Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Leben, was tun?

Support

Hallo Mikakf, 

Deine Situation klingt für mich sehr besorgniserregend. Sprich bitte unbedingt mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust! Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder z.Bsp. auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen: **0800/1110111 oder 0800/1110222** (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Auf der Webseite der Seelsorge kannst Du auch chatten, falls Du das lieber möchtest: **http://www.telefonseelsorge.de/**

Das Wichtigste ist jetzt: Überstürze nichts! Tu nichts, was Dich in Gefahr bringt und was Du nicht rückgängig machen kannst!

An den Beiträgen anderer beobachten wir, dass es vielen Menschen sehr ähnlich wie Dir geht. Du bist nicht alleine; es gibt immer einen Weg in eine bessere Situation. Oft braucht man nur jemanden, der einem hilft, ihn zu finden. Rede deshalb schnell mit jemandem über Deine Gedanken und gib niemals auf!

Auf dieser Seite **https://www.gutefrage.net/aktionen/suizid-hilfe-bei-selbstmordgedanken/** haben wir für Dich weitere wichtige Hotlines, Links und Tipps zusammengestellt.

Zögere im Notfall bitte auch nicht, den Notruf 112 zu wählen!

Alles Gute,

Eva vom gutefrage Support

7 Antworten

Du solltest dir von deinem Hausarzt eine Klinikeinweisung ausstellen lassen.

Da du an Suizid denkst, ist dein Zustand sehr ernst und du bedarfst professioneller Hilfe.

Ich war selbst in stationärer Behandlung wegen schwerer Depression und mir ist in der Klinik sehr geholfen worden. Vielleicht solltest du die Klinik wechseln, wenn die erste Behandlung nicht gut verlief.

Alles Gute :-)

Scheiß Essstörung...

Es bringt dir jetzt sicher nicht viel, aber ich weiß wie du dich fühlst und was du durchmachst. Diese Magersucht wird dich ein Leben lang begleiten, aber du musst unbedingt lernen damit umzugehen. Wenn du es alleine nicht schaffst, dann hole dir Hilfe in Form eines Psychologen, oder auch Selbsthilfegruppen, dort findest du Gleichgesinnte die dich verstehen werden.

Niemals aufgeben, das Leben lohnt sich.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo Mikaf,

zuerst einmal sollst Du wissen, dass Du mit Deinem Problem nicht allein dastehst. Essstörungen sind ein Problem, vor dem weltweit Millionen Erkrankte, vorwiegend Mädchen und Frauen, stehen. Betroffen sind sowohl Ledige als auch Verheiratete, alle Altersgruppen, sowohl junge Mädchen als auch Frauen im reiferen Alter.

Du fragst Dich vielleicht, warum es so schwer ist, mit den schlechten Essgewohnheiten zu brechen. Es reicht nicht, einfach davon loskommen zu wollen! Es müssen vielmehr die zugrunde liegenden psychischen Probleme erkannt und angegangen werden. Das wäre die Aufgabe eine Psychotherapie, die im Fall einer Essstörung eigentlich unumgänglich ist.

Was könntest Du aber selbst tun? Auch wenn Du das Problem vermutlich lieber vor anderen verbirgst, wäre wahrscheinlich gut, das offene Gespräch mit Deiner Familie zu suchen. In manchen Fällen haben Angehörige unbewusst zu der Essstörung beigetragen, indem sie vielleicht zu großen Wert auf die Figur und das Aussehen ihres Kindes gelegt haben.

Du sollst auch wissen, dass die meisten Essgestörten Perfektionisten sind. Sollte das bei Dir der Fall sein, dann denke daran, dass Fehler zum Leben gehören und nicht Deinen Wert als Person bestimmen. Niederlagen sind normal, gehen vorüber und können auch überwunden werden. Wenn Du Dir das bei einem der nächsten Fehlschläge bewusst machst, wirst Du wahrscheinlich nicht so sehr am Boden zerstört sein.

Versuche auch, Dich als ein Individuum zu sehen, dass sich nicht in die von anderen ausgedachte Form pressen lässt. Das fördert Deine Selbstachtung und Dein Selbstwertgefühl. Ist Dir aufgefallen, dass Essgestörte leicht zu Frustessen neigen? Das kann daher kommen, dass sie nicht gelernt haben, frei Ihre Meinung zu äußern, vor allem auch dann, wenn sie von anderen nicht gern gehört wird.

Wenn es Dir auch so ergeht, dann lerne, Deinen Ärger nicht einfach hinunterzuschlucken. Offen seine Meinung zu äußern bedeutet ja nicht unbedingt, Dampf abzulassen oder seine ganze Wut herauszulassen. Es bedeutet, offen und deutlich das zu sagen, was man denkt. Tust du das nicht, dann mag es sein, das Dein Drang zu ungesundem Verhalten zunimmt. Du stürzt Dich quasi in eine Essattacke, wenn sich Frustration in Dir aufstaut.

In einem Gespräch mit Deinen Eltern könntest Du ihnen auf ruhige Weise sagen, dass es sehr auf Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung ankommt. Wenn möglich, halte zu Ihnen einen offenen Gedankenaustausch und sensibilisiere sie für Deine Erkrankung. Sollte das jedoch trotz aller Bemühungen nicht möglich sein, könntest Du Dir an anderer Stelle Hilfe suchen. Du kannst Dich z.B. (außer an einen Arzt) an den sozialpsychiatrischen Dienst wenden, den es in jeder Stadt oder Gemeinde gibt.

Eine Essstörung verschwindet nicht von selbst wieder, sondern gehört in die fachkundigen Hände eines Arztes/Therapeuten. Da Du ja noch zu Hause wohnst, könntest Du Dich darüber z.B. mit Deinen Eltern beraten.

Nachfolgende Gedanken könnten Dir ebenfalls helfen, sofern Du an Gott glaubst: Viele, die wegen eines Problems verzweifelt sind, übersehen leicht, dass in der Bibel viele hilfreiche und tröstende Gedanken stehen. Sie geht zwar nicht speziell auf das Thema Essstörungen ein, doch zeigt sie, dass Gott an jedem Einzelnen interessiert ist und sehr viel für die Leidenden empfindet.

Folgender Text aus der Bibel stammt von dem berühmten König David, der in seinem Leben viele Höhen und Tiefen erlebte und der wusste, was es bedeutet, verzweifelt und manchmal sogar ausweglos zu sein. Rückblickend auf seine Erfahrungen, die er mit Gott gemacht hatte, schrieb er einmal:

" Ja, auf Gott warte still, o meine Seele, Denn von ihm ist meine Hoffnung. Ja, er ist mein Fels und meine Rettung, meine sichere Höhe; ich werde nicht zum Wanken gebracht werden. Auf Gott beruht meine Rettung und meine Ehre. Mein starker Fels, meine Zuflucht ist in Gott. Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht" (Psalm 62:4-8).

Obwohl Gott diesen David nicht durch ein Wunder aus seinen Bedrängnissen befreite, machte er dennoch die Erfahrung, dass Gott ihm zu Hilfe kam und ihn mehr als einmal aus Todesgefahren rettete. David konnte diese Erfahrungen nur deshalb machen, weil er selbst auch etwas tat: Er wandte sich an Gott im Gebet und er schüttete ihm sein Herz aus. Die Psalmen sind voll von seinen innigen Gebeten zu Gott.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir gelingt, Deine Krankheit Stück für Stück zu besiegen und wieder ein freieres Leben zu führen!

LG Philipp

Selbstmord ist nie die Lösung glaub mir. Geh mal lieber zum Schulpsychologen und rede da weiter. Vllt wird es dir was bringen.

Ich persönlich würde dir raten, dass du dir Ziele im Leben setzen solltest, damit du selber Motivation bekommst weiter zu machen ! Das bringt einen echt was.

Kannst mir gerne auch schreiben, wenn du über deine Probleme reden möchtest.

Sofort mit einem Arzt reden. Und nochmal in eine Therapie oder zumindest in Behandlung.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Lebenserfahrung mit Höhen und Tiefen

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