Ihr seid doch alle gleich!

...komplette Frage anzeigen

69 Antworten

Du solltest einfach, wie es von einem Muslim von Allah erwartet wird, immer als gutes Beispiel dienen, freundlich und hilfsbereit sein.

Wisse, dass du es niemals allen recht machen kannst und wirst.

Halte dich, was den Umgang mit deinen Mitmenschen betrifft an die Sunna/Lebensweise des Gesandten Allahs, Segen und Frieden auf ihm.

So ist es! Kritisiert zu werden ist der erste Beweis dafür, dass man ernst genommen wird, und das leider auch, wenn man das Richtige tut. Lasse dich nicht einschüchtern und gehe den Weg, der Dir richtig erscheint, dann wird dir Allah auf deinem Weg helfen und dich vor Ungutem bewahren. DH!

7

Ganz ehrlich. Du kannst gar nichts tun. Jeder Mensch sagt doch immer er ist so offen und behandelt ALLE gleich.

So ist kein Mensch. Es wird immer Vorurteile geben. Egal ob über deine Religion, dein Gewicht, dein Aussehen, dein Verhalten, ...

Ein "weißer" Junge wird sofort als Nazi bezeichnet, weil er eine Glatze hat.

Menschen mit südländischem Teint werden als Türken, Kanacken bezeichnet, unter anderem auch als Terroristen.

Unsere Gesellschaft ist am Ende. Es werden Leute verprügelt weil sie reigiös sind (egal ob Kopftuch oder Kreuz).

Wenn Leute dich zu deiner Religion fragen, kannst du es ihnen vielleicht erklären und für Verständniss sorgen. Oder wir werden alle unreligiöse Hippies und leben in unendlicher Umarmung am Nordpol, bis wir alle gleich aussehen.

Ich denke, das du allein da wenig ausrichten kannst. Jedoch kannst du natürlich den anderen zeigen, das du, nur weil du Muslim bist, nicht automatisch auch Extremist bist. Dass heißt, du kannst zum Beispiel in deiner Klasse (falls dort die von dir beschriebene Situation vorliegt) anfange, den Leuten stück für stück zu erklären, was dein Glaube für dich bedeutet und dich deutlich von Leuten wie Osama bin Laden und seinen Anhängern distanzieren. Dies wird jedoch nur teilweise helfen. In den Köpfen einiger Menschen ist einfach das Klischee so fest verankert, das es mehr braucht als einen ambitionierten Abiturienten, um das zu ändern. Was die Gesellschaft von dir erwartet? Das du arbeitest und dich anpasst. So oberflächlich es auch klingen mag, genau so ist es. Ausländer, die nicht arbeiten und die keinen vernünftigen Job haben, werden 10 000 mal kritischer betrachtet als z. B ein deutscher Hartz 4 Empfänger. Da ich nicht weiß, wie du dich kleidest, einfach ganz "pauschal" gesagt: Kleide dich, wie sich ein deutscher Oberschicht oder Mittelschichtjugendlicher kleiden würde, sprich nicht den typischen "Türkenslang" (nicht rassistisch gemeint) Ansonsten kannst du nur abwarten und das beste aus deiner Situation machen. Viel Erfolg JaceZ

Das ist unsere Gesellschaft und ich denke da kannst Du nix daran ändern.. Ist genau das gleiche wie mit Behinderten. Meine Tochter sitzt im Rollstuhl, und ich erfahre ähnliches wie Du. Was glaubst du wieviel kleinkinder auf den Rollstuhl schauen und mit dem Finger zeigen und da sagen und dann die Eltern sagen: komm her. geh weg da.. anstatt zu erklären was es ist... und genau diese kleinen Menschen geben es dann später mal an Ihre KInder weiter. so ist der Kreislauf.. Ich denke auch nicht dass das mal besser wird. eher noch schlimmer

In Deinem Fall ist das wohl eher eine Art Befangenheit der Eltern mit dem Leid anderer Menschen umzugehen.

Ich kann mich noch daran erinnern, als ich mit meinen beiden Zwuckeln in einem Biergarten beim Eis saß und ein Rollstuhlfahrer am Nachbartisch sich etwas bestellte. Da kam auch der Zeigefinger meiner Tochter und die Frage, warum der in so einem komischen Stuhl sitzt. Anstatt zu mutmaßen, habe ich ihr gesagt, sie soll den jungen Mann halt fragen gehen, was das Mädel auch prompt tat. Dann war sie schlauer.

