Ich will meine Religion wieder 'lieben' können und dran glauben nur wie?

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21 Antworten

Ich war für eine Zeit 'unreligiös' bzw ich habe keinen Glauben gegenüber
Allah und meine Religion mehr gespürt. Doch ich will das wieder zurück
und ehrlich gesagt bereue ich vieles, sehr vieles (hatte viel zu viele
Vorurteile)

Hm. Für glauben kann man sich nicht entscheiden. Entweder du glaubst, es würde ein gott existieren, oder du glaubst es eben nicht. Wenn deine vernunft dir sagt, dass die existenz eines gottes (bzw. die existenz eines gottes, der die eigenschaften hat, die göttern in religionen wie judentum, christentum oder islam zugeschrieben werden) sehr unwahrscheinlich ist... dann ist das nun mal so. Auch wenn du mit aller mühe versuchst, dich gegen diese erkenntnis zu wehren, weil du vielleicht denkst, du wärst glücklicher als gottgläubiger mensch - es wird nichts nützen. Am ende wirst du damit weder glücklich noch erfolgreich sein. Es ist nie die richtige lösung, sich selber zu betrügen.

Viel mehr solltest du dir die frage stellen, warum du plötzlich zu deinem glauben zurückkehren willst. Vielleicht fehlt dir etwas im leben, dass du gerne durch glaube/religion kompensieren möchtest. Dann wäre es aber wie gesagt keine gute idee, diese lücke dadurch zu füllen, indem du deine eigene vernunft betrügst. Was also ist es, was dir fehlt? Ein gruppenzugehörigkeitsgefühl? Hoffnung? Liebe (der eltern o.ä.)? Suche danach und überlege dann, wie du diese lücke schließen kannst, ohne dich selbst zu betrügen.

Übrigens musst du als atheistin (oder nicht-monotheistin oder meinethalben auch bloß nicht-muslima... was auch immer du momentan bist) den islam ja nicht automatisch hassen! Es ist schön und gut, wenn du bemerkst, dass du früher ein paar blöde vorurteile hattest. Vorurteile sind nie gut. Aber deine vorurteile und deine abneigungsgefühle dem islam gegenüber abzubauen, ist kein argument dafür, wieder muslima zu werden. Es genügt doch zu sagen, okay, früher war ich etwas voreingenommen, heute betrachte ich den islam differenzierter. Da gibt es sicher glaubensinhalte, die findet man okay und dann gibt es glaubensinhalte, die sind schwachsinn. Aber deswegen muss man sich nicht gegen seine vernunft stellen und sich selbst wieder dazu zwingen, zu glauben. Was du dir im moment denkst, ist: "Hmm, früher habe ich noch an den islam geglaubt und bloß wegen meinen vorurteilen, die im nachhinein nicht ganz richtig waren, hat sich eine abneigung entwickelt. Also müsste ich jetzt wieder muslima werden." Das ist aber ein denkfehler! Überlege dir mal, wieso du überhaupt gläubig geworden bist. Richtig, weil deine eltern dich so erzogen haben. Du hattest gar keine andere wahl. Wärst du in einer deutschen/atheistischen familie aufgewachsen, wärst du niemals erst gläubig geworden ;) Hier ist mein rat also eindeutig: Vorurteile und (rein emotionale) abneigung abbauen. Trotzdem rational und realistisch bleiben und sich auf die eigene vernunft verlassen.

Bei mir ist es genau so. Ich bin agnostischer atheist. Soll bedeuten, ich glaube nicht, dass so etwas wie ein gott existiert, weil dies schlichtweg unwahrscheinlich und irrational ist. Schon gar nicht glaube ich an die gottesversionen, die uns die religionen auftischen wollen. Ich würde aber nicht behaupten, dass ich wüsste, dass kein gott existiert. Deswegen "agnostisch". Auch wenn ich nicht gläubig bin und von religionen im allgemeinen nicht viel halte, respektiere ich trotzdem den glauben der vielen christen, muslime, juden etc auf dieser welt. Solange diese leute ihren glauben friedlich und auf basis unserer gesetze leben, ist doch alles in ordnung. Religion ist gut für den, dem sie gut tut. Islamhass, wie er von pegida oder der afd gesät wird, ist hingegen scheußlich. Ich denke, dass der islam in der richtigen auslegung gewiss menschen glücklich machen und ein gefühl von lebenssinn schenken kann. Das ändert aber nichts an der tatsache, dass das monotheistische glaubenskonstrukt absolut irrational ist :)

Ich hoffe du wirst noch weiterhin gründlich über dieses thema nachdenken.. denken ist immer gut. Philosophie ist die "liebe zur weisheit" :)

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Kommentar von Zicke52
07.06.2016, 15:29

charismaticus, sehr gut und differenziert ausgedrückt!

