Ich will aufören zu rauchen! Wie geht das am schnellsten?

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18 Antworten

Du hast "zwei Seelen in Deiner Brust":

Ein Teil in Dir will aufhören - und ein anderer Teil nicht. So kann es nicht klappen.

Von Süchtigen (sorry, ist ja so) ist immer wieder zu hören: Nach jahrelanger Sucht möchte die von heute auf morgen - und auch noch ganz leicht - mit ihrer Sucht aufhören. Wär ja auch klasse, wenn man sich eine Fee mit einem Glitzer-Zauberstab bestellen könnte, die berührt einen lieblich lächelnd kurz mit dem Zauberstab an der Schulter, und vorbei ist das ganze Elend.

Ist ja verständlich, hätte jeder gern bei unangenehmen Lebensumständen, ich auch.

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Mit Nikotin-Präparaten aus der Nikotindrogensucht aussteigen, kann ja im Grunde auch nicht klappen.

Wegen Deiner Befürchtung der Gewichtszunahme google mal mit

rauchen aufhören gewicht halten

(die Worte in dieser Reihenfolge!)

Vielleicht sind Dir ja diese Hinweise nützlich:

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Vielfach wird berichtet: die wirksamste Methode zum Aufhören sei die Schlusspunktmethode (Termin setzen, an dem Tag alle Tabakwaren, die noch im Haus sind, wegwerfen, Aschenbecher raus aus dem Haus - und aufhören).

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Hast Du Dir schon mal diese Bilder angesehen? Kann eine gute Motivationshilfe sein:

http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-article.aspx?cp-documentid=12336662&imageindex=2

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Wasser trinken ist sehr hilfreich. In Dir lösen sich Giftstoffe, die der Körper abtransportieren will. Dazu braucht er unbedingt ausreichend Wasser. Normalerweise braucht Dein Körper täglich pro Kilogramm Deines Körpergewichts 30 ml Wasser.

50 kg = 1,5 Liter

60 kg = 1,8 Liter

70 kg = 2,1 Liter

80 kg = 2,4 Liter

usw.

Soviel solltest Du mindestens am Tag trinken. Das macht das Aufhören leichter, weil die giftigen Stoffe, die sich in Dir lösen, auch wirklich raus können (über den Urin, über das Schwitzen und über den feuchten Atem). Wenn Du salzreich isst oder viel Süßes, brauchst Du mehr Wasser.

Ein sehr gutes Buch zu diesem Thema ist das von dem Arzt Batmanghelidj (gesprochen: bat-man-gsche-lidsch):

"Wasser - die gesunde Lösung"

Darin wird sehr gut erklärt, wie es dem Körper geht mit zu wenig Wasser und wie mit genug Wasser.

Er beschreibt viele Fallbeispiele, wie Menschen gesundeten, nachdem sie ihren Körper mit ausreichend Wasser versorgten und zweimal täglich eine halbe Stunde flott spazierengingen.

Dazu passt auch wiederum die Erkenntnis, dass leichter (!) Sport beim Aufhören die Entzugserscheinungen mindert.

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Hier hat auch schon mal einer geschrieben: Er hat in einer Dose, die er immer bei sich hat, alte Asche aus einem Aschenbecher. Und wenn er einen Schmacht bekommt, steckte er seine Nase in die Dose. Das reichte ihm, weil das eklig stinkt.

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Wichtig ist auch zu wissen, warum wir wie auf Gewohnheiten reagieren. Wir Menschen haben in uns so etwas wie einen "Autopiloten", man kann auch sagen "Gewohnheitsviech". Sobald wir eine Handlung gelernt haben, und unser Unterbewusstsein hat dies für gut befunden (Nikotin manipuliert entsprechend das Gehirn), wird diese Handlung vom Unterbewusstsein in den "Autopiloten" integriert.

