Ich wurde während der Ausbildung gekündigt! Arbeitslosengeld?

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16 Antworten

Wozu brauchst du denn Arbeitslosengeld, wenn du eine Anschlussbeschäftigung hast. Wgen der fristlosen Kündigung hättest du auf jeden Fall 12 Wochen Sperre. Die Arbeitsagentur würde es nicht akzeptieren, wenn du dich weigerst gegen die fristlose Kündigung zu klagen.

Außerdem musst du mit der zuständigen IHK klären, ob du in einem anderen Unternehmen die Ausbildung beenden kannst.

Nach 2 Jahren,hättest du Anspruch auf ALG -1 !!! Da du aber eine fristlose Kündigung bekommst und du in der Beweispflicht stehst,wirst du erst einmal eine Sperre von 3 Monaten bekommen.Deine Überstunden musst du natürlich bezahlt bekommen.Urlaubsvergütung steht dir nur bis Juni zu,also anteilig.Du hättest erst den vollen Anspruch auf deinen Jahresurlaub,wenn die Kündigung nach dem 30.06.2013 rechtskräftig ist.

"Bekomme ich Arbeitslosengeld bis ich eine neue weiterführende Lehrstelle gefunden habe? "

Nein, bei einer Kündigung duch den Arbeitbeger gibt es eine Sperre vom Jobcenter /Arge, da davon ausgegangen wird, dass der Grund für die Kündigung eben in deinem Fehlverhalten liegt. Wenn du das verhindert willst, dann darfst du diese fristlose Kündigung nicht hinnehmen.

"Und muss der Arbeitgeber mir meinen Resturlaub (20 Tage) und meine Überstunden (49 Stunden) ausbezahlen?"

Resturlaub wird nur anteilig bis zum Zeitpunkt der Küdigung ausgezahlt - Überstunden nach meiner Kenntnis vollständig.

Echt schwierige Situation, in der Du Dich da befindest!

Das mit Überstunden und Resturlaub scheint mir das geringere Problem zu sein. Das Übel ist und bleibt die fristlose Kündigung und der Kündigungsgrund. Einerseits hast Du den Druck, die Ausbildung beenden zu müssen / zu wollen, andererseits wird Dir der Kündigungsgrund aus mehrerlei Hinsicht ein Leben lang hinterher hängen (egal ob über Zeugnis oder als Rufmord) (Aus eigener Erfahrung). Wichtig wäre, dass Du schon ein paar Beweise hast, die den Arbeitgeber / Ausbilder unglaubwürdig erscheinen lassen. Daneben hilft nur der sofortige Gang zum Anwalt und die Einschaltung des Sozialgerichts. Die Sache ruhen zu lassen, wie gesagt, hängt einem leider ein ganzes Leben hinterher. Die Weiterarbeit bei dem Arbeitgeber, halte ich für unzumutbar. Noch etwas, wenn Du bei einem anderen Arbeitgeber die Ausbildung beenden möchtest, solltest Du Deinen Anwalt fragen, ob man hier mit offenen Karten spielen muss (also Verschweigen des Kündigungsgrundes ist auch problematisch). Gruss und viel Glück.

DerHans 28.06.2013, 12:39

Auch für Ausbildungsverhältniss ist das ARBEITS-gericht zuständig. Die Klage muss innerhalb von 3 Wochen nach der Kündigung erhoben werden.

Wenn du schon zum Anwalt rätst, musst du auch dazu sagen, dasser diesen auf jeden Fall selbst bezahlen muss.

Das Verfahren vor dem Arbeitsgericht ist kostenlos, und man braucht KEINEN Anwalt.

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Vieles ist schon richtig gesagt worden; wenn die 12 Monate Beitragszahlung geleistet sind, erhälst Du auch ALGI.

ABER

Eine fristlose Kündigung des AG zieht generell eine Sperrzeit (3 Monate) nach sich, da dann das Arbeitsverhältnis durch den AN verursacht wurde.

Daher mußt Du Dich gerichtlich gegen die Kündigung wehren, wenn Du das vermeiden willst.

Überstunden und Urlaub müssen selbstverständlich vergütet werden.

Außerdem kann man, wenn man unschuldig ist, solche Vorwürfe nicht auf sich beruhen lassen.

Laß doch mal etwas ruhe in dein Leben einkehren. Wenn ich mir deine anderen Fragen durchlese frage ich mich was du wirklich willst. Einmal willst du Kosmetikafabrikant werden, dann einen Autohandel gründen, weiters wolltest du Immobilienmarkler werden und zum Schluß mit deinem Bruder ein Industrieuntenehmen gründen und wunderst dich warum dir keine Bank 2 Mio€ gibt. Bei allen deiner Fragen kommt auch deutlich heraus, dass immer die anderen Schuld an deinen Problemen sind - gibt dir das nicht zu denken?

