Ich weiß nicht ob ich Atheist werden möchte oder weiterhin an Gott glauben soll?

27 Antworten

Hallo georgesteiner,

solche Zweifel sind nichts Ungewöhnliches! Gerade junge Leute zweifeln in der heutigen Zeit an Gott, da ihnen kaum Gründe für den Glauben geliefert werden, eher im Gegenteil. Einiges, was man in der Schule lernt, untergräbt eher den Glauben an Gott (ich denke da beispielsweise an die Evolutionstheorie).

Was könntest Du tun? Wenn Du Dich z.B. mit dem beschäftigst, was Dir einen Grund liefert, an Gott zu glauben. Gibt es denn überhaupt Beweise? Im Sinne der Wissenschaft gibt es weder Beweise für noch gegen die Existenz Gottes. Heißt das aber, dass es keinerlei Art von Beweisen gibt? Nun, sieh einmal selbst.

Ein Beispiel: Würde man durch die Bildergalerie eines ungekannten Künstlers spazieren, dann wäre es keine Frage, wie diese Bilder zustande gekommen sind. Bloß weil man den Künstler nicht kennt und ihn bisher niemand gesehen hat, würde doch niemand auf die Idee kommen, zu sagen, die Bilder seien das Ergebnis einer Explosion in irgendeiner Künstlerwerkstatt? Die Pinselführung, die Farbmixtur und die Art der Darstellungen würden als unwiderlegbarer Beweis dafür gewertet, dass hier ein echter Künstler am Werke gewesen ist.

Leider legt man bei der Bewertung der "Werke der Natur" plötzlich ganz andere Maßstäbe an. In den komplexen Strukturen und dem Aufbau des Lebens will man oft gar nicht eine intelligente Kraft dahinter sehen. Vorschnell wird behauptet, es gäbe keine "Beweise". Diese Auffassung teilen jedoch nicht alle. Nach der Überzeugung vieler (auch eine ganze Anzahl Wissenschaftler) enthält die Natur eine Menge an Beweisen für einen Schöpfer. Vor allem wenn man in die Details geht, wird einem das immer klarer. Was mich immer sehr fasziniert hat, ist die Zellforschung. Modernen Forschungen zufolge ist es gelungen, selbst die kleinsten Details zu erkennen und ihre Funktionsweise zu verstehen. Nehmen wir z.B. die lebende Zelle. Kurz gesagt, gleicht sie einer ummauerten Stadt mit Ein-und Ausgängen, Kraftwerken, Produktionsanlagen, einer Kommandozentrale uvam. Sie ist also, obwohl winzig klein, ein komplexes Gebilde, das ein großes Maß an Intelligenz erkennen lässt. Kann sie wirklich allein das Produkt des Zufalls sein?

Faszinierend finde ich auch die Konstruktionsmerkmale gewisser Lebewesen. Diese sind so fein ausgeklügelt, dass es sogar einen Forschungszweig der Wissenschaft gibt, der sich ausschließlich damit beschäftigt und die Verwertbarkeit und Anwendbarkeit für die Industrie prüft, die Biomimetik. Da gibt es z. B. Drohnen, die ihre Konstruktion der Seemöwe verdankt. Die Seemöwe wurde so erschaffen, dass sie aufgrund ihrer besonderen Flügelkonstruktion in der Lage ist, akrobatische Flugmanöver zu vollbringen. Diese besonderen Konstruktionsmerkmale der Möwen wurden auf die Drohnen übertragen, so dass diese in der Lage sind, schnelle Gleit- und Sturzflüge auszuführen.

Ein anderes Beispiel sind die Möwenbeine. Möwen können sehr lange auf dem Eis stehen, ohne dass ihre Füße frieren oder sie dadurch Körperwärme verliert. Das ist nur deshalb möglich, weil das Möwenbein faszinierend konstruiert ist. Es funktioniert nach dem Prinzip eines Gegenstromwärmetauschers. Durch diesen Wärmetauscher wird das Blut, das von den kalten Füßen in den Körper zurückkehrt, erwärmt. Ein Ingenieur beschrieb diese Prinzip als "eine der effektivsten Methoden zur Wärmerückgewinnung. Es gibt zahlreiche weitere Beispiele genialer Konstruktionen aus der Natur, die Wissenschaftler und Ingenieure nachzuahmen versuchen. Forscher bezeichnen sie als "biologische Patente".

Welche Schlussfolgerungen kann man aus diesen Beispielen ziehen? Immer mehr Wissenschaftler sind der Meinung, dass Design einen Designer und wohldurchdachte Konstruktionen einen Konstrukteur benötigen. Wenn es hochgebildeten Forschern nicht einmal gelingt, das "Original" auch nur nachzuahmen, wie viel intelligenter muss dann derjenige sein, der diese Originale erdacht und erfunden hat?

Hier noch ein anderes faszinierendes Beispiel aus der Natur: Nehmen wir einmal die Gene einer "einfachen" Zelle. Die darin gespeicherten Baupläne enthalten eine solche Fülle an Informationen, dass, würde man sie aufschreiben, ca. 850 Buchbände von je 1.000 Seiten entstünden! Ist es vernünftig anzunehmen, eine solche umfangreiche "Büchersammlung" mit äußerst sinnvollen Informationen könne das Werk blinden Zufalls sein? Wohl kaum!

Ein einzelnes Gen enthält ca. 27.000 Buchstaben. Das Genom besitzt die gigantische Informationsfülle, die in etwa 3 Milliarden Basenpaaren abgespeichert sind. Um sich die Informationsdichte noch besser vorstellen zu können: Nur ein Gramm DNA enthält bereits so viele Informationen, wie auf einer Billion CD`s. Noch plastischer wird das Ganze, wenn man sich einmal klar macht, dass man auf einem einzigen Teelöffel die DNA der aktuellen Weltbevölkerung 350 mal unterbringen könnte! Kein von Menschen entwickelter Datenträger kann auch nur annähernd eine solche Kapazität erreichen. Ist es logisch anzunehmen, dass eine einzelne CD einen intelligenten Konstrukteur benötigt, die gerade beschriebene hoch komplexe DNA jedoch nicht? Wenn man sich klar macht, welche Arten von Informationen in der DNA abgespeichert sein müssen, wird das Ganze noch beeindruckender. Sie enthält nämlich u. a. Informationen für den Bau, die Wartung und die Reparatur komplizierter "Maschinen".

Beeindruckend finde ich auch den sog. Geißelmotor (Flagellum) z.B. eines Bakteriums. Dieser winzig kleine "Motor" im Nanobereich ist ähnlich aufgebaut wie ein Außenbordmotor, bestehend aus Einzelteilen wie einer Antriebswelle, einen Rotor, einem U-Gelenk uvam. Erstaunlich sind auch seine Leistungen: über 20.000 Umdrehungen/min. Trotz dieser schnellen Umdrehung kann er in einer 1/4 Umdrehung zum Stillstand kommen und danach sofort die Drehrichtung wechseln. Ist es vernünftig zu glauben, dass ein kompletter Außenbordmotor von selbst entstehen kann?

Das sind nur einige wenige faszinierende Details aus dem "Buch der Natur". Eine ganze Reihe von Wissenschaftlern, die sich näher mit den Einzelheiten aus diesem "Buch" beschäftigt haben, sind zu dem Schluss gelangt, dass es einen Gott geben muss.

LG Philipp

Wenn man sich was nicht erklären kann war es eben der Gott. Das war in der Urzeit schon so. 

Hättest du vor nur 200 Jahren (ein Augenzwinkern der Zeit) den Menschen gesagt, dass es bald möglich sein wird, dass man einen Menschen, der in England ein Lied singt, ihn zu gleicher Zeit in Australien sieht und hört, hätten  alle dich ausgelacht. So laut kann nie ein Mensch singen, so weit kann nie ein Mensch schauen. 

Deine ganzen unerklärlichen Dinge die du oben beschreibst sind ganz leicht mit einem Gott zu erklären.  --  Darum brauchen einfache Menschen einen Gott. 

Ich bin nicht dagegen wenn jemand an Gott glaubt  -  dann aber bitte auch konsequent die 10 Gebote beachten, denn die sind richtig gut für das menschliche Zusammenleben.

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@palzbu

Hallo palzbu,

ich bin kein Verfechter des Standpunkts, dass man immer dann Gott heranzieht, wenn man etwas nicht erklären kann. Dieser Fehler ist von Vertretern der Religionen leider oft gemacht worden.

Dein Vergleich mit vor 200 Jahren hinkt insofern, als man heute im Bereich der Naturwissenschaften weitaus aufgeklärter ist als damals und somit eine viel bessere Vorstellung hat was möglich ist und was nicht. Auch begreift man gerade in unserer Zeit viel eher, dass manche Dinge möglicherweise nie völlig erklärt werden können.

Wenn man beispielsweise dahinter kommen möchte, wie das Leben entstanden ist, kann man im Grunde nur Mutmaßungen anstellen und versuchen, das damalige Geschehen zu rekonstruieren. Doch wirklich sicher sein kann man sich nicht, ob sich die Ereignisse so abgespielt haben, wie das gewissen Theorien zu erklären versuchen. Schließlich ist niemand dabei gewesen.

Natürlich kann ebenso wenig bewiesen werden, dass Gott dem Leben einen Anfang gesetzt hat. Andererseits ist jedoch auch vielen Wissenschaftlern klar geworden, dass intelligente Leistungen nicht gleichsam aus dem Nichts entstehen können. Selbst die Naturgesetze zeigen Intelligenz und Weitblick, da ohne diese Leben auf unserem Planeten gar nicht möglich wäre. Zwar sind die Naturgesetze gleichsam das Grundgerüst, doch sie allein vermögen nicht die komplexen Strukturen des Lebens zu erklären. So sind etliche Wissenschaftler (und natürlich viele andere ebenfalls) zu dem Schluss gelangt, dass hinter all dem ein überragender Geist stehen muss.

LG Philipp

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@Philipp59

Philipp59, warum denn ein christlicher Gott?  Mit genau den selben Argumenten kann ich beweisen, dass ein fliegendes Spaghetti Monster das Universum erschaffen hat. Warum glaubst du nicht an Odin? Oder Zeus? Oder kthulu? Für deren Existenz kann ich mit genau den selben Argumenten kämpfen

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@flyingswaghetti

Hallo flyingswaghetti,

wo habe ich denn in meiner Antwort etwas von einem "christlichen Gott" geschrieben? Ich habe lediglich von "Gott" gesprochen. Welches der wahre Gott ist, steht auf einem anderen Blatt und war ja auch nicht Gegenstand der Frage.

LG Philipp

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@Philipp59

Der Fragesteller schreibt ausdrücklich von einem christlichen Umfeld. Auch wenn man vom Thema abschweift, ist der Bezug noch vorhanden.

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Ich kann dir nur empfehlen, weiter am Glauben dranzubleiben und dich vielleicht noch einmal bzw. überhaupt richtig mit Gott und der Bibel zu beschäftigen.

Es bleibt dir überlassen, wie du dich entscheidest. Deine Familie sollte deine Entscheidung akzeptieren und respektieren, da wir in Deutschland Religionsfreiheit haben und Gott nur Kinder und keine Enkelkinder hat.

Ein paar Tipps, was du dich mit dem Glauben beschäftigen kannst, wenn du dies denn möchtest:

- In der Bibel lesen. Am Anfang vielleicht eines der 4 Evangelien des Neuen Testaments und danach den Römer- und Epheserbrief.

- Bibelstellen aufschreiben, die dich besonders ansprechen.

- Sehr interessant und empfehlenswert finde ich folgenden Artikel: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

- Christliche Literatur zur Bibel lesen oder Predigten hören. Im Internet gibt es eine große Auswahl, z. B. bei Sermon-online .de

- Mit anderen Christen über den Glauben sprechen.Eine christliche Kirche/Gemeinde besuchen, die eine bibeltreue (auf die Bibel ausgerichtete) Verkündigung hat und in der es dir gefällt und du dich wohlfühlst.

- Gott im Gebet deine Gedanken mitteilen, ihm alles anvertrauen und mit ihm wie mit einem Freund und Vater sprechen. Du kannst ihn fragen, dass er dir helfen soll, sein Wort zu verstehen und seinen Willen für dein Leben herauszufinden und zu leben.

Als dem Menschen mit zunehmendem Wissen bewusst wurde,

dass sein Leben endlich ist, er also eines Tages sterben wird, fragte er sich:

Was kommt danach?

Die frühen Menschen konnten sich vieles was um sie herum

vorging nicht erklären. Also dachten sie da wären Geister die man ja nicht

sehen kann, und die sind für alles Unerklärliche verantwortlich. Da war z.B.

der Donnergott der war böse, oder der Regengott, der war gut und so weiter.
Für alles gab es Götter.

Jetzt kamen schlaue Mitmenschen, man dann auch Strolche

sagen, die erzählten sie wären von den Göttern geschickt und nannten sich

Priester. Sie hätten den „direkten Draht“ zu den Göttern und wenn die
Menschen genau das machen was die Götter befehlen, dann kommen die
Menschen in den Himmel. 

Die Priester haben sich jetzt ein schlaues Leben gemacht, sich von

ihren Mitmenschen versorgen lassen, und die „Götterboten“ gespielt.

Dies alles gibt es heute noch, heißt jetzt Religion (es gibt

sogar mehrere). Religionen sind ein riesiges Geschäft. 

Unter dem Deckmantel der Religion

kann man ganz leicht Leute manipulieren, fremde Länder ausplündern, sogar

morden lassen (Kriege führen), terrorisieren, und vieles mehr. Ein

intelligenter Mensch sollte nichts „glauben“, sondern nur akzeptieren was für

ihn beweisbar ist. Beweisbar kommt von Wissen. Wer intelligent genug  ist sollte das Religionsgeschäft durchschauen können.

Aus dem Nahen Osten kommen große Religionen weil diese sich mit
der wirtschaftlichen Macht der "Nutznieser" dieser Religionen
verbreitet hat.

Juden sind weltweit wirtschaftlich tätig und sehr mächtig.

Christen sind weltweit wirtschaftlich tätig
und sehr mächtig.

Islamisten sind auch wirtschaftlich sehr stark und verbreiten sich
immer mehr. (z.B. durch Einwanderung nach Europa)

Wenn du also nicht "glaubst" sondern nur akzeptierst was du weißt, bis du in guter Gesellschaft von vielen intelligenten Menschen.

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