Genauso halte ich es: ich bin Exkatholik (in sehr religiösem Umfeld aufgewachsen) und mit zunehmendem Alter ganz ohne mein Zutun Atheist geworden. Meine Vernunft hat sich einfach breitgemacht und mir keine Wahl gelassen.

Aber ich bin deswegen kein Kirchenhasser, im Gegenteil, ich verbinde nur gute Kindheitserinnerungen mit der Kirche. Mich hat kein Priester vergewaltigt, und die meisten Freizeitaktivitäten und alle Ferienlager verdanke ich als Kind armer Leute kirchlichen Organisationen. Auch finde ich gewisse Inhalte des NT nach wie vor sehr positiv, andere wiederum halte ich für Mist. Ich halte es mit den Empfehlungen der Bibel halt wie mit allen anderen: die guten ins Töpfchen, die schlechten auf den Müll.

Aber man kann nicht leugnen, dass Kirchen und Religionen sehr intrusiv und mit einem Leben als selbstbestimmender Erwachsener nicht vereinbar wären. Auch vehikulieren sie gewisse menschenrechtswidrige Ideen (manche mehr, manche weniger), weshalb mich blindgläubige Erwachsene schon ein bißchen beunruhigen.

Glaube ist allerdings davon unabhängig, ob man etwas gut oder schlecht findet. Er hängt davon ab, ob man etwas glaubwürdig findet oder nicht. Schliesslich glaubt man auch an den Teufel, obwohl man ihn böse findet.

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Wir können uns unsere eigenen Gefühle leider nicht aussuchen. Das ist bei der Liebe so, aber auch bei den Dingen, gegen die wir einr Abneigung verspüren.

Deshalb wirst du es nicht aus eigener Kraft schaffen, wieder an den Islam zu glauben und ihn auch nicht mittels einer Strategie lieben lernen. Wenn dein Herz da schon eine Barriere aufgebaut hat, wirst du sie nicht einfach einreißen können.

Du hast das Glück, in einem Land zu leben, in dem Religionsfreiheit herrscht. Niemand kann dich zwingen zu glauben. Niemand kann dich zwingen, die Religion zu lieben. Und dich selbst zwingen solltest du erst recht nicht, denn das wird dir sowieso nicht gelingen.

Da der Islam aber bestimmt einen bedeutenden Teil der kulturellen Identität deiner Familie ausmacht, solltest du dich unbedingt (auch und vor allem ktitisch) mit ihm auseinandersetzen. Befasse dich mit der Lehre des Islams. Lese den Koran. Unterhalte dich mit anderen Menschen, denen es vielleicht genau so geht wie dir. Das müssen nicht unbedingt nur Moslems sein, vielleicht findest du die Antworten auf deine Fragen auch im Gespräch mit Angehörigen anderer Religionen. Aber rede besonders mit den Mitgliedern deiner Familie. 

Vielleicht entwickelst du über das Interesse zur Religion sogar wieder positive Gefühle und ein Zugehörigkeitsgefühl dazu. Aber es kann auch das Gegenteil eintreten, und du merkst, dass dieser Glauben gar nichts für dich ist und dein Leben nicht bereichert, sondern einschränkt. Wenn das der Fall ist, nimm Abstand. Wenn du nicht glauben kannst, dann kannst du es halt nicht. Für viele Leute ist der Islam wegen seiner oft sehr strengen Regeln nicht die geeignete Religion, und sie stehen ihm kritisch gegenüber.

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Hallo!

Keine Sorge, ich werde bestimmt keinen dummen Kommentar abgeben.

