Ich weiß nicht ob ich Atheist werden möchte oder weiterhin an Gott glauben soll?

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22 Antworten

Hallo georgesteiner,

solche Zweifel sind nichts Ungewöhnliches! Gerade junge Leute zweifeln in der heutigen Zeit an Gott, da ihnen kaum Gründe für den Glauben geliefert werden, eher im Gegenteil. Einiges, was man in der Schule lernt, untergräbt eher den Glauben an Gott (ich denke da beispielsweise an die Evolutionstheorie).

Was könntest Du tun? Wenn Du Dich z.B. mit dem beschäftigst, was Dir einen Grund liefert, an Gott zu glauben. Gibt es denn überhaupt Beweise? Im Sinne der Wissenschaft gibt es weder Beweise für noch gegen die Existenz Gottes. Heißt das aber, dass es keinerlei Art von Beweisen gibt? Nun, sieh einmal selbst.

Ein Beispiel: Würde man durch die Bildergalerie eines ungekannten Künstlers spazieren, dann wäre es keine Frage, wie diese Bilder zustande gekommen sind. Bloß weil man den Künstler nicht kennt und ihn bisher niemand gesehen hat, würde doch niemand auf die Idee kommen, zu sagen, die Bilder seien das Ergebnis einer Explosion in irgendeiner Künstlerwerkstatt? Die Pinselführung, die Farbmixtur und die Art der Darstellungen würden als unwiderlegbarer Beweis dafür gewertet, dass hier ein echter Künstler am Werke gewesen ist.

Leider legt man bei der Bewertung der "Werke der Natur" plötzlich ganz andere Maßstäbe an. In den komplexen Strukturen und dem Aufbau des Lebens will man oft gar nicht eine intelligente Kraft dahinter sehen. Vorschnell wird behauptet, es gäbe keine "Beweise". Diese Auffassung teilen jedoch nicht alle. Nach der Überzeugung vieler (auch eine ganze Anzahl Wissenschaftler) enthält die Natur eine Menge an Beweisen für einen Schöpfer. Vor allem wenn man in die Details geht, wird einem das immer klarer. Was mich immer sehr fasziniert hat, ist die Zellforschung. Modernen Forschungen zufolge ist es gelungen, selbst die kleinsten Details zu erkennen und ihre Funktionsweise zu verstehen. Nehmen wir z.B. die lebende Zelle. Kurz gesagt, gleicht sie einer ummauerten Stadt mit Ein-und Ausgängen, Kraftwerken, Produktionsanlagen, einer Kommandozentrale uvam. Sie ist also, obwohl winzig klein, ein komplexes Gebilde, das ein großes Maß an Intelligenz erkennen lässt. Kann sie wirklich allein das Produkt des Zufalls sein?

Faszinierend finde ich auch die Konstruktionsmerkmale gewisser Lebewesen. Diese sind so fein ausgeklügelt, dass es sogar einen Forschungszweig der Wissenschaft gibt, der sich ausschließlich damit beschäftigt und die Verwertbarkeit und Anwendbarkeit für die Industrie prüft, die Biomimetik. Da gibt es z. B. Drohnen, die ihre Konstruktion der Seemöwe verdankt. Die Seemöwe wurde so erschaffen, dass sie aufgrund ihrer besonderen Flügelkonstruktion in der Lage ist, akrobatische Flugmanöver zu vollbringen. Diese besonderen Konstruktionsmerkmale der Möwen wurden auf die Drohnen übertragen, so dass diese in der Lage sind, schnelle Gleit- und Sturzflüge auszuführen.

Ein anderes Beispiel sind die Möwenbeine. Möwen können sehr lange auf dem Eis stehen, ohne dass ihre Füße frieren oder sie dadurch Körperwärme verliert. Das ist nur deshalb möglich, weil das Möwenbein faszinierend konstruiert ist. Es funktioniert nach dem Prinzip eines Gegenstromwärmetauschers. Durch diesen Wärmetauscher wird das Blut, das von den kalten Füßen in den Körper zurückkehrt, erwärmt. Ein Ingenieur beschrieb diese Prinzip als "eine der effektivsten Methoden zur Wärmerückgewinnung. Es gibt zahlreiche weitere Beispiele genialer Konstruktionen aus der Natur, die Wissenschaftler und Ingenieure nachzuahmen versuchen. Forscher bezeichnen sie als "biologische Patente".

