Ich weis nicht mehr weiter, an wen soll ich mich wenden?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Anton03,

wenn man sich so ausweglos fühlt, wie Du, dann hat man eigentlich jede Hoffnung auf Besserung verloren. Man sieht im Weiterleben keinen Sinn mehr, da man sich von keinem wirklich geliebt und geschätzt fühlt. Ist es daher nicht an der Zeit, das Steuer herumzureißen? Wenn Du die richtigen Schritte tust, dann kannst Du wieder neue Perspektiven entdecken, für die es sich lohnt, weiterzuleben.

Zunächst einmal ist es sehr wichtig, dass Du Dich an jemanden wendest, der Dir mitfühlend zuhört und Dir wirklich helfen kann. Da  Deine Eltern offenbar kein offenes Ohr für Dich haben, kannst Du vielleicht mit einem Verwandten oder guten Freund über Deine Empfindungen sprechen. Ganz wichtig ist es eben, dass Du nicht alles in Dich hineinfrisst. Wenn Du es lernst, Dich gegenüber anderen zu öffnen, wirst Du merken, dass Dich das erleichtern kann. Sollte jedoch niemand da sein, mit dem Du offen reden kannst, dann stehen Dir auch folgende Anlaufstellen zur Verfügung:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111
0800 - 111 0 222
0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

- Online-Beratung: Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de .

Es gibt auch jemanden, der sogar mehr für einen tun kann, als professioneller Helfer oder ein lieber Freund. Ich weiß zwar nicht, ob Du an Gott glaubst. Doch aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass der Glaube nicht nur der berühmte Strohhalm ist, an den man sich klammert, wenn man nicht mehr weiter weiß. Das wäre wirklich ein schwacher Trost! Ich habe in den schlimmsten Augenblicken meines Lebens erfahren, dass Gott nicht einfach ein passiver Beobachter des Geschehens ist, sondern dass er wirklich für einen da ist und hilft. Er kann Auswege schaffen, wo nach menschlichem Ermessen keine zu sehen sind.

Ein Schreiber der Bibel, der selbst viele Drangsale durchstehen musste, sagte einmal: " Wir werden auf jede Weise bedrängt, doch nicht bewegungsunfähig eingeengt; wir sind ratlos, doch nicht gänzlich ohne Ausweg; wir werden verfolgt, doch nicht im Stich gelassen; wir werden niedergeworfen, doch nicht vernichtet."(2. Korinther 4:8, 9). Der Schreiber, der diese Worte niederschrieb, hatte einen festen und unerschütterlichen Glauben und ein persönliches Verhältnis zu Gott. Falls Du an Gott glaubst, was sollte dagegen sprechen, dass Du Dich an ihn wendest?

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du die Erfahrung machst, dass es Gründe für ein Weiterleben gibt! Dein Leben wird nicht immer so grau und trüb bleiben, wie Du es momentan empfindest. Wichtig ist es auch, dass Du nicht alles mit Dir allein ausmachst, sondern Dich gegenüber anderen öffnest und Hilfe annimmst.

Manches im Leben lässt sich leider nicht ändern und man muss einfach lernen, es zu ertragen. Bei Vielem anderen hingegen kann es Veränderungen und Verbesserungen geben. Es gibt also durchaus Gründe für Dich, wieder zuversichtlicher zu sein und einen Neuanfang zu setzen. Alles Gute und viel Kraft dabei!

LG Philipp

ich danke dir. Es tut so gut zu sehen dass Leute mir helfen können. ich gehe am Montag wieder zu meinem Artzt/Psychologe und fange mal wieder mit Sitzungen an.

2
@Anton03

Es ist bestimmt gut, dass Du Dich zu diesem Schritt entschlossen hast! Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!

LG Philipp

1

Hole dir Hilfe und tue bitte nichts unüberlegtes! Du bist ein starker Mensch, hast deinen Abschluss gemacht trotz der problematischen Situation! Auch du darfst einmal schwach sein und Hilfe annehmen. 