Nun: Es ist menschlich, dass man sich nicht immer seiner Religion hingezogen fühlt, was oft am Alltag liegt, und nicht daran, dass man seinem Glauben entsagt hat. Kommt eben vor. Tief in deinem Herzen aber, ist deine Religion tief verankert. Das merkst du jetzt doch daran, dass du von dir aus wieder zurückfinden möchtest. Also mach dir keine Sorgen, denn dieses Gefühl, das dir abhanden kam, wird sich schon bald wieder fest einstellen.

LG

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Mag Schwer klingen, aber wenn dein Herz alleine nicht sagt "Ich bin für den Islam", dann kannst du nix machen.

Denn dann müsstest du dich zwingen, und Zwang hat doch nix mehr mit Liebe zu tun oder?

Glaube bedeutet ja Überzeugung, einem Anhänger einer anderen Religion der ebenfalls diese Überzeugung verloren hat, wird es nicht anders ergehen. Hast du dir denn überlegt, ob du auch schon vorher Zweifel hattest?

Das soll kein Vorurteil oder ein Vorwurf sein, aber jemand der an etwas wirklich glaubt der verliert diesen nicht wirklich, vielleicht soll es auch ja so sein, denn das weißt du nicht.

Hoffe du betrachtest meine Antwort so sachlich wie möglich,

LG Dhalwim

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Kommentar von LuzifersBae
07.06.2016, 14:19

Ich hatte nie Zweifel an meiner Religion. 

Ich glaube es liegt einfach an meiner Familie, die verstehen den Islam einfach zu 100% falsch das ich keine Liebe mehr gegenüber Islam empfinde und DAS ist falsch. 

Die unterdrücken die Frau, hassen schwule/ungläubige etc., diese 0815 Vorurteile und zurückgebliebene Art eben. Das hat doch nichts mehr mit dem Islam zutun was die da alles von sich geben, und dann nennen sie sich noch selbst 'Muslim'.... Das regt mich einfach auf das ist ungerecht. Und irgendwie will mein Unterbewusstsein halt dagegen 'protestieren', deshalb kommt diese Liebe. nicht mehr zurück ...Das klingt bescheuert, denn wieso s.heiss ich denn einfach nicht auf diese Menschen? Ich weiß es selber nicht und bin ehrlich gesagt verzweifelt. 

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Kommentar von hooperL
08.06.2016, 00:42

bin selber ex muslim und es ist aber wirklich nun mal so, dass die meisten muslime gegen homosexuelle sind... und mit nem atheisten würden viele (nicht alle) nicht befreundet sein wollen, weil sie sich dann denken "dann hat er ja keine angst vor gott, also hat er angst vor nichts und ist bestimmt ein böser mensch" usw. und sie kommen zwar mit "ungläubigen" klar, wenns aber einer aus der familie ist, können sies oft nicht tolerieren... ist also nicht nur bei deiner familie so. ist leider bei den meisten so...

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mit 16 bist du in einer wichtigen umbruchphase. ich war etwas früher als du aber eben auch in der Pubertät ein Jahr sehr stark gläubig (nicht religiös sondern habe nur an Gott geglaubt). Jeden Tag habe ich mehrfach gebetet und sehr viel um Rat gefragt. Aber genau in dieser Phase habe ich meinen Glauben verloren. Es gab keine richtigen Gründe dafür. Vielleicht brauchte ich die Religion einfach nicht mehr.

Ich glaube das Glauben so etwas ist wie kindliches Vertrauen, wenn Du weißt was ich damit meine. Wenn es einmal weg ist, wird es auf diese Weise nicht mehr zurückkommen. Vielleicht ist es an der Zeit für Dich Deinen Horizont zu erweitern, in viele Lebenskonzepte zu schauen, vielen Menschen zu zu hören (natürlich auch Muslimen aber eben nicht nur) und so Deinen eigenen Weg zu machen.

Die Phase in der Du jetzt lebst, ist sehr verwirrend und sicherlich auch sehr erschreckend für Dich, deshalb hol Dir Menschen, die Dir menschliche Wärme geben und verbringe viel Zeit mit Ihnen.