Vorurteile zwischen Kulturen wird es immer geben. Das ist kein "typisch deutsch". Meine Tochter, die 3 Jahre lang in Guatemala lebte, sprach auch davon, daß sie unfreundlich behandelt wurde, weil die Indigenas annahmen, sie sei eine "Gringa". Wenn die dann mitbekamen, daß sie eine "Alemán" ist, änderte sich das Verhalten um 180°, plötzlich wurden die Menschen gastfreundlich. Meiner Tochter wurde eine freundliche Behandlung zuteil, weil diese Freundschaft noch aus Adolfs Zeit stammte, als dieser mit kleinen Ländern Wirtschaftsbeziehungen knüpfte und fair Ware gegen Ware tauschte unter Umgehung der internationalen Banken. Dasselbe Verhalten der Einheimischen berichtete meine andere Tochter aus Peru.

Wenn sich nicht so viele Muslime derart dreist, intolerant und fordernd verhalten würden,  wäre der Eindruck und Umgang mit Sicherheit auch ein anderer.

Es ist doch immer so, daß von Wenigen auf die Vielen geschlossen wird. Deshalb sollte man sich in einem fremden Land auch stets so verhalten, daß man nicht sein eigenen Volk in Mißkredit bringt.

1

Sehr sehr schwieriges Thema ... und ich habe irgendwie auch Ritters antwort einen daumen hoch geben müssen, denn über die jahre muss ich sagen habe ich auch eine immer kritischere position zum Islam eingenommen. Was nicht heißt dass ich ihn komplett ablehne oder aus deutschland verjagen möchte. Aber man muss sich einfach vor augen führen das der Islam meines erachtens nach eine der facettenreichsten Religionen ist, von sehr offenen auslegungen bis hin zu den rückständigsten und extremsten Regulierungen des eigenen lebens und auch des lebens anderer wohl gemerkt. Aber da ist das Christentum ja auch nicht anders in hinblick auf beispielsweise die extremisten, die sich vor allem in amerika formieren.

Jedenfalls würde ich mir auch wünschen, dass es innerhalb der islamischen Glaubensgemeinschaft eine viel stärkere diskussion gibt und von den liberalen Muslimen viel stärkerer druck auf ihre extremistischen "Mitgläubigen" ausgeübt wird. Es ist immer die rede von "ein muslim ist extremist und gleich werden alle muslime zu terroristen erklärt". Leider ist mir aber kaum ein bzw gar kein fall bekannt, wo liberale muslime übergriffe oder andere extremistische taten in den weltmedien aufs schärfste kritisiert und sich klar davon distanziert hätten.

Wer eine starke religion will, der entscheided sich damit gleichfalls bewusst auch für eine starke abgrenzung von anderen "nichtgläubigen" und für "desintegration" im weitesten sinne. Religion sollte wenn überhaupt nötig eine private angelegenheit sein, die jeder zu hause praktiziert, die aber nichts im alltäglichen öffentlichen leben und schon gleich gar nichts im staatswesen zu suchen hat.

Und eine liberalisierung des Islam wäre mehr als angebracht in der heutigen zeit. (Allerdings auch für Christen und Juden zu empfehlen) Diese kann aber nicht vom Westen aus iniziiert werden, da das wieder nur öl ins feuer der extremisten gießen würde im sinne von "die ungläubigen im westen versuchen erneut den islam zu zerstören und müssen bekämpft werden", eine erneuerung und liberalisierung kann nur von innen heraus geschehen und durch innermuslimische diskussion und konfrontation erreicht werden.

Ich glaube im übrigen auch, dass der fragesteller bereits sehr gut integriert ist und dass andere menschen ihm mit abneigung auf grund seines erscheinungsbildes entgegentreten ist einfach nur beschämend und assozial, aber offensichtlich leider wieder im kommen in deutschland und anderswo auf der welt. Wenn menschen ihr eigenes wohlergehen und gerade bei uns ihren "reichtum" in gefahr sehen, dann wenden sie sich leider immernoch viel zu oft nur gegen die offensichtlich anderen, die sie aus undefinierbaren xenophoben gründen für die gefährdung ihrer eigenen gruppe verantwortlich machen. Leider ist unsere welt aber heute so komplex und undurchsichtig dass diese einfachen vormulierungen schon lange nicht mehr auch nur ansatzweise der wahrheit entsprechen.

