IChristina besitze ein Haus aus einer Schenkung,indem mein Vater kostenlos lebt.er hat Wohnrecht auf Lebenszeit.muss ich das dem Finanzamt melden?

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5 Antworten

Textauszug aus meineimmobilie.de *"Lebenslanges Wohnrecht, wann das Finanzamt zuschlägt"

Ein solches Wohnrecht ist keineswegs steuerfrei. Das Finanzamt schlägt gnadenlos zu – gerade da, wo Sie es nicht erwarten. Denn: Das Wohnrecht ist viel wert, so sieht es das Finanzamt. Nämlich konkret die gesparte Miete für die Dauer des Wohnrechts. Allerdings weiß das Finanzamt selbstverständlich nicht, wie lange der Betreffende leben und damit sein Wohnrecht ausüben wird. Außerdem kann es eine Mietzahlung, die erst in 10 Jahren anfallen würde, auch nicht mit dem gleichen Wert ansetzen wie eine Miete, die aktuell zu zahlen wäre. Deshalb werden künftige Zahlungen abgezinst (diskontiert). Sie werden somit umso niedriger bewertet, je weiter der Zahlungszeitpunkt in der Zukunft liegt. Laut Gesetz muss das Finanzamt hierbei einen Zinssatz von 5,5 Prozent ansetzen (Paragraf 14 Bewertungsgesetz).

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Geht es jetzt um die Schenkung des Hauses: die interessiert das Finanzamt durchaus! 

Das unentgeltliche Wohnrecht muss evtl. vom Vater angegeben werden. Ob es von dir ebenfalls angegeben werden muss, klärst du besser mit einem Steuerberater. 

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Gut gemacht, schlecht gemacht.

Die Übertragung ist in der Regel besser zu Lebzeiten. Ein Wohnrecht ist schlecht, weil der Vater bei einem Auszug (z.B. in eine Pflegeeinrichtung) nicht mehr vermieten kann.

Das dürfte Nachteile mit sich bringen und zeigt wieder: Wer sein wertvollstes Gut und das ist eben in den meisten Familien ein Haus kauft, schenkt, vererbt oder eben verkauft, geschenkt bekommt oder erbt sollte sich entsprechend beraten lassen.

Natürlich ist der Eigentumsübergang nur mit Notarvertrag zu machen. Der teilt dieses auch pflichtgemäß dem Finanzamt mit. In der Regel wird dann dort schon mal geguckt, ob ganz grob mit Schenkungssteuer zu rechnen ist.

Geht man selber davon aus, dass sich jetzt oder im Laufe der nächsten zehn Jahre (so lange werden die Werte addiert und auf den Freibetrag bezogen) eine Steuer ergibt, dann sollte man selber aktiv werden.

Ob man für den Fall, dass sich jetzt bereits eine Steuer ergibt, eine Erklärung abgegeben werden muss, dass kann ich nicht sagen.

Doppelt schädlich ist eine Rückschenkung. Wenn Du erst das Haus bekommen hast und dann der zweite Vertrag (die technische Sekunde reicht aus) über das Wohnrecht beschlossen wurde, dann wird es m.E. richtig doof.

Weil Du dann Deinem Vater auch noch was geschenkt hättest. Der kann dann fast davon ausgehen, dass er Schenkungssteuer bezahlen muss.

Bei wertvollen Vermögensübertragungen immer auch den Steuerberater fragen! Und oft ist es sogar so, dass Notare über Unterschiede nichts sagen. Also ob Wohnrecht oder Nießbrauch. Da sind Steuerberater nach meiner Erfahrung viel besser aufgestellt.

Die Steuerberater können natürlich nichts über die Veränderungen im Elternunterhalt sagen. Aber beim Nießbrauch dürfte sich nicht viel ändern. Erst recht nicht, da in dem Falle der Nießbraucher auch die Unterhaltung der Immobilie weiterhin gewährleisten müsste.

Drücke die Daumen, dass die Werte sich so darstellen (Einkommen von Vater und Dir, Wert des Wohnrechts, Wert der Immobilie) wie es für die gewählte Regelung optimal ist. Dieser Fall wäre - wenn auch unwahrscheinlich - aber denkbar.

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Nein! Das persönlich bedingte Recht des Vaters ist für Sie nicht meldepflichtig.


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das interessiert das Finanzamt nicht

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