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Kommentar von LuzifersBae
07.06.2016, 04:59

Du hast das genau auf den Punkt gebracht denn genau so fühle ich mich! Ich persönlich war immer eine Person die den Islam geliebt und gelebt hat. Aber vieles passt einfach nicht mehr zu mir, es ist halt wie das kleine Teddybär was man mal als Kind geliebt hat - aber mittlerweile nicht mehr beachtet, dummer Vergleich aber so ist es eben. Wie sehr ich es auch versuche ich kann diese Religion nicht mehr wie früher lieben. Bei anderen Religionen ist es dasselbe. 

An Gott glaube ich natürlich trotzdem aber ich will mich den Islam nähern ... Das tut mir ehrlich gesagt sehr weh, schließlich glaube ich ja noch teilweise daran - nur nicht wie früher ....  

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Kommentar von Verdeachtig
07.06.2016, 05:27

Der Menschen ist grundsätzlich von Natur aus Emotional und untertänig - von daher ist Religion für Sie ein "Trostfunktion".

Eltern(auch Urahnen) nutzen meist diese Emotion aus, um Ihr eigenen Kinder an eine Religion herbeizuführen -> Sie erleiden unter Trauma.

Es ist eine ähnliche Art wie "Lernen und Lernstrategien".

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Also wenn du nicht an deine religion glaubst dann ist das so, man kann sich nicht dazu zwingen etwas zu glauben. So wie du dich nicht dazu zwingen kannst dich in eine bestimmte person zu verlieben. Im gegenteil der zwang verhindert das sogar... Gefühle kann man nicht erzwingen, bleib einfach offen dann kommt alles von selbst :)

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Wenn du das Gefühl hast dich mit deiner Religion nicht mehr identifizieren zu können, warum dies erzwingen? Es hat sicher seinen guten Grund, warum du nicht mit diesem Glauben im Einklang bist... Das Wichtige ist einer Religion aus eigener Überzeugung beitreten zu können.

Ich gehöre dem evangelischen Christentum an und wurde danach getauft und erzogen. Teilweise wurde ich sogar als Kind "gezwungen" an christlichen Aktivitäten teilzunehmen - Ich habe mich nicht wirklich dagegen gewehrt, aber es war einfach nervig und spießig dieses ständige Gottgelabere - Der Glaube an etwas, dass völlig irrational erscheint. Das ist der Grund warum ich mich später davon distanziert habe und in meiner Überzeugung religionslos wurde, obwohl ich auf dem Papier immer noch Christ war... ganz einfach weil ich mir keinen Glauben aufzwingen lassen wollte. Ich habe sogar mit anderen Religionen sympathisiert wie z.B. dem Buddhismus oder dem Hinduismus. Es ist später von ganz allein geschehen, dass ich wieder zu meinen Wurzeln zurückgefunden habe und auch mit meiner Religion wieder sympathisiere, ganz einfach weil ich in meinem Kreis sehe und beobachte, was die evangelische Gemeinde am Ende bringt: Sie verbindet Menschen aller Orte, übt Nächstenliebe und legt auf gegenseitigen Respekt besonders Wert, auch z.B. in Liebe, Ehe und Partnerschaft. Auch ist die Religion viel offener als der katholische Glaube. Das alles sind Gründe warum ich wieder Sympathie dafür aufgebaut habe, auch wenn ich deshalb noch kein Religionsfanatiker bin. Ich denke auch, dass das die wichtigsten Voraussetzungen sind, um überhaupt mit einer Religion in den Einklang zu kommen, oder vllt. darüber nachdenken sollte in einen anderen Glauben zu konvertieren. Doch meistens ist es dann so, dass man lieber seinem eigenen Glauben folgt, als von der gebürtigen Religion in eine andere Religion zu wechseln.

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Kommentar von frax18
07.06.2016, 05:17

Wenn du das Gefühl hast dich mit deiner Religion nicht mehr identifizieren zu können, warum dies erzwingen? Es hat sicher seinen guten Grund, warum du nicht mit diesem Glauben im Einklang bist... Das Wichtige ist einer Religion aus eigener Überzeugung folgen zu können.