Es gibt immer Idioten in allen Kulturen, allen Gesellschaftsschichten, überall, leider. Du kannst vorbildlich leben und so den Leuten zeigen, dass du nicht so bist. Aber leider ist die Intelligenz der Leute, die diese Vorurteile stark ausleben meist nicht sonderlich groß und wenn sie mit diesen Vorurteilen aufgewachsen sind, ist es auch schwer, sie aus ihren Gehirnen rauszukriegen.

Halte dich an die, die solche Vorurteile nicht haben und versuche die anderen zu ignorieren. Fang keinen Streit mit ihnen an - das würde die Vorurteile aus ihrer Sicht nur bestätigen. Bleib ruhig und agumentiere klar und sicher

Hmmm schwere Frage.

Ich denk erstmal ist ein Anfang bei dir selbst zu finden ... wenn du dich als Ausländer siehst und nicht als deutscher hast du selbst ja noch einige Barrikaden im Kopf. Als Beispiel deutet natürlich ein Mensch der immer denkt er wird verfolgt schon jeden der einem hinter her läuft als Gefahr. Daher deutest du auch schon vielleicht die ein oder anderen Blicke vielleicht zu stark.

Etwas anderes ist die Sache mit "ich bin ein Gläubiger Muslim" . Also ganz ehrlich ohne dabei irgendwem auf die Füße treten zu wollen stört doch eigentlich nur wenn Ausländer sich nicht integrieren und das Tragen von Kopftüchern oder einer Burka wirkt auf mich einfach als wolle sich jemand nicht als deutscher sehen sondern plädiert auf seinen besonderen "ich-bin-Moslem" -Status.

Versteht mich nicht falsch - Ich finde jeder sollte seine Religion frei wählen und leben können - aber wenn wir Christen z.B. festlegen würden dass wir alle mit einer gelben Mütze rumrennen sollen und dann eine Familie mit gelben Cappies in der Türkei rumrennt würden die doch auch doof angeschaut werden ( Ich weiß das der Vergleich hinkt )

Meine Mutter und viele weitere muslimische Frauen fühlen sich mit Kopftuch einfach wohler. Es ist nicht dass sie das als Kennzeichen benutzen möchte, sie will lediglich geschützt sein bzw. sich so fühlen und dieses Gefühl verschafft ihr das Kopftuch nun mal.

0

Ich kann dir deine ganzen Antworten leider nicht vollkommen beantworten so das du zufrieden bist und es nun fairer für dich wird !!

Fakt ist: Als Ausländer hat man es nicht leicht das stimmt. Jeder hat Vorurteile egal ob Ausländer oder nicht naja bei den Ausländern sind die Voruteile noch stärker aber was soll's.

So hart es auch klingt : Lerne damit umzugehen, dass dich die Leute schief anglotzen nur weil du Muslim bist. Das muss dir egal sein solange es nur Blicke sind. Lass die Leute reden. Sei stolz auf das was du bist und wer du bist egal welcher Religion du angehörst.

Jeder Mensch sollte gleichberechtigt behandelt werden !!!!

Nur leider tun und erkennen das viele Leute leider nicht. Es gibt immer Menschen die einen nicht mögen und Voruteile haben du musst nur lernen damit umzugehen und es einfach zu ignorieren .

Wie man die Vorurteile wegbekommt? Ganz einfach: Je öfter das Gegenteil bewiesen wird, desto eher rückt das Neue in den Vordergrund.

Hallo ineedhelpbros8

1. Gar nicht. Viele Menschen werden immer Vorurteile gegenüber dem Islam haben. Sie haben keine Ahnung vom Islam und glauben das, was die Medien ihnen über dem Islam erzählen. Das dabei aber sehr viel verallgemeinert wird wissen viele nicht. Nicht jeder Moslem ist so ein gewaltbereiter Fundamentalist. Wer sich mit dem Islam auskennt weiß, das es eine sehr friedliche Religion ist.

Entweder die Leute akzeptieren dich und deine religiösen Ansichten oder sie lassen es bleiben. Ich würde da nichts drauf geben.

