Ich will meiner Familie das nicht antun, hab keine Ahnung was ich tun soll?

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Support

Liebe/r MaybeltsLove,

Deine Situation klingt sehr besorgniserregend. Sprich bitte unbedingt mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein. Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz). Zögere im Notfall bitte nicht, den Notruf 112 zu wählen!

Herzliche Grüße

Renee vom gutefrage-Support

10 Antworten

Hallo MaybeltsLove,

es tut mir sehr leid, dass Du Dich im Moment so ausweglos fühlst, dass Du Dir wünscht, es hätte mit dem Selbstmord geklappt! Auch wenn Du Dir das gerade nicht vorstellen kannst: Es kann auch in Deinem Leben wieder bergauf gehen! Normalerweise ist keine Situation so ausweglos, dass es keinen Grund gibt, auf eine Besserung zu hoffen. Denke einmal über die folgenden drei Gründe nach, weswegen es sich doch noch lohnen könnte, weiterzuleben.

Ein erster Grund: Deine Umstände können sich ändern

Denke immer daran, dass sich belastende Situationen, egal wie ausweglos sie im Moment erscheinen, ändern und sich sogar plötzlich zum Besseren wenden können. Selbst wenn das nicht so schnell geschieht, wie man sich das wünscht, sollte man nicht versuchen, alle Probleme auf einmal zu lösen, sondern jeden Tag für sich zu sehen.

Natürlich gibt es auch immer Umstände, die sich nicht mehr ändern lassen, z.B. wenn man an einer chronischen Krankheit leidet, einen geliebten Menschen durch den Tod verliert oder eine Ehe in die Brüche geht. Auch in diesen Fällen kann man etwas tun: Die eigene Einstellung ändern. Man kann entweder dem unabänderlich Geschehenen endlos nachtrauern oder aber sich innerlich damit abfinden. Dann gelingt es besser, die eigene Situation positiver zu sehen. Auch hält man eher danach Ausschau, wie man mit der Situation klarkommen kann, statt mit drastischen Mitteln allem ein Ende zu machen. So kommt man an den Punkt, wo man einer Situation, die unveränderlich erscheint, nicht mehr völlig hilflos ausgeliefert ist.

Du solltest auch folgendes niemals vergessen: Kann man einen Berg nicht auf einmal ersteigen, schafft man es vielleicht in mehreren Etappen— also Schritt für Schritt. Dasselbe gilt für die meisten Hindernisse im Leben, ganz gleich wie riesig sie einem vorkommen.

Du kannst auch eines sofort tun: Mit jemandem über die Situation reden, zum Beispiel mit einem Freund oder einem Familienangehörigen. Vielleicht kann er oder sie Dir helfen, die Lage nicht mehr so schwarz zu sehen.

Ein zweiter Grund für ein Ja zum Leben: Es gibt Hilfe!

Eine Hilfe können Menschen sein, denen man am Herzen liegt. Das können Angehörige, Freunde und auch andere sein, die persönlich an Dir interessiert sind. Wenn sie auch nicht immer von selbst auf Dich zukommen mögen, so kannst Du sie vielleicht ansprechen und in einem vertraulichen Gespräch Dein Herz ausschütten.

Dann ist da ja auch noch professionelle Hilfe, die man bei Selbstmordgedanken unbedingt in Anspruch nehmen sollte. Oft steckt hinter diesen Gedanken eine schwere Depression, für die sich niemand schämen muss, genauso wenig wie man sich für eine körperliche Krankheit schämen muss. In einem Buch wird die Depression als „Schnupfen“ unter den psychischen Erkrankungen bezeichnet. Rein theoretisch kann sie jeder bekommen— und es gibt Behandlungsmöglichkeiten. Sind Deine Selbstmordgedanken sehr stark oder anhaltend, solltest Du Dich informieren, wo Du Hilfe erhalten kannst, vielleicht bei Notfall-Hotlines oder anderen Beratungsstellen für Suizidprävention. Sie sind mit geschultem Personal besetzt. Hier sind einige Anlaufstellen, an die Du Dich wenden könntest:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111
0800 - 111 0 222
0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

- Online-Beratung: Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de .

