ich will arbeiten oder ausziehen, meine Mutter bezieht Hartz IV?

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7 Antworten

Du musst gar nicht für deine Mutter aufkommen (jedenfalls nicht, wenn du unter 100 000 Euro im Jahr verdienst), weder wenn du zu Hause wohnst, noch wenn du ausziehst. Aber dein Einkommen wird angerechnet auf deinen Bedarf, den deine Mutter ja für dich erhält zum Leben und deinen Mietanteil. Diesen Anteil musst du ihr dann geben. Arbeitest du Vollzeit und verdienst genug, dann bleibt dir trotzdem noch einiges. Deine Mutter erhält weiterhin H4 für sich und deinen Bruder. 

Wenn du ausziehst, dann hat das auf alle Fälle den Vorteil, dass du dein Einkommen nicht mehr beim Amt angeben musst. Aber du solltest erst mal einen Job gefunden haben und dann kannst du eine kleine Wohnung suchen. Bedenke, dass du bei der Ausbildung wieder weniger Geld zur Verfügung hast und damit weniger zum Leben und für die Miete. 

Du bekommst ab der Ausbildung dann auch wieder Kindergeld, wenn du arbeitest über 20 Stunden bekommst du kein Kindergeld (in Ausbildung aber immer). Das Kindergeld wird auf den Bedarf deiner Mutter angerechnet, wenn du zu Hause lebst. Lebst du alleine, musst du es selbst abzweigen lassen. 

Was passieren kann, wenn du ausziehst, dass deine Mutter und dein Bruder umziehen müssen, weil die Wohnung zu gross oder zu teuer ist. 

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Wichtig ist, dass du deinen Lebensunterhalt selbst Bestreiten kannst.
Dem Grunde nach würde das JC deinem Umzug nicht zustimmen, da du unter 25 bist; das kann dir aber egal sein, wenn du nachher nicht davon abhängig bist (Kaution, Miete usw).
Wenn du ausgezogen bist und verdienst musst du zwar grds für deine Mutter aufkommen, aber das wage ich jetzt zu bezweifeln, weil die Freibeträge exorbitant hoch sind beim Elternunterhalt.
Wenn du Arbeit aufnimmst während du Zuhause wohnst, reduziert sich ihr Hartz 4 nur um deine Anteile zur Miete und regelleistung, mehr nicht!

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Was wird ihr abgerechnet wenn ich arbeiten gehe?

Es wird maximal der Teil abgerechnet, den Ihre Mutter für Sie bekommt. Wenn Ihr Bedarf gedeckt ist, fallen Sie nämlich aus der Bedarfsgemeinschaft.

Es ist dabei wichtig, das Kindergeld rechtzeitig abzumelden, da es sonst u.U. als Einkommen angerechnet auch wenn es zurückgezahlt werden muß.

Muss ich für meine Mutter die zu faul ist zu arbeiten aufkommen ?

Nein. Sie müssen aber ihren Anteil an der Miete tragen und für Ihre Versorgung, d.h. Essen, Wäschewaschen, Strom usw. aufkommen.

Was würde passieren wenn ich mich ummelde oder ausziehe,muss ich auch dann für sie aufkommen ?

Dann müssen sie die Miete und die Nebenkosten für ihre neue Wohnung alleine tragen. 




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Personen, die in gerader Linie miteinander verwandt sind, schulden einander Unterhalt. Es ist hierbei egal, ob in auf- oder absteigender Linie. Du bist mit deiner Mutter in aufsteigend geradlinig verwandt, also erste Voraussetzung gegeben.

Weitere Voraussetzung für einen Unterhaltsanspruch ist die Bedürftigkeit der unterhaltsberechtigten Person, hieraus errechnet sich die Höhe des Bedarfs.

Kann eine Bedürftigkeit bejaht werden, so muss die unterhaltsverpflichtete Person auch leistungsfähig sein und darf keine vorrangigen Unterhaltsgläubiger (z. B. eigene Kinder) haben.

Zu Deutsch: Es muss so viel Einkommen erwirtschaftet werden, dass der Unterhaltsverpflichtete seinen Lebensunterhalt aufbringen kann ohne dabei selbst den Unterhalt anderer (vorrangiger) Unterhaltsgläubiger zu gefährden oder ohne selbst in die Sozialhilfe abzurutschen. Wäre ja nicht Sinn und Zweck der Übung die eine von der Sozialhilfe loszubekommen und die andere dann hineinzutreiben.

Wenn deine Mutter tatsächlich einfach nur zu faul zum Arbeiten ist, dann kann bei der Bedürftigkeitsprüfung deiner Mutter ein fiktives Einkommen, das deine Mutter bei Annahme einer Arbeitsstelle, die ihren Fähigkeiten und Kenntnissen entspricht, erwirtschaften könnte, angerechnet werden. Damit fällt die Bedürftigkeit flach, damit kein Unterhaltsanspruch gegen dich.

Ich gehe mal stark davon aus, dass du als ungelernte Kraft ohnehin nicht unbedingt so viel erwirtschaften wirst um den Lebensunterhalt deiner Mutter auch nur anteilmäßig mitfinanzieren zu können. Aber es ist einzelfallabhängig!

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du musst nicht für sie auskommen falls du ausziehst

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Ja, leider. Ich wollte es auch machen aber dann hätte meine Mutter fast nichts mehr bekommen und dann hätte ich mein Geld für die Familie ausgeben müssen. Zieh am besten aus. Ich finde es schlimm, dass deine Mutter zu faul ist aber meine ist leider auch so

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Kommentar von Melena123
08.10.2016, 16:46

Es kann alles so unfair sein. Alle beschweren sich das die Kinder nicht arbeiten wollen. Keiner will arbeiten wenn man am Ende nichts hat..

Wie hast du dich entschieden ?

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Kommentar von 040815
08.10.2016, 16:49

Ich bin ausgezogen und habe den Kontakt abgebrochen. Mit sowas asoziales möchte ich nichts mehr zu tun haben

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Kommentar von ichweisnix
09.10.2016, 12:23

Ein Kind dessen Bedarf gedeckt ist, fällt aus der Bedarfsgemeinschaft. D.h. das Harz 4 wird so berechnet als gäbe es das Kind nicht, lediglich bei den Wohnkosten muß es einen Anteil tragen.

Wurde das von der Arge falsch berechnet, was häufiger vorkommt, muß Widerspruch erhoben und ggf. geklagt werden.

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Nein, du musst nicht für deine Mutter aufkommen. Dazu besitzt du kein oder zu wenig Vermögen.

Jetzt wird sie auch kein Geld für dich über haben.

Wichtig ist, mache eine Ausbildung und bis zum Start kannst du jobben.

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