2. Aufklärung Jedoch auch nur in engeren Kreisen. Wenn du in der Schule keine Probleme damit hast ist doch eig. fast alles gut. Sollten Probleme bestehen würde ich diese durch Aufklärung lösen. In der Öffentlichkeit solltest du gebildet wirken, was du sicherlich auch bist. So wirst du schneller ernst genommen und man merkt, dass du nicht der Klischeehafte Muster Muslime bist.

Zu dem 3. Punkt kann ich nur sagen, dass jeder selber zu sehen muss wie er klar kommt. Solange es nicht enge Freunde und Verwandte betrifft würde ich mir da nicht so viel Gedanken darum machen.

Und zum letzten Punkt muss ich sagen, dass sie Integration erwarten. Allerdings wirst du eher selten die Gelegenheit haben, unter Beweis zu stellen, dass du integriert bist.

Mein Ratschlag: Kümmere dich nicht all zu viel darum, was andere von dir und deiner Religion halten. Solange es die wichtigen Menschen in deinem Umkreis (Freunde, Arbeitgeber usw) verstehen ist alles gut.

LG Zero

Hi ineedhelpbros8,

mein Erfolgsgeheimnis: Ich lasse immer alle so, wie sie sind. Vorausgesetzt, sie versuchen nicht, mich zu ändern, dann werde ich sauer. Schwierig ist es für mich, auch die Dummen dumm zu lassen, und das sind leider die allermeisten.

Wenn Du in so einer Umgebung wohnst, wo Dein Vater als Terrorist, Deine Mutter als... und Du als Kanake beschimpft werdet, solltet Ihr umziehen.

Du wirst es weder schaffen, die Vorurteile aus den Köpfen heraus zu bekommen, noch, den Menschen den "wahren Islam" (gibt es den? Das reklamieren ja alle Gruppierungen für sich) zu zeigen. Übrigens gehöre ich zu den wenigen Deutschen, die den Koran (natürlich in der deutschen Übersetzung) gelesen haben, daher weiss ich, dass viele Aspekte, die hier kritisiert werden an "Euch" (Steinigung, Verschleierung usw.) im Koran gar nicht vorkommen. Und es wäre sehr gewagt, das in die Worte des Propheten hineininterpretieren zu wollen.

Aber ich will hier jetzt auch nicht über den Inhalt des Koran und dessen Interpretierung diskutieren. Das, was ich gelesen habe, war völlig in Ordnung und hatte nichts mit Unterdrückung von Frauen zu tun.

Abgesehen davon bin ich der Meinung "Religion ist Opium für das Volk". Ich glaube zwar an Gott (mir egal, ob er Buddha, Gott, Allah, Manitou oder sonstwie heißt), aber an die Kirchen nicht so wirklich. Meiner Meinung nach richten diese mehr Schaden als Nutzen an. Wie viele Kriege wurden im Laufe der Jahrhunderte im Namen der Kirche geführt? Ach, hör doch auf...

Das einzige, was Du wirklich tun kannst: Sei Du. Versuche, ein guter Mensch (von mir aus auch Moslem) zu sein, sei aufrichtig und ehrlich - und versuche nicht, mit den Dummen zu kämpfen (zu diskutieren), sie können es nicht und greifen deshalb zu unehrenhaften Methoden wie Verleumdung, Gewalt, Hass und Verrat/Beleidigung.

Das ist unter Deinem Niveau, denn offensichtlich bist Du in der Lage, reflektierte Gedanken zu entwickeln. Das kann aber lange nicht jeder. Obwohl ich von vielen Antworten hier positiv überrascht bin!

Ich wünsche Dir noch ein schönes Leben (und das meine ich ernst!) :)

Um mal von dem ganzen "Du kannst nichts tun", "Die Gesellschaft ist so verdorben", "Religion ist böse" und unterschwelligen Vorurteilen die sich in so sinnvollen Tipps wie "fleißig sein und keinen Ärger machen!!!" äußern runterzukommen:

Du könntest durchaus etwas machen.