Vergiss bitte nicht, dass Du z.B.aus schweren Depressionen allein nicht wieder freikommst, aber wenn Dir jemand hilft, kannst Du es schaffen! Vielen hilft auch eine ambulante Therapie, um wieder mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und Strategien zur Bewältigung der Probleme zu finden. Wichtig ist es auch, jemanden zu haben, zu dem man Vertrauen hat und bei dem man immer sein Herz ausschütten kann.

Hier noch ein dritter Grund, weiterzuleben: Es gibt Hoffnung!

Auch wenn Du schon lange an Deine Grenzen gestoßen bist, heißt das nicht, dass nicht irgendwann ein Hoffnungsstrahl aufleuchtet. Wie bereits gesagt, ändern sich Situationen, es bleibt nicht für immer alles gleich trost- und hoffnungslos. Deine Krankheit kann wie ein langer dunkler Tunnel sein, dessen Ende Du im Moment noch nicht sehen kannst. Denke jedoch daran, dass irgendwann auch der längste Tunnel zu Ende ist und man wieder das Tageslicht erblickt. Vielen vor Dir ist es schon so ergangen, und so kann es auf in Deinem Fall sein! Auch wenn es schwer ist, mache Dir jedoch eines zum Motto: "Aufgeben ist keine Option". Diese Einstellung kann Dir dabei helfen, niemals die Hoffnung zu verlieren, egal wie dunkel es um Dich herum gerade aussieht.

Außer diesen praktische Hinweisen, möchte ich Dir zum Schluss auch noch einen kleinen Tipp aus der Bibel geben. Ich fand einmal einen sehr schönen Text in den Psalmen, der zeigt, dass wir uns mit unseren Sorgen und Problemen jederzeit an Gott wenden können. Der Text lautet: " O Hörer des Gebets, ja zu dir werden Menschen von allem Fleisch kommen." (Psalm Kapitel 65, Vers 2). Ich selbst habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Gebete nicht einfach ins Leere gehen. Gott kann einem helfen, auch wenn er nicht durch ein Wunder die Krankheit beseitigt.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Dein schlimmes seelisches Tief zu überwinden und Du die Entdeckung machst, dass es sich auch in Deinem Fall lohnt, weiterzuleben. Alles Gute!

LG Philipp

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Ihr alle, Deine ganze Familie und Du, solltet einen Termin bei der nächsten Beratungsstelle der Landesstelle für Suchtgefahren machen. 

Lasst Euch bitte getrennt beraten. Also Du für Dich und Deine Familie als Angehörige für sich. 

Wenn es da einen Angehörigenkurs gibt, dann sollte Deine Familie daran unbedingt teilnehmen. Die sind in der Regel sehr gut. 

Du brauchst auf jeden Fall regelmäßigen Kontakt zu einer Selbsthilfegemeinschaft. So wie Du drauf bist solltest Du mindestens drei Monate lang jeden Abend so ein Treffen besuchen. 

Selbstverständlich ersetzen diese Maßnahmen nicht die fachärztliche Hilfe, die Du unbedingt benötigst. Du gehörst, anders ausgedrückt, in die Hände eines Psychiaters. Dieser sollte auf Suchterkrankungen spezialisiert sein. 

Sowohl die Beratungsstelle als auch die Selbsthilfegemeinschaften kennen sich bezüglich fachlicher Hilfe gut aus. 

Über Eines solltest Du Dir klar sein:

Wenn Du tot bist werden Deine Eltern ein Leben lang sehr leiden. Denn dann ist absolut Nichts vorbei. Sie werden sich dann im Gegenteil ein Leben lang schwerste Vorwürfe machen. 