Wenn Du nun solch eine Handlung ändern willst, und das Unterbewusstsein sieht keinen zwingenden Überlebensgrund dafür (wie z.B. einem auf Dich zusausendem Beil ausweichen), wird es Dich (= Wachbewusstsein) mit aller Kraft daran hindern, die gewohnte Handlung zu ändern. Denn das Unterbewusstsein ist sich sicher, dass Du MIT dieser Handlung überlebst (schließlich lebst Du ja), und es weiß ja nicht, ob Du auch ohne diese Handlung überlebst. (Es will also Dein Leben schützen und weiß nicht, dass es das Gegenteil versucht.)

Das Unterbewusstsein hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes. Du als erwachsene Person, die erkannt hat, dass Rauchen Dein Leben gefährdet und krank macht und überhaupt willst Du jetzt damit aufhören, musst jetzt die Führung übernehmen.

Dazu brauchst Du Geduld und Durchhaltevermögen. - Das Unterbewusstsein ist natürlich nicht faul und versucht Dich mit aller Raffinesse, von Deiner Verhaltensänderung abzubringen (schließlich weiß es ja nicht, ob Du ohne Rauchen überlebst). Sei wachsam! Es wird sich vermutlich allerlei Tricks einfallen lassen, um Dich wieder zur alten Gewohnheit zu locken.

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Franz Wilhelm Bauer war selbst schwer nikotindrogensüchtig und wunderte sich, wieso es so schwer sei, mit der Qualmerei aufzuhören. Er fing an, seine Motivation zu erforschen und fand heraus, dass er seltsamerweise Angst hatte vor dem Leben ohne Zigarette. Seine Erfahrungen und wie er es doch geschafft hat, schildert er in "Die Rauchgiftfalle - Die heimliche Angst der Raucher vor dem Nichtrauchen", ein sehr lesenswertes Buch mit Ernst und auch Humor. - Er selbst ist schließlich an der (ehemaligen) Qualmerei verstorben. Und sein Wunsch war es, dass er dazu beiträgt, dass anderen sein Schicksal erspart bleibt.

Wenn Du vielleicht auf ZEN stehst, ist auch sehr schön zu lesen von Thorre Schlameus "ZEN oder die Kunst, vom Rauchen zu lassen". Dieser Autor übt sich in asiatischer Kampfkunst und nahm eines Tages verblüfft wahr, dass er in der Nikotindrogensucht hing. Die Art, wie er sich da herausgelöst hat, finde ich auch sehr lesenswert und hilfreich.

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Nikotin ist sooooo sehr giftig, dass der Körper es nach dem Rauchen blitzschnell abbaut. Es geht also weniger um den Nikotindrogenentzug, sondern hauptsächlich um die Änderung Deiner Gewohnheit. (Deshalb ist es auch gut, wenn Du immer was zum Spielen oder Kneten greifbar hast, damit Deine Hände beschäftigt sind, sobald Du das brauchst.) - Die Hauptaufgabe, die nun also vor Dir liegt, ist Deiner klaren Linie zu folgen, die Du Dir ja nun selbst gesetzt hast.

Unser "Autopilot" reagiert wie ein großer Dampfer auf dem Meer: Will der Kapitän (also Du) den Kurs ändern, muss er (anders als beim Fahren eines Autos) lange das Steuer in die neue Richtung lenken. Hält er das Steuer nur kurze Zeit (wie bei einem Auto) in die neue Richtung, ändert sich sein Kurs nicht.

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Die ersten 72 Stunden Abstinenz sind am schwierigsten, danach wird es leichter. Die 72 Stunden musst Du am Stück (!) abstinent sein. Rauchst Du vorher, fangen die 72 Stunden von vorn an. (Genauso bei einem Rückfall, den Du hoffentlich nicht erleben wirst.)

Wichtig: Sei niemals ärgerlich auf Dich, wenn Du einen Rückfall hast (den Du hoffentlich nicht erleben wirst). Fange ganz geduldig neu mit den 72 Stunden an.

Sorge gut für Dich und lobe Dich, belohne Dich - vielleicht mit einem schönen Spaziergang, einem besonders schönen Blumenstrauß, Theaterbesuch, mp3-Player ... also was auch immer das Richtige für Dich ist.