Ich gehöre dem evangelischen Christentum an und wurde danach getauft und erzogen. Teilweise wurde ich sogar als Kind "gezwungen" an christlichen Aktivitäten teilzunehmen - Ich habe mich nicht wirklich dagegen gewehrt, aber es war einfach nervig und spießig dieses ständige Gottgelabere - Der Glaube an etwas, dass völlig irrational erscheint. Das ist der Grund warum ich mich später davon distanziert habe und in meiner Überzeugung religionslos wurde, obwohl ich auf dem Papier immer noch Christ war... ganz einfach weil ich mir keinen Glauben aufzwingen lassen wollte. Ich habe sogar mit anderen Religionen sympathisiert wie z.B. dem Buddhismus oder dem Hinduismus. Es ist später von ganz allein geschehen, dass ich wieder zu meinen Wurzeln zurückgekehrt bin und auch mit meiner Religion wieder sympathisiere, ganz einfach weil ich in meinem Kreis sehe und beobachte, an was die evangelische Gemeinde jeden Tag erinnert: Sie verbindet Menschen aller Orte, zeigt Solidarität und Nächstenliebe und legt auf  gegenseitigen Respekt besonders Wert, auch z.B. in Liebe, Ehe und Partnerschaft. Auch ist die Religion viel offener als der  katholische Glaube. Das alles sind Gründe warum ich wieder überzeugter und stolz auf meine Religion bin, auch wenn ich deshalb noch lange kein Religionsfanatiker bin und den Glaube an Gott als eher etwas Symbolisches sehe! Ich denke auch, dass Menschlichkeit und Gemeinschaft die wichtigsten Voraussetzungen sind, um überhaupt mit einer Religion in den Einklang zu kommen. Ansonsten kann man durchaus auch darüber nachdenken in einen anderen Glauben zu konvertieren. Doch meistens ist es dann doch so, dass man lieber seinem eigenen Glauben folgt und religionslos bleibt, als von der gebürtigen Religion in eine andere Religion zu wechseln...



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Warum willst Du zu einer fragwürdigen Religion zurück. Vor zwei oder drei Tagen hast Du Dich noch als so etwas wie eine "Ex-Muslima" bezeichnet.

An Deiner Stelle und insbesondere in Deinen jungen Jahren solltest Du Dich vielleicht eher mit Naturwissenschaften, als mit der Religion befassen. Das ist nicht nur sinnvoller, sondern auch mindestens ebenso interessant, wie die Religion. 

Damit meine ich allerdings nicht die angeblichen naturwissenschaftlichen Aussagen, die immer wieder in den Koran hineininterpretiert werden, sondern vielleicht einmal ein Buch von Stephen Hawking lesen.

http://www.sternfreunde-breisgau.de/dergrosseentwurf.pdf


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Kommentar von LuzifersBae
07.06.2016, 14:32

Was vor ein paar Tagen war, war vor ein paar Tagen, weshalb sprichst du es heute, jetzt an, als hätte das noch irgendwie eine Bedeutung? Wie du in meiner Frage schon lesen kannst hatte ich sehr viele Vorurteile was den Islam und Religione an sich angeht. 

Ich kann mich mit Religion UND Naturwissenschaften, Kunst (ich liebe Kunst), unser Universum und und und beschäftigen. So schwer ist das nicht, außerdem muss ich mich ja nicht für etwas entscheiden. 

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Glaube ist mehr als nur ein Gefühl. Wir müssen uns auf die heiligen Schriften, der jeweiligen Religion berufen. Und da ist der Isalm/Koran ziemlich frauenfeindlich. Ich kann dir nur raten, mache dich auf die  Suche. Lies den Koran und Bibel und du wirst erkennen, was dir am meisten gefällt/für welche Religion du die meisten positiven "Gefühle"  empfindest. 

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Esselamu alejkum
Wie du schon sagtest hast du dich von deinem Glauben und von Allah s.w.t entfernt nun ist es an der Zeit dich Allah s.w.t wieder zu nähern .
Das machst du am besten in dem die die Pflichtgebete einhällst und dich an die restlichen 5 Säulen des Islams hällst .
Und es ist sehr wichtig
Dass du an Allah, an Seine
Engel, an Seine Bücher, an Seine Propheten, an den Jüngsten Tag glaubst,
und dass du  an das Schicksal, und die göttliche Bestimmung glaubst.
Wenn du deine 5 Gebete einhällst und fastest wird es Zeit das du freiwillige Taten machst .
Diese wären : Nafil Gebete ( freiwillige Gebete ) sehr gut wäre wenn du das Nachgebet im letzten drittel der Nacht beten würdest .
Viel Dhikr ( subhanallah sagen , Allhamdulillah , Allahu akbar , estagfirullah )
Lies den Koran ( am besten mit Tafsir ) .
Halte dich an diese Punkte und du wirst dich inschallah Allah wieder nähern und freude und Genuss an deiner Religion wieder empfinden .
Möge Allah s.w.t es dir leicht machen .