Engagiere dich z.B. im interkulturellen Bereich, da gibt es sooo viele Projekte - gerade in der Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund. Ob als Nachhilfelehrer oder als "Big Brother" (Das Program Big Brother/Big Sister gibt´s in jeder größeren Stadt) - in Stuttgart gab´s da z.B. auch das Projekt Ağabey-Abla. Das hat nichts damit zu tun irgendjemandem irgendetwas zu beweisen - das ist nicht deine Aufgabe - sondern allein damit, dass der Bedarf an Vorbildern und Hilfestellungen bei Kindern mit MH durchaus gegeben ist. Und wenn wir ehrlich sind werden sich entsprechende Vorbilder auch nicht wirklich aus der Mehrheitsgesellschaft rekrutieren lassen

Für dich selbst könntest du dich auch fachlich mal mit Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzen. Die Gründe für Intoleranz und Xenophobie zu verstehen und die subtilen Strukturen durch die sie sich in der Gesellschaft zeigen erkennen zu können ändert nichts am Problem - aber es festigt die eigene Haltung und - so doof es sich anhört - macht das ganze erträglicher ohne sich vom Frust befallen zu lassen.

Diese beiden Dinge beantworten keine deiner Fragen aus dem einfachen Grund, dass man deine Fragen nicht beantworten kann.

Allein schon das Prinzip des Vorurteils lässt sich damit nicht verbinden, denn was ist ein Vorurteil: Ein Urteil das man im voraus gemacht hat.

Nun hat erstmal jeder Mensch Vorurteile, das lässt sich auch nicht vermeiden, denn es erleichtert den Menschen das Schubladendenken und das Schubladendenken macht alles sooo schön einfach. Problematisch wird es erst, wenn jemand in der Interaktion mit einem vorurteilsbehafteten Menschen nicht von diesen Vorurteilen ablassen will, sondern denjenigen einfach in eine bestimmte Rolle zu drängen versucht um ihn weiterhin so zu sehen können oder ihn einfach als "Ausnahme" abstempelt - das kennst du bestimmt auch. Um das zu ändern müsste man kollektive Denkstrukturen ändern und das kannst du nicht. Das schafft man nur in einer äußerst mühevollen langwierigen Veränderung in der Art wie schon kleine Kinder zur Xenophobie sozialisiert werden, ganz a la "steter Tropfen höhlt den Stein". Du könntest z.B. so ein Tropfen sein und Lehrer werden. Auch eine Möglichkeit.

Aber einfach mal so Vorurteile aus Köpfen kriegen und stattdessen Akzeptanz? Forget it.

Zu Punkt Numero 3 hab ich dir ja schon was geschrieben: Wie gesagt, seit die Bundesregierung rein formal Integration zur Chefsache gemacht hat gibt es auch in kleinen Kommunen einige Projekte - Infos dazu stellen die Städte selbst bereit.

Zu Viertens: Die Gesellschaft an sich erwartet eigentlich gar nichts von dir. Du bist ein Teil der Gesellschaft (ob sie will oder nicht ;) aber sie ist nicht fähig irgendwas zu verlangen, weil sie viel zu heterogen ist und zu viele Münder hat - wer was verlangt ist die repräsentative, den Diskurs bestimmende Mehrheitsgesellschaft und die möchte auf den ersten Blick eigentlich nur, dass du ein anständiger Junge bist und dich "anpasst". Was das aber dann für den einzelnen Hans Dieter bedeutet weißt du ja: Dem ist das wurscht ob du dein Abi machst und noch nie jemanden verprügelt hast - das kann er dir ja nicht ansehen und sein Vorurteil hat er schon. Der wird schon von vorneherein davon ausgehen, dass du "so einer" bist und um dem zu entgehen müsstest du schon aufhören auszusehen wie "so einer".

Ich kann dir übrigens auch mein eigenes Motto empfehlen: Das Beste draus machen. Wenn man dir schon nicht die Bequemlichkeit der Selbstverständlichkeit gewährt dann nutze dies um selbst besser zu werden, Selbstverständliches in Frage zu stellen und genauer hinzuschauen. Wer mit Vorurteilen konfrontiert wird der versteht viel besser am eigenen Leib, wie sich das anfühlt nicht zur Norm zu gehören, nicht die Definitionshoheit zu besitzen um darüber bestimmen zu können wie die Gesllschaft einen selbst sieht.

Übrigens hier ein paar Blogs zum Thema: http://andersdeutsch.blogger.de/topics/anders+deutsch/

Werde so erfolgreich wie nur möglich.

Ausgegrenzt wirst du auch schon wenn du wie ich ein paar Tattoos trägst. Von mir erwarten sie auch sonstwas.

Halt durch, bleib stark und mach dein Ding. Umso mehr es von euch gibt, desto mehr wird man Notiz davon nehmen und die Gesellschaft vielleicht irgendeines Tages von innen heraus verändern.

