Ideales Spannungsmessgerät

5 Antworten

null mal unendlich sollte doch gedanklich null sein.

Warum denn das? Der Ausdruck ist mathematisch nicht definiert, da kann je nach den Umständen alles rauskommen.

Dein "Ideales Spannungsmessgerät" misst nicht den Strom, um ihn anschließend in die Spannung umzurechnen, sondern misst direkt die Spannung, im Idealfall eben ganz ohne Stromfluss. Und wenn Du Dir das nicht vorstellen (ist bei einem Drehspulmesswerk wirklich nicht denkbar) kannst: Ein Elektroskop misst tatsächlich ganz ohne Strom die Spannung.

Stimmt das wäre die statische Variante, Die vergess ich immer.

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Das Elektroskop muss beim Anschliessen aufgeladen werden, dabei fliesst ein Strom. Also auch da geht es nicht ohne Strom.

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@weckmannu

Prinzipiell richtig, und bei manchen Versuchen kann auch dieser kurze Stromstoß einen zu berücksichtigenden Messfehler verursachen.

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die Annahme "ich habe ein ideales..." ist irreal, deshalb kann man auch keine Spannung,ablesen. Einen Spannungswert kann man nur ablesen, wenn ein Strom fliesst, aus dem die Spannung berechnet werden kann.

Sogar bei elektrostatischen Spannungsmessern fliesst ein Strom, nämlich in dem Moment, wo man das Gerät anschliesst/verbindet und das Elektrometer aufgeladen wird.

Du machst einen riesigen Gedankenfehler. Das Messgerät ist parallel zu einem zu messenden Widerstand und an dem fällt die Spannung ab. Im strengsten Fall, ohne Außenwiderstand, ist das Gerät parallel zum Innenwiderstand der Stromquelle. Also bedeutet der unendlich hohe Widerstand des Messgerätes nichts anderes als dass es selber die Messung nicht beeinflusst.

Mathematisch: es ist nicht definiert, wieviel Null man Unendlich ist. Man kann höchstens sagen, was eine sehr große Zahl multipliziert mit Null oder mit einer sehr kleinen Zahl ist.

Realistisch: es gibt kein ideales Spannungsmeßgerät, wo der Innenwiderstand unendlich groß ist. Wenn dem so wäre, würde gar kein Strom fließen; dann könnte das Messgerät aber auch nicht ermitteln, wie groß die Spannung ist.

Wozu dann, rein theoretisch, bei einem Schaltbild zur Spannungsmessung rechnerisch von einem idealen Spannungsmessgerät ausgehen, wenn man die Lösung dann mathematisch nicht ermitteln kann?

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@BrainCraze

Wenn man rechnerisch von einem idealen Spannungsmessgerät ausgeht (also Widerstand unendlich), dann ist das eine willkomene Vereinfachung bei der Berechnung, bei der aber das Rechenergebnis i.d.R. immer noch ziemlich genau ist.

Nur wenn man sehr hochohmige Schaltungen hat, wo die verwendeten Widerstände in ähnliche Größenordnung sind wie der des Messgeräts, bakäme man eine relevante Abweichung.

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Die Gleichung versagt bei Werten wie unendlich und null. Ist doch nicht anders bei Singularitäten. Sogesehen ist das hier auch eine Singularität.

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