Illegal Filme runterladen?

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5 Antworten

PirateBay hat - glaube mich zu erinnern - über Torrent die Downloads angeboten. Kein Wunder, daß man Dich erwischt hat. Alle FileSharingProgramme wie eMule, Donkey, Torrent usw stell(t)en seinerseits wieder Daten im Netz zur Verfügung und über diese Funktion wird man erwischt.

Benutzt Du jedoch einen sogenannten One-Klick-Hoster, dann haben es diese Abzock-Kanzleien wesentlich schwerer, zumal die Zugänge oft noch über Paßwortabfragen gesichert sind, die nur den Mitgliedern in den Börsen zugänglich sind.

Kenne in meinem direkten Bekanntenkreis 4 Fälle, in denen Leute zur Kasse gebeten wurden, alle benutzten ein FileSharingProgramm. Habe - zumindest in meinem Bekanntenkreis - noch keinen erlebt, der über einen One-Klick-Hoster erwischt wurde.

Über Tor gibt es getrennte Meinungen. Lies selber: http://board.gulli.com/thread/1691306-wie-sicher-ist-tor/

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Anwaltskanzlei in München

Waldorf Frommer würde ich schätzen.

Ich wollte jetzt wissen wie das überhaupt geht, weil diese
Anwaltskanzlei ist ja auch quasi privat und nicht die Staatsgewalt und
heißt das, dass ich auch einfach Leute über die IP finden und anklagen
könnte?

Du hast über deinen Anschluss Filme/Musik/Videospiele für die dir keine Rechte nach §§ 16 ff UrhG eingräumt wurden zur Verfügung gestellt. Dies ist nach § 108 UrhG eine Straftat.

Der Staatsanwalt erhält eine Anzeige und Strafantrag aufgrund der ermittelten IP durch den Rechteinhaber oder seinen Anwalt.

Im Zuge der Ermittlung erwirkt nun der Staatsanwalt einen Beschluss bei Gericht der deinen Provider zwingt die Verbindungsdaten zu der IP herauszugeben.

Durch Akteneinsicht in die Ermittlungsakte erhält nun die Abmahnkanzlei die Daten zu deiner Person (Name und Anschrift.

Selbst wenn die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellt, ändert das nichts am zivilrechtlichen Anspruch auf Unterlassung und Schadenersatz (§ 97 UrhG).

Außerdem wollte ich wissen ob ich, wenn ich den Tor-Browser benutzen würde, komplett "sicher" wäre?

Ein VPN ginge auch.

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Kommentar von Etter
21.11.2016, 21:12

"Ein VPN ginge auch."

Je nach Anbieter, Sitz und dem Logverhalten könnten auch die die Daten rausrücken.

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In der deutschen Rechtsprechung wird die willkürliche Vorlage von IP-Adresslisten als Beweis angesehen - frag mich nicht warum.

Wenn das von einem Privatmann wie dir kommt wird das sicherlich nicht so angesehen. Außerdem musst du um zu klagen selber der Inhaber der Urheberrechte sein.

Theoretisch bist du über Tor sicher. Praktisch gibt es da noch ein paar Sachen beim Betrieb zu beachten.

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Kommentar von kevin1905
21.11.2016, 20:26

In der deutschen Rechtsprechung wird die willkürliche Vorlage von IP-Adresslisten als Beweis angesehen - frag mich nicht warum.

Nicht mehr. WBS und Co. sei dank.

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Kommentar von DerServerNerver
21.11.2016, 21:43

OK cool, danke für die Klarstellung.

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Der Auskunftsanspruch des Geschädigten ergibt sich aus § 101 UrhG. Im Falle der IP (Verkehrsdaten) ist ein gerichtlicher Beschluss erforderlich, dass der Provider die Daten des Nutzers herausgeben muss, dem diese IP zum Tatzeitpunkt zugeordnet war (§ 101 (9) UrhG).

"Anklagen" kann nur der Staatsanwalt. Zivilrechtlich klagen kann Jedermann.

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Du > Verklagen = Ja.

Sicher? Niemals. Vielleicht wird es etwas schwieriger, aber mehr nicht.

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