Ich weiß nicht, wo ich hin soll, habe ich keinen Platz?

3 Antworten

(geht weiter)

Die einzige Oma, die ich habe, wohnt am anderen Ende von Deutschland. Ich mache den ganzen Tag im Prinzip nichts außer Sitzen, Rumliegen, Essen, Schmerzen haben. Abends versinke ich in dunkelsten Gedanken,höre Musik (wenn andere diese Lieder hören würden, würden sie mich nie mehr alleine irgendwo sitzen lassen, sondern immer ein Beobachtungsteam um mich haben...) und weine. Und dann ist in mir nur noch Leere. Und jetzt will ich einfach aus diesem Haus weg. Aber wohin soll ich denn nur?! Am liebsten würde ich einfach verschwinden und vergessen werden... (bin aber nicht suizidgefährdet, keine Sorge. Denke zwar daran, würde es aber niemals tun). Ich weiß, dass es Leute gibt, wie meine Eltern, die mich lieben. das ist mir klar. Trotzdem bin ich auch für sie eine Last. In meiner Verfassung kann ich niemanden etwas geben, ich ziehe nur runter. Wo soll ich denn jetzt hin...? Werd evermutlich gleich erstmal in die Kirche (bin absolut NICHT gläubig, aber da find ich vielleicht wenigstens etwas Ruhe und Zuflucht), dann vielleicht in die Stadtbibliothek (auch ein bisschen zum Schlafen...). Aber das sind dann vielleicht ein paar Stunden, die rum sind. Und auch wenn ich dann den ganzem Tag noch Bus oder Bahn fahre, spätesttesn heute Abend muss ich zurück. Ich würde, glaube ich, sogar soweit gehen und draußen irgendwo schlafen, aber nicht bei diesen Temparaturen... Ich friere sowieso schon leicht. Ich brauche einfach irgendeinen Platz!!!!!!

Danke, dass du dir den ganzen langen Text angetan hast.

Das ist das Lied, das genau ausdrückt, was ich so unter anderem denke und fühle https://www.youtube.com/watch?v=TtHZs4GrarY
  Nur dass ich niemals Suizid oder so begehen werde... (das kan ich außerdem niemals meiner Mutter antun, dafür liebe ich sie zu sehr). Hier ist es auch leicht, zu dem ganzen Zeug zu stehen, weil ich anonym bin...

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Doch du hast einen Platz. Du gehörst hier hin zu all den Leuten, die dich mögen (auch wenn du das im Moment nicht glaubst) z.B. zu deinen Eltern. Was jetzt grad passiert ist, dass du fliehen willst, weil deine Gedanken und Gefühle so unerträglich scheinen. Leider überträgst du das auch auf dein Zuhause. Sag deinem Kopf, dass du dich nicht von hier verdrängen lässt. Im Gegenteil, versuche es dir gemütlich einzurichten, stelle etwas um, räume auf, suche schöne Zweige im Wald und schaffe dir selbst - gegen deinen Kopf - eine angenehme Umgebung. Hier gehörst du hin.

Wenn du wirklich fliehen willst, dann gibt es einen guten Ort: die Notfallaufnahme einer Psychiatrischen Klinik oder eines Krankenhauses mit Psychiatrie. Sag ihnen, dass du es nicht mehr aushälts, dass du mit dem Therapeuten nicht zu Recht kommst und viel zu lange auf eine Platz warten musst. Dann kann es sein, dass du früher eintreten kannst.

Deine  düsteren Gedanken sind nicht die ganze Wahrheit. Es gibt noch einen anderen Menschen in dir. Den wirst du wieder finden, aber dazu brauchst du viel Geduld und gute Unterstützung.

Danke :) Ja ich glaube es hilft mir wirklich, wenn ich hier ein bisschen um- und aufräume, das lenkt auch ab...Ich war jetzt (sehr spontan) eine Nacht und den folgenden Tag auf einer geschlossenen Station (für Jugendliche mit psychischen Problemen) in einer Klinik bei uns (unfreiwillig, meine Eltern haben mich eingeliefert, weil sie dachten, ich tu mir was an). Ich konnt sie dann zum Glück vom Gegenteil überzeugen und sie haben mich (trotz Mischgefühlen) wieder rausgeholt. Ich glaub das war so eine "Schocktherapie" die ich vielleicht gebraucht hab, denn dieser eine Tag dort war so schrecklich, dass ich da nie wieder hinmöchte... Und wenn ich irgendwann was "Dummes" machen sollte, ist das wieder die erste Anlaufstelle. Danke für die Antwort! :)

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Warum hast du nicht den Therapeuten gewechselt? Das gibt es immer mal wieder dass der erste und evtl auch der zweite nicht der Richtige ist. Da wundert es mich nicht dass du so "dran" bist. In einer therapeutischen Beziehung muss sich der Mensch der behandelt werden soll wohl fühlen. Versuche dich nochmals neu zu orientieren mit einem Therapeuten Wechsel. Wenn du immer mal wieder nicht zur Schule gehst wirst du auch dort noch Probleme bekommen. Ich würde nicht warten sondern zum Hausarzt gehen und ihm die Situation schildern. Frage den Arzt ob er dir Adressen für einen Therapie Wechsel gibt. NUR WENN EINE VERTRAUENSBASIS DA IST KANN MAN SICH IN EINER THERAPIE MIT DER ZEIT ÖFFNEN. Alles Gute

Ich bin ja schon auf der Liste einer anderen Therapeutin... Aber bis man bei guten Therapeuten (insbesondere Kinder und Jugendliche) einen Platz bekommt, kann das schon ne Weile dauern, da können wir auch nichts dran ändern. Mein Hausarzt ist informiert, er versucht ja auch, Druck bei der Klinik zu machen

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