"Ich war mal Stolz ein deutscher Fernfahrer zu sein Hab dank (lieber) Staat"

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Früher war es so, daß der Binnenverkehr ausschließlich von inländischen Speditionen gefahren werden durfte.

Es gab einen Tarif (Mindestpreis Tonne, bzw. Lademeter/Kilometer), von dem man nicht abweichen durfte, damit die Bahn konkurenzfähig war.

Heute ist es so, daß Kabotagefahrten (inländische Fahrten) auch von ausländischen Speditionen gefahren werden dürfen ( drei Fahrten hintereinander. Danach muss das Land verlassen werden). Die EU will die Kabotage jetzt komplett für die ausländischen Speditionen öffnen. Den Tarif gibt es schon etwa 20 Jahre nicht mehr.

Die Ostblock-Speditionen drücken immer mehr auf den deutschen Markt und lassen die Preise noch mehr verfallen, als sie es eh schon sind.

Fahrer, die deutsch sprechen, werden immer weniger.

Vielleicht hat er das mit seinem Aufkleber zum Ausdruck bringen wollen....

Ich fahre nun schon 22 Jahre LKW . Es war mein Traum . Ich mache keinen Urlaub , kein frei , weil ich Angst habe , ein Aushilfsfahrer macht ne Schramme dran . Jetzt ist es nur noch Gewohnheit , denke ich mal . Denn früher wurde man besser behandelt als Fahrer , jetzt ist man verhasst , jedenfalls in Deutschland . Diesen Job muß man lieben.... , das ist kein Job , um Geld zu verdienen . Uns wird das Leben auf der Str. richtig schwer gemacht .... dieser psychische Druck , dem man ausgesetzt ist , macht einen ganz fertig . Diese ewige Angst vor einer Kontrolle .Je weiter weg von Deutschland , umso besser ! Ich weiß .... es war nicht die Antwort auf die Frage , aber früher konnte man stolz auf den Job sein , man ist vernünftig behandelt worden unterwegs .

Ich bin kein LKW-Fahrer, aber eins weiss ich: leicht haben es die nicht. Sie sind oft tagelang unterwegs, die Arbeitsbedingungen sind hart. Einerseits müssen sie sich an gesetzlich vorgeschriebene Pausen halten, andererseits sollen sie ihren straffen Zeitplan einhalten. Der Stundenlohn ist sehr niedrig, wenn sie Ihr Ziel nicht rechtzeitig erreichen müssen sie den ganzen Sonntag auf irgend einem schäbigen Autobahnrastplatz verbringen. Auf Autobahnen sind sie ungern gesehen, denn wer kennt das nicht? Sie sind groß, langsam, verstopfen die Fahrbahn.... Früher war das anders. Da wußten die Menschen die Fernfahrer noch mehr zu schätzen. Immerhin sind sie für uns durch die ganze Welt gefahren und haben Dinge von A nach B transportiert. Nicht zuletzt sind es die LKW-Fahrer, denen wir es verdanken, dass wir jeden Tag frische Nahrungsmittel kaufen können, ohne die wären die Regale nämlich leer. Der Staat macht unseren Brummi-Fahrern das Leben nicht grade leichter. Jetzt soll auch noch die LKW-Maut für die deutschen Straßen kommen - viele Logistikunternehmen werden das am Lohn der Fahrer auslassen, da kann man sich sicher sein. Kurz gesagt: Ein wahnsinnig wichtiger Job wird nicht nur klein, sondern schlecht gemacht und Vater Staat tut sein nötiges dazu!

Ja Früher in geiler Job heute nur noch Termindruck überfüllte Rasthöfe, Dumping Löhne oft 12 schichtzeit, schlechte fahrzeuge. etc

Die Ostblock Fuhrunternehmen drücken die preise wo kein Deutscher unternehmer mehr mitfahren kann außer es fährt mit Osteuropäer.. Und schuld daran ist die EU!

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