Ich würde mich gerne vegan ernähren, bin mir aber nicht sicher ob man sich als Veganer ausgewogen..

15 Antworten

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Die Amerikanischen Gesellschaft der Ernährungswissenschaftler (ADA) sagt folgendes:

Die Amerikanische Gesellschaft der Ernährungswissenschaftler (ADA) und der Verband kanadischer Ernährungswissenschaftler (DC) vertreten die Position, dass eine vernünftig geplante vegetarische Kostform gesundheitsförderlich und dem Nährstoffbedarf angemessen ist sowie einen gesundheitlichen Nutzen für Prävention und Behandlung bestimmter Erkrankungen hat. Etwa 2,5% der erwachsenen Bevölkerung in den USA und 4% der Erwachsenen in Kanada ernähren sich vegetarisch. Eine vegetarische Ernährung wird als eine Kostform definiert, die weder Fleisch, Fisch noch Geflügel enthält. Das Interesse am Vegetarismus scheint zu wachsen; viele Restaurants und Versorger von Bildungsstätten bieten routinemäßig vegetarische Mahlzeiten an. Ein beträchtliches Wachstum im Umsatz mit Nahrungsmitteln, die Vegetarier ansprechen, ist zu verzeichnen, und diese Lebensmittel finden Eingang in viele Supermärkte. Dieses Positionspapier untersucht die aktuellen wissenschaftlichen Daten in Bezug auf die wichtigsten Nährstoffe für Vegetairer, einschließlich Protein, Zink, Kalzium, Vitamin D, Riboflavin, Vitamin B12, Vitamin A, n-3-Fettsäuren und Jod. Eine vegetarische wie auch die vegane Ernährung entsprechen den gegenwärtigen Empfehlungen für alle diese Nährstoffe. In manchen Fällen kann die Gabe angereicherter Nahrungsmittel oder von Nahrungsergänzungsmitteln hilfreich sein, um den Bedarf für einzelne Nährstoffe gemäß den aktuellen Empfehlungen zu decken. Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Adoleszenz. Vegetarische Ernährungsformen bieten ernährungswissenschaftlich eine Reihe von Vorteilen. Hierzu zählen niedrigere Werte an gesättigten Fettsäuren, Cholesterin und tierischem Eiweiß sowie ein höherer Gehalt an Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Magnesium, Kalium, Folat, Antioxidanzien wie die Vitamine C und E sowie Phytochemikalien. Berichten zufolge weisen Vegetarier niedrigere Körpermasseindices auf als Nichtvegetarier, ebenso ist die Todesrate für ischämische Herzerkrankungen geringer. Vegetarier haben darüber hinaus niedrigere Cholesterin-Blutwerte, einen niedrigeren Blutdruck, leiden seltener an Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 sowie Prostata- und Darmkrebs. Auch wenn eine Anzahl staatlich finanzierter und institutioneller Ernährungsprogramme den Bedürfnissen von Vegetariern gerecht werden kann, gibt es zurzeit wenige Angebote, die für Veganer geeignet sind. Wegen der Verschiedenartigkeit der Ernährungspraktiken von Vegetariern sind individuelle Bewertungen der jeweiligen Nahrungsaufnahme erforderlich. Es liegt in der Verantwortung von Ernährungswissenschaftlern, Interessierte bei der Aufnahme einer vegetarischen Ernährung zu unterstützen und zu ermutigen. Sie können eine Schlüsselrolle einnehmen bei der Aufklärung von Vegetariern über Nahrungsmittelquellen spezifischer Nährstoffe, Nahrungsmitteleinkauf und -zubereitung sowie bei der Modifikation von Kostzusammenstellungen, die eventuell notwendig ist, um den individuellen Bedarf zu decken. Die Aufstellung eines Speiseplans für Vegetarier kann durch Benutzung eines Nahrungsmittelführers, der Angaben zu bestimmten Nahrungsmittelgruppen und Portionsgrößen enthält, vereinfacht werden.