Welche Schlussfolgerungen kann man aus diesen Beispielen ziehen? Immer mehr Wissenschaftler sind der Meinung, dass Design einen Designer und wohldurchdachte Konstruktionen einen Konstrukteur benötigen. Wenn es hochgebildeten Forschern nicht einmal gelingt, das "Original" auch nur nachzuahmen, wie viel intelligenter muss dann derjenige sein, der diese Originale erdacht und erfunden hat?

Hier noch ein anderes faszinierendes Beispiel aus der Natur: Nehmen wir einmal die Gene einer "einfachen" Zelle. Die darin gespeicherten Baupläne enthalten eine solche Fülle an Informationen, dass, würde man sie aufschreiben, ca. 850 Buchbände von je 1.000 Seiten entstünden! Ist es vernünftig anzunehmen, eine solche umfangreiche "Büchersammlung" mit äußerst sinnvollen Informationen könne das Werk blinden Zufalls sein? Wohl kaum!

Ein einzelnes Gen enthält ca. 27.000 Buchstaben. Das Genom besitzt die gigantische Informationsfülle, die in etwa 3 Milliarden Basenpaaren abgespeichert sind. Um sich die Informationsdichte noch besser vorstellen zu können: Nur ein Gramm DNA enthält bereits so viele Informationen, wie auf einer Billion CD`s. Noch plastischer wird das Ganze, wenn man sich einmal klar macht, dass man auf einem einzigen Teelöffel die DNA der aktuellen Weltbevölkerung 350 mal unterbringen könnte! Kein von Menschen entwickelter Datenträger kann auch nur annähernd eine solche Kapazität erreichen. Ist es logisch anzunehmen, dass eine einzelne CD einen intelligenten Konstrukteur benötigt, die gerade beschriebene hoch komplexe DNA jedoch nicht? Wenn man sich klar macht, welche Arten von Informationen in der DNA abgespeichert sein müssen, wird das Ganze noch beeindruckender. Sie enthält nämlich u. a. Informationen für den Bau, die Wartung und die Reparatur komplizierter "Maschinen".

Beeindruckend finde ich auch den sog. Geißelmotor (Flagellum) z.B. eines Bakteriums. Dieser winzig kleine "Motor" im Nanobereich ist ähnlich aufgebaut wie ein Außenbordmotor, bestehend aus Einzelteilen wie einer Antriebswelle, einen Rotor, einem U-Gelenk uvam. Erstaunlich sind auch seine Leistungen: über 20.000 Umdrehungen/min. Trotz dieser schnellen Umdrehung kann er in einer 1/4 Umdrehung zum Stillstand kommen und danach sofort die Drehrichtung wechseln. Ist es vernünftig zu glauben, dass ein kompletter Außenbordmotor von selbst entstehen kann?

Das sind nur einige wenige faszinierende Details aus dem "Buch der Natur". Eine ganze Reihe von Wissenschaftlern, die sich näher mit den Einzelheiten aus diesem "Buch" beschäftigt haben, sind zu dem Schluss gelangt, dass es einen Gott geben muss.

LG Philipp

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palzbu 12.06.2016, 17:52

Wenn man sich was nicht erklären kann war es eben der Gott. Das war in der Urzeit schon so. 

Hättest du vor nur 200 Jahren (ein Augenzwinkern der Zeit) den Menschen gesagt, dass es bald möglich sein wird, dass man einen Menschen, der in England ein Lied singt, ihn zu gleicher Zeit in Australien sieht und hört, hätten  alle dich ausgelacht. So laut kann nie ein Mensch singen, so weit kann nie ein Mensch schauen. 

Deine ganzen unerklärlichen Dinge die du oben beschreibst sind ganz leicht mit einem Gott zu erklären.  --  Darum brauchen einfache Menschen einen Gott. 

Ich bin nicht dagegen wenn jemand an Gott glaubt  -  dann aber bitte auch konsequent die 10 Gebote beachten, denn die sind richtig gut für das menschliche Zusammenleben.

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Philipp59 13.06.2016, 06:21
@palzbu

Hallo palzbu,

ich bin kein Verfechter des Standpunkts, dass man immer dann Gott heranzieht, wenn man etwas nicht erklären kann. Dieser Fehler ist von Vertretern der Religionen leider oft gemacht worden.