Du schreibst, du willst nicht rechtlich gegen die Behauptung der sexuellen Belästigung vorgehen. Das passt aber gar nicht zu deinem bisherigen Unternehmergeist. Solche Behauptungen werden dich dein ganzes Leben verfolgen. Stell dir vor du gründest wirklich mal ein Unternehmen und selbige Dame macht den Vorfall nochmals bekannt! Ist vielleicht an den Haaren herbeigezogen, wenn es aber eintrifft leider dein Problem.

Also, nimm all deinen Mut zusammen und unternimm etwas dagegen. Wie du schreibst hast du ja nur mehr ein Jahr in deiner Ausbildung, das stehst du auch noch durch!

Du hast heute noch Zeit dich gegen die Kündigung zu wehren. Gehe so schnell als möglich heute noch zu einer Arbeitnehmervertretung (bei uns in A ist das die Arbeiterkammer) und erkundige dich was du dagegen machen kannst. Es geht um deine Zukunft! Nicht hier noch lange fragen, sondern gleich zum Telefon greifen.

Viel Glück !

ich persönlich würde schauen, das ich heute noch zum einen anwalt gehen und mich beraten lasse.

die sache wird dich sonst das ganze berufsleben verfolgen.

der urlaub wird nicht ausgezahlt, 20 tage hast du bis jetzt nicht erarbeitet, bzw. wird dein jahresurlaub vom neuen arbeitgeber übernohmen.

nur die überstundne werden ausgezahlt.

Hallo Also kann mir nicht denken, das Du kein Alg bekommst, rede mit dem SB und trage ihn die Sache vor. Ich hatte da bisher nichts von gewußt, das man bei einer fristlosen Kündigung kein AG bekommt. Wenn man selber kündigt, das ist klar. Resturlaub, nur das was Du erarbeitet hast, nartürlich. (Monate die du da warst) Also Du solltest da abhauen, und wo anders neustarten, und über nachdenken, ob Du Deine Kollegin nicht bei der Polizei anzeigst, wegen "übler Nachrede" oder "Verleumdung", vielleicht könntest Du da noch Schmerzensgeld bekommen. Oder auch nur damit der Vorfwurf entkräftet wird, kann nartürlich auch etwas nach hinten losgehen, und du damit der Sache eine "Plattform" bietest. Muss man abwegen. Denk dran! In Sachen Lebendslauf, vielleicht nur die letzte Firma in Deiner Ausbildung in den Lebendslauf schreiben. Spätere Arbeitgeber rufen gerne bei Deinen Ex-Chefs an. Bei mir taten das 80%. Du wunderst Dich nachher warum Du nicht eingestellt wirst, und dann kommt das da von. Genau, Aufhebungsvertrag aushandeln, wenn dann. Wenn die das nicht machen, ist das wirklich eine sch.. Firma.

Alg1 wirst du bekommen, dazu fuer einen Uebergang evt Kindergeld und Wohngeld.

Ich kann dir zu deinen Hauptfragen keine qualifizierte Antwort geben, aber ich würde dir raten, gegen die Kollegin vorzugehen, die dich der sexuellen Belästigung beschuldigt (sofern - wie du sagst - nichts dran ist).

Ansonsten wird (wenn auch im Zeugnisjargon verkappt) in deinem Arbeitszeugnis drinstehen, was du angeblich gemacht hast, und das wird dich dein ganzes weiteres Berufsleben handycapen ...

Die falsche Verdächtigung einer Straftat (in dem Fall sexuelle Belästigung, wenn keine stattfand) ist eine eigene Straftat - ich rate dir dringend dazu, einen Anwalt zu nehmen!

Besorg dir ein Anwalt!!!!

Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes bleibt dem Ausbilder somit nur die Möglichkeit zur fristlosen Kündigung, vgl. § 22 Abs. 2 Nr. 1 BBiG. Ein wichtiger Grund, der den Ausbilder zum Ausspruch einer fristlosen Kündigung berechtigt, ist jedoch nur dann gegeben, wenn dem kündigenden Ausbilder die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses bis zum Ablauf der Ausbildungszeit unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung des Interesses beider Vertragsparteien nicht länger zuzumuten ist. Dabei stellen die Arbeitsgerichte an das Vorliegen eines wichtigen Grundes um so strengere Anforderungen, je länger das Ausbildungsverhältnis bereits besteht. So wird der Auszubildende die fristlose Kündigung seines Ausbildungsverhältnisses kurz vor Beendigung der Ausbildung sicher nur bei besonders schweren Vertrauensverstößen hinnehmen müssen.

