illegales besitzen von cannabis ...

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Hallo,

Du mit dem Besitz von Canabis hast Du eine Straftat begangen die nach folgenden Gesetz bestraft werden kann:


§ 29 Betäubungsmittelgesetz (BtMG - Straftaten)

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

  1. Betäubungsmittel unerlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, sie, ohne Handel zu treiben, einführt, ausführt, veräußert, abgibt, sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise verschafft,

  2. eine ausgenommene Zubereitung (§ 2 Abs. 1 Nr. 3) ohne Erlaubnis nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 herstellt,

  3. Betäubungsmittel besitzt, ohne zugleich im Besitz einer schriftlichen Erlaubnis für den Erwerb zu sein,


Du kannst ja der Polizei sagen, dass Du das Zeug von einem unbekannten Typen am Bahnhof gekauft hast. Das Gegenteil wird Dir eh Niemand beweisen können.

Aber egal was Du denen erzählst, gegen Dich wird die Polizei ein Strafverfahren einleiteten. Der Ablauf des Strafverfahrens sieht wie folgt aus:

  1. Ist die Polizei eingeschaltet worden, stellt sich die Drogen als Beweismittel sicher und eröffnet gegen Dich ein Strafverfahren. Das heißt die Polizei schreibt eine Strafanzeige in der Du als Beschuldigter in einem Strafverfahren geführt wirst. Gleichzeitig erfolgt ein Eintrag in das polizeiliche Bearbeitungssystem

  2. Ihr (Du und zusätzlich Deine Eltern (natürlich nur, wenn Du noch nicht volljährig bist) ) werdet eine Vorladung von der Polizei zur Vernehmung bekommen

  3. Gibt es Zeugen, wie z.B. Lehrer oder Mitschüler oder weiß Gott wer, werden diese ebenfalls eine Vorladung zur Vernehmung bekommen.

  4. Die Drogen werden als Beweismittel als Asservat geführt

  5. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft zugesandt

  6. Die Staatsanwaltschaft entscheidet:

    1. ob sie das Strafverfahren einstellt, dann hat das Ganze keine Folgen für Dich oder
    2. ob sie ein Hauptverfahren (sprich eine Gerichtsverhandlung) gegen Dich ansetzt oder
    3. Ob sie gegen Dich nur einen Strafbefehl ausstellt (Ist bei Jugendlichen nicht möglich)
  7. Wird eine Gerichtsverhandlung angesetzt, liest der der Richter die ganze Ermittlungsakte der Polizei noch einmal durch und stellt Dir in der Gerichtsverhandlung Fragen. Bei den Fragen geht es da drum, wo Du das Mittel her hast, ob Du regelmäßig Marihuana konsumierst oder ob das eine einmalige Sache war und er versucht anhand Deiner Antworten eine Prognose zu erstellen, ob Du wieder straffällig bist.

  8. Am Ende der Verhandlung hast Du als Angeklagter das letzte Wort und dann spricht der Richter das Urteil.

Bist Du noch Jugendlicher gilt folgendes:

Als Jugendlicher kannst Du grundsätzlich gem. § 5 des Jugendgerichtsgesetzes nur zu Erziehungsmaßregeln, die in der Regel in Form von Sozialstunden in einer sozialen Einrichtung wie z.B. Altenheimen abgeleistet werden, verurteilt werden. Haftstrafe oder Geldstrafen sind nicht vorgesehen. Die Straftat eines Jugendlichen wird mit Zuchtmitteln oder mit Jugendstrafe geahndet, wenn Erziehungsmaßregeln nicht ausreichen. Das ist aber nur dann der Fall, wenn Du eine besonders schwere Straftat, wie Raub, Mord oder Totschlag begangen hast oder aber zu sehen ist, dass Du immer wieder Straftaten begehen wirst. Das ist z.B. Bei Intensivtätern der Fall

Das ist das was jetzt auf Dich zukommen kann.

Schöne Grüße
TheGrow

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jeder, der einer Straftat beschuldigt wird, hat in Deutschland das Recht, eine Aussage zur Sache zu verweigern. Dieses Recht sollte man nutzen! Außerdem haben Personen, die durch eine wahrheitsgemäße Aussage eine ihnen verwandtschaftlich oder lebenspartnerschaftlich nahe stehende Person belasten müssten, ein Recht, die Aussage zu verweigern. Über diese Rechte müssen die Betroffenen vor ihrer Vernehmung belehrt werden.