Dein Vergleich mit vor 200 Jahren hinkt insofern, als man heute im Bereich der Naturwissenschaften weitaus aufgeklärter ist als damals und somit eine viel bessere Vorstellung hat was möglich ist und was nicht. Auch begreift man gerade in unserer Zeit viel eher, dass manche Dinge möglicherweise nie völlig erklärt werden können.

Wenn man beispielsweise dahinter kommen möchte, wie das Leben entstanden ist, kann man im Grunde nur Mutmaßungen anstellen und versuchen, das damalige Geschehen zu rekonstruieren. Doch wirklich sicher sein kann man sich nicht, ob sich die Ereignisse so abgespielt haben, wie das gewissen Theorien zu erklären versuchen. Schließlich ist niemand dabei gewesen.

Natürlich kann ebenso wenig bewiesen werden, dass Gott dem Leben einen Anfang gesetzt hat. Andererseits ist jedoch auch vielen Wissenschaftlern klar geworden, dass intelligente Leistungen nicht gleichsam aus dem Nichts entstehen können. Selbst die Naturgesetze zeigen Intelligenz und Weitblick, da ohne diese Leben auf unserem Planeten gar nicht möglich wäre. Zwar sind die Naturgesetze gleichsam das Grundgerüst, doch sie allein vermögen nicht die komplexen Strukturen des Lebens zu erklären. So sind etliche Wissenschaftler (und natürlich viele andere ebenfalls) zu dem Schluss gelangt, dass hinter all dem ein überragender Geist stehen muss.

LG Philipp

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flyingswaghetti 19.06.2016, 19:17
@Philipp59

Philipp59, warum denn ein christlicher Gott?  Mit genau den selben Argumenten kann ich beweisen, dass ein fliegendes Spaghetti Monster das Universum erschaffen hat. Warum glaubst du nicht an Odin? Oder Zeus? Oder kthulu? Für deren Existenz kann ich mit genau den selben Argumenten kämpfen

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Philipp59 20.06.2016, 06:35
@flyingswaghetti

Hallo flyingswaghetti,

wo habe ich denn in meiner Antwort etwas von einem "christlichen Gott" geschrieben? Ich habe lediglich von "Gott" gesprochen. Welches der wahre Gott ist, steht auf einem anderen Blatt und war ja auch nicht Gegenstand der Frage.

LG Philipp

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Meines Erachtens bist du längst ein Atheist. Frage doch deine Oma mal, warum sie nicht an Zeus glaubt? Oder an Odin oder Anubis. Hätte sie zu den Zeiten und an den Orten gelebt, wo diese Götter angebetet wurden, wäre sie freudig in deren Tempel gerannt. Wäre sie zur heutigen Zeit in Indien geboren, würde sie nicht an Jesus glauben.

Der Mensch hat sich immer irgendwelche Gottheiten geschaffen. Und die, die gerade "in" sind, jaaa, die gibt es natürlich. Alle anderen nicht. Es findet sich faktisch keinerlei Anzeichen für die Existenz von irgendeinem dieser Götter. Und der Theist verteidigt seinen Glauben entweder mit Ignoranz, Unwissen oder Lügen.

Man weiß mittlerweile, wie unser Planet entstanden ist und daß der Mensch lediglich eine Primatenart unter vielen ist, welche sich über Millionen Jahre entwickelt hat (und sich immer noch weiterentwickelt). Es finden sich keinerlei Spuren göttlichen Eingreifens. Überlege doch mal: Da erschafft jemand ein unendlich großes Universum, nur damit Milliarden Jahre später auf einem von unendlich vielen Planeten eine Affenart leben kann? Gott ist eine Ausrede und eine Ausflucht, die von Tag zu Tag immer weniger Menschen benötigen. Und es lebt sich wunderbar ohne Glauben. Es ermöglicht einem ein moralisch hochwertiges Leben.

Und wieso wird man eigentlich in so vielen Ländern (und früher weltweit) bestraft, wenn man hinterfragt, zweifelt oder nicht glaubt? Da stinkt doch im wahrsten Sinne des Wortes etwas zum Himmel.

Lass sich davon nicht weiter versklaven. Dein Verbleib verfälscht nur die Statistiken. Und wenn du nicht gleich morgen austrittst: Kein Problem. Lass dir Zeit.

