idem negotium abzocke

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Gratis-Apps finanzieren sich meist durch Fremdwerbung, doch es gibt immer mehr unseriöse Anbieter, welche dieses an sich legitime und im Prinzip auch sinnvolle Geschäftsmodell missbrauchen. Tippt nämlich ein Nutzer aus Versehen oder Neugierde auf ein Werbebanner solcher Abzocker, handelt er sich einen Abovertrag ein, dem er unwissentlich zustimmt und somit ungewollt abschließt. Die Anbieter schicken keine eigenen Rechnungen, mittels derer man sein Missgeschick rasch erkennen könnte, sondern holen sich ihr Geld über den Mobilfunkanbieter, der wiederum im Rahmen der Handyrechnung abkassiert und die Verantwortung auf den Drittanbieter schiebt. Die Zahlungen bleiben daher oft lange Zeit unbemerkt, da fast niemand seine Telefonabrechnung ständig im Detail überprüft. Doch mittlerweile hat jeder Verbraucher die Möglichkeit, beim Mobilfunkbetreiber eine Drittanbietersperre einzufordern, durch welche man vor unberechtigten Forderungen durch die App-Abzocker geschützt ist. Mit dem 10.5.2012 ist im Bereich Kundenschutz eine Änderung des TKG (Telekommunikationsgesetzes) in Kraft getreten, auf Grund welcher laut § 45d Abs. 3 TKG der jeweilige Netzbetreiber der Aufforderung des Verbrauchers, eine Drittanbietersperre einzurichten, unentgeltlich für den Nutzer nachzukommen hat. Das bedeutet genauer gesagt, dass bei diesem Verfahren die mobile Bezahlfunktion (WAP-Billing), die Handybesitzer oft unwissentlich nutzen, unterbunden wird. Einziger Nachteil: Es werden dabei auch seriöse Anbieter, welche diese Bezahlungsmethode nutzen, gesperrt.

Zitat von: http://www.drittanbietersperre.com/#

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