Ich weiß nicht wie ich meine Finanzen regeln soll ...?

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9 Antworten

Das Thema ist umfangreich und leider verhält es sich wie mit Fußball..jeder ist ein Experte  und weiß es besser...

Grundsätzlich solltest du erst mal wissen was du überhaubt sparen kannst.

d.H :

1 Ist Zustand - Sparen

1.1 Was sparst du schon und wie?

1.2 Kannst du mehr oder ist das das maximum?

2. Ist Zustand -Reserve

2.1 Hast du kurzfristig Verfügbare Rücklagen (empf. 2-3 Netto Gehälter) ?

3. Ziele

3.1 Erstes Ziel sollte es sein eine Reserve zu Bilden. Sonst schmeißt dich nen Kaputter Kühli aus dem Konzept.

3.2 Worauf sparst du? Wie andere schon schrieben ist das Ziel wichtig. Willst du ein Haus bauen kann ein darauf ausgelegtes Produkt sinn machen. Willst du du für die Rente sparen legst du einen Teil Langfristig an, fürs Auto in drei Jahren macht ne Bindung für 7 Jahre keinen Sinn.

3.3 Informier dich welche Produkte für dein Ziel gut geeignet sind.

3.4 Bilde dir deine eigene Meinung. Du must dein Finanzkonzept verstehen und davon überzeugt sein.



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Riestervertrag oder betriebliche Altersvorsorge sind zur Ergänzung einer späteren Rente. Zum Teil, weil die Anbieter die Hand über Gebühr aufhalten, aber insbesondere wegen der derzeitigen Niedrigstzinsen werfen die momentan leider sehr wenig ab. Das ist schade, denn die dort generierten Beträge sind save. Was du da reinsteckst, kann dir nämlich kein Schicksalsschlag mehr nehmen. Alles andere kannst du theoretisch durch Pleite, Unfall, Krankheiten oder kostspielige Scheidung etc. später verlieren.

Unsinnig ist so ein Riester also im Prinzip nicht und kann ein Baustein sein. Für mich besteht der wichtigere Teil aber im Vermögensaufbau.

Vermögensaufbau bedeutet, Geld zu sammeln und anzulegen. Dein Kollege hat sich für einen wie auch immer gearteten Fonds von Tempelton entschieden. Auch er wird wahrscheinlich ein paar Prozent Ausgabeaufschlag bezahlen. Das geht besser :o).

Die besten Renditen wirft das Geld an der Börse ab. Das bedeutet nicht, dass du jetzt versuchen sollst, aus dem Auf und AB der Kurse Kapital zu schlagen. Du kannst hier Geld anlegen und genüsslich Jahre warten.

Kurzer Anriss: Mit einer Aktie gehört dir ein Stück eines Unternehmens. Mit einer Daimler-Aktie gehört dir also ein Stück Firmengelände, ein Stück Fabrik, ein Stück Fließband, ein Stück Bürostuhl, ein Stück Arbeitsplatz usw.  Und am Ende des Jahres auch dein Anteil vom Gewinn. Ein Teil des Gewinns wird an dich ausgezahlt. Der andere Teil bleibt im Unternehmen, wird meinetwegen in einen neuen 3d-Drucker investiert... und der gehört dir dann anteilig auch. Das bedeutet also: Ein Teil deines Gewinnns geht an dich, der andere macht das Unternehmen und dadurch deine Aktie wertvoller. Deshalb gehen langfristig auch die Kurse zwangsläufig nach oben - natürlich nicht ohne Rückschläge.

Mit einem Aktien-ETF hast du die Möglichkeit, einen Anteil an einem Einkaufskorb vieler verschiedener Aktien zu erwerben. Bei einem Dax-ETF gehören dir dann Gelände, Gebäude, Maschinen und Arbeitsplätze von 30 großen deutschen Unternehmen. Falls unter diesen dann Daimler pleite geht, hält sich die Katastrophe in Grenzen. Im Grunde ist ein ETF also auch bloß ein Fonds, aber er kostet sehr viel weniger. Nämlich fast nichts^^.

Wissen erwerben: Ein Anfang wäre, die Börsenkurse zu verfolgen. Etwa auf Onvista.de, oder eben anderen Finanzseiten. Dort kannst du auch Daten zu Aktien abgreifen. Etwa, was für einen jährlichen Gewinn, was für eine Dividende du je Aktie erwarten kannst.

Falls dir das jetzt noch alles zu wirr ist, kannst du auch einfach dein Geld sammeln. Wenn du dann in den Nachrichten mitbekommst, dass es an den Börsen einen großen Crash gegeben hat, wird es aber Zeit, aktiv zu werden. Dann kannst du super billig einkaufen und ggf. mir davon berichten - ich werde sehr neidisch sein^^

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Kommentar von grubenschmalz
01.05.2016, 12:07

Deshalb gehen langfristig auch die Kurse zwangsläufig nach oben

Wie bei der "Praktiker AG"? Wie bei "Q-Cells"? wie bei "Hess"?

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> Wie bekommt man ein Grundwissen, um sich nicht vollkommen verloren zu fühlen

Ein sehr guter Vorsatz :-)

Meine Empfehlung: Ein Abo (oder auch einfach eine zeitlang jeden Monat am Kiosk kaufen) der Zeitschrift Finanztest.

Unklare Begriffe kannst Du dann bei Wikipedia nachschlagen (andere Websites sind nicht empfehlenswert, wenn Dir noch die Grundkenntnisse fehlen, um seriöse von anderer Information zu unterscheiden).

> UND Was ist sinnvoll, wenn man aktuell sein Geld auf die Seite
sparen möchte?

Du bist jung und hast noch Zeit. Erstmal ein Tagesgeldkonto bei einer Internet-Bank eröffnen (nur da gibt es wenigstens noch ein knappes Prozent Zinsen) - welche da seriös sind und gute Zinsen bieten, findest Du auf den hinteren Seiten von Finanztest.

Dort sparst Du dann ein Jahr lang. Dann eröffnest Du ein Konto bei einem Online-Broker und kaufst für das Geld Anteile eines Investmentfonds. Welcher Fonds Dir zusagt (vielleicht auch einer von den ca. 500 Fonds, die Templeton anbietet), kannst Du nach einigen Heften Finanztest eher einschätzen als heute.

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Du solltest Dir grundsätzlich darüber klar werden, zu welchem Zweck Du sparen möchtest.

  • Möchtest Du mal ein Eigenheim (Haus, Eigentumswohnung) erwerben?
  • Soll das Geld der Alterssicherung (Rente) dienen?
  • Sparst Du nur für ein neues Auto oder eine Weltreise?
  • Möchtest Du mal eine Familie gründen?

Alle diese Faktoren spielen in Dein Sparverhalten mit ein. Darüber solltest Du Dir klar werden.

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Was grubenschmalz dir rät, wollte ich auch schreiben. Aber mit Ergänzugen.Für den Anfang ist Finanztest schon ok. "Fortgeschrittenen" bringt es in der Regel kaum noch was.Dann besser seriöse Börsenzeitschriften kaufen, die tiefer gehen.

Dein Kollege hat auch Recht. Bausparen in der jetzigen Situation allenfalls, wenn du wirklich später die Absicht hast zu bauen oder mit dem Geld zu modernisieren. Auch da gibt es inzwischen weit bessere Möglichkeiten.

Zinsen werden noch etliche Jahre sehr niedrig bleiben, sonst droht diversen Staatshaushalten der Kollaps. Das ständige Theater um die vermeintlichen Zinsanhebeungen der FED (private US Zentralbank) sind nichts weiter als eine Schmierenkomödie. Der richtige Zeitpunkt dafür wäre im vorigen Jahr gewesen. Jetzt sinkt die Wirtschaftsleistung in USA bereits wieder.

Wenn du jetzt bis zu 20% deines Geldes sofort in physischem Gold, Silber und Platin anlegst, wirst du dich in einigen Jahren mit hoher Sicherheit am Wertzuwachs erfreuen können. Vielleicht sogar schon deutlich früher. So langsam findet endlich der wahre Wert seltener Edelmetalle wieder in die Köpfe der Anleger. Umsonst kaufen viele Notenbanken nicht, was sie nur kriegen können, besonders China und Indien. So blöd sind die da nicht. Lass dir aber keinesfalls "Papiergold" andrehen, wo die physischen Gegenwerte angeblich an der Comex gelagert sein sollen. Dort droht ein verdammt böses Erwachen, denn auf eine tatsächlich hinterlegte Unze kommen um die hundert und noch weit mehr stolze Besitzer.

Physisch kaufen kannst du z.B. bei Pro Aurum oder Degussa. Weitere Möglichkeit wäre, deinen Bestand in einem Schweizer Zollfreilager zu bunkern. Hat den Vorteil, es ist gegen Ganoven gesichert und die Mehrwertsteuer für Silber müsstest du erst abdrücken, falls du es tatsächlich mal in Deutschland ausgehändigt haben willst. Es wäre ansonsten kein Problem, geht immer.

Sollte es tatsächlich wieder einmal zu einem Besitzverbot bei Gold kommen - alles was über den normalen Schmuckbedarf hinausgeht - so denke ich, ist es dort auch ganz gut aufgehoben. Der Gedanke daran ist keinesfalls Utopie. Im 3. Reich sowieso, aber auch in den USA war es unter Rososevelt unter strengsten Strafen bei Zuwiderhandlung der Fall. Unser aller Vater Staat bestimmt in so einem Fall den Kurs, und alle dürfen brav ihre Schätze gegen Schuldscheine des Staates eintauschen. Genau dies ist Geld nämlich.

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Kommentar von grubenschmalz
01.05.2016, 12:05

wirst du dich in einigen Jahren mit hoher Sicherheit am Wertzuwachs erfreuen können.

Aha. In welcher Glaskugel steht das?

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Neben dem sehr guten Ratschlag, Deinem Bankverkäufer nicht zu vertrauen und Dir Finanztest zu kaufen, empfehle ich Dir die kostenlosen Newsletter von Finanztip von und mit Herrn Tenhagen.

http://www.finanztip.de/geld-zurueck/

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Dein Berater bei der Sparkasse ist ein Verkäufer.

Tipp: Kauf dir monatlich die Zeitschrift "Finanztest". Da ist alles einfach beschrieben.

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Kommentar von Joschi2591
30.04.2016, 22:32

Ja, sehr richtig. Einem Bankverkäufer kann man nicht trauen.

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Zins und Zinseszins kannst Du zur Zeit vergessen! Erkundige Dich zunächst bei Deiner Hausbank welche Möglichkeiten Du unter genannten Vorraussetzungen hast. Weitere Erkundigungsmöglichkeiten und Angebote einholen sind anschließend ratsam! Kenne Deine Zukunftspläne nicht!

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Laß Dein Geld doch da, wo es ist. Frißt doch kein Brot.

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