Lies vielleicht auch mal die Bücher "God Is Not Great" ("Der Gott ist kein Hirte") von Christopher Hitchens oder "The God Delusion" ("Der Gotteswahn") von Richard Dawkins. Manchmal findet man die auch als Hörbuch auf YouTube.

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Ab deinem 14. Lebensjahr hast du das Recht selbst über deine Religionszugehörigkeit zu entscheiden. Ich kenne dein Alter nun nicht, aber wenn du nicht mehr der evangelischen Kirche angehören möchtest, musst du das auch nicht.

Andererseits musst du bedenken, welche Folgen das aktuell für dich haben kann, zB Konflikte in der Familie. Solange du zu Hause wohnst und solange du nicht jeden Monat Geld an die Kirche abgeben musst (Kirchensteuer), solltest du überlegen nicht in der Kirche zu bleiben. Aber das musst du selbst abwägen. 

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Deine Familie würde sich wohl manch einer wünschen. Sehr religiöse Familie zu haben und sich offen darüber austauschen zu können, ob man Atheist werden soll - finde ich super. 

An Gott glauben darf kein Zwang sein. Gerade in deinem Alter sind sollte man sich kritisch mit dem Religion auseinandersetzen können. 

Austreten aus der Kirche würde ich in deinem Alter noch nicht. Denn ob Du in fünf oder zehn Jahren Atheist bist  oder in die Nachfolge von Jesus gehst, ist jetzt noch völlig offen. 

Lass Dir Zeit, prüfe alles und entscheide ohne äußere Zwänge.

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Hallo Georg

es ist interessant, dass es dir nicht egal ist, Gott einfach den Rücken zu kehren. Du machst es dir also nicht einfach und das ist gut so. 

Da ist doch diese leise Stimme in dir, die dich zweifeln lässt, ob du am Ende nicht das Wichtigste im Leben verpasst, wenn du Gott ganz fallen lässt, nicht? ich denke, das sit Gott, der zu dir spricht.

Ich frage mich, hast du den christlichen Glauben wohl verstanden? 

Vielleicht willst du dir einmal diesen Flash anschauen. Dann wird dir vielleicht deutlich, warum du so wenig von Gott merkst in deinem Leben.

Dieser flash fasst die Gute Nachricht davon, dass Gott dich sucht und liebt, und wie du ihn finden kannst, sehr schön zusammen. Wäre toll wenn du ihn dir mal anschauen möchtest.

http://cxflyer.com/gallery/image.php?image_id=210&id=68&cat_id=6

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flyingswaghetti 19.06.2016, 19:29

Hörst du diese leise Stimme in deinem Kopf? 

Sie wird lauter.

Es werden mehr.

Natürlich hörst du "Gottes-" Stimmen in deinem Kopf wenn du geistig behindert genug bist an ein Märchenbuch zu glauben

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Ist doch völlig egal, was die anderen sagen. Du bist gerade dabei, Deinen eigenen Willen kennenzulernen. Das ist immer gut. In ein paar Jahren vielleicht wirst Du Dich noch besser kennengelernt haben. Und so geht das weiter... Aber schlimm ist das nicht. Eher ein Zeichen von Verselbständigung.

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Habe mir als Kind nie sehr viel Gedanken darüber gemacht, seit dem ich ca. 14 bin, bin ich auch überzeugter Atheist ;) Aus der Kirche bin ich mit ca. 18 ausgetreten weil ich nach Abschluss meiner Lehre die Kirchensteuer hätte Zahlen müssen.
Meine Mutter ist ebenfalls sehr gläubig und kann das natürlich überhaupt nicht verstehen. hatten da schon einige lange Diskussionen.

Es geht einem als Atheist nicht schlechter und ehrlichgesagt geht es nicht in meinen Kopf wie erwachsene Leute an solche Märchen glauben können. aber das soll jeder selbst entscheiden.

So wie du schreibst vermute ich, dass du eigentlich e schon Atheist bist?

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Es ist dann sinnvoll an einen Gott zu glauben, wenn es einen Gott gibt. Die Frage ist daher nicht, ob Du an Ihn glauben sollst, sondern ob es einen Gott gibt. Wir müssen immer die Wahrheit suchen und versuchen, das Gute zu tun.

Ich glaube an Ihn, auch wenn ich hier keine sichere Wahrheit gefunden zu haben meine. Es ist meine moralische Entscheidung, dass ich Gott annehme.