Um es mal allgemein zu beantworten: Die Vorurteile kommen nicht von den Einheimischen eines Landes selbst, sondern wurden von denen begründet, die eingewandert sind und sich daneben benommen haben. Das ist überall so. Und erst daraus entstehen Vorurteile und Intoleranz. Es gibt in Deutschland viele Initiativen und Vereinigungen die sich darum bemühen, Vorurteile über andere Nationalitäten und Glaubensrichtungen zu bekämpfen. Vielleicht solltest Du dich einmal schlau machen, ob es in deiner Nähe so etwas gibt. Natürlich gibt es diese ganzen Vorurteile über deine Religion bzw. Herkunft. Das ist doch bei jedem so. Die Deutschen werden im Ausland auch noch oft als Na*is verschrien. Solange es Gründe gibt, die diese Vorurteile nähren, so lange wird es diese Vorurteile geben.

vorurteile sind ein zeichen von ignoranz, d. h. von unkenntnis dem gegenueber, der gegenstand dieser vorurteile ist. die einzige moeglichkeit, diese auszuraeumen waere aufklaerung und aufklaerung ist nur moeglich, wenn beide seiten dazu bereit sind. auf bereitschaft von hardcore islam-ablehnern, sich aufklaeren zu LASSEN, hofft man vermutlich vergebens.

du erfaehrst bereits von vielen menschen akzeptanz. von allen wirst du nie akzeptiert werden, aber das geht jedem anderen (auch deutschen) genauso. wer uebergewichtig ist, behindert oder verrueckt oder durch kleidung, verhalten oder fremdartiges aussehen auffaellt, wird immer probleme haben, von allen akzeptiert zu werden.

du kannst anderen auslaendischen mitbuergern helfen, indem du versuchst, sie zu aufgeschlossenheit den deutschen gegenueber zu animieren. eine gruppe von (beispielsweise) tuerkischen maedchen, die sich bewusst (trotz deutscher sprachkompetenz) in der oeffentlichkeit tuerkisch unterhaelt, um nicht "belauscht" zu werden oder sich als gruppe abzusetzen wird auch umgekehrt weniger akzeptanz erfahren. es ist nichts falsch daran, sich in seiner muttersprache zu unterhalten, traegt nur nicht zur integration bei und ist eher etwas fuer den "hausgebrauch".

die gesellschaft gibt es nicht. es gibt nur individuen. diese erwarten ganz unterschiedliche dinge von dir, die aber unerheblich sind, denn du lebst nicht, um anderen zu gefallen.

ich bin kein muslim, ich bin "nur" asiatischer herkunft und werde optisch als auslaender wahrgenommen. das ist nicht ganz dasselbe wie bei dir, aber ich kenne laestige vorurteile und bin daran gewoehnt, dass leute mir aus unwissenheit mit merkwuerdigen ansichten begegnen. das wird sich nie aendern. dass muslime haeufig stereotyp dargestellt und ueber einen kamm geschoren werden, ist auf die zurueck zu fuehren, die im namen des islam verbrechen begangen haben. das ist schlimm, aber etwas, das gravierenden einfluss auf die welt hatte und hat. dass es nicht fair ist, dass darunter ALLE muslime leiden muessen, unabhaengig von ihrer persoenlichen einstellung und dass der islam als religion dadurch in misskredit geraten ist, laesst sich nicht ungeschehen machen. trotzdem sehe ich nicht schwarz fuer menschen wie dich.

da, wo ich wohne, in essen, hat es schon lange lange vor den terroranschlaegen einen hohen bevoelkerungsanteil gegeben, der muslimischen glaubens war. hier laufen schon seit vierzig jahren frauen mit kopftuechern und mitunter auch im tschador herum und die mehrzahl der deutschen stoert sich hier schon lange nicht mehr daran. wenn ich in der u-bahn sitze, habe ich manchmal den eindruck, dass mehr menschen mit immigrationshintergrund da sitzen als "deutsche". und selbst die deutschen, die man sieht, sind sehr oft dritte generation polnischer einwanderer.

was ich sagen will ist, vorurteile wird es immer geben. aber spaetestens wenn mal (beispielsweise) ein nord-koreanischer terroranschlag auf los angeles niedergeht, wird die welt nach asien schauen und die muslimische bedrohung wird in den hintergrund treten und stattdessen schert man alle asiaten ueber einen kamm und leute wie ich muessen sich "warm anziehen".

