Idioten in Führungspositionen?

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6 Antworten

Ich habe in meinem Berufsleben beobachten können, dass sich Leute mit ihrem gehobenen Posten in der Hierarchie oft recht schnell negativ verändern. 

Abgesehen davon also, dass es ohnehin überall auch dumme und kaltschnäutzige Menschen gibt, scheint mir nicht zuletzt unser System ein solches Phänomen unbedingt zu fördern. 

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Weil fälschlicherweise die allgemeine Annahme in Chefetagen besteht, dass soziale Kompetenz dem Unternehmen keinen wirtschaftlichen Erfolg bringt.

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Was macht Führungspersönlichkeiten aus? Sie sagen wo es lang geht, sie müssen Entscheidungen treffen und tragen letzten Endes die ganze Verantwortung. Sie müssen demnach den Anschein eines harten Machers nach außen wahren, ansonsten laufen sie Gefahr nicht ernst genommen zu werden.

Ich hatte mal einen Chef, der während des erstens Treffens einen furchtbaren Eindruck auf mich gemacht hat: arrogant, unfreundlich und besserwisserisch. Zu allem Überfluss wurde mir von anderen Mitarbeitern immer wieder gesagt, wie schlimm dieser Mann wäre. Je länger ich dann aber mit diesem zusammenarbeitete, stellte ich zunehmend fest, dass er das genaue Gegenteil von dem war, was er immer nach außen darstellte: nämlich teamfähig, kompromissbereit und überaus freundlich. Es war mit Abstand der beste Chef den ich je hatte.

Ich würde nicht alle Führungspersönlichkeiten über einen Kamm scheren. Oftmals hat die Außenwirkung nichts mit der tatsächlichen Persönlichkeit zu tun!

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Du fokussierst bei "Führungsposition" auf die Funktion, Mitarbeiter anzuleiten. Vieles davon sieht - zugegeben - eher polochartig :) aus. Es hat oft etwas von der Kaltschneuzigkeit des "Sach-Orientierten", das keine persönlichen Akzente zu setzen in der Lage scheint ... und es oft wohl auch ist:

Konfrontiert nämlich mit einer gewissen Anzahl von Seelen, die man bei der Arbeit anleiten soll, entgeht einem leicht etwas von deren Individualität, deren eigenen Bedürfnissen und Notwendigkeiten. Vielleicht sogar aus eigener unangenehmer Erfahrung ... wo eine Führungsperson nämlich vielleicht ("früher") schon mal versucht hat, sich für jemand Anderen aus dem Fenster zu lehnen und ... Ärger bekommen hat mit seinem Chef, der ... siehe oben.

Der Profitabilitätszwang hemmt sich dabei im Grunde oft selbst: Denn derart schlecht eingebundene, unverstandene, sich zurückgesetzt fühlende Mitarbeiter arbeiten eben ... nur noch halb so gut mit.

Viele "aufgeklärte" Vorgesetzte entwickeln daraus eine Art geschäftsmäßiger Freundlichkeit, die bei näherem Hinsehen aber genau so schematisch und unangemessen wirken kann wie diejenige des kaltschneuzigen Chefs. Es ist ein Balance-Akt, und tatsächlich freundschaftlich agierende Vorgesetzte sind wie vierblättriger Klee.

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Kommentar von Ruehrstab
08.02.2016, 12:32

... "kaltschnäuzig" natürlich ...

3

Ich kann Deinen subjektiven Eindruck überhaupt nicht bestätigen.

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