Ich erkenne mich selbst als moralische Persönlichkeit, die nach Wahrheit streben und Gutes tun kann. Und in diesem Zusammenhang entscheide ich mich für Gott.

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Zunächst einmal möchte ich Dir sagen, dass man sich nicht aus einer Distanz heraus dazu entscheiden kann, Atheist zu werden. Atheismus ist eine geistige Haltung, von der man erfüllt ist, wenn man sich mit der religiösen Problematik über Jahre hinweg gedanklich auseinandergesetzt hat. 

Wer sich nicht mit religiösen Problemen beschäftigt hat, und nun auch keinen Glauben an ein göttliches Eingreifen in das Weltgeschehen besitzt, ist schlicht ein religiöser Ignorant - das Problem ist einfach nicht das seine. 

Der Atheist ist ein Mensch, der nach reiflicher Auseinandersetzung mit den Ansprüchen der Religionen für sich die Erkenntnis gezogen hat, dass er sich diesen Botschaften, ihren Verheißungen, ihren Dogmen, auch ihren moralischen Forderungen nicht anvertrauen kann. Er hat weit mehr Argumente gefunden, die die Gegenposition, eben den Atheismus, unterstützen. Und hier ist es wie bei jeder Haltung des Menschen, dass man  - sofern man sie einmal durch viel gedankliche Beschäftigung, durch Erfahrungen, durch das Studium anderer Menschen in dieser Problematik - dann keine Freiheitsgrade mehr hat noch in die Gegenposition einzuschwenken. Erst nach einem möglichen einschneidenden Erlebnis (z.B. einer fast tödlich verlaufenen Krankheit) kann es mitunter zu einem Wandel in so einer Haltung kommen. 

Bilanz: Warte einfach ab, wie sich Deine Beschäftigung mit religiösen Problemen entwickeln wird. Ich rate immer zu großer Offenheit und keiner Vorfestlegung. Vor allem frage die Menschen nach ihren Begründungen, d.h. warum sie sich religiösen Vorstellungen anvertraut haben. Hier den kritischen Verstand zu schärfen, das kann man sich vornehmen. 

Zunächst aber würde ich an Deiner Stelle noch nicht aus der Kirche austreten, weil es mir scheint, dass Du diesen Schritt noch nicht ausreichend abgesichert hast. Bedenke auch, dass ein Austritt aus einer Gemeinschaft immer auch eine gewisse soziale Verarmung mit sich bringt, der man gewachsen sein muss, wenn man keinen guten Freundeskreis Gleichgesinnter verfügbar hat. 

   

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flyingswaghetti 19.06.2016, 19:20

Du verwechselt Atheist und Antitheist

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Ob Du an Gott glaubst oder nicht. Es gibt ihn. Er hat gesagt, dass man ihn an den Werken seiner Schöpfung erkennen kann. Natürlich hat sein großer Feind etwas dagegen. Wir sollen glauben, dass sich alles von selbst aus dem nichts entwickelt hat. Das ist ein Glaube, der sicherlich wenig Substanz hat. Eigentlich braucht man darüber nicht zu diskutieren, denn der natürliche Menschenverstand sagt schon, dass das nicht möglich ist.

Dennoch gibt Gott auch nicht auf alle Dinge die letzte Antwort. Für diejenigen, die sich gerne belügen lassen, lässt er es sogar zu, dass ihnen scheinbar wissenschaftlich fundierte Märchen - auch genannt Axiome - gelehrt werden. Denn ohne den existierenden Gott sind wir moralisch ja für nichts verantwortlich. Was sollte uns von allen Arten der Sünde abhalten. Und ist denn Diebstahl und Mord wirklich Sünde? Ich will damit nur aufzeigen, dass es eine göttliche Ordnung gibt und die ist gut. Die anderen Ordnungen, die Menschen sich selbst geschaffen haben sind oft mit Mängeln behaftet.

Außerdem bietet der Atheismus keinerlei Zukunftsperspektive, außer dem ewigen Tod. Gott hingegen sagt, dass er uns unter bestimmten Bedingungen retten will und kann zu einem lebenswerten Leben im Paradies oder mit anderen Worten: auf einer neu geschaffenen völlig mängelfreien Erde.

