Ich welchen Bewerbungen an welche Unternehmen/ Behörden/ Betriebe etc. sollte man erwähnen, dass man einen Schwerbehindertenausweis besitzt?

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4 Antworten

Weist irgendein Zeugnis auf Deine "Behinderung" hin? (BBW, Schule,...)?

Im öffentlichen Dienst werden (bei gleicher Eignung) Schwerbehinderte bevorzugt. Steht auch in Stellenausschreibungen.
Da dann definitiv die Schwerbehinderung angeben und eine Kopie beilegen.
Die Behinderung aber dann positiv hervorheben (schränkt nicht ein, ist medikamentös eingestellt, ... ). Evtl. Angaben zu den fokalen Anfällen beschreiben (gibt ja auch unterschiedlich starke)
Wahre Angaben machen oder erst im Gespräch erwähnen.

Je nachdem, welcher Beruf und welche Branche.
Beispiel: Büroberufe mit Hörschädigung - würde ich bei der Bewerbung bei Firmen/Unternehmen nicht angeben, damit die Firmen sich ein persönliches Bild ohne Vorurteile von der Hörschädigung machen können.
Im Vorstellungsgespräch dann erwähnen :)

Ich kenne mich in Deinem Berufsbild nicht aus:
Aber berufsbegleitendes Studium würde ich einer Ausbildung eher vorziehen.

Kein Zeugnis weist darauf hin. Wie würde es einem Arbeitgeber rüberkommen, wenn er im Lebenslauf einfach nur liest, dass der Bewerber eine Schwerbehinderung hat?

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@Lanka94

Natürlich kann ein Zeugnis auf die Behinderung "hinweisen".

Wenn ein Hörgeschädigter z.B. eine Hörgeschädigten-Schule besucht hat, steht das im Schulemblem des Zeugnisses.

Oder wenn jemand eine Behinderung hat und eine Ausbildung im Berufsbildungswerk für Behinderte gemacht hat, steht auch das Logo des BBW`s im Zeugnis.

Deswegen meine Frage. Man sollte gut abwägen, welche Zeugnisse man vorzeigt und ob man die Behinderung von vornherein in die Bewerbung schreibt oder darauf ankommen lässt es erst im Vorstellungsgespräch anspricht.

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Ich verstehe natürlich deine Bedenken. Eine Pflicht die Behinderung zu erwähnen gibt es übrigens nicht. Rein rechtlich kann dir nichts passieren.

Aber Arbeitgeber mit mehr als 20 Arbeitnehmer sind verpflichtet auch Menschen mit Schwerbehinderung zu beschäftigen. Ansonsten müssen sie eine Ausgleichsabgabe zahlen. Mit anderen Worten kann es auch von Vorteil sein die Schwerbehinderung zu erwähnen...

Es kann ein Vorteil sein, aber könnte doch genau so ein Nachteil sein, da der Bewerber durch die Schwerbehinderung ein Kündigungsschutz besitzt?

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@Lanka94

Innerhalb der Probezeit (in der Regel 6 Monate) greift der Kündigungsschutz noch nicht. Und innerhalb eines halben Jahres sollte der AG eigentlich beurteilen können, ob der Mitarbeiter (egal ob mit oder ohne Behinderung) geeignet ist für den Job.

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Das mußt du überall angeben. Tust du es nicht, kann das ein Kündigungsgrund sein.

Ich an deiner Stelle würde den Grund (Epilepsie) angeben und dass du keine geistigen (nicht geistLichen!) und körperlichen Einschränkungen hast.

Das muss man in der Bewerbung! nicht angeben.

Spätestens beim Vorstellungsgespräch muss er die Firma in Kenntnis setzen. Und wenn der Vertrag geschlossen wird, sowieso (Urlaubstage, ....)

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