§ 136 StPO Rechte des Beschuldigten

(1) Bei Beginn der ersten Vernehmung ist dem Beschuldigten zu eröffnen, welche Tat ihm zur Last gelegt wird und welche Strafvorschriften in Betracht kommen. Er ist darauf hinzuweisen, dass es ihm nach dem Gesetz freistehe, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen und jederzeit, auch schon vor seiner Vernehmung, einen von ihm zu wählenden Verteidiger zu befragen. ... Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 27. Februar 1992

Ist der Vernehmung des Beschuldigten durch einen Beamten des Polizeidienstes nicht der Hinweis vorausgegangen, dass es dem Beschuldigten freistehe, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen (§ 136 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 163a Abs. 4 Satz 2 StPO), so dürfen Äußerungen, die der Beschuldigte in dieser Vernehmung gemacht hat, nicht verwertet werden (gegen BGHSt 31, 395).

Es gibt jedoch Dinge, die man Polizisten auf deren Frage hin sagen muss! Das betrifft Informationen, die eine Identifizierung ermöglichen, also: Name, Vorname, Geburtstag und -ort und die Meldeadresse. Vielfach ist zu lesen, man müsse auch eine ungefähre Berufsbezeichnung angeben, dem ist aber nicht so!

Auch die Frage nach dem Familienstand muss man nicht beantworten. Dies empfiehlt sich jedoch, wenn nahestehende Personen und Verwandte (Verlobte, Eltern, Ehegatten, Kinder etc.) in die polizeiliche Maßnahme verwickelt sind. Gegenüber solchen Personen hat man § 52 StPO ein besonderes Zeugnisverweigerungsrecht aus persönlichen Gründen.

Die Informatorische Befragung

Problematisch ist das Recht, die Aussage zu verweigern, weil es nur für die Beschuldigten einer Straftat (und deren unmittelbares Umfeld) gilt. Dieser Umstand wird von Beamten immer wieder genutzt, um das Aussageverweigerungsrecht auszuhöhlen. Ihr Trick: Sie berufen sich darauf, zunächst ein so genanntes "informatorisches Gespräch" zu führen.

Während dieser "Befragung" genießen die späteren Beschuldigten jedoch noch nicht den vollen Schutz der Strafprozessordnung. Theoretisch sollen Polizisten das informatorische Gespräch nutzen, um zu ermitteln, welchen juristischen Status ihr Gegenüber hat - ist er Zeuge, Beschuldigter, Unbeteiligter... Die Rechtsbelehrung nach § 136 StPO soll erfolgen, sobald dies geklärt ist.

In der Praxis nutzen Polizeibeamte die informatorische Befragung vielfach als illegale Vernehmung ohne rechtlichen Beistand. Besonders perfide: Es ist Polizisten gestattet, den Anschein zu erwecken, Ihnen "wohlgesonnen" zu sein. Die als Guter-Cop-Böser-Cop zu zweifelhaftem Ruhm gekommene Vernehmungsstrategie ist auch in Deutschland gang und gebe.

Die einzig effektive Strategie gegen versehentliche belastende Aussagen ist es, konsequent nichts zu sagen! Beantworten Sie alle über Ihre Personalien hinausgehenden Fragen mit: "Ich verweigere die Aussage!" Lassen Sie sich nicht auf vermeintlich unverfängliche Gespräche, Smalltalk oder ähnliches ein.

Sollten Sie sich entscheiden, auf das Gespräch des Polizisten einzugehen, achten Sie besonders auf Formulierungen wie: "Erklären Sie sich mit ... einverstanden?" oder "Stimmen sie ... zu?" Allzu leicht gibt man den Beamten mit der Beantwortung solcher Fragen Möglichkeiten (z.B. freiwillige Drogentests), die sie ohne Ihre "Mitarbeit" nicht hätten.

Das Aussageverweigerungsrecht gilt auch für scheinbar harmlose Fragen! Das Bundesverfassungsgericht hat 1998 noch einmal klar gestellt, dass niemand (selbst Zeugen oder vermeintlich Unbeteiligte) aussagen muss, wenn auch nur die Möglichkeit besteht, dass die Beantwortung der Frage ihn oder Dritte belastet. Dieses "Grundrecht" des Kontrollierten gilt auch während der "informatorischen Befragung". Es ist rechtswidrig, durch drohen mit polizeilichen Maßnahmen Aussagen "zu erzwingen". Dies betrifft insbesondere Formulierungen wie "Dann müssen Sie halt mit auf die Wache kommen."