Deine Familie darf es Dir also wert sein, es wenigstens mit den von mir vorgeschlagenen Möglichkeiten mindestens drei Monate regelmäßig versucht zu haben. 

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Probleme sind da, um gelöst zu werden. Es gibt kein Problem, welches nicht gelöst werden kann.

Also packe es an! Dein so junges Leben ist zu schade, um es einfach wegzuwerfen. Du hast noch so viele positive Erlebnisse vor dir.

Suizid ist zwar die einfachste Möglichkeit aller Problemlösungen, aber damit ist niemandem geholfen, dir nicht und deinem Umfeld erst recht nicht, im Gegenteil. Statt dessen solltest du kämpfen. Hörst du - kämpfen! und dich nicht so einfach aus dem Leben schleichen.

Mach was aus deinem Leben, lasse den Suizid Vergangenheit werden. Nimm jede Hilfe in Anspruch, die du bekommen kannst, wenn du es nicht alleine schaffst. Lasse dich vom Arzt behandeln, du bist momentan depressiv, aber es kommen wieder bessere Zeiten, glaube mir. Du wirst Freude am Leben haben.

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In diesem Fall ist es hilfreich egoistisch zu denken und eine Lösung für dein Problem zu finden (Abhängigkeit). Dass deine Familie unter dir leiden könnte sollte dir erstmal egal sein(Warscheinlich nimmt es deine Familie garnicht mal so war und du mumaßt nur in übertriebener Weise über deren Gefühle). Vielleicht kannst du ihnen ja etwas Gutes tuen, wenn du dein Leben wieder im Griff hast. Das sorgt häufig eine Stärkung des gegenseitigen Vertrauens was in der Zukunft nützlich sein kann.

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Du säuselst vom Leid deiner Familie? 

Wenn du dich umbringst dann kriegst du das unermessliche Leid lediglich nicht mehr mit.

Gehe in eine Klinik. Lass dir helfen. 

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ENTSCHEIDE dich!!!!!

allein dass du hier postet bedeutet doch, du willst nicht sterben.

das schlimmste ist, dazwischen zu hängen. weder tot noch lebendig. das ist eine qual nicht nur für dich sondern für deine ganze Umgebung. übernimm VERANTWORTUNG!

dazu gehört sich zu entscheiden, will ich leben oder nicht.

halbherzigkeiten rauben Energie von allen. übernimm die vernatwortung für dich und dein leben. such dir einen Therapieplatz, eine klinik, irgendetwas, oder irgendjemand, der dir in den allerwertesten tritt!!!

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Hol dir professionelle Hilfe. Geh zu einem Psychologen. Dieser grad zwischen Leben und Tod ist gefährlich, ich kann dir noch empfehlen vielleicht mal bei der "Nummer gegen Kummer" anzurufen, wenn du nicht schnell genug einen passenden Psychologen findest.

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Kommentar von teafferman
17.07.2017, 23:15

Psychologen machen sich strafbar, wenn sie für solche Aufgaben Unterstützung anbieten. Dafür sind Psychiater und Psychotherapeuten zuständig. 

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Lass dir helfen. Nicht mal deiner Familie zuliebe ( ok, die würde es auch freuen); einfach wegen dir selbst.

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Es gibt noch so viel da da draußen. Du kriegst das Leid nicht mit was dan deine Familie durch macht aber davon hat keiner was.
Ich bitte dich. Las dir Helfen. Es gibt immer etwas oder sogar jemanden für den es sich lohnt.

Ob du weitermachst oder an deiner Vergangenheit zerbrichst und aufgibst, liegt jetzt ganz bei dir. Dein Leben und Zukunft liegt in deinen Händen.

Verschwende das Leben nicht. Kämpfen lohnt sich. Glaub mir

Ich bin mir sicher du triffst die richtige Entscheidung. Du wurdest gerettet.
Nutze es in vollen Zügen.

Ich wünsch dir viel Glück, du wirst das schaffen  🍀 🍀Lg...

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Gehe sofort ins nächstgelegene BKH !

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