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Du kannst ja auch täglich in einen islamkurs gegen und dort dann auch neue Freunde treffen so stärkst du vielleicht deinen gluaben

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Kommentar von LuzifersBae
07.06.2016, 14:33

Ich halte von solchen Kursen ehrlich gesagt nichts. Es gibt natürlich paar gute, aber ich weiß nicht ich fühle mich da einfach nicht wohl. 

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Wenn Du mir sagst, liebe LuzifersBae, was ein "dummer" Kommentar ist, gebe ich Dir gerne einen "gescheiten".

....oh, jetzt habe ich es gesehen,... ganz unten hast Du was dazu geschrieben, alles klar...

Nundenn: Earnest hat es Dir schon gesagt: Du kannst Liebe nicht erzwingen!

WER glaubst Du denn, außer DIR SELBST kann Dir diese Liebe zu "Deiner" Religion zurückgeben außer Dir selbst?

Niemand kann das hier auf GF für Dich tun (noch nicht mal SaidJ!)

Da es bei Dir offenbar keine Liebe auf den ersten Blick (mehr) sein kann, muss es Liebe aus Gewohnheit werden - Es soll ja traditionelle Familien geben, die die Ehepartner für Ihre Kinder aussuchen:) - Da wächst dann die Liebe (hoffentlich) einfach so mit der Zeit (zusammen mit den Kindern) heran (manchmal...)

Auf diese Liebe kannst Du hoffen: Liebe aus Gewohnheit - wenn Dir das ausreicht -
- Wenn nicht, bleibt Dir nichts übrig, als weiter zu suchen!

Viel Erfolg bei allem!

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Geh in die moschee rede mit dem hoca darüber er wird dich nicht verurteilen er wird dir den richtigen weg zeigen ob du ihn gehen wirst ist deine sache aber allah möge bei dir sein schwester

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Das kommt wohl darauf an, weshalb du dich vom Islam abgewandt hast; zweifelst du an bestimmten Dingen oder sind dir womöglich grundliegende Bestandteile überhaupt nicht wirklich bekannt?

Bitte Allah aufrichtig darum dir die Wahrheit zu zeigen und dieser dann folgen zu dürfen, besuche wenn möglich eine Moschee (nur dann, wenn es in deiner Umgebung eine gibt, wo wirklich der Islam gepredigt wird & dieser nicht mit Kultur und irgendwelchen Neuerungen vermischt wird) oder beschäftige sich mithilfe von Büchern und Videos mit den Grundlagen des Islam. (Tawheed!)

Wenn du Fragen hast, kannst du mir auch gerne jederzeit schreiben. :)

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Kommentar von LuzifersBae
07.06.2016, 14:29

Meine Familie interpretiert den Islam einfach falsch! Ich hasse das. Ich hasse es wenn Menschen etwas nicht verstehen können und nicht zuhören wollen. Wenn Menschen ungerecht sind. 

Klar jeder hat ne eigene Meinung aber ich bin mir einfach zu 100% sicher das man Frauen im Islam NICHT unterdrücken soll - was die aber tun (das schlimme ist, das die ja so tun als würde das im Quran so stehen) ... 

Und da ich ein sehr sturer Mensch bin protestiert mein Unterbewusstsein dagegen, ohne dass ich das möchte. Der Islam hat ja nichts mit deren verhalten zutun, aber trotzdem lassen diese Menschen mich vom Islam trennen. Es ist ein komisches Gefühl. 

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Hallo LB,

aus Deinen letzten Fragen sehe ich, dass Du einige schweere Jahre hinter Dir hast!

