Ich will ein Minijob ausüben aber eltern beziehen hartz 4 was muss ich wissen?

4 Antworten

Sicher darfst bzw.musst oder solltest du dann sogar je nach individuellen Umständen arbeiten und Geld verdienen, es muss nur vorher gemeldet werden und das Einkommen dann ( wenn es unterschiedlich ist ) ggf.jeden Monat nachgewiesen werden.

Von deinem Einkommen wird dir nichts abgezogen, dass bekommst du ja dann von deinem Arbeitgeber ( AG ) auf dein Konto überwiesen, dieses Geld wird dir dann aber vom Jobcenter auf deinen Bedarf angerechnet, also von den Leistungen abgezogen die deine Eltern für dich bekommen.

Du müsstest dann diese Kürzung im Regelfall aus deinem Einkommen dann selber an deine Eltern zahlen, je nachdem was ihr dann vereinbart, es müssen dir aber min.deine Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll bleiben.

Diese werden aus dem Bruttoeinkommen ermittelt, dies würden dann zunächst 100 € Grundfreibetrag sein, ab 100 € - 1000 € Brutto kämen 20 % und ab 1000 € - 1200 € Brutto weitere 10 % an Freibetrag dazu.

Bei 450 € Brutto würdest du also auf 170 € Freibetrag kommen, wenn du dich dann bei deinem AG - von der Zuzahlung zum RV - Beitrag befreien lässt, dann solltest du im Regelfall dann deine 450 € Brutto = Netto ( ohne Abzüge ) auf dein Konto bekommen.

Diese 170 € Freibetrag würden dann von den 450 € in Abzug gebracht und würden dann max.280 € anrechenbares Erwerbseinkommen ergeben, was du dann max.an deine Eltern je nach Vereinbarung zahlen müsstest.

Gehst du denn noch zur Schule ?

Wenn ja, dann such dir aus dem Internet mal folgendes ,, ALG - 2 Ferienjob " und lies dir durch was dazu geschrieben steht.

Vom Gehalt wird nix "abgezogen", aber es wird ein teil davon auf eure stütze angerechnet, sprich das JC wird eure Leistungen kürzen.

Da ALLE Minijobs an die Knappschaft gemeldet werden und zwischen dem JC und (unter anderem) der Knappschaft ein regelmäßiger Datenabgleich statt findet,empfiehlt es sich auch, SPÄTESTENS bei Erhalt des ersten Lohns die Beschäftigung beim JC anzuzeigen und den Lohnzettel in Kopie einzureichen zur Neuberechnung der Stütze.

Sonst haben sie euch beim nächsten Datenabgleich wegen Sozialbetruges am Schlafittchen.

Falls Du Arbeitslosengeld 2 beziehst, dann hast Du einen Grundfreibetrag von 100 € auf den Minijob plus einen Freibetrag von 20 Cent auf jeden weiteren Euro.

Der Rest wird leider vom Arbeitslosengeld 2 abgezogen.

Dir wird nichts abgezogen von Deinem Lohn, Dein Arbeitgeber muss nicht einmal vom Leistungsbezug informiert werden.

Aber das Jobcenter muss natürlich wissen, was Du für Einkommen erzielst, also immer die Lohnabrechnungen Monat für Monat vorlegen.

Dadurch kann es schon mal zu Verzögerungen/Nachberechnungen kommen.

Die Freibeträge von 100€ und 20%vom restlichen Lohn bleiben unangetastet.

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