Natürlich ist niemand gezwungen das Angebot anzunehmen. Und wenn man es will, kann man auch den Wahrheitsgehalt des göttlichen Angebots erforschen. Das geht aber nur teilweise durch Bücherlesen. Ein Versuch durch das Gebet und die Erforschung der Bibel der Wahrheit näher zu kommen, ist es allemal wert. Atheismus ist Hoffnungslosigkeit pur, auch wenn sie nicht jedem  bewusst ist oder wird.

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Eigentlich ist es ganz einfach. Man kann sich nicht entscheiden, ob man gläubig oder Atheist ist. Entweder man glaubt die Geschichten, oder man glaubt sie nicht. Wenn man sie nicht glaubt, kann man trotzdem in die Kirche gehen und beten, aber dann tut man eben nur so. Das macht einen zum Heuchler. Man kann sich also nur entscheiden, Atheist oder Heuchler zu sein, denn Glauben ist keine Entscheidung.

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Mein Rat: Beschäftige dich einfach weiter damit. Du scheinst ein kritisch denkender Mensch zu sein, deshalb kannst du nicht an die Mythen und Märchen, die der Glaube ausmacht, glauben.

Das ist gut. Verwende weiter deinen gesunden Menschenverstand und denke weiter nach, du musst nicht sofort austreten, warte bis du dir selbst wirklich sicher damit bist.

Wenn du möchtest, kann ich dir einen Youtube-Kanal empfehlen, der sehr Religionskritische Videos macht.

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georgesteiner 27.05.2016, 15:21

Wie heißt dieser Kanal?

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Whitekliffs 27.05.2016, 16:16
@Andrastor

Darkmatter, sieht aus als ob es direkt aus der Unterwelt kommt. 

Du, Andrastor, bist also doch mit einer Mission hier unterwegs, nicht? Im Auftrag von?

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Andrastor 27.05.2016, 16:38
@Whitekliffs

Im Auftrag von Vernunft, logischem Denkvermögen und dem gesunden Menschenverstand sowie der Fähigkeit kritisch zu hinterfragen und der natürlichen Neugier des Menschen.

Also im Auftrag all jener Dinge, die von den Religionen seit Jahrtausenden unterdrückt werden.

"Darkmatter" bezieht sich im übrigen nicht auf irgendwelche Unterwelten, sondern auf dunkle Materie, ich empfehle dir dich dahingehend etwas zu bilden, bevor du dir irgendwelche Urteile erlaubst.

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Whitekliffs 27.05.2016, 17:25
@Andrastor

Andrastor

Also ich hab ja reingeschaut und fand das, was ich da gesehen habe, geschmacklos, gotteslästerlich, obszön. 

Das Wenige hat mir gereicht. 

Hinterfragen ist ok, aber das kann auch ohne obengenannte Dinge.

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Andrastor 27.05.2016, 20:39
@Whitekliffs

Allein der Begriff "gotteslästerlich" zeigt dass du eine sehr voreingenommene Einstellung zu dem Thema hast. Dann verwundert es nicht, dass du ehrlicher Kritik nicht aufgeschlossen bist.

Dieser Kanal steckt viel Arbeit in diese Videos. Recherche, Drehbuch, intelligente Verarbeitung etc.etc.. Der Humor mag nicht jedermanns/fraus Sache sein, aber die Botschaft aus den Videos ist klar ersichtlich und die ehrliche Wahrheit.

Schade dass deine Scheuklappen zu groß sind um das zu erkennen und das obwohl du als Christ (so nehme ich an) einem der obszönsten, grausamsten und menschenunwürdigsten Büchern der Weltgeschichte huldigst.

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allesprobiert 01.06.2016, 10:32
@Andrastor

@Andrastor

Du hast dich nie mit der Bibel beschäftigt. Sonst würdest du nicht solchen Blödsinn schreiben.

Und falls du es noch nicht bemerkt hast: Immer mehr Menschen wenden sich der Religion wieder zu. Frag dich mal warum.

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Andrastor 01.06.2016, 12:07
@allesprobiert

Du hast dich nie mit der Bibel beschäftigt. Sonst würdest du nicht solchen Blödsinn schreiben. 

DAS kann nur von jemandem kommen der/die die Bibel mit Scheuklappen und einer rosaroten Brille gelesen hat.