Sehr schön geschrieben. Die beste Antwort die ich hier bis jetzt gelesen habe. D.H.! Ich sehe es genauso.

1

SUPER! yonga

0

Tja, zunächst mal: ich kann Dich ganz gut verstehen. Von Bekannten hatte ich schon so einige Storys in Sachen "Vorurteile" erzählt bekommen und als ich einmal mit einer Arbeitskollegin shoppen war habe ich das leibhaftig miterleben dürfen, wie sie (man sieht ihr die türkische Herkunft an) behandelt wurde - ulkigerweise als der Angestellten in dem Schuhladen, in der meine Bekannte so mies behandelt wurde, als diese Angestellte also mitbekam, dass wir zusammengehören - da änderte sich auch schlagartig deren Verhalten. Auf einmal konnte sie höflich und freundlich sein...

Also, das Grundproblem verstehe ich durchaus. Aber, ganz ehrlich, mit einem Satz in Deinem Text hast Du mich zum zweifeln gebracht. Du hast Zweifel daran geweckt, dass Du anders bist als solche Leute wie diese Angestellte in dem Schuhgeschäft. Sei bitte nicht böse, ich will Dich auch nicht lange raten lassen, hier ist der Satz:

Wie kann ich (anderen) ausländischen Mitbürgern helfen?

Siehst Du? Du trennst selber! So lange Du selbst einen Unterschied machst zwischen "Deutschen" und "Ausländern", so lange wirst Du von anderen ja wohl nicht erwarten können, dass andere diese Unterschiede nicht machen, oder?

Fazit: erst einmal an Dir selbst arbeiten. Allen helfen, denen Du helfen kannst und die hilfsbedürftig sind - und keine Unterschiede zwischen Rassen, Geschlechtern und Religionszugehörigkeiten machen! Erst wenn Du selbst so weit bist, dass Du keine Trennungslinie mehr im Kopf hast, kannst Du auch bei anderen etwas bewirken.

Um auf die Fragen zurück zu kommen:

  1. Wie kann ich den Menschen die Vorurteile aus ihren Köpfen bringen? in dem du dein Leben auf die Reihe bekommst, ausbildung, Werte, nach dem Gesetz lebst in dem Land wo du lebst.
  2. Was kann ich tun um Akzeptanz zu erfahren? In Deutschland gibt es Religinsfreiheit das gildet auch für dich, du erfährst nur Akzeptanz wenn du diese auch jedem Zugestehst, warum willst du deine Religin hier bewerten lassen? Du glaubst doch daran, und das ist dein Recht, dieses Recht muss du jetzt jeden anderen Menschen in Deutschland auch zugestehen. Glaube an deine, für dich, und beziehe nicht alles was Menschen in Deutschland zu dir sagen etwas mit deiner Religion zu tun hat. Wenn jemand dich nicht mag, könnte es auch an dir oder deiner Art liegen und nicht an deiner Herkunft oder Religion. Ich hatte mal einen Kolegen der hat in der Pause immer auf meinem Arbeitsplatz geschlafen, danach musste ich immer Aufräumen weil er alles liegenlassen hat, ich habe ihn daraufhin zur Rede gestellt und er meinte ich würde das nur sagen weil ich etwas gegen Ausländer hätte, etwas verblüft meinte ich das ich nicht wüsste das er ein Ausländer ist. Er meinte er währe in Deutschland gebohren nur seine Eltern sind aus Polen. Versuche nicht einfach jede Handlung die dir nicht passt als Ausländerfeindlich darzustellen, wenn du etwas Falsch gemacht hast und einen Anschiess bekommst, hat das warscheinlich mit deinem Fehler zu tun und nicht mit derner Religion.
  3. Wie kann ich (anderen) ausländischen Mitbürgern helfen? Verstehe nicht warum das nötig ist, wobei willst du ihnen Helfen?
  4. Was erwartet die Gesellschaft eigentlich noch von mir? Ich würde mir wünschen das viel mehr Ausländer in Ehrenamtlichen Diensten tätig sind, ich kenne nur einen der das macht sind aber Deutschlandweit bestimmt ein paar mehr, es gibt in Deutschland aber 12 Millionen Menschen die ein Ehrenamt belegen, das ist sehr wichtig für unsere Lebenskultur warum Ausländer da so selten sind ist mir unverständlich.

