Ich will endlich in Therapie (Depression)?

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5 Antworten

In der Zeit vor der Therapie ist es hilfreich, sich schon einmal mit dem zu beschäftigen, was einen erwarten wird.

Depressionen haben einen Ursprung und innerhalb einer Therapie ist es elementar, die Dinge benennen zu können, mit denen man sich beschäftigt respektive die einen beschäftigen.

Nicht selten fühlen sich fühlen sich "Therapieeinsteiger" überrumpelt und erleben sich selbst als wirr und unsicher. Das legt sich zwar auch so im Verlauf der Therapie aber es ist dennoch ein angenehmeres Gefühl mit einer gewissen Vorbereitung in die Sitzungen zu gehen.

Die zentralen Fragen sind:

Worüber möchte ich reden beziehungsweise was möchte ich ansprechen?

Was bedrückt mich und bei welchen Punkten gerate ich immer wieder ins stocken?

Was sind die zentralen [und/oder prägenden] Ereignisse der letzten Zeit für mich gewesen?

In die Therapie zu gehen mit einem groben Überblick über die eigene Situation ist kostbar. Der Therapeut kann sich relativ zeitig an Bild davon machen, welche Richtung ihr zu Beginn einschlagen könnt und du gerätst nicht in die unangenehme Situation dir plötzlich vor Ort darüber Gedanken machen zu müssen - das kann sehr stressend sein.

Es geht, das sei ausdrücklich erwähnt, nicht darum das du bereits sämtliche Lösungen finden musst oder die Antworten schon abgeschlossen sind - schlicht und ergreifend ein "Aufhänger" für die Gespräche soll geschaffen werden.

Weiterhin mache dich bis dahin nicht verrückt. 

Versuche dich die Zeit bis zum Therapiebeginn "über Wasser zu halten" und nehme dir positive Aktivitäten vor - selbst wenn es "nur" der Kauf eines Musikalbums ist oder auch ein Buch. Nutze die Zeit für dich und nehme, sinnbildlich gesprochen, Anlauf bevor der eigentliche Lauf beginnt. In eine Therapie geht man nie topfit aber man kann versuchen so gestärkt wie Möglich in diese Zeit zu gehen. 

Das ist wohlgemerkt auch Inhalt der Therapie- ich kenne es als "Selbstführsorge"

Die Aufgabe besteht darin, sich eine Aktivität einfallen zu lassen - mindestens ein mal pro Woche - die man auch wirklich wahrnimmt und die einem selbst gut tut. Das ist auch schon vor der Therapie ein gutes Training.

Ansonsten bleibt dir nicht viel mehr als dich in Geduld zu üben. Du hast einen wirklich guten Schritt gemacht und dein Wille ist bewundernswert. Ich hoffe sehr, dass dir diese über die Wartezeit auch erhalten bleiben wird - das ist kostbar.

Ich wünsche dir viel Erfolg in deiner Therapie und eine gute Zeit der Genesung.

Liebe Grüße.

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Hallu :)

Solange du darauf wartest, dass du Therapiert wirst, kannst du Selbst-Therapie betreiben!

Da du nicht sofort therapiert wirst und stattdessen auf einer Warteliste stehst, nehme ich an, dass man bei dir festgestellt hat, dass die "Depressionen" die du bei der Vermutest, noch nicht zu stark in deiner Psyche verankert sind!

Selbst-Therapie hat viel damit zu tun, sich selbst zu finden; Werd dir mit dir selbst im Klaren, WER du bist, WIE du bist, WAS deine momentane Lebenssituation ist, wo du auf Probleme stößt, was dir Stress und Kummer bereitet, womit du überfordert bist und was du ändern willst! Sei dir selbst sicher, dass DU deine Situation ändern willst, stell DICH und deine GESUNDHEIT in den Vordergrund deiner Gedanken! Du musst nicht stundenlang auf deinem Bett sitzen und nachdenken ( wobei auf dem Bett liegen und die Gedanken einfach schweifen lassen oft auch sehr gut hilft), fang einfach die Gedanken auf, die du im Laufe des Tages hast.

Am Besten du beginnst so etwas wie ein "Gedanken Buch"! Jeden Gedanken den du hast, alles was dich bedrückt, was dir Stress bereitet, jede Situation in der du merkst, dass du an deine Grenzen stößt, momente die SCHÖN sind und dir gute Laune bringen, Dinge über die du nachdenken willst: Schreib sie auf! Das Gehirn des Menschen kann informationen besser verarbeiten, wenn er sie aufschreibt!

Wenn dir eine Situation zu viel wird oder du merkst, dass es dich ZU SEHR stresst, dann entferne dich aus dieser Situation! Sei ehrlich zu anderen und vorallem zu dir SELBST und sage "Nein tut mir leid, das hier ist mir jetzt zu viel, ich brauche eine Auszeit, ich kann das gerade nicht! ", denn wenn du dich ständig zu Dingen zwingst, die du nicht aushälst oder die dich fertig machen, gehst du irgendwann kaputt!

Falls dich "Lets Plays" interessieren, oder du einfach nur mal Berichte einer Person hören willst, die von Depressionen über Angstzustände und Stressüberflutung alles schon mal durch hatte und noch immer durch macht; Wenn du die Meinung und Empfindungen, die Tipps und Tricks einer solchen Person gerne hören möchtest, dann such bei Youtube Nach "HoneyballLP"! Die Junge Dame redet in Ihren Minecraft Let's Plays ( von normalen Let's plays, bis zu ihren BlahVlogs und MineVlogs am besten alles mal durchgucken) über genau solche Themen! Themen, über die niemand sprechen will, auch wenn sie jeden ansprechen! Alltägliche Themen, Themen über psychische Krankheiten und der Umgang damit, über ihre Erfahrungen mit sowas etc.! Das Ganze gestaltet sie sehr anschaulich und erklärt es detailiert, sodass es leicht zu verstehen ist!

Ich hoffe, ich konnte dir irgendwie weiter helfen und wünsche die Viel Glück und gute Besserung :3

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LSMCGangsta 30.07.2016, 23:57

Vielen Dank, dass du dir soviel Zeit genommen hast auf meine Frage zu antworten. Ich versuche das mal mit den Let's Plays und schaue mal wie ich weiter mache. MvG Louis

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du kannst aufjeden fall versuchen selbst deine depression zu überwinden (bei mir hats geklappt) das hängt in ersterlinie sehr stark mit selbst-findung zusammen (sind jedenfalls meine erfahrungen) ausserdem würde ich dir raten dass du dir ein oder mehrere hobbys sucht (solange du noch kein hast) bei mir sind das gitarre und theater das hilft echt viel!

dann kannst du dich noch auf die therapie "vorbereiten" in dem du dir antworten auf mögliche fragen beantwortest (das hat den positiven effekt das du  dir selbst über den ursprung etc. deiner depression im klaren bist)

LG otoo

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Hast du denn schon alles andere versucht? Neue Zielsetzung, Hobbies, mehr Sport, was aufregendes machen etc. einfach nicht immer mit den Gedanken alleine sein. Vertrau dich doch mal deinen Eltern bzw guten Freunden an (falls dus noch nicht gemacht hast). Packst das schon, junge!

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LSMCGangsta 30.07.2016, 23:46

Hab es meinen Eltern und meinem besten Freund anvertraut. Mache mehr Sport und bin öfter draußen. Und ich versuche durchzuhalten

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Versuch mal Johanniskraut.

Dauert ein Weilchen, kann aber helfen - meine Erfahrung.

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LSMCGangsta 30.07.2016, 23:42

Was soll ich dann mit dem Johanniskraut machen?

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