Filme die sich an vorrangig jüngeres Publikum wenden die ja auch diejenigen sind die hauptsächlich illegal streamen, wie z.B. Percy Jackson, Beautiful Creatures, Die Legende von Aang, Chroniken der Unterwelt... Alle diese Filme waren ursprünglich als mehrteilige Filmserien geplant, jedoch blieb es dann bei einem bzw. in einem Fall zwei Teilen, weil die Kiddies sie lieber kostenlos gestreamt haben statt ordentlich dazu zu bezahlen..

Und wenn sich jemand auskennt, kann man sich bei einer evtl. Abmahnung durch die Begründung, dass diese Streamingdienste die Kaufentscheidung positiv beeinflussen, schützen?

natürlich nicht! Vor allem glaubt dir das wohl auch keiner

"Die Behauptung dass die Leute die sich einen Film illegal streamen dann vielleicht den Film später ordentlich kaufen ist Quatsch, wenn überhaupt dann sind das vielleicht ein paar Einzelne die das machen, die allermeisten aber nicht"
Aber wie willst du das nachprüfen? Gibt es Statistiken?
Außerdem gibt es viele Leute, die, wenn sie für alle Filme was bezahlen müssten, dann halt die Filme nicht sehen, sondern was anderes machen würden. Dadurch werden die Kinos auch nicht reicher.
Ich behaupte, wer Lust hat ins Kino zu gehen, geht ins Kino. Das hängt eher von der Qualität der Kinofilme ab.

"durch das zunehmende Streaming in den letzten Jahren waren Filme die zwar beim Publikum vielleicht sehr beliebt waren im finanziellen Ergebnis aber weniger erfolgreich und in vielen Fällen wurden dadurch dann eigentlich geplante Fortsetzungen nicht mehr realisiert."
Quelle?

"Dies sind erwartungsgemäss vor allem Filme die sich an vorrangig jüngeres Publikum wenden die ja auch diejenigen sind die hauptsächlich illegal streamen, wie z.B. Percy Jackson, Beautiful Creatures, Die Legende von Aang, Chroniken der Unterwelt... "
Schau dir mal bitte an, welche Filme viel einnehmen und Fortsetzungen bekommen. Das sind auch Filme für genau dieselbe Zielgruppe. 

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Wenn es illegal ist, ist es eine schlechte Ausrede, dass man es nur mal ausprobieren wollte. Dann wäre der bessere Weg, offizielle Streamingdienste, die sowohl Kauf als auch Verleih anbieten, dass diese den für z. B einen Monat umsonst verleihen.

Klar, Microsoft wäre heute nicht Microsoft, hätte es nicht anfangs so viele Raubkopien gegeben. Es liegt am Geschädigten, ob er überhaupt klagen will. 
Die Illegalisierung bewirkt aber, dass die, die das nicht wollen (aus welchen Gründen auch immer), dass ihr Material gestreamt wird, geschützt werden.
Die anderen können ja immer noch auf YouTube hochladen und sagen: "Hey, greift zu."

Wenn es grundsätzlich legal wäre, würden manche Firmen um ihr Recht auf ihr Produkt betrogen werden. Man würde ihnen die Entscheidung von oben Abnehmen. 

Nochmal anders ausgedrückt: 

  • Wenn es illegal ist, zu streamen, können die Unternehmen immer noch sagen "Hey, bei uns kein Problem." 
  • Wenn es legal ist, können die Unternehmen nicht sagen: "Hey, bei uns ist das aber verboten."

Wenn es grundsätzlich legal wäre

Du redest am Thema vorbei. Eine Veröffentlichung ohne Zustimmung des Urhebers war schon immer verboten. Nur erwischt man die großen Fische eben nicht, und daran hat dieses Urteil nichts geändert. Stattdessen öffnet es Wege, die Nutzer solcher illegalen Veröffentlichungen zu belangen (falls man sie erwischen könnte).

Sicher sind die "kleinen Fische" auch an diesen Straftaten beteiligt. Fragt sich nur, ob es angemessen ist, sie mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten (temporäre Kopie) zu kriminalisieren.

Als nächstes werden Steuererklärungen kriminalisiert, weil man ein paar windige Finanzberater nicht dingfest machen kann, und Moscheen geschlossen, weil man an die IS nicht heran kommt...

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@ralphdieter

Wenn du von Steuererklärungen und dem IS sprichst, dann bist du derjenige, der am Thema vorbei redet.