BVerfG, 2 BvR 510/96 vom 16.11.1998, Randziffer 9

Die Auferlegung einer Auskunftspflicht, durch die die Auskunftsperson in die Konfliktsituation geraten kann, sich entweder selbst einer strafbaren Handlung zu bezichtigen oder durch eine Falschaussage gegebenenfalls ein neues Delikt zu begehen oder aber wegen ihres Schweigens Zwangsmitteln ausgesetzt zu werden, ist als Eingriff in die Handlungsfreiheit sowie als Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts im Sinne des Art. 2 Abs. 1 GG zu beurteilen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
ChristianSpky 19.03.2014, 18:22

Unzumutbar und mit der Würde des Menschen unvereinbar ist ein Zwang, durch eigene Aussagen die Voraussetzungen für eine strafrechtliche Verurteilung oder die Verhängung entsprechender Sanktionen liefern zu müssen (vgl. BVerfG a.a.O., S. 49).

Nichts unterschreiben!

Wer erst einmal verstanden hat, in welche Schwierigkeiten man sich mit einem unüberlegten Wort bringen kann, den wird es nicht wundern, dass auch bei Schriftstücken gilt:

Alles was Sie unterschreiben, kann (und wird) gegen Sie verwendet werden! Jedes Schriftstück, das Ihnen nützt, können Sie auch noch später einreichen.

Immer wieder versuchen Polizeibeamte Situationen, in denen sie sich auf juristisch unsicherem Terrain bewegen, durch die schriftlich festgehaltene Willenserklärung des Betroffenen zu ihren Gunsten abzusichern. Wer leichtfertig seinen "guten Namen" unter alles setzt, was Polizisten im unter die Nase halten, hat so schnell der Durchsuchung der Wohnung ohne richterlichen Beschluss zugestimmt, bestätigt, dass es sich bei den gefundenen Rauschmitteln um die eigenen handelt etc.

Grundsätzlich sollten Sie der Polizei nichts unterschreiben! Es gibt kein Dokument eines Polizisten, das durch Ihre Unterschrift für Sie vorteilhafter würde. Dies gilt insbesondere für Sicherstellungs- und Beschlagnahmeprotokolle. Sollten Sie sich dennoch dazu entschließen, etwas zu unterschreiben, lesen Sie es sich vorher gründlich durch und verlangen Sie einen Durchschlag/ eine Kopie! Mehr als einmal haben sich Schriftstücke auf dem Weg vom Tatort zum Staatsanwalt auf wundersame Weise verändert. Nur Ihre Kopie schützt Sie vor solchen Manipulationen!

Es gibt kein Gesetz, das den Kontrollierten dazu zwänge, Schriftstücke vor Ort zu unterschreiben. Wie jede potentiell gerichtsrelevante Äußerung dürfen auch schriftliche Aussagen verweigert werden! Aus der Tatsache, dass ein Betroffener seine Unterschrift verweigert, dürfen ihm keine Nachteile entstehen. Uns ist klar, dass es Ihren Arbeitsalltag erleichtert, wenn die Betroffenen "kooperieren". Mag es auch schwer fallen - drängen Sie nicht dazu, doch noch zu unterschreiben. Akzeptieren Sie ein Nein als Nein!

0

Um himmels Willen natürlich, weil wenn du eine Falschaussage machst, können sie dich dafür auch noch dran bekommen. Deshalb sags gleich der Polizei und vielleicht lässt die Staatsanwaltschaft die Anklage fallen gegen Sozialstunden oder so. Und ich denke nicht, dass du so viel besitzt oder besitzt hast

Mit freundlichen Grüßen Carlos :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gibs mir ;)) ne,sag lieber du hast es auf einem Schulgebäude gefunden ,aber merk dir um wieviel uhr,und welche Schule

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
kutakana 19.03.2014, 18:23

Bro das ist eine gute ausrede Danke

0

Bis 2-3 Gramm ist eigenbedarf, wie viel hattest du zufällig gefunden?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
kutakana 19.03.2014, 18:21

Ich hatte zufällig 1 gramm 'gefunden'

0
RoteLima 19.03.2014, 19:30
@kutakana

Dann sollte dir eig eh nichts schlimmes passieren. Sag halt, dass du zurzeit Probleme hast, Stress in der Schule und mit der Freundin, da hast du dir eine Auszeit nehmen wollen. Dank der guten Arbeit der Beamten hast du den blödsinn nicht konsumiert usw.

easy

Lg

0

Was bringt es dir überhaupt noch was zu sagen? Die haben dich erwischt. Lieber schweigen als noch jemanden mit reinziehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auf der Straße gefunden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?