Wichtige Gründe, die zum Ausspruch einer fristlosen Kündigung des Auszubildenden berechtigen können, sind z.B.

  • wiederholtes Zuspätkommen oder unentschuldigtes Fehlen in Betrieb

  • wiederholtes Zuspätkommen oder unentschuldigtes Fehlen in Betrieb, Berufschule oder überbetrieblicher Ausbildung, - während der Ausbildungszeit begangene Straftaten, - Gewaltandrohung gegenüber Vorgesetzten oder Kollegen, - eigenmächtiger Urlaubsantritt oder die - mangelnde Bereitschaft zur Einordnung in die betriebliche Ordnung.

Nun ist es so weit, dass mir eine Kollegin sexuelle Belästigung vorwirft (was nicht stimmt!). In meinen Augen wollte sie mir mal wieder eins reinwürgen und hat es nun geschafft, dass ich morgen fristlos entlassen werde, da dies ein sofortiger Entlassungsgrund ist. Ich werde die Kündigung hinnehmen,

Willst du das wirklich auf die sitzen lassen? Ich hätte da schiss das was hängenbleibt...=(

Das läßt Du so auf Dir sitzen, sexuelle Belästigung? Daß hätte Deine Kollegin wohl gerne gehabt. Diese Frau mußt Du anzeigen. Es kann doch nicht sein, daß Du Deine Ausbildung wegen dieser Frau schmeißt. Hier geht es nicht hauptsächlich um Arbeitslosengeld, sondern daß diese Frau Rede und Antwort bei der Polizei geben müßte.

Hallo liebe Mitglieder und schonmal vielen Dank für eure Antworten! Ich möchte nicht rechtlich gegen diese Kündigung vorgehen, da ich nach solch einem Vorwurf nicht mehr in der Firma arbeiten will. Ein Ausbildungsplatzwechsel ist für mich persönlich also unabdingbar. Ich werde jetzt schon gemobbt - kaum vorstellbar was wäre, wenn ich noch rechtlich gegen die Firma vorgehen will und dann jeden Tag dort drinnen weiterarbeite.

Evtl. kann ich mit dem Geschäftsführer einen Aufhebungsvertrag aushandeln - dann habe ich jedoch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Was ist eurer Meinung nach die bessere Variante?

Cerealie 28.06.2013, 01:21

Du denkst zu eindimensional ...

Ich kann verstehen, dass du dort nicht mehr arbeiten willst - das ist vollkommen nachvollziehbar ...

Aber wenn du gehst, ohne dich zu wehren (gegen die fristlose Kündigung und gegen die Vorwürfe durch die Kollegin), dann wird dich das dein ganzes Leben lang verfolgen und dir schaden.

Denk nochmal drüber nach.

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Miesepriem 28.06.2013, 01:23

Nimm doch den Rat an. Geh zum Anwalt oder frag halt Alex. Ich würd das nich so stehen lassen mit der sexuellen Belästigung! Glaub mir, iwas bleibt immer hängen. Und wenns dich erst in 20 Jahren einholt!!!

Siehste,

Cere sieht das auch so!!!!

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isomatte 28.06.2013, 01:30

Den hast du bei einer fristlosen Kündigung auch nicht !!!

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nessms 28.06.2013, 08:59
@isomatte

Den Kündigungsschutzprozeß zu gewinnen, bedeutet nicht, daß du dort weiterarbeiten mußt.

Gewinne ihn und stelle dann einen Antrag auf Auflösung des Arbeits/Ausbildungsverhältnisses wegen Zerrüttung desselben.

Nicht kneifen.

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larry2010 28.06.2013, 11:30

es geht nicht darum, das du dort weiterarbeitest, sondern das geklärt wird, wer recht hat.

soweit ich weiss, kann man etwas geld raushandeln, wenn es nicht mehr zumutbar ist, dort zu arbeiten.

ob du einen aufhebungsvertrag machst oder die fristlose kündigung bekommst ist egal.

man wird warscheinlich beim aufhebungsvertrag ein gutes zeugnis versprechen und erhofft sich, das du die klappe hälst

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sofort zum Anwalt, Das mit der sexuellen Nötigung würde ich durchfechten, den das darf man nicht auf sich sitzen lassen. Käme es zu keiner Verurteilung von dit hättest du nähmlich zivile Ansprüche gegen die Dame die dir das vorwirft.

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