Selbst wenn die Tat weiterhin nicht verfolgbar bleibt, so wird damit zumindest ein Zeichen gesetzt. Ob es jeder macht oder jeder kriminalisiert wird? Streamer erschleichen sich eine Leistung, in die hohe Kosten gesteckt wurden.

Man kann darüber diskutieren, ob eine Verbreitung eines Films übers Streamen nicht zur Verbreitung dient und langfristig der Nutzen des Unternehmens eventuell sogar größer ist, aber die Entscheidung wird dem Unternehmen abgenommen, wenn das Streamen nicht verfolgt wird. 

Es ist ein Zeichen, mit dem gesagt wird "Wir wollen das nicht." und "Wir haben ein Auge darauf." Es soll das Bewusstsein dafür geschärft werden, was man da eigentlich tut.
Die Werbung, in der gezeigt wurde, dass ein Urheberrechtsverletzer für mehrere Jahre ins Gefängnis musste und die Familie auf ihn gewartet hat, ob das Ergebnis dieses Spots zahlenmäßig messbar ist, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall wurde dadurch eine Wirkung erzielt. Das Thema geriet überhaupt erstmal ins Bewusstsein. Viele wissen vielleicht noch nicht einmal, dass Raubkopieren verboten ist.

Und ähnlich sehe ich jetzt den den Beschluss der EU. Ich sehe das sogar als den richtigen Weg an.

Wer steuern hinterzieht, für den IS kämpft oder streamt, wichtig ist, dass derjenige weiß, was er da tut.

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@ralphdieter

"Stattdessen öffnet es Wege, die Nutzer solcher illegalen Veröffentlichungen zu belangen (falls man sie erwischen könnte)."

Inwiefern tut es das?

An der Gesetzeslage hat sich doch nicht das geringste geändert. Es geht um ein Urteil, nicht um einen Gesetzesentwurf.

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@knallpilz

Das UrhG verbietet nicht das Ansehen von offensichtlich rechtswidrigen Inhalten, sondern nur das Kopieren.

Die Streitfrage war, ob beim bloßen Ansehen eine temporäre Kopie angefertigt wird. Genau das hat der EuGH in dem Urteil bejaht. Damit wird es für Gerichte künftig leichter, in gleicher Weise zu urteilen.

Ich halte diesen Kunstgriff für gefährlich, weil damit auch sehr viele arglose Nutzer sowie Netzbetreiber kriminalisiert werden können. Besser wäre es, solchen Konsum im UrhG explizit zu verbieten.

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@ralphdieter

Aber was ist denn mit den Nutzungsrechten? Die verletzt man doch auch, wenn man etwas ansieht, was urheberrechtlich geschützt ist.

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Sie verlieren dadurch mehr, als sie durch "Werbung durch illegales Streamen" dazubekommen. Es ist naiv zu glauben, dass sich jemand einen Film kauft, den er illegal angesehen hat.

Irgendwoher braucht die Filmindustrie ihr Geld. Mittlerweile kann man für wenige Euro im Monat legal streamen oder Filme für einen kleinen Betrag virtuell ausleihen. Wenn jemand selbst dieses Geld nicht hat, ist das einfach nur peinlich.

Illegales Streaming ist Diebstahl/Betrug und sollte daher verboten bleiben und abgemahnt werden.

"Es ist naiv zu glauben, dass sich jemand einen Film kauft, den er illegal angesehen hat." So lächerlich ist das gar nicht, ich spreche nämlich aus eigener Erfahrung. Als Kind hatte ich keinen Fernseher und habe mir viele Filme durch Streams angeschaut. Gäbe es diese Möglichkeit nicht, wäre meine DVD-Sammlung nicht existent.

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@VinurVerndari

Es ist nach wie vor naiv, das zu glauben. Du bist ein Einzelfall.

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@Ireeb

Woher weißt du was? Gibt es da Statistiken oder Untersuchungen, die belegen, dass nicht du der Einzelfall bist?
Oder bist du einfach so naiv und glaubst, dass jeder so ist wie du?

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"Es ist naiv zu glauben, dass sich jemand einen Film kauft, den er illegal angesehen hat."
Ob du es glaubst oder nicht, es gibt Leute, die sowas machen. Auch bei Musik und Spielen. Kommt darauf an, wie sehr man den Inhalt mag, den man raubkopiert.

"Illegales Streaming ist Diebstahl/Betrug"
Gar nicht wahr. Ist eine Urheberrechtsverletzung.

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LG Itze

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