ich werde misshandelt,aber wo kann ich hingehen

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Dein Stiefvater kommt nicht automatisch ins Gefängnis, wenn du dich ans Jugendamt oder die Polizei wendest. Solche Drohungen setzen misshandelnde Männer ihren Opfern gegenüber aber häufig ein, um sie so weit unter Druck zu setzen, dass sie sich niemandem anvertrauen. Vor einer Inhaftierung stehen viele weitere Dinge, wie Beratungs- und Hilfsangebote.

Die Polizei wäre der richtige Ansprechpartner, wenn du in einem Fall von akuter Gewalt - weil dein Stiefvater z.B. gerade auf dich los geht - Hilfe brauchst. Hier bringt dir die Notrufnummer 112 schnelle Hilfe.

Die Polizei wird in einem solchen Fall das Jugendamt informieren, um dich mittelfristig vor weiteren Übergriffen zu schützen. Bist du akut in Gefahr, bringt dich die Polizei in eine sogenannte "Inobhutnahme". Das ist in aller Regel eine normale Jugendwohngruppe, die besondere Plätze für Kinder und Jugendliche bereit hält, die schnelle Hilfe benötigen.

Du wirst dort auf Leute treffen, denen solche Situationen vertraut sind und die sich um dich kümmern.

Du kannst aber auch von dir aus zum Jugendamt gehen und darum bitten, dich in in Obhut zu nehmen, weil du von Gewalt bedroht bist. Du musst dann - wenn du das möchtest - gar nicht mehr nach Hause, sondern kannst gleich vom Jugendamt aus in die Inobhutnahme gebracht werden.

Dort kannst du erst mal zur Ruhe kommen. Wenn du willst, gibt es Menschen, die dir zuhören. Dort kennt man auch die Ängste von misshandelten Kindern und Jugendlichen, die bei allem eigenen Leid oft dennoch ihre Familie schützen wollen.

In der Folge werden Gespräche mit Pädagogen vom Jugendamt stattfinden, in denen geklärt wird, wie es weitergehen kann. Dein eigener Wunsch wird dabei stark berücksichtigt. Möglicherweise ist ja deine Mutter bereit, deinen Stiefvater zu verlassen und mit dir alleine zu leben. Oftmals bietet eine solche Situation für die Frauen die Gelegenheit zum Absprung, den sie bisher aus eigener Kraft nicht geschafft haben.

Wenn das keine Option ist, wird geprüft, ob eine Rückkehr in deine Familie möglich ist und unter welchen Bedingungen sie stattfinden kann. Auch hier wird dein eigener Wunsch berücksichtigt.

Ist eine Rückkehr (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) nicht sinnvoll, kannst du dauerhaft in eine Jugendwohngruppe aufgenommen werden. Das erste Ziel einer solchen Maßnahme ist immer, irgendwann eine Rückkehr in die Familie zu ermöglichen. Ist das nicht möglich, ist das nächste Ziel, dir einen guten Start in ein selbstständiges Leben zu ermöglichen.

Bei jüngeren Kindern gibt es meist noch die Option einer Pflegefamilie und es gibt auch einige wenige Pflegefamilien, die Jugendliche aufnehmen. Hier kannst du aber ebenfalls mitentscheiden, ob du das möchtest oder nicht. Die Wahrscheinlichkeit, in einer Wohngruppe zu bleiben, ist aber grundsätzlich höher.

Ich kenne viele Jugendliche, die sich selbst in Obhut nehmen ließen und nun einen Platz in einer Wohngruppe haben. Ihnen gemeinsam ist, dass sie glücklich darüber sind, nun endlich in Sicherheit und ohne Angst vor weiterer Gewalt leben können - auch wenn das Leben in einer Wohngruppe auch nicht immer nur Sonnenschein ist. Auch dort gibt es Regeln, an die man sich halten muss, damit das Zusammenleben funktioniert - und natürlich sind die Erzieher nicht die Eltern.

Dennoch erleben die Jugendlichen ein Leben ohne Gewalt und Angst als das bessere.Deswegen: Hab' Mut, dir Hilfe zu suchen, du hast nichts zu verlieren außer der Gewalt, in der du lebst.

Sehr fachliche Antwort. 👍

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wenn du das alles nicht willst, dann wird sich wohl eher nichts ändern. du kannst aber zum sozialbüro der stadt erstmal gehn, oder zur erziehungshilfestelle, die gibts wirklich fast überall und macht keine meldung ans jugendamt. alles gute dir!

POLIZEI! alles andere ist schrott, wenn du gewalt duldest steigert sich diese, vielleicht soweit, dass du gar nicht mehr zur polizei, zum jugendamt usw. gehen kannst...gewalttäter müssen gestoppt werden, dafür ist die polizei u.a. auch da, ruf an 110

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