Ich war ein halbes Jahr krank, habe ich meinen vollen Urlaubsanspruch?

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5 Antworten

Also im Endeffekt nicht für dieses Jahr 27 Tage, sondern weniger?!

Das kommt - wie so oft - "darauf an"!

Zunächst einmal: Selbstverständlich hast Du mindestens Anspruch auf den gesamten gesetzlichen Mindesturlaub.

Nun hast Du aber einen über den Mindesturlaub hinaus zusätzlich gewährten Urlaubsanspruch. Für diesen Anspruch auf den zusätzlichen Urlaub kann der Arbeitgeber Bedingungen formulieren - z.B. derart, dass der zusätzlich gewährte Urlaub anteilig für Zeiten einer Erkrankung gekürzt werden kann.

Diese Bedingungen müssen aber vertraglich vereinbart worden sein (oder sich aus einem anzuwendenden Tarifvertrag ergeben).

Gibt es solche vertraglich vereinbarten Bedingungen nicht, an die die Gewährung des zusätzlichen Urlaubs geknüpft ist, dann hast Du auch Anspruch auf diesen zusätzlichen Urlaub, also alle 27 Tage.

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Dein Chef hat recht.

Nach sechs Wochen endet die Lohnfortzahlung und Du bist praktisch entlassen und hast keinen Urlaubsanspruch mehr. Durch unsere Gesetze bist Du aber geschützt und man muss Dich wieder eingliedern, wenn Du wieder gesund wirst.

De facto hast Du also Urlaubsanspruch von Januar bis Mitte Februar und ab jetzt, das sind also gerade mal knapp zwei Monate. Der Rest ist futsch.

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Kommentar von MayaMerlin
20.07.2017, 14:06

Dass ich Urlaubsanspruch für die Dauer meiner Krankheit habe ist mir schon bekannt. Kann man überall nachlesen. Mir ging es darum ob ich für diese Krankheitszeit nur den gesetzlichen oder vertraglichen zugesichert bekomme :-)

Für seine Krankheit kann man ja nichts, wird man im Urlaub krank, kann man sich auch krankschreiben lassen und bekommt den Urlaub wieder.

Ich bin auch nicht so gesehen entlassen, ich muss bei meinem AG ja auch weiter die Krankmeldungen einreichen.

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Kommentar von Familiengerd
20.07.2017, 20:08

Deine gesamte Antwort ist, wie die von MiezeKatzchen, kompletter Unsinn (sorry!) - und das ist noch zurückhaltend formuliert!!

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Nein, dein Chef hat da vollkommen recht.

In der zeit wo du nicht da warst wurdest du nicht normal krank geschrieben sondern hast eine art Freistellung erhalten... und das über eien sehr langengen Zeitraum, mehr als ein halbes Jahr. Dein arbeitsverhältnis hat wieder zu dem zeitpunkt begonnen und es wird der normale regelsatz vom wiederbeginn bis zum jahresende ausgerechnet.

Ich verstehe nicht warum du dich das überhaupt fragen musst. Du kannst doch nicht erwarten bei so einer langen fehlzeit genau so viel urlaub zu bekommen wie jemand der das ganze jahr über gearbeitet hat

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Kommentar von MayaMerlin
20.07.2017, 14:16

Ich bin durchgängig krankgeschrieben, seit Januar bis de Wiedereingliederung zu Ende ist.

Was mir zusteht kann ich auch erwarten, das tut mein Chef auch ;-)

Außerdem war ich krank, nicht aus Langeweile zu Hause. Ich frage es hier auch, da meine Kollegen mich gebeten haben in einem bestimmten Zeitraum zu gehen, da auch die gerne planen möchten und das Jahr ist nicht mehr all zu lang.

Von mir hat überhaupt keine Nachfrage beim AG stattgefunden,

ich war nur über seine Aussage irritiert.

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Kommentar von Maximilian112
20.07.2017, 15:15

miezekätzchen, das kann er wohl erwarten. Ich verstehe nicht wieso du diese Frage beantwortest. ....

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Kommentar von Familiengerd
20.07.2017, 20:12

Deine gesamte Antwort ist, wie die von Wapiti201264, kompletter Unsinn (sorry!) - und das ist noch zurückhaltend formuliert!!

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Hier zählt natürlich der vertraglich zugesicherte Urlaubsanspruch. Den musst du aber - wie gewohnt - auch geltend machen.

Der Anspruch "verlängert" sich auch nicht automatisch ins neue Jahr, sondern es gelten die betrieblichen Regeln, bis wann der Resturlaub verbraucht sein muss, es sein denn, betriebliche Erfordernisse waren der Grund, dass der Resturlaub nicht genommen werden konnte.

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Kommentar von MayaMerlin
20.07.2017, 14:01

Danke Dir! Betrieblich möglich ist es, da wir sogar eine Person zu viel in der Niederlassung sind, da eine Vertretung für meinen Krankheitsausfall trotz meiner Genesung bleibt. Die Geschäftsführung möchte immer, dass wir unseren Urlaub bis zum Ende des Jahres verbraucht haben. Hierzu müssen wir im Februar schon immer die gesamte Jahresplanung abgeben.

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Kommentar von Familiengerd
20.07.2017, 20:21

Hier zählt natürlich der vertraglich zugesicherte Urlaubsanspruch.

Woher willst Du das wissen?!?

Wenn es vertraglich vereinbarte Bedingungen gibt, an die die Gewährung des zusätzlichen Urlaubs geknüpft ist, besteht eventuell nur voller Anspruch auf den gesetzlichen Jahresurlaub und auf den zusätzlichen Urlaub gegebenenfalls nur anteiliger.

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Nein nur den gesetzlichen

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Kommentar von Familiengerd
20.07.2017, 20:15

Woher willst Du das wissen?!?

Wenn es keine vertraglich vereinbarten Bedingungen gibt, an die die Gewährung des zusätzlichen Urlaubs geknüpft ist, besteht Anspruch auf den gesamten vereinbarten Jahresurlaub!

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