du musst eigentlich nicht die anderen zeigen, wie die richtige Muslimen sind. kluge Deutsche können schon wissen,dass man ein Volk oder eine Religion aus ein paar Leute nicht beurteilen kann. Es gibt in jeder Religion schlechte und gute Sachen die man als Vorteile und nachteile auch benennen kann. Lebe wie du willst, und sei Stolz auf deine Religion :)

Antwort zu Frage 1: Gar nicht zu Frage 2:gar nichts zu Frage 3: bestärke sie darin so zu bleiben wie sie sind, sofern sie nicht gegen irgendwelche gesetze verstoßen oder kriminell sind etc. zu Frage 4: dass du deinen Glauben ablegst,andernfalls wirst du als Muslim, sowieso nie im positiven Sinne akzeptiert!! Fazit:bleib wie du bist,lebe aufrichtig deinen Galuben und Allah wird dir beistehen..was juckts dich was irgendwelche leute denken oder sagen..es bringt sowieso nichts..den beweis dafür findest du ja offensichtlich in den anderen antworten!!!und wenn deine beschreibung von oben stimmt,hast du bisher auch nichts falsch gemacht!!

Lieber ineedhelpbros8,

wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich eingestehen, dass auch ich dem Islam nicht ganz unvoreingenommen gegenüber stehe. Allerdings gilt dies in gleicher Weise auch für alle anderen Religionen, ganz besonders für das Christentum (ich selber bin übrigens katholisch). Bin ich deswegen schon ein Rassist? Ich glaube nicht, denn ich würde wirklich niemals Menschen allein wegen ihrer ethnischen Herkunft, ihres Aussehens, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung verurteilen, ausgrenzen oder diskriminieren. Etwas anders verhält es sich jedoch, wenn es um Religionen geht, da ein religiöser Glaube immer mit bestimmten Wertvorstellungen einhergeht, was richtig und was falsch ist. Wenn jemand also Überzeugungen hat, die meiner Lebensanschauung diametral entgegengesetzt sind, dann hängt meine Toleranz von genau zwei Faktoren ab: 1. Schränkt die Freiheit des Gläubigen, seine Religion zu praktizieren, meine eigene sowie die Freiheit meiner Mitmenschen ein, mit der Praktizierung und den Regeln seiner Religion nichts zu tun haben zu wollen? 2. Ist der Gläubige dazu bereit, mir gegenüber die gleiche Toleranz entgegenzubringen, die er von mir verlangt?

In beiden Fällen muss ich leider sagen, dass einige (!) Gläubige (egal welcher Religion) nicht dazu bereit sind, andere Lebensstile zu tolerieren, trotzdem jedoch immer mehr Rechte fordern, von denen auch Nicht-Gläubige betroffen wären.

Der Vollständigkeit halber will ich noch erwähnen, dass die Wertvorstellungen auch innerhalb einer Religionsgemeinschaft natürlich nicht konsistent sind. Ich habe z.B. schon viele Muslime kennengelernt, die absolut korrekte Menschen waren und mit denen ich mich sehr gut verstanden habe. Desweiteren kommt es natürlich auch genau so oft vor, dass es Menschen gibt, die fuchtbare Überzeugungen haben, obwohl sie nicht religiös sind. Strenggenommen kann man also von der Religionszugehörigkeit nicht wirklich auf irgendwelche Werte schließen (wie gesagt: in meinem Pass steht, dass ich katholisch bin, trotzdem halte ich das meiste, was die Kirche erzählt, für totalen Bullsh*t ^^)

Ich habe noch eine ganz theoretische Frage an dich: Nehmen wir mal an, Muslime würden in Deutschland bereits die Mehrheit stellen und du könntest die Gesetze machen. Dürfte ich dann immer noch z.B. Schweinefleisch essen und Alkohol trinken, oder würdest du die Gesetze so ändern, dass alle Menschen "muslimisch" leben müssten? (Nur so als Denkanstoß um zu testen, ob du die Toleranz über selber besäßest, die du für dich forderst ;) )

3
@MayaPapaya89

Jedem das seine, es gibt keinen Zwang im Glauben, wenn du Schwein essen möchtest respektiere ich das, du musst aber nicht erwarten dass du deine Einstellung diesem Fleisch gegenüber teile.

1

Was möchtest Du wissen?