Es gibt für Notsituationen eine Notfallnummer, auch dein Psychologe könnte eine Notfallnummer haben. 

Manchmal hilft auch die Distanz zu dem Problem, vielleicht kannst du übers Wochenende zu einem(r) Freund(in)/Kumpel? Du musst das Thema dort nicht zwingend ansprechen, kannst aber aus der momentanen Situation flüchten um einen klaren Kopf zu bekommen (und behalten). Oder gehe spazieren... 

Möchtest du bei deinen Eltern bleiben, solltest du mit Ihnen über kurz oder lang das Gespräch suchen. Wenn du das Gefühl hast, nicht zu Wort zu kommen oder missverstanden zu werden, nimm dir eine weitere Person dazu (z.B. Psychologe oder jemanden vom Jugendamt...) 

Möchtest du nicht bei Ihnen bleiben, kannst du dir ebenfalls Hilfe beim Jugendamt holen. Es gibt betreute Wohngruppen oder aber auch die Möglichkeit auf die erste eigene Wohnung. 

Hey,

zuerst einmal solltest du trotzdem mit einer Person reden, die dir nahe steht. Da deine Eltern das nicht sind, bleibt andere Verwandtschaft oder deine Freunde. Klar ist es erst einmal seltsam, sich Schwächen einzugestehen und vielleicht die Führungsrolle zu verlieren. Aber jeder hat mal Probleme und schlechte Zeiten. Freundschaften sind dafür da, sich gerade in schweren Phasen gegenseitig Kraft zu schenken und sich wieder aufzubauen.

Vielleicht kann dir ja jemand von deinen Freunden oder deren Eltern schon weiter helfen. Du könntest kurzfristig erstmal dort unterkommen. Langfristig gesehen würde ich mich an das Jugendamt wenden. Wenn du mit deinem Vater solche Probleme hast, dass es nicht zumutbar ist, weiter bei ihm zu wohnen oder aber dein Vater dich ernsthaft rauswerfen will, können die dir bestimmt helfen. Es gibt auch Jugendwohngruppen oder Ähnliches, wo man wie in einer WG zusammen lebt, aber ab und zu mal ein Betreuer nach euch schaut. Du bist ja kein Kind mehr, sondern fast erwachsen.

Wenn deine Depression wieder schlimmer wird, kannst du dich auch an deinen Hausarzt oder Psychologen wenden. Vielleicht schlägt er dir sowieso vor eine weitere Therapie zu machen oder rät dir, dass es das beste ist, erstmal auf Abstand zu deinem Vater zu gehen. Er kann dir vielleicht auch einen Rat geben, wie du dein Leben am besten neu ordnest. Wenn sich in deinem Leben gravierend etwas ändert, sollte das mit den behandelnden Ärzten abgestimmt sein. Die psychische Situation darfst du nicht unterschätzen, gerade wenn die Suizidgedanken wieder schlimmer werden.

Es ist keine Schande auch mal Schwäche zu zeigen und um Hilfe zu bitten! Das hat jeder mal und alleine wirst du das Problem leider kaum lösen können. Also lass dir helfen, dann geht es auch schnell wieder bergauf. Du wirst sehen. Alles Liebe für dich! :)

Danke dass du dir so viel Zeit genommen hast. Ich glaub ich geh am Montag auch wieder mal zum Arzt und hoffe dass er mir einen guten Rat geben kann.

0

Hey. Das finde ich gut. Er kann dir bestimmt weiter helfen oder schickt dich zu jemandem, der das kann. Kopf hoch, das wird schon wieder.

0

Wer kann Depressionen diagnostizieren?

Guten Tag zusammen!

Ich wollte nur mal fragen: Wenn eine Person denkt, sie sei vielleicht depressiv, geht sie dann zum Beispiel zum Hausarzt? Oder an wen genau sollte sie sich wenden? Oder gibt es sowas wie einen "Selbsttest"?

