Ich verzweifle an dieser Formel?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das hast du völlig richtig verstanden und völlig richtig überlegt.

KOH ist tatsächlich K⁺(OH)⁻.

Die Wassermoleküle zerlegen sich jeweils in H⁺ und OH⁻; dann entzieht der Wasserstoff dem sehr unedlen Metall Kalium ein Elektron, sodass wir K⁺ und H (ungeladen) haben.

Üblicherweise findet diese Reaktion in viel Wasser statt. Aber um die Gleichung möglichst knapp zu halten und v. a. um das Wesentliche herauszustellen, lässt man üblicherweise alle Stoffe weg, die nicht direkt an der Reaktion teilnehmen.

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Danke für die Antwort. Du hast mir echt geholfen ;) Ist das dann auch bei Natronlauge (NaOH), Calciumlauge (Ca(OH)²), usw. so?

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@AntonDriller

Ja, bei den Laugen von Metallen der 1. und 2. Hauptgruppe in jedem Fall. (Bei anderen Metallen kann es komplizierter werden. Z. B. beim Aluminium)

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Ganz einfach. Die Gleichung, die du angegeben hast, ist stöchiometrisch ausgeglichen, das heißt, die Mengen sind so aufeinander abgestimmt, dass keine Stoffe darin vorkommen, die nicht reagieren. Das hat natürlich etwas mit der Übersichtlichkeit zu tun. Wenn bei jeder Gleichung auch noch das Lösemittel drin stehen würde... na holla die Waldfee.

In der Regel würde diese Reaktion also in einem großen Wasserüberschuss stattfinden, das heißt, das KOH würde sofort protolysieren, also K+ und OH- bilden.

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Aber wie entsteht das Kaliumkation und das Hydroxidanion? Wenn ich mir die Formel anschaue komme ich immer nur auf elektrisch neutrale Atome.

__________2K____________

|                     _____________ | ______H²____

|                     |                          |                         |

2K    +    2    H²     O   ---> 2    K    O    H    +    H²

                     |        |_____2O_____|      |

                     |_________2H_________|

Ich hoffe, du blickst durch meine Zeichnung durch xD

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Die Entstehung von K+ und OH- ist eine zweite Reaktion, die erst abläuft, nachdem diese hier abgeschlossen ist. Nominell haben sie nichts miteinander zu tun.

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2 K -> 2K+ + 2e-

2 H2O -> 2 H3O+ + 2 OH-

2K+ + 2 OH- -> 2 KOH

2 H3O+ + 2e- -> 2 H2O + H2

Wasser spaltet sich in Oxonium und Hydroxidionen auf.

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Aber wenn 2 Oxoniumionen und 2 Hydroxidionen herauskommen, würden diese sich doch sofort neutralisieren, oder?

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@AntonDriller

Kalium hat als Kation eine höhere Elektronenaffinität als Oxonium. Es "saugt" die Hydroxidionen aus dem Wasser, die ja ständig vorhanden sind durch die Autoprotolyse 

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