J Am Diet Assoc. 2003;103:748-765. (Zusammenfassung des Thensenpapiers)

http://www.vebu.de/files/ADApositionpaper_2003.pdf

Die ADA hat fast 67.000 Mitglieder, davon ungefähr 75% registrierte Diätassistenten/Diaetologen/Ernährungsberater, 4% registrierte "diätetisch-technische" Assistenten (dietary technicians) für Diätetik und Ernährungsberatung.

Der größte Teil der Nahrung sollte aus viel verschiedenem Obst und Gemüse bestehen. Man sagt 5 Portionen pro Tag, möglichst von jeder Farbe etwas. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und in Maßen Nüsse, Samen und gute Öle sind ebenfalls wichtig, um mit allem was der Körper braucht versorgt zu sein.

Es gibt sonst keinen Inhaltsstoff in Tierprodukten, den in pflanzlichen Nahrungsmitteln nicht deutlich häufiger vorkommt. Mohn hat 25 mal soviel Calcium wie Milch. Leinsamen hat 30 mal soviel Omega 3 Fettsäuren wie Lachs. Getersilie hat 30 mal soviel Eisen wie Rindfleisch. Nur um mal ein paar Spitzenreiter aufzuzählen. Informiere dich einfach gut, dann wirst du wunderbar vegan leben können. Ein paar Basics beachten und cdann ist es ein Klacks.

Der einzige Streitpunkt ist B12. B12 kommt nur in den Ausscheidungen bestimmter Mikroorganismen vor. Diese befinden sich auch im menschlichen Darm. Einige behaupten, dass sie bei einer gesunden Darmflora ausreichend B12 produzieren, das ist aber nicht wissenschaftlich belegt. Wäre aber eine Erklärung dafür, dass es vegane Naturvölker gibt, die besonders hohe b12werte haben. Dass heutzutage kaum noch B12 auf pflanzlicher Nahrung zu finden ist, liegt daran, dass der Mensch durch Spritzmittel und (übertriebene) Sauberkeit die Mikroorganismen und ihre Ausscheidungen entfernt. Da finde ich es vollkommen ok, wenn man es der Nahrung anschließend wieder zuführt, wenn man nicht auf naturbelassene Nahrung zurückgreifen kann. B12 ist heutzutage in etlichen Säften, Kellogs, Bonbons, Drinks usw. enthalten. Übrigens wird mittlerweile auch Massttieren oft B12 gespritzt, da sie durch den hohen Einsatz von Antibiotika und die schlimmen Haltungsbedingungen einen B12mangel haben - auch keine bessere Art der Versorgung.

Tolle Entscheidung! Nicht nur für deine Gesundheit, unser Klima, die Umwelt, den Regenwald, hungernde Menschen und natürlich unsere Mitgeschöpfe, die Gefühle und Bedürfnisse haben, aber viel zu oft wie Dreck behandelt werden.

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@Paschulke82

Perfekte Antwort, dem gibts nichts hinzuzufügen!

(Ich selbst lebe übrigens seit 6 Jahren mittlerweile vegan, bei Fragen kannst du dich also auch gern an mich wenden.)

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@Paschulke82

Es gibt keine guten Öle. Auch wenn z.B Olivenöl nur monounsaturated fats hat und leinöl ALA, sind alle inflationär. Das heißt die Zellen werden angegrifen, es kommt zu körpereigenen Stress und Oxidation was viele, wenn auch in Maßen nicht all zu schlimme Reaktionen im Körper herbeiführt.

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Die ADA hat fast 67.000 Mitglieder, davon ungefähr 75% registrierte
Diätassistenten/Diaetologen/Ernährungsberater, 4% registrierte
"diätetisch-technische" Assistenten (dietary technicians) für Diätetik
und Ernährungsberatung.

Also Leute, die mit diesen Märchen Geld verdienen.

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@BigBene

Ach, und die selbstlose Tierprofitlobby tut das nicht, wenn sie uns weismachen will, wie wichtig, natürlich und notwendig Fleisch und Co. angeblich doch sei ?