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Achte darauf, dass Du immer etwas greifbar hast, mit dem Du Deine Hände beschäftigen kannst (Handschmeichler, kleinen Ball oder Mini-Stofftier zum Fummeln und Kneten, Stift und Mini-Notizblock zum Kritzeln und Malen …)

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Steck täglich das Geld, das Du früher für die giftige Droge ausgegeben hast, in ein Sparschwein und freue dich darauf, was Du Dir davon kaufen wirst ...

UND:

Nimm Dir einen Taschenrechner zur Hand und rechne:

Euro Deiner täglich gerauchten Zigaretten

x

365 Tage

x

die Anzahl der Jahre, die Du bisher geraucht hast.

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So viel hast Du der Nikotindrogenindustrie, der Tabakmafia geschenkt.

Nun rechne

x

20, 30, 40 oder 50 (Jahre),

so viel zahlst Du für das Gift der Tabakmafia, wenn Du weiter rauchst (falls Du so lange lebst).

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Nach einem aufsehenerregenden Prozess in den USA wurde die Tabakindustrie verurteilt, sämtliche Unterlagen ins Internet zu stellen. Prof. Adams von der Uni Hamburg hat mit seinem Team das gesichtet und eine sehr lesenswerte Dokumentation herausgegeben. Google einfach mal mit

Adams das geschäft mit dem tod

Die Tabakindustrie lässt für sich hoch bezahlte Drogendesigner arbeiten, die dafür sorgen, dass ihre "Kunden" (richtig: Opfer) so süchtig wie möglich werden (in 10 Jahren wurde HEIMLICH der Anteil des Nikotins um 10% erhöht, um auch aussteigewillige "Kunden" bei der (Zigaretten-)Stange zu halten. - Google dafür mal mit

nikotin heimlich erhöht

Gleichzeitig soll die Nikotindroge die "Kunden" möglichst nicht töten, denn nur ein lebender "Kunde" ist ein zahlender "Kunde".

Außerdem wurden von der Tabakindustrie hochrangige, angesehene "Experten" bestochen, damit diese Gutachten fälschen. Damit wurden jahrzehntelang die Verstände der Politiker und Medienleute vernebelt. Das kannst Du nachlesen, indem Du googelst

aerzteblatt vom teufel bezahlt

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Nun entscheide selbst, wer soll Deine kostbaren Euronen die nächsten Jahre bekommen: Du selbst oder die kriminelle Tabakindustrie. - Seit dem Prozess in den USA darf man die Tabakindustrie offiziell "weltumspannende kriminelle Vereinigung" nennen!

Würde einer Deiner Freunde so mit Dir umgehen wie die Glück und Freiheit versprechende Tabakindustrie (so nach dem Motto "versprechen kann man sich öfter") - wie lange wärest Du mit der/dem noch befreundet?

Viel Erfolg!

das find ich super das du mir so viele informationen gibst! du hast du sehr viel mühe gegeben! ich werde dir dann berichten ob ich es geschafft habe! liebe grüße

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Alle Zigaretten wegschmeißen, dann hast Du zuhause schon mal Ruhe. Und möglichst vielen Leuten davon erzählen und sie bitten, Dich zu unterstützen und Dir keine Fluppen mehr abzugeben, selbst wenn Du sie darum bittest. Aber ohne "klick" in Deinem Kopf wird das alles nichts! Gute Vorsätze hin oder her!

Am besten reduzieren, wenn du es schon öfters versucht hast, also immer wieder weniger. Nur noch an bestimmten Orten rauchen. Zum Beispiel, sagst d dir, dass du nur noch auf der Straße rauchen darfst und acuh nicht mehr in der Wohnung, dann musst du jedes Mal laufen udn du überlegst dir zweimal ob du eine Rauchst. Schau mal auf der Seite vorbei, da kannst du dir allerlei nützliche INfos holen und auch ein kleines kostenloses Startpaket schicken lassen ;)

Viel Glück dir und nicht aufgeben ;)

also ich habe am montag aufgehört und habe überhaupt keine probleme. habe täglich eine schachtel und noch mehr geraucht. sonntag hatte ich die letzte geraucht und mir gesagt "am montag hörste auf". und das tat ich dann. ich esse nicht mehr und nicht weniger. sei spontan und sei in den momenten, in denen dich der drang nach zigaretten überfällt, stark. mich stört es nicht mal, wenn jemand in der umgebung raucht. andere wiederum brauchen auch einen raucher in der umgebung. möglicherweise dient es auch als sanfte entwöhnung. sei stark und konsequent. DU schaffst das auch!

