Ich wurde während der Probezeit mündlich mit einem Grund gekündigt und 2 Tage später kam die schriftliche Kündigung?

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7 Antworten

In den ersten sechs Monaten, unabhängig von der Probezeit, hast du noch keinen Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz. Chancen hättest du nur, wenn aus einer freiwillig abgegebenen Begründung eine Diskriminierung hervorgeht. Und natürlich darf er keiner Schwangeren kündigen.

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Kommentar von FragaAntworta
02.03.2016, 09:47

Wie kommst Du auf Schwanger und Diskriminierung?

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Eine mündliche Kündigung ist unwirksam, erst mit Zugang der schriftlichen Kündigung ist sie wirksam geworden. Die Frist beträgt in der Probezeit üblicherweise 2 Wochen, die scheint ja eingehalten zu sein.

Welche Begründung dir mündlich gesagt wurde, ist irrelevant. Eine schriftliche Kündigung in der Probezeit braucht keine Begründung.

Dagegen anzugehen ist ziemlich aussichtslos.

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Also ob es gültig wäre da ich erst mündlich und dann scriftlich gekündigt wurde

Wirksam ist nur die schriftliche Kündigung. Sofern für die Probezeit die Kündigungsfrist von 14 Tagen gilt, scheint die Frist eingehalten worden zu sein.

Tut mir Leid, aber ich fürchte, da ist nichts zu machen.

Ist in der schriftlichen Kündigung auch ein Kündigungsgrund angegeben? Wenn ja, könnte das der einzige kleine Hoffnungsschimmer sein, wenn die Behauptung, die durch die Begründung aufgestellt wird, erweislich unwahr sein sollte.

Andererseits bist Du ziemlich knapp dran mit Deiner Frage - die 3 Wochen-Frist ist fast um...

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Während der Probezeit kann dir sogar ohne Angaben von Gründen gekündigt werden.

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Kommentar von flirtheaven
02.03.2016, 09:39

Das hat aber nichts mit der Probezeit zu tun.

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Innerhalb der Probezeit kann Dir auch ohne Grund gekündigt werden, dagegen vorzugehen wird nichts bringen, machen kannst Du es, bringt nur nichts.

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Kommentar von flirtheaven
02.03.2016, 09:46

Das hat nichts mit der Probezeit zu tun. Generell gibt es, außer in Ausbildungsverträgen, in den ersten sechs Monaten keinen Kündigungsschutz, das steht in § 1 KüSchG drin. Das die Meisten unternehmen auch sechs Moante Probezeit vereinbaren, wird das oft verwechselt. Wenn aber ein Arbeitsvertrag nur drei Monate Probezeit vorsieht, kann dem AN weitere drei Monate ohne jeden Grund gekündigt werden. Die Probezeit nach § 622 BGB regelt lediglich eine kürzere Kündigungsfrist.

Bei Ausbildungsverträgen sieht es anders aus, hier geht tatsächlich die Probezeit mit fehlendem Kündigungsschutz einher. Das ist aber im Berufsbildungsgesetz geregelt.

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In der Probezeit darf ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

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In der Probezeit kann dir jeder Zeit, auch ohne Angaben von Gründen, gekündigt werden!

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Kommentar von flirtheaven
02.03.2016, 09:53

Das gilt eigentlich immer, kann aber nach Abauf der ersten sechs Monate für den AG nach hinten losgehen. Grundsätzlich muss aber in der Kündigung kein Grund angegeben sein und auch bei einer z.B. dreimantigen Probezeit muss in den ersten sechs Monaten auch kein Grund vorliegen. Nur danach ist eine grundlose Kündigung nicht rechtens, sofern die Bedingungen des Kündigngsschutzgesetzes erfüllt sind. Angeben muss der AG die Kündigungsgründe aber erst vor Gericht. Kann er dies nicht, steht er dumm da.

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