Alles klar ! ;)

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du solltest viel obst und gemüse essen und auch zink wäre nicht schlecht. über deine gesundheit brauchst du dir keine sorgen machen sofern du dich richtig ernährst. wenn du willst kann ich dir rebzepte für eine woche geben die gerade für das einsteigen gut sind. du musst allerdings jeden tag kochen ^^

Ausschliesslich vegane Ernährung kann auf Dauer gesundheitliche Schäden verursachen, das ist wissenschaftlich erwiesen. Problem bei rein veganischer Ernährung ist oft ein Mangel an wichtigen Vitaminen. Z. B. Vitamin B 12 oder andere. Veganer geben das zwar nicht zu. Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung und die kann man mit der einseitigen Ernährung die Veganer nun mal machen, nicht erreichen. Auf Dauer gesehen führt das zu Mangelerscheinungen und damit einhergehend, gesundheitlicher Probleme. 

Ontario magst du mir bitte einmal die wissenschaftlichen Quellen verlinken, die die gesundheitlichen Schäden beweisen?

Mir geht es seit der Ernährungsumstellung nämlich nur besser - in allen Belangen.

Ich bin wacher, konzentrierter, habe kein Suppenkoma nach dem Essen mehr, schlafe besser und die Haut ist auch besser geworden - achja und der Blutdruck ist gesunken.

Welche wichtigen Vitamine werden denn von Tieren produziert?

Zum B12: Auch du nimmst künstlich hergestelltes Vitamin B12 zu dir - halt nur indirekt. B12 wird den Tieren nämlich substituiert ( also sie werden mit Vitamin B12 Tabletten gefüttert). Wenn ich also B12 Tabletten nehme, spare ich mir nur den Umweg über die Tiere.

Bitte informiere dich über die vermeintlichen Argumente gegen den Veganismus, bevor du dich zu dem Thema äußerst. Wer weiß, vielleicht wirst du dabei ja auch Veganer, weil dich die Vorteile überzeugen :D

Einen besinnlichen 2. Advent wünsche ich ;)

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@BBXBLOXX

Ich glaube, dass es da selbst unter der Ärzteschaft differnzierte Meinungen gibt. Im TV "Gesundheitsmagazin" wurde über dieses Thema schon des öfteren diskutiert. Die "PRO" denken anders als die "CONTRA".

Bei einer rein veganen Ernährung nimmt man eben nicht all die Stoffe auf, die man ansonsten bei einer "uneingeschränkten" Ernährunsgweise einnimmt. Dazu zählen eben auch die Vitamine.

Wer sich vegan ernährt wird genauso krank wie Andere auch, Derjenige erkrankt eben an anderen Krankheiten, die auf Mangelerscheinungen beruhen.

Ich bin zwar auch der Meinung, dass die Massenteierhaltung bei uns ein Verbrechen gegenüber der Kreatur ist. Das aber war hier nicht die Frage

Dein Gemüse, Obst und alles was du zu dir nimmst, du hast nie die Sicherheit, dass alles frei von Pestiziden ist. Was glaubst du wieviele Nahrungsmittel die als "Bio" verkauft werden, diese Qualifizierung nicht verdienen ? Es gibt wie überall, schwarze Schafe, wenn es darum geht, mehr Profit machen zu können.

Es wäre nicht das erste Mal, dass man in Bioprodukten Schadstoffe findet. Eine Grantie hast du nicht und wirst wahrscheinlich die Nahrungsmittel die du zu dir nimmst, nicht auf Schadstoffe überprüfen lassen.

Du hast eben Vertrauen in deine Lieferanten und das bestärkt dich zu glauben, dass du gesünder lebst als Andere. . Man kann eben auch mit Trugschlüssen leben.

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@Ontario

Du solltest hier nicht außer acht lassen, dass gerade viele sog. Mischköstler an Mangelerkrankungen leiden...

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@BBXBLOXX

Ich kann jeden verstehen, dass derjenige der sich anders ernährt, dazu steht und keinerlei Argumente zulässt, die gegen seine Art der Ernährung sprechen.

Es kommen immer wieder Berichte im TV von Ärzten, die sagen, dass eine ausschliesslich vegane Ernährung nicht alle notwendigen Vitamine dem Körper zukommen lassen, die er braucht. Im Gemüse findet man eben nicht die Vitamine die im Fleisch oder Fisch enthalten sind.

Wenn man sich mit Tabletten fehlende Vitamine zuführen muss, so halte ich das nicht für den richtigen Weg. Das zeigt doch, dass es einen Mangel an Vitaminen gibt, wenn man ergänzende Massnahem ergreifen muss, um gesund zu bleiben und Mangelerscheinungen aus dem Wege gehen will.

Oder diese meist überteuerten Nahrungsergänzungsmittel zu sich nimmt, die am Ende weniger wert sind, als sie versprechen.

Dass die bei uns angewandte Massentierhaltung abzulehnen ist, da stimme ich mit dir überein. Wir haben zwar ein Tierschutzzgesetz, welches bei der Massentierhaltung total verpufft. Schweine die in kürzester Zeit auf ein Schlachtgewicht gebracht werden, sich in engen Gattern nicht bewegen können, ist eine Schande.

Man kann sich zum Glück auch mit Fleisch versorgen, welches zwar mehr kostet, aber ohne gesundheitsschädliche Aufbaustoffe, erzeugt wird.Man muss eben dazu bereit sind, tiefer in die Tasche zu greifen.Das betrifft auch die Aquakultur bei der Fischzucht. Da müssen eben Zusätze ins Waser gegeben werden, um Krankheiten unter den Fischen zu vermeiden, die auf engstem Raum gehalten werden.

Im Grunde geht es um den Moloch Geld. Dem kann man aber entgegenwirken, wenn man Produkte aus solchen Zuchtstationen nicht kauft.

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Musst halt die ganzen Nahrungsbestandteile - Proteine, Kohlenhydrate, Mineralien,Eisen, Ballaststoffe etc - in ausreichenden Mengen zu dir nehmen. Aber da gibts bestimmt auch Tabellen. Informier dich am besten, bevor du anfängst, deine Ernährung schrittweise umzustellen. Ich glaub sogar, dass pflanzliche Fette und Eiweise gesünder sind als tierische.

Es wirkt sich schon Negativ auf die Gesundheit auf da du die bestimmten Proteine in Eiern oder Milch brauchst. Vegetarier ist schon 'schlecht' ;)

Bestimmte Proteine, soso. ^^

Ich schätze mal, du meinst die Aminosäuren? Es gibt keine essentiellen Aminosäuren, die nicht in Pflanzen vorkommen. ;) Zudem haben die Menschen hierzulande eine deutlich höhere (im Schnitt 50%) Proteinaufnahme, als gesund ist - selbst VeganerInnen liegen noch deutlich über den Richtwerten. Um die Proteinversorgung muss sich also wirklich niemand Gedanken machen.

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@CanIscream

So ist es. Veganer liegen zwar noch deutlich über den Empehlungen,allerdings deutlich näher daran als ein Gemischtköstler.

Allgemein sind pflanzliche Eiweiße den tierischen Eiweißen vorzuziehen, da sie im Stoffwechsel leichter aufgeschlüsselt werden können, also schneller verwertet werden. Zudem haben tierische Eiweiße den Nachteil, dass sie fett- und cholesterinreich sein können und den Stoffwechsel belasten.

http://www.planetsenior.de/eiweisse/

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Sry, aber dir fehlt jegliches Wissen dazu. Vielleicht solltest du nochmal nachlesen bevor du eine komplett falsche Antwort schreibst. Alles, was man braucht steck in pflanzlicher Nahrung. Das mit den Proteinen ist Quatsch.

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