Bewältige Deinen Streß und reagiere Dich andereweitig ab, zieh deinen Frust nicht in Dich hinein!

Ich rauche zwar auch, aber nur ab und zu, bei mir gehts. Ich drehe meine Zigaretten und das, wenn ich gemütlich eine rauchen will. Manchmal auch wenn ich gefrustet bin, aber selten!

Meiner Ansicht nach sind "normale" Zigaretten aus dem Automaten mit vielen Parfum (also Suchtstoffen) behaftet. Dreh am besten selbst, rauch leichte Zigarillos.

Make it!

Das allerwichtigste ist der Wille. All die kleinen Hilfsmitteln sind bestimmt nicht schlecht, aber es muss vorher im Kopf "klick" gemacht haben. Halte die erste Woche durch, dann hast Du das allerschlimste überstanden und lass Dich am Wochenende beim feiern zum Beispiel nicht von Freundden verführen. Sag ihnen offen, dass Du aufhören möchtest und sie Dir keine Zigaretten anbieten sollen. Und belüg Dich nicht selber mit Sätzen wie "Eine ist keine" oder ähnliches! Ich wünsche Dir viel Kraft und einen eisernen Willen!

Manchen Rauchern (besonders denen, für die der Griff zur Zigarette zu einer Art Ritual in bestimmten Situationen geworden ist) hilft es, eine Ersatzhandlung für die Zigaretten zu finden wie z.B. aus einem Glas einen Schluck Wasser zu trinken.

So lange dein Wille nicht da ist, wird das kaum funktionieren. Du musst dir bewusst werden: Warum und vor allem DASS du aufhörst! Du musst einen Sinn im Aufhören sehen...

Ich rauche seit 7 Jahren nicht mehr, aber bei mir war Schwangerschaft der Auslöser und der "Schalterumleger"...

Verkünde vielen guten Freunden, dass du ab heute aufgehört hast und dass sie mit dir schimpfen und dich hauen sollen, falls sie dich je wieder mit einer Fluppe sehen. Bitte sie dich zu loben, wenn du durchhältst.

Wenn Du Unterstützung in einem Forum wünschst, dann google mal mit

kicknic

Dort gibt es gute Foren, in denen sich Aufhörwillige gegenseitig unterstützen.

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Interessant könnte für Dich auch die kostenlose Unterstützung durch das "Rauchertelefon" des Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (dkfz) sein:

http://www.tabakkontrolle.de/index.php?firstid=37166

Versuch es mal mit Pflastern, die sollen besser sein als Kaugummis.

Suche dir einen Ausgleich. Statt eine zu Rauchen, machst du zB ein bisschen Sport.

Das mit der Gewichtszunahme ist nicht unbegründet, aber das sollte kein Grund sein, nicht aufzuhören.

pflaster, kaugummis = alles blödsinn

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einfach keine mehr kaufen....

wenn der wille stark genug ist wär es kein prob.... ;)

einfach keine mehr anstecken.

oder allen carr - endlich nichtraucher lesen

oder allen carr nichtraucher seminar besuchen

mach ich mal...Danke

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kauf die keine Zigaretten mehr... sag deinen freunden oder arbeitskollegen die sollen dir dir mkippen aus der hand reißen und weg schmeiße wenn sie sehen das du eine rauchen willst...

einfach keine mehr benutzen od. kaufen und die die du noch hast wegschmeißen :D

wenn du wirklich aufhören wolltest,würdest du nicht hier diese frage stellen

ne... darf ich etwa nicht nach tips fragen oder wie?

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du musst einen Suchtersatz finden ..

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