Dich Deiner Religion wieder zuzuwenden könnte ein Schritt sein, der Dir hilft einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

Von jetzt auf gleich wieder zu Liebe und Glaube zu finden wird nicht funktionieren. Du musst in kleinen Schritten denken und gehen.

Kleine Schritte wären z.B...

....auf Alkohol völlig zu verzichten.

... ein Buch über den Islam zu lesen (z.B. von Mourad Hoffmann, oder Quran für Dummies, oder das Lehrbuch von Frau Kaddor).

...abends vor dem Schlafen oder morgens nach dem Aufstehen eine kleine "Dankbarkeits-Meditation" zu machen. Also dich darauf zu konzentrieren wofür Du dankbar bist.

...das Gebet zu lernen.

...Nasheed zu hören.

Ich habe den Eindruck, dass Du momentan einen schweren Stand im Leben hast. Was brauchst Du um sicher im Leben zu stehen?

Wo kannst Du Unterstüzung bekommen?

LG und alles Gute!

Hourriyah

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Kommentar von LuzifersBae
07.06.2016, 14:25

Ja das stimmt auf jeden fall. Die letzten 6 Jahre waren ein Albtraum für mich, und 4 Jahre lang habe ich immer jeden Tag gebetet und es hat mir gut getan. Ich will nicht sagen das nur Gott mit diese Kraft gab - denn ich habe mir teilweise auch die Kraft selbst gegeben, aber es tat trotzdem gut. Seit dem ich an meiner Religion zweifle läuft alles so schief und alles fühlt sich so unerträglich an. Ich habe in den letzten Monaten ein komisches gefühl in mir - was ich als Gläubige früher nicht hatte ... 

Aber naja danke für deine Tipps :) 

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Glauben kann man nicht erzwingen. Das steht schon im Koran. Es ist also, wie es ist.

Es ist manchmal schwer, sich an Umbrüche im Leben zu gewöhnen. Aber sie sind Teil des Lebens. Die Vergangenheit lässt sich nicht erzwingen.

Alles Gute! 

earnest

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Also ich glaube zwar nicht an so etwas, aber ich denke mir das du eben wieder mehr in deiner glauben Gemeinschaft tun solltest! dadurch wird dein glaube auch wieder gestärkt!

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Kommentar von YoungLOVE56
07.06.2016, 06:06

Zum Glück ist es nicht so einfach

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"Religionen zu lieben" ist eigentlich nicht der Weg unseres ewigen Gottes, sondern eher, "Ihn" zu lieben (Jos.22,5; 2.Thes.3,5).

Diese "Religionen" sind ein Produkt des "Gottes dieser Welt" (offb.12,9) und halten nicht mehr lange, denn deren "Erfinder" wird bald "hinter Riegel" kommen (Offb.20,2).

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Kommentar von Zicke52
14.06.2016, 08:17

fricktorel, das "bald" dauert jetzt aber schon 2000 Jahre. Meinst du nicht, das Wort ist ein bisschen unangebracht?

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Diese Trennung hast du erst mal gut gemacht. Wenn du ein glücklicher Mensch warst der viel Spaß und Freude im Leben hatte, würde ich nicht empfehlen, wieder gläubig zu werden. Zumindest nicht so gläubig, dass du alles toll und gut findest was im Koran steht und das dann auch machst. Denn da steht nicht viel sinnvolles drinnen

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Kommentar von LuzifersBae
07.06.2016, 14:21

Deine 'Kritik' über den Islam wollte ich nicht wirklich hören, wie ich schon im letzten Satz meiner Frage sage; LEBEN UND LEBEN LASSEN. Und ich zweifle echt daran das du den Quran ganz gelesen UND verstanden hast. 

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Kommentar von Sandraaaa15
20.08.2016, 12:50

Ich würde mich den koran gar nicht lesen trauen weil ich dann das schlechteste gewissen hätte das ich je hätte und weil ich Angst hätte zu verblöden und den übernatürlichen Sachen zu glauben. Ich müsste wahrscheinlich sehr oft den Kopf schütteln über diese Sachen die da drin stehen.

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sure 20, Vers 2:
Wir haben den Koran nicht auf dich (als Offenbarung) hinabgesandt, damit du unglücklich bist,
Vers 3:
sondern als Erinnerung für denjenigen, der gottesfürchtig ist,

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