Und ist es überhaupt möglich, dass jemand depressiv ist, wenn das Umfeld der Person aber niemals auch nur Anzeichen dafür bemerkt hätte?

Danke für eure Hilfe!

...zur Frage

Weshalb ist es normal, dass jeder in der Pubertät depressiv wird?

War ja schon immer so. Denkt ihr, das liegt an der Gesellschaft oder doch „nur“ an den Hormonen?

Ich glaube viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Trotzdem kann eine Depression jeden treffen.

Liegt es also an der Persönlichkeit von einem Person oder doch eher ans Gehirn? Und was ist mehr abhängig von den anderen?

PS: Ich bin erst zwölf und versuche halt mich selbst zu verstehen, weil es mir nicht so gut geht.

...zur Frage

Mutter behandelt Sohn schlecht - Was tun?

Hallo,

ich bin 17 und mein fester Freund ist ebenfalls 17 (er wird Anfang Dezember 18) und ich muss nun schon seit etwa einem Jahr mitansehen, wie er von seiner Mutter behandelt wird.

Da er sich nicht im richtigen Körper geboren fühlt (er ist als Frau geboren worden) lebt er sich selbst seit etwa einem Jahr auch aus, kleidet sich als Junge und hat sich auch schon geoutet. Neuerdings macht er sogar eine Therapie, die ihm helfen wird, eine Geschlechtsumwandlung zu vollziehen. Das nur als kurze Zusatzinformation, um das Ganze besser zu verstehen.

Nun zum eigentlichen Problem:

Seine Mutter ist streng religiös und daher nicht begeistert davon. Doch anstatt ihn seinen eigenen Weg gehen zu lassen, fängt sie andauernd Streit mit ihm an, versucht, ihn davon zu überzeugen, dass sein Weg "falsch" sei. Wird er ihr zu "frech" oder vorlaut, klatscht sie ihm gerne mal eine und beschimpft ihn. Ich selber habe öfters ihre Streits über Skype mitbekommen und habe selber gehört, wie sie mit ihm spricht: Sie schreit rum und bezeichnet ihn als "dumm" oder "verrückt", und das nur, weil er andere Ansichten hat, als sie.

Er hat mir außerdem erzählt, dass er auch früher als Kind schon oft geschlagen wurde (teilweise mit dem Kochlöffel/Schuhanzieher oder Ähnlichem), auch von seinem Vater, der allerdings nicht mehr bei ihnen lebt, da sich seine Eltern haben scheiden lassen. (Dass er zu ihm ginge wäre demnach keine Option - der Vater sieht das genauso wie die Mutter)

Da sowas eine starke psychische Belastung bedeutet (er hat auch Depressionen, größtenteils deswegen) und da es keine "kleinen Klapser" sind und sie ihn auch mit Worten fertigmacht, will und kann ich nicht länger dabei zusehen, vor allem, weil es auch Auswirkungen auf das spätere Leben haben könnte und er schon so lange damit lebt. Meine Frage ist nun, an wen ich mich wenden muss.

Mein Freund hat seiner Mutter auch schon mit dem Jugendamt gedroht, allerdings nimmt sie ihn nicht ernst. Unser Ziel wäre auch gar nicht unbedingt, ihr das Sorgerecht zu entziehen, ich denke es würde auch schon reichen wenn ihr mal jemand die Leviten lesen würde, sodass sie etwas mehr nachdenkt und vielleicht auch akzeptiert, dass ein Kind seinen eigenen Weg finden muss und nicht von den Eltern in eine Rolle gezwängt werden darf. Er leidet sehr darunter und ich ertrage es nicht, dass diese Frau ihn so quält und dabei scheinbar keine Reue verspürt.

Wenn ich ihm sage, dass er sich an jemanden wenden soll, sagt er, er wolle es auch, aber ich glaube, er traut sich einfach nicht und hat möglicherweise Angst, etwas falsch zu machen. Da er eh nicht so viel Selbstvertrauen hat und wie schon erwähnt an Depressionen leidet, will ich ihm helfen, bevor er sich noch mehr von ihr quälen lässt.