Wir erinnern uns an die gütigen und menschenwürdigen Bibelpassagen in denen zum Mord, zur Vergewaltigung, zur Sklavenhaltung aufgerufen wird. Die vielen Stellen, welche den Mann ganz klar über die Frau stellen, die vielen Passagen in denen Völkermord begangen wird.

Ich würde im Übrigen deine Zahlen nicht aus persönlichen, subjektiven Schätzungen, sondern von Statistiken nehmen ;) Das ließe dich weitaus glaubhafter wirken.

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flyingswaghetti 19.06.2016, 19:24
@Andrastor

@allesprobiert: Nein, DU hast die Bibel nicht gelesen, zumindest nicht komplett. Sonst würdest du jetzt Frauen vergewaltigen und Amokläufe in Moscheen veranstalten

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Ich kann dir nur empfehlen, weiter am Glauben dranzubleiben und dich vielleicht noch einmal bzw. überhaupt richtig mit Gott und der Bibel zu beschäftigen.

Es bleibt dir überlassen, wie du dich entscheidest. Deine Familie sollte deine Entscheidung akzeptieren und respektieren, da wir in Deutschland Religionsfreiheit haben und Gott nur Kinder und keine Enkelkinder hat.

Ein paar Tipps, was du dich mit dem Glauben beschäftigen kannst, wenn du dies denn möchtest:

- In der Bibel lesen. Am Anfang vielleicht eines der 4 Evangelien des Neuen Testaments und danach den Römer- und Epheserbrief.

- Bibelstellen aufschreiben, die dich besonders ansprechen.

- Sehr interessant und empfehlenswert finde ich folgenden Artikel: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

- Christliche Literatur zur Bibel lesen oder Predigten hören. Im Internet gibt es eine große Auswahl, z. B. bei Sermon-online .de

- Mit anderen Christen über den Glauben sprechen.Eine christliche Kirche/Gemeinde besuchen, die eine bibeltreue (auf die Bibel ausgerichtete) Verkündigung hat und in der es dir gefällt und du dich wohlfühlst.

- Gott im Gebet deine Gedanken mitteilen, ihm alles anvertrauen und mit ihm wie mit einem Freund und Vater sprechen. Du kannst ihn fragen, dass er dir helfen soll, sein Wort zu verstehen und seinen Willen für dein Leben herauszufinden und zu leben.

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Eigentlich muss das jeder für sich selbst wissen, ich als eingefleischter Religionsverabscheuer kann dir nur empfelen dich zu fragen was du davon hast.

Also welchen effektiven Nutzen hast du vom "Glauben"?

Kommst du mit dem historischen background dieser Religion klar?

Was hat diese Religion jemals langfristig gutes getan?

"Glaubst" du für dich oder für deine Familie?

Hast du nichts besseres zutun als deine Zeit mit imaginären Freunden zu verschwenden? Hoffe aus dem Alter bist du raus :D

Und zum Schluss noch, versuch mal den Herrn der Ringe ist ein viel besseres Fantasy Buch mit einer logischeren Handlung, tieferen Charackteren und das wichtigste: insich schlüssig.

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Scheint so als würdest du bereits nicht so richtig an Gott glauben. Man kann einen Glauben an irgendwas nicht erzwingen. Du bist halt nur noch Mitglied in der Kirche.

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Versuche mit dem Pfarrer Deines Wohnortes darüber zu sprechen. 

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Im Grunde hast Du Dir die Frage schon selbst beantwortet! 

aber ich kann einfach nicht an Gott glauben.

Dein Problem ist wohl eher, dass Du Deine Familie nicht enttäuschen willst, indem Du Dich von der Kirche und dem Glauben "offiziell" lossagst. Eigentlich sind "Nägel mit Köpfen" in Deiner Situation das Beste. Deine Familie wird schnell merken, dass Du trotzdem kein schlechterer Mensch bist.Eigentlich sogar ein besserer, weil Du ihnen nicht "vorheuchelst" weiterhin an Gott zu glauben....

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Wenn du dich nicht mit der Religion identifizieren kannst, tritt besser aus. Dich zu einem Glauben zu zwingen, wird dir nur schaden.

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Wenn du aus der Kirche austreten willst, dann mach das! Es ist unnötig, Kirchensteuer zu zahlen wenn man daran nicht glaubt. Ob du das machen willst oder nicht, hast du selber zu entscheiden nicht deine Familie.

LG,

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Werde Atheist 

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