...ich weiß den richtigen Weg, aber woher den nötigen Mut nehmen?

5 Antworten

Burnout ist vielleicht das falsche Wort. Deine Ängste klingen sehr nach Agoraphobie (einfach mal googlen) und die Depression kommt dann noch dazu. Da Du Dich ja schon recht weit zurückziehst, scheint es auch schon recht ausgeprägt zu sein. Ich kenne mich da ganz gut aus, da ich beides selbst habe.

Ich würde Dir also auf jeden Fall dazu raten, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich würde Dir sogar empfehlen, Dich in stationäre Hilfe zu begeben - klingt schlimmer, als es ist. Dir wird dort gut geholfen. Im Akutfall kannst Du auch direkt in die Notaufnahme gehen.

Du brauchst auch keine Angst zu haben, was die Ärzte anbelangt. Sie tun Dir nichts böses, Medikamente (Psychopharmaka) kannst Du jederzeit ablehnen, wenn Du der Meinung bist, dass Du es ohne durchschaffen möchtest. Und sie kennen sich mit Deiner Erkrankung am besten aus. Im Falle einer Klinik habe ich mich meistens wie in einer großen WG mit lauter Gleichgesinnten gefühlt. Und die Ärzte haben mir sehr gut geholfen.

Was die »Außenwelt«, Deine Freunde und Familie anbelangt, kann ich Dir sagen, dass ich in den meisten Fällen gute Erfahrungen gemacht habe. Du glaubst ja nicht, wie viele plötzlich davon erzählen, dass sie selbst oder ihre Freunde und Bekannte schon einmal davon betroffen waren ;) Und Du kannst nur auf Verständnis hoffen, wenn Du ihnen sagst, wie es Dir geht. Für den Fall, dass Dir nahestehende Personen damit nicht umgehen können (was nur selten der Fall ist) gibt es Informationsmaterialien. Auch bietet fast jede Klinik kostenlos Kurse an, die den Familienangehörigen vermitteln, was eine Depression und Angsterkrankung ist und wie sie mit Dir umgehen sollten.

Und ganz ehrlich: Wenn Dein Freund Dich wegen Deiner Erkrankung verlassen würde, ist er es nicht wert ;)

Du hast den Mut und die Worte zum Formulieren des Problems gefunden. Diese Worte nimmst du...wie sie dort stehen...lässt dir einen wirklich guten Arzt (von deiner Frauenärztin?) empfehlen....holst dir dort einen Termin.....und äußerst, dass du die Probleme niedergeschrieben hast....und dies gern so vorlegen möchtest, was du dann tust. Der Arzt wird dann hoffentlich erkennen, wie man dir zum einen die Befangenheit nimmt, mit ihm zu reden und zum anderen Erstmaßnahmen ergreifen, dir wirklich helfen. Denn eines steht unabänderlich fest: Machst du so weiter, werden andere Menschen für dich diesen Arzt holen, weil sie die Notwendigkeit erkennen. Dann allerdings kann es für manche Sachen zu spät sein.

Warum möchtest du behandelt werden. ? Damit es dir und damit auch den Menschen, die du liebst...besser geht und damit von allen Schaden rechtzeitig abgewendet wird. Sag dir, dass du es für diese Mernschen tust und nehme somit die Liebe zu ihnen als Anlass, den richtigen Schritt zu gehen....Diese Liebe sollte dir Mut geben.....

Weihe Deinen Freund ein mit dieser "Niederschrift" und bitte ihn, dich auf diesem Weg zu begleiten, ohne weitere Fragen zu stellen. Wenn er dich liebt, wird er es tun....

Du hast mit deinen Worten ins Schwarze getroffen - ich kenne selbst die andere Sichtweise, also wie es ist, darunter zu leiden, jemandem mit Depressionen nicht helfen zu können... ich will auf jeden Fall verhindern, dass es meinen Liebsten so gehen muss, denn es ist ein wirklich schreckliches Dilemma von Hilflosigkeit.

Leider habe ich aber auch sehr große Angst davor, nicht ernst genommen zu werden (das ist in der Regel eh schon immer der Fall...) und das grade von meiner Familie und von Freunden... Wie gesagt, ich kenne die richtigen Schritte und ich weiß ich muss sie gehen, aber mir fehlt der Mut... ich habe große Angst, in ner Praxis zu stehen und vor dem Arzt oder sonstwem nur noch zu stottern, weil ich einfach nicht mehr weiß, was ich tun soll und so tierisch große Angst vor Gesellschaft bekommen habe.

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@PhoenixFrost

Ernst wirst du dann genommen, wenn du die richtigen Worte findest und dich und dein Verhalten logisch begründen kannst. Denn.....so skeptisch ich bei (sorry für den Ausdruck) DEpressionsfragen bin, hat mich dein Text von der Ernsthaftigkeit deines Anliegens überzeugt.

Jede Person, die du einweihst...sollte eine mindestens genauso oder ähnlich formulierte Erklärung bekommen....auch wenn du diese niederschreibst, was dir offensichtlich leichter fällt. Schreibe deinem Freund einen Brief, indem du die Dinge so darlegst, wie sie wirklich sind. Ein Brief erfordert keine Gesellschaft. warte den richtigen Zeitpunkt für solche Informationen ab.

Mach dir bewusst, dass ein Problem bei dir liegt, aber die Aufklärung durchaus auch Zeit hat, auch wenn sie andere Personen betrifft. Es ist nicht deine Pflicht, Eltern etc, SOFORT zu informieren. Du kannst immer schreiben "Ich musste erstmal mit mir selbst ins Reine kommen" oder ähnlich....

Der Arzt....der dich dann "untersucht" wird den Vorteil einer "warmen Atmosphäre" für ein Erstgespräch zu schätzen wissen, sofern er gut ist. Ein Gespräch in einem persönlichem Umfeld....nicht in einer Praxis ...wird beispielsweise bei Angstpatienten (Zahnarzt etc.) ...schon seit längerem praktiziert und du solltest dir eine Person deines 100%igen Vertrauens suchen. Diese kann evtl. das "Erstgespräch" stellvertretend für dich wahrnehmen und dann auch die Situation zur Sprache bringen, die für dich schwierig ist --- also praxisähnliche Umstände und die Reduzierung auf den Status "Patient"......und kann ein reales Erstgespräch vereinbaren..zu deinen Bedingungen....

Es muss dir eines klar sein...du wirst Patient sein.....aber als dieser wendest du weiteren Schaden hauptsächlich von deiner Person und den Personen deiner Umgebung ab. Geht es dir schlecht, geht es mir auch schlecht------jede Person, die du Liebst.....auf diese trifft dieser Satz zu !

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Du musst diesen Schritt leider Gottes wagen und mit jemandem darüber zu reden...am besten ein Psychologe dem du alles aus deiner Vergangenheit erzählst der kann dir Tipps geben um das es dir wieder besser geht. Aber im Endeffkt musst du dann an dir selber arbeiten!

Geh raus spazieren, höre schöne fröhlich Musik, unternimm was mit deinem Freund wenn du mit ihm darüber geredet hast, iss viel obst und Gemüse das hält dich fit und ist auch gut für dein Geist und ganz wichtig sprich mit deinem Freund drüber wenn es der richtige ist wird er für dich da sein.

Aber kann man denn so einfach zu einem Psychologen gehen? Ich hab ja schon irgendwie ziemliche Angst davor...

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@PhoenixFrost

duch im Internet nach einem in deiner Nähe und mach somit den ersten Schritt.

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