Ich kenne mich leider gar nicht aus mit so etwas - sollte man sich direkt ans Jugendamt wenden oder kann man ggf auch die Polizei rufen?

Bitte helft mir, ich weiß echt nicht, was ich tun soll.

Liebe Grüße,

Melanie

...zur Frage

Was tun gegen homophobe Familie (und transphobe)?

Ich bin pansexuell und wäre transgender wenn ich es dürfte, dass heißt, innerlich bin ich es sowieso. Ich bin kein verdammtes Mädchen, auch wenn ich vielleicht im Moment so aussehe wie eins.
Leider ist meine streng katholisch und gegen alles, was nicht heterosexuell ist. Sie würden es mir NIEMALS erlauben, mich äußerlich männlich anzuziehen und so... Dabei spielen nicht mal meine Eltern die größte Rolle, sondern eher meine Großeltern, aber die dominieren alles. Meine Eltern halten die nämlich in Ehren, und alles, was denen nicht recht ist, ist ihnen auch nicht recht. Nur, es ist einfach nur dumm, den ganzen Tag so tun zu müssen, als wär man ein Mädchen. Stellt euch vor, ihr müsstet plötzlich im Körper des anderen Geschlechts herumlaufen. Wie würde euch das gefallen? Nur, ich trau mir nicht, mit Ihnen zu streiten, also so richtig. Was soll ich tun?

...zur Frage

Was kann man gegen Depri-Phase? :(?

Hey.. alle User ich habe schon etwas länger ein Problem.. nähmlich bin ich Depri geworden.. So Silvester 2016 hat es angefangen ich hatte Suizid Gedanken... Ich will damit aufhören aber ich kann nicht... ich brauche hilfe bitte.. Jedes mal wenn ich alleine draußen oder zuhause bin probiere ich mich um zu bringen aber... ich kann nicht wenn ich an meine Beste Freundin denke dich ich überalles liebe zerstört es mich innerlich so sehr.. Jede Nacht liege ich weinend im Bett.. stelle mir IMMER diese Frage warum ich überhaubt lebe?.. Es macht doch keinen Sinn. Ich habe langsam angefangen mich zu ritzen.. zuerst in der Schul-Toilette mit ne'm Geodreieck.. an meinem Arm. Ich habe mich so wohl gefühlt als ich es gemacht habe.. Dann zuhause.. mit ne'm unscharfen messer.. Es tat mir zwar äußerlich nicht weh doch innerlich... Nur meine Beste Freundin weiß es.. sonst keiner KEINER auch nicht meine Eltern vor ihnen bin ich ein ''glückliches normales Mädchen'' dem es gut geht aber nein.. Innerlich bin ich so broke. ;( Dann habe ich es probiert mit einem schärferen Messer bis ich geblutet habe.. ich habe ein Bild gemacht und es meiner Bff geschickt sie hat sich unglaublich sorgen gemacht aber ich will nicht mehr.. Ich kann nicht mehr.. Ich habe zu lange gekämpft.... Letztes mal habe ich mich so oft geritzt das ich Ohnmächtig geworden bin.. habe sehr sehr sehr viel Blut verloren........

Bitte bitte bitte helft mir bittee.. sonst nehm' ich mir irgendwann das leben..

PS: Bin 14.. und weiblich

...zur Frage

Meine Freunde wenden sich von mir ab

Alle meine Freunde wenden sich zur zeit von mir ab, versetzen mich und vermeiden den Kontakt mit mir. Sie Antworten nicht auf meine Nachrichten... Ich bin jetzt immer so alleine. Langsam Fange ich wieder an mit der selbstverletzung, ganz einfach weil diese Einsamkeit mich so depressiv macht, so leer, und mein Herz tut mir weh. Ich sehe keinen Sinn mehr auf der Welt, wenn ich doch niemanden habe. Was soll ich tun?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?