Ich wurde geblitzt und verliere vielleicht den Führerschein - alternative Möglichkeit?

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Rattenkopf1992,

wenn Du schreibst mit ca. 60 km/h heißt das im Klartext, laut Tacho bist Du ca. 60 km/h gefahren, sehe ich das richtig?

Wenn das der Fall war, kommst Du wahrscheinlich um ein Fahrverbot herum.

Die meisten Tachos zeigen meist immer eine etwas höhere Geschwindigkeit an, als man wirklich fährt. Mercedes hat zwar relativ genaue Tachos, aber ich denke zwei km/h zeigt auch ein Mercedestacho zu viel an. Dann bist Du also statt der 60 km/h in Wirklichkeit nur mit 58 km/h gemessen worden.

Von den gemessenen 58 km/h muss die Polizei noch eine Toleranz von 3 km/h abziehen. Dann beträgt die zur Last gelegte Geschwindigkeit nur noch 55 km/h.

Laut Bußgeldkatalog/bundeseinheitlichen Tatbestandskatlog erwartet Dich ein Bußgeldbescheid mit folgendem Inhalt:


Tatbestandsnummer 103763

Tatvorwurf: Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um .25. (von 26 - 30) km/h.

Zulässige Geschwindigkeit: ).30* . km/h.

Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): ).55. km/h.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 3 Abs. 3, § 49 StVO; § 24 StVG; 11.3.5 BKat (andere Kfz)

Bußgeld: 100,00 Euro plus 28,50 Euro Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

Fahrverbot NEIN

A - Verstoß


Der A - Verstoß ist nur dann relevant, wenn Du Dich noch in der Probezeit befindest. Ist das der Fall:

  • verlängert sich die Probezeit um zwei weitere Jahre

  • Es wird ein Aufbauseminar angeordnet, dessen Kosten bei ca. 400,00 Euro liegen.

Das wird dann also kein billiger Spaß für Dich, aber was Deine Sorgen um das Fahrverbot angeht kann ich Dich zumindest beruhigen, dass währe erst bei einer Überschreitung von 31 km/h fällig. Wie gesagt, die Polizei muss von der gemessenen Geschwindigkeit immer noch 3 km/h abziehen. Das heißt, selbst wenn Dein Tacho 63 km/h angezeigt hat, bist Du auf jeden Fall gerade noch um ein Fahrverbot herumgekommen.

Jetzt bleibt Dir also nur erst einmal abzuwarten, wie hoch die vorwerfbare Geschwindigkeit wirklich war.

Schöne Grüße
TheGrow

44

K O R E K T U R


Die Tatbestandsnummer die ich eben angeführt habe galt, wenn die vorgeworfene Geschwindigkeit zwischen 56 und 60 km/h liegt.

Bei 55 sieht es sogar noch besser aus:


Tatbestandsnummer: 103762

Tatvorwurf: Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um .25. (von 21 - 25) km/h

. Zulässige Geschwindigkeit: ).30. km/h.

Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): ).55. km/h.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 3 Abs. 3, § 49 StVO; § 24 StVG; 11.3.4 BKat, (andere Kfz)

Bußgeld: 80,00 Euro + 28,50 Euro Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

Fahrverbot: NEIN

A - Verstoß


Währe also im Endeffekt 20,00 Euro günstiger

1
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@TheGrow

Gehen wir von der Probezeit aus. Wenn man über 20 km/h gemessen wurde und somit ein A Verstoß in der Probezeit begeht, dann bekommt man eine Verlängerung der Probezeit und ein Aufbauseminar zusätzlich zur normalen Geldstrafe.

Wie lange hat man Zeit, um an diesem Seminar teilzunehmen und ist das pflicht daran teilzunehmen?

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@Rattenkopf1992

Selbstverständlich ist das Pflicht an dem Aufbauseminar teilzunehmen.

Alles was das Aufbauseminar ist in folgendem Link gut beschrieben:

http://www.junges-fahren.de/asf/3.htm#3.5

Dort steht im Bezug auf Deine Frage:


"Was geschieht, wenn man trotz Anordnung nicht an einem Aufbauseminar teilnimmt?

Wenn der Behörde, die die Teilnahme angeordnet hat, nicht innerhalb der festgesetzten Frist die Bescheinigung über die vollständige Teilnahme an einem Aufbauseminar vorgelegt wird, wird die Fahrerlaubnis entzogen. Eine neue Fahrerlaubnis wird dann erst erteilt, wenn die Teilnahme am Aufbauseminar erfolgt ist.

Um die Frist nicht zu versäumen, ist es wichtig, sich unmittelbar nach Erhalt der Anordnung um einen Platz in einem Aufbauseminar zu bemühen. Denn es kann etwas dauern, bis in der Nähe ein Aufbauseminar beginnt und – frühestens 14 Tage nach Beginn - abgeschlossen ist."


Und zu Deinem Satz:

... zusätzlich zur normalen Geldstrafe.

Juristisch betrachtet, bekommst Du keine Geldstrafe, sondern wirst bei Ordnungswidrigkeiten nur mit einem Bußgeld oder einem Verwarnungsgeld belegt.

Geldstrafen gibt es nur bei Straftaten und anders als bei Bußgeldern und Verwarnungsgeldern in den feste Beträge festgelegt sind, wird eine Geldstrafe nur bei Begehung von Straftaten in Form von Tagesätzen verhängt, sie sich wiederum nach Deinem Einkommen richten.

Ein Tagessatz entspricht immer 1/30 Deines monatlichen Einkommens.

Schöne Grüße
TheGrow

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Welche geschwindigkeitsübertretung deiner Freundin zur Last gelegt wird, weiss sie erst, wenn der Bußgeldbescheid kommt.

Die Alternative wäre gewesen, sich an die Regeln zu halten. Besonders, wenn ich weiss, dass ich auf den Füherschein angewiesen bin. Und ganz besonders, weil ich weiss, dass ich durch erheblich zu hohe Geschwindigkeit Menschenlebe gefährde. Wem das egal ist, muss eben die Konsequenzen tragen.

Nein, du kannst das nicht anders machen! Das soll ja verhindern, dass alle "reichen" einfach zu schnell fahren und dann einfach